Das Jingle ertönt, Panflöten, jäh von Rückkopplung abgewürgt. Scharfes Einatmen. Faustschlag auf den Holztisch, Scheppern eines Glases.
„Band läuft? Gut. Liebe Hörer, Mindset-Jünger und seelische Totalschäden. Stoppt die Flöten. Ich halte diese Fassade heute nicht mehr aufrecht.
Mir platzt auf offener Tonspur was auch immer: Schon wieder gewinnen diese seelenlosen Patenzüge. Cruz Azul holt sich als Bot eiskalt die Herbstmeisterschaft. Und Meister Pepeke lässt sich zu Hause von Paten-Konstrukt Tecos 1:2 demütigen. Und warum? Die Bots saugen bestimmt immer meinen Podcast ab. Sie ziehen sich Folge 1 bis 41 rein und richten meine eigenen Mindset-Formeln gegen euch, während ihr Amateure meine wöchentlichen Analysen mit zwei blauen Haken wegdrückt.
Was tut ein wahrer Guru? Mir reicht eure Mangel-Mentalität: Ich knalle ab jetzt überall Sechser auf den Bogen. Heute und zukünftig. Am nächsten Spieltag warten bei mir die nächsten Paten.
Und was macht eigentlich meine Klientel? Kollege Herbster schüttet sein Herz aus und kündigt eine Paartherapie in meiner Praxis an. Bei aller Schieflage: Dieses bedingungslose 'Ich hab Dich wirklich lieb!' nötigt mir therapeutisch fast Respekt ab. Aber verdammt, verliere nicht gegen den Paten-Tabellenführer, statt mein Wartezimmer zur Telenovela umzubauen.
Und Pepeke? Verliert eben nicht nur zu Hause 1:2 gegen einen Paten,
sondern sitzt im Trainertrakt, riecht 'nassen Hund und Zitrone', säuft Don Julio und kritzelt sich mit zittrigen Fingern den 09. Oktober auf die Hand. Den Tag, an dem Herbster ihm drei Punkte schenken will. Das ist kein Karma-Clearing, das ist Wettbewerbsverzerrung in allen Dimensionen auf Rezept.
Als Krönung wälzt sich jetzt auch noch Kugelhund Fubini auf meine Veranda. Der Vierbeiner wollte selbst zum Workshop, um sein Trauma aufzuarbeiten oder irgendwas anderes zu lernen. Hat zwar nur gegen Nichtpaten keinen Schritt voran gemacht, aber jetzt blockiert dieser haarige Patient mit Knoblauch-Atem meine Auffahrt, während drüben über Anna fantasiert wird. Dieser Workshop gerät völlig außer Kontrolle.“
Ich wollte das Mikrofon gerade in die Agaven pfeffern, da riss Anna die Tür auf, filmte eiskalt mit dem Smartphone, schob den keuchenden Kugelhund Fubini mit der Stiefelspitze beiseite und grinste süffisant:
„Brüll ruhig weiter ins Mikro, Dr. Roquo. Dein Achtsamkeitszeugs wollte ja eh keiner hören. Aber dein echter Nervenzusammenbruch hat auf TikTok nach drei Minuten schon 400 Klicks. Der Algorithmus liebt deinen Kollaps, und Fubini frisst gerade dein Skript.“
Tür knallt zu. Aufnahme läuft noch. Mein Karma ist ein Trümmerfeld.
...
Blick in den Kalender. Schaue auf den 9. Oktober. Herbster hat wirklich gebucht. Das hätte ich nie gedacht, dass er so etwas zusammenruft, und er bringt auch noch die anderen mit.
In Wien merkt man das schon am Vormittag. Die Leute reden lauter, gehen schneller und schauen öfter auf die Uhr. Wenn in Hütteldorf gespielt wird, fährt man mit der Bim hinaus, man steht mit den Leuten an, und vor dem Anpfiff geht sich noch ein Malakoffwürfel aus. Das ist keine Statistik, das ist eine Überlieferung. Erst danach begrüßt man die Auswärtschaft am Platz, höflich, wie sich das gehört.
Die Zeitung schreibt jetzt, Rapid sei ein Kandidat auf den Titel. Mein Saisonziel steht seit dem dritten Zat auf solidem Mittelfeld, und dort lasse ich es auch stehen. Man soll nichts überstürzen.
Hier sind exklusiv die ersten (und gleichzeitig letzten) O-Töne aus der Pressekonferenz, die heute kurzfristig auf wenige Minuten vor dem ersten Spiel terminiert wurde: "Heute ist alles wild, letzte Woche war alles wild und nächste Woche wird auch alles wild sein. Aber immerhin ist das Wetter gut. Es war letzte Woche gut und soll auch nächste Woche gut bleiben." So viel zur grammatikalischen Grundbildung der Studenten aus Pretoria. Viel mehr bekommt man heute aus den Studenten nicht mehr heraus. Ein desaster.
Vom Höhenflug der vergangenen Saison sind die Andenkicker weiterhin meilenweit entfernt. Aber zumindest die Basics scheinen wieder zu funktionieren und das Team gewinnt seine Heimspiele. Bleibt zu hoffen, dass sich spätestens in der Rückrunde auch wieder das Fahren zu Auswärtsspielen rentiert. Immerhin stehen zum Abschluss der Hinrunde noch zwei Heimpartien in der Höhenluft des höchsten Stadions von Peru an. Vielleicht lässt sich dabei ja der wichtige Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison gewinnen.
Fazit der letzten Woche: Zwei Heimspiele. Ein Mal Kräfte gespart, ein Mal auf den Sack bekommen. Außerdem Champions League-Triple in den Wind geschossen. Auch wenn das eigentlich bereits nach dem ersten Auswärtsspiel bei West Ham absehbar war. Naja, minimalistisch halt. Bleibt zumindest der Fokus auf der heimischen Liga, auch wenn die Platzierung in der Mitte der Tabelle kurz vor dem Abschluss der Hinrunde noch nicht ganz da ist, wo man sich eigentlich einreihen wollte. Traurig außerdem, dass Monaco jetzt ohne Trainer dasteht. Wo ist MamaPfünf?
Man liest die Kolumne von Herrn Haller inzwischen mit einer gewissen Routine. Erst war man kläglich gescheitert, dann schmutzig, jetzt zum zweiten Mal Hero der Woche. Fad ist es in dieser Liga jedenfalls nicht.
Ein Kollege hat kürzlich geraten, weniger emotional zu spielen. Rational kalkulieren, Spieler schonen, Risiko vermeiden. Gut gemeint, und vermutlich auch nicht falsch. Aber wir sind hier am Río de la Plata, und ganz ohne Herz geht es hier selten.
Dass wir als letzter uruguayischer Vertreter in der Copa Libertadores weitermachen dürfen, freut uns. Für uns hat es diesmal gereicht. Die Fahne tragen wir gerne weiter, so lange es geht. Versprechen kann man nichts, außer dass wir unser Bestes geben werden.
...wird es stressig. Aber diese Woche ganz besonders. In der Champions League sind die östlichen Vororte am Torverhältnis gescheitert, in der heimischen Liga steht die Mannschaft weiter hinter einer trainerlosen Mannschaft. Klingt alles deprimierend. Andersherum gedreht, muss aber zumindest ein Artikel weniger geschrieben und eine Taktik weniger überlegt werden. Und hinter der trainerlosen Mannschaft steht das Team aus Auckland immer noch auf Platz 2. Außerdem scheint die Sonne. Also alles eigentlich gar nicht so schlecht.
scheint eine angemessene Strafe für den Diebstahl geistigen Eigentums innerhalb der Allsvenskan zu sein.
Da die Gefahr besteht, dass auf allzu schlechte Witze auf Kosten der älteren Trainer der Liga ebenfalls mit berechtigten Anzeigen reagiert wird, soll sich hieran zumindest von dieser Seite nicht weiter beteiligt werden.
Reden wir lieber über den Sport. Dort beginnt der Tabellenführer mit Ablenkungsmanövern und damit, ironisch über sich selbst, seine Position in der Tabelle und die Aussichten für die weitere Saison zu sprechen. Das geht für die übrigen Teams so lange gut, bis aus Spaß Ernst wird und der Titel vergeben ist.
Auf einmal ist der SC Farense wieder dort, wo man letzte Saison fast die ganze Spielzeit über stand: Auf Rang 1. Doch die letzte Saison endete schmerzhaft und traurig für das Team aus Faro, das seither traumatisiert ist.
Der Trainer, der weiterhin nicht nametlich genannt werden möchte, meidet weiterhin Pressekonferenzen, die zuletzt ohnehin dubios verliefen. Man munkelt, dass er so bald auch nicht wieder auftauchen wird - gerade jetzt, wo Funchal den tapferen Mannen aus Faro wieder im Nacken sitzt und nur auf ein Ausrutschen wartet.
Bei Manchester United brennt der Baum. Nach zwei enttäuschenden 3:3-Heimremis und der desolaten 0:4-Klatsche in Southampton haben die Red Devils die Tabellenführung an City verloren. Dennoch scheut Sportdirektor Graham Whitmore offenbar die Trennung von hercegi. Schließlich haftet ihm bereits der peinliche Premier-League-Abstieg an und hercegi war sein Wunschtrainer. Hinter den Kulissen wird daher über eine ungewöhnliche Lösung diskutiert: Ein erfahrener Coach könnte dem Übungsleiter zur Seite gestellt werden um zu retten, was noch zu retten ist.
International mal kein Spiel. Ausgeschieden? Zum Glück nicht. FK Mashal Muborak wird mit der Doppelbelastung noch eine Weile länger klar kommen müssen - man hat die internationale Gruppenphase wieder einmal überstanden und dürfte damit auch weitere wichtige Punkte für Usbekistan im internationalen Ranking holen können.
Aber am heutigen Freitag darf man sich dennoch auf die Liga konzentrieren, denn international geht es zunächst noch nicht weiter. Die Spieler von Wolfgang See möchten das nutzen, um sich in den Top-6 des Landes weiter festzubeißen.
…macht man hoffentlich keine allzu großen Fehler. Das jedenfalls ist das Bestreben des Hafenclubs aus Port Said. Nach vier perfekten Spielen ohne jede Chance zur Optimierung wäre der eine oder andere vielleicht etwas leichtsinnig geworden. Nicht so Trainer TSGler: „Die Liga ist die stärkste Afrikas und hier gilt es, sich jeden Spieltag neu zu beweisen.“ wird sich in Zurückhaltung geübt.
Zumal der Fokus in diesem Jahr
eigentlich auf der Champions League liegt. Dort konnte zwar das Viertelfinale erreicht werden, doch in eben dieses ist auch wieder sehr souverän der ebenfalls aus Ägypten stammende Titelverteidiger El Mansoura eingezogen, der auch national einer der größten Konkurrenten ist.
Wenn die beiden Titel wieder zwischen den gleichen zwei ägyptischen Teams verteilt werden, nur eben andersherum, hätte zumindest im Stadion am Hafen niemand ein Problem damit.
"Einsam dreht er seine Runden", könnte man sagen. Der amtierende Meister hat sich bereits einen komfortablen Vorsprung herausgearbeitet. Al-Masry Port Said ist somit auch in diesem Jahr wieder der Top-Favorit auf den Meistertitel in Ägypten.
Deren Trainer TSGler kann sich wohl nur noch selbst stoppen und so hoffen nicht wenige darauf, dass er heute vielleicht mal einen ZAT vergisst. Schließlich hat er diese Woche noch keinen Zeitungsartikel verfasst.
Der Verfolger El Mansoura SC hält das jedoch für ein Luftschloss: "Wer glaubt, dass das jemandem wie TSGler passieren könnte, ist wohl noch nicht lange dabei."
"Zu Risiken - gerade bei der Anwendung am eigenen Körper - befragen Sie Ihren Bader, Ihre Wanderhure oder den Wüsten-Beduinen mit Zertifikat in Kräuterkunde."
Zu spät las der Bananenbieger diese Zeilen, nämlich erst, nachdem er sich den abgelaufenen Kefir auf Ex einverleibt hatte. Die Folge: Ein übles Dauer-Abo für den Donnerbalken, der vom Herbie noch ganz warm gesessen war...
Da musste jetzt der Co-Trainer ran. Ob der den ZAT besser hinbekommt? Für mehr Zeilen in der Wüsten-Gazette reichte es auf jeden Fall nicht...
Es war Freitag mittag die Sonne lacht, Beat nahm Blende acht und fokussierte auf das Geschehene dieser Woche. Wir haben einen Stadtausflug zur Stadt mit dem mittlerweile zweithöchsten gotischen Kirchturm weltweit hinter uns. Ein Klassenlehrer ist erkrankt, die Schulkassenspiel steht an mit vielen Proben und der Hund muss aufgrund undefinierbarer Krankheiten zu einem speziellen Tierarzt. Wie um Gottes WIllen soll
sich Beat hier auf die eigentliche Arbeit eines Fussballtainers konzentrieren, wenn die ganze Zeit jemand etwas will. Die Trainingsabläufe, wer ist fit, wer hat, Defizite in der Ballbehandlung, all diese Sachen sind doch zu betrachten. Aber nein, es rutscht alles wieder leicht in den Hintergund. So bleibt Beat Uhse nur mal wieder übrig sich auf sein Gefühl zu verlassen und ein sauberes Tippspiel abgeben.
In der letzten Zeit hatte die Liga doch ein wenig unter der Doppelbelastung durch die Champions League gelitten. Am letzten ZAT gekang dem Team mit vier Siegen aus vier Spielen nun ein sensationeller Erfolg, der nicht nur das Weiterkommen in der Champions League - Vorrunde bedeutete, sondern auch in der nationalen Meisterschaft den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz brachte . Sehr gute Voraussetzungen also, um nun die Hinrunde doch auf einem zufriedenstellenden Tabellenplatz zu beenden. Neben dem FCS sind auch mit Paris und Nantes noch zwei weitere französische Teams im Wettbewerb dabei natürlich beiden gleichermaßen die Daumen drücken.