Ein sichtlich gefrustet W.Power gab sich im Interview sportlich fair, konnte der Gratulation zur Tabellenführung in der Ligue 1 aber wenig abgewinnen
Reporterin: Herr Power , wie geht es Ihnen nach dem vergangenen Spieltag. Erneut das Aus im Achtelfinale der Champions League, aber die Tabellenführung in der Ligue 1 übernommen. Sie wirken sehr frustriert…
WP:Wenn man ausscheidet , ist man immer frustriert. Oder kennen Sie jemanden bei dem das nicht so ist? In der Liga sind wir nur Erster, weil wir ein Heimspiel hatten während viele Konkurrenten auswärts gespielt haben.
Reporterin: Nein , klar, das ist verständlich aber waren sie mit der Leistung der Mannschaft unzufrieden?
Wo: Die Mannschaft hat die Taktik gut umgesetzt. Wir
haben nicht viel falsch gemacht. Wir wollten es im vierten Spiel bereits klarmachen und haben unglücklich nach Verlängerung verloren. Im letzten Spiel ist uns dann die Kraft ausgegangen.
Gratulation in die Schweiz. Wir haben gegen ein starkes Team verloren.
Reporterin: welche Schlüsse ziehen Sie aus dieser Niederlage? Auch in der letzten Champions League kam das Aus im Achtelfinale.
WP: Aus einer Niederlage gibt es für mich nur eine Konsequenz: wir müssen noch härter trainieren.
Reporterin:
Ist das alles, was sie mitnehmen? Das ist ja nun auch sehr allgemein. Gibt es auch spezielle Schlussfolgerungen aus diesem Achtelfinale?
WP: Wenn wir noch einmal gegen St.Gallen spielen, brauchen wir einen Mähroboter. (lacht)
W.Power steht in einer Schlange einer bekannten französischen Supermarktkette und fragt sich, wo das ganze Geld für die teuren Lebensmittel hinkommt. Bei den Mitarbeitern jedenfalls wird es sicher nicht ankommen, sonst gäbe es vielleicht mehr als nur einen für die circa 70 Leute, die vor ihm stehen . Statt jedoch sinnlos zu fluchen hat er eine Idee. Immerhin gibt ihm die Wartezeit in der Schlange die Chance, noch schnell 0,3 TK einzuheimsen, die heute eigentlich gar nicht mehr geplant waren. Die kann der Verein auf jeden Fall brauchen.
Entgegen der Erwartung gibt es sogar Internetempfang.
Und dann schnell, weiter zum kurzen Abschlusstraining. Hoffentlich hat der Cotrainer die taktische Besprechung wenigstens schon erledigt. C‘est la vie.
In der letzten Zeit hatte die Liga doch ein wenig unter der Doppelbelastung durch die Champions League gelitten. Am letzten ZAT gekang dem Team mit vier Siegen aus vier Spielen nun ein sensationeller Erfolg, der nicht nur das Weiterkommen in der Champions League - Vorrunde bedeutete, sondern auch in der nationalen Meisterschaft den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz brachte . Sehr gute Voraussetzungen also, um nun die Hinrunde doch auf einem zufriedenstellenden Tabellenplatz zu beenden. Neben dem FCS sind auch mit Paris und Nantes noch zwei weitere französische Teams im Wettbewerb dabei natürlich beiden gleichermaßen die Daumen drücken.
Mit einem souveränen 3:0 Erfolg über den Champions League- Sieger OSC Lille katapultiert sich der FC Sochaux-Monbéliard aus den Niederungen der Tabelle wieder auf die oberen Ränge. An dieser Stelle noch mal eine herzliche Gratulation an den gegnerischen Trainer zu dem Erfolg im Europapokal. Falls wir das nicht bereits getan haben, gratulieren wir den Landsmännern, die die Flagge Frankreichs hochhalten und unsere formidable Liga so würdig vertreten haben, gerne nochmal zu diesem großartigen Triumph.
Auch in dieser Saison hoffen wir natürlich wieder auf eine gute internationale Vorstellung unserer ganzen Liga. Vive la France!
Die Saison geht auf das Ende zu, und die Spannung liegt wie ein Knistern in der Luft. Ab jetzt gibt es nur noch Endspiele für den FC Sochaux Montbéliard. Und wenn man sich Tabelle und Begegnungen, der nächsten vier Spieltage so anschaut, dann gibt es fast nur noch Spitzenspiele. Die oberen Plätze sind noch eng zusammen und es zeichnet sich noch kein allzu großer Vorteil für ein einzelnes Team im Kampf um den Titel ab. Erfahrungsgemäß geht es an den letzten Spieltagen meist torreich zur Sache. Insofern können sich die Zuschauer schon freuen und am besten immer schön auf dem Platz sitzen bleiben und aufmerksam auf das Spiel schauen, um kein Tor zu verpassen.
Ja, dieses lustige Wortspiel in Anspielung auf W. Power und seinen Bruder M.Power hat leider kaum Realitätsbezug, denn von Power konnte man bei der WM kaum sprechen. Dafür würde viel über Power gesprochen, nämlich über den Trainer W.Power und dessen Zusammenarbeit mit seinem Kollegen oder besser gesagt, über die entweder nicht vorhandene oder möglicherweise zu gute Arbeitsteilung . Irgendwie kommt es einem so vor, als hätten die beiden Trainer W.Power
und Miku das WM Trainer-Team so aufgefasst, dass immer nur einer der beiden zu dem Spiel erscheinen muss. Im letzten Gruppenspiel reichte es deshalb wieder nur für ein Unentschieden, weil diesmal nur der Trainer des FC Sochaux an der Seitenlinie stand und nicht sein finnischer Kollege. Letztes Mal war es umgekehrt. Dass man so keine Titel gewinnt, kann man sich leicht denken. Da läuft es in der Liga schon besser. Hier muss WP sich auch mit niemandem absprechen. Vielleicht liegt es daran
Das eins zu null gegen den AS Monaco war ein richtungsweisendes Spiel für den Titelverteidiger, der damit wieder Kurs in Richtung obere Tabellenplätze nimmt.
Die internationalen Startplätze sind üppig, insofern sollte da für die Löwen schon etwas herausspringen. Frankreich ist wahrscheinlich die einzige Liga in der das Saisonziel „Obere Tabellenhälfte“ schwieriger
zu erreichen ist als „internationaler Startplatz“. Ein Grund mehr für Trainer, die sich einen neuen Verein suchen, in das wunderschöne Frankreich zu kommen.
Und auch als Nationaltrainer wird man hier sicher gerne genommen, kann sich auf ein schönes und gemütliches Arbeitsumfeld freuen, die Ansprüche gering die „Erfolge“ des Vorgängers überschaubar.
Gerade mal eine halbe Saison ist gespielt und schon offenbaren sich in der Ligue 1 wieder ähnliche Probleme, wie es sie immer gab: viele trainerlose Vereine machen die Liga teilweise zu einem Glücksspiel.
Immerhin bleibt auch das Positive bestehen: die wenigen Trainer, die bleiben , sind der französischen Liga überwiegend sehr verbunden und sehr engagiert. Das zeigt sich auch an dem bisher guten Abschneiden im Internationalen Wettbewerb. Warum es so ist, weiß eigentlich keiner so genau.
Wenn ja, dann
teilt uns eure Theorie gern mit. W.Power versteht es jedenfalls nicht: „Es lohnt sich allein schon wegen dem guten Essen und dem „Savoir vivre“, aber also man muss es nehmen, wie es ist . Manchmal spielt man dann eben gegen eine Mannschaft, die ihren Trainer erst ein paar Minuten vor dem Zugabgabe-Schluss verlässt. Dann ist es so, als würde die Kugel beim Roulette ganz kurz bevor das Rad anhält noch schnell von schwarz auf Rot springen und „rien ne vas plus“. C’est la vie. Bienvenue au Ligue 1
Dass der ZAT 6 turbulent werden würde, das stand quasi bereits im Vorfeld fest. Denn es ging einerseits um das Weiterkommen in der Champions League und in der Ligue 1 kam es zum Duell mit dem Tabellenführer und französischen Aushängeschild PSG. Das ist jedoch derart torreich werden würde, damit hatten wohl nicht so viele gerechnet. Der 2:5 Auswärtserfolg von Sochaux über Paris war ein ganz großes
Spektakel. Auch in der Champions League lieferte man sich sehr torreiche Begegnungen und die Spannung hielt auch nach dem Spiel noch an. (näheres dazu erfahrt ihr in unserem Artikel über den internationalen Wettbewerb).
Sehr erfreulich ist auch, dass die Ligue 1 in der Champions League sehr gut dasteht: noch drei französische Teams sind dabei. Das ist die beste Quote hinter Österreich, die noch vier Teams im Rennen haben.
Der 6:4 Heimsieg über die Eurofighter aus Lille brachte W. Power ins Schwärmen. Der Trainer, lobte den Kampfgeist, die Energie, die Entschlossenheit, die Chancenverwertung , die spielerische Klasse, den unglaublichen Willen, den das Team gezeigt hat, und alles, was man sonst noch an einer Mannschaft loben kann. Auch für die Fans war es natürlich ein besonderes Spektakel. Es war so, sagte er , das beste und wichtigste Spiel dieser Saison. Doch schaut mal auf den Spielplan, so stehen allerdings noch einige sehr wichtige Spiele bevor, in denen sich die Löwen beweisen müssen , um sich oben in der Tabelle zu halten.