Mittendrin bleiben die Studenten. Aber immerhin in der ersten Liga. So richtig weiß man ja immer noch nicht, wie der Aufstieg zustande gekommen ist. Dafür hat sich Mannschaft mal wieder auf fremdem Platz verkalkuliert. Dabei schien alles gut zu laufen. Früh genug angereist (schon am Vortag), früh genug aufgestanden, früh genug losgefahren zum Stadion, früh genug da gewesen, früh genug am Spiel teilgenommen, aber auch zu früh aufgehört und nach 2:0-Führung noch 2:3 verloren. Ist also offensichtlich nicht immer gut zu früh zu sein...
Die Studenten schlafen lieber aus als in der Fremde gegen einen Ball zu kicken. Anders lassen sich die bisherigen Darbietungen der Mannen aus Pretoria in den fremden Stadien nur schwierig erklären. Ein anderer Ansatz könnte sein, dass sich die Studenten in anderen Städten immer verlaufen und vom rechten Weg abkommen. Für nächste Woche wurden nun also Navis und Wecker geordert. Anscheinend geht es nach Kapstadt. Also nach Osten. Oder doch nach Westen. Naja egal, vielleicht beschaffen wir noch ein paar Kompasse.
Auch wenn die Studenten nur im Nachrückverfahren an ihren Platz in der ersten Liga gekommen sind (was wir mal nicht hinterfragen wollen) und damit kein klassisches N in Klammern hinter dem Mannschaftsnamen haben, zählen sie sich aktuell mit den beiden "Mitaufsteigern" zur nationalen Spitze Südafrikas. Grundlage dafür ist eine starke Heimperformance. Uni-Hausmeister Joachim-Ernst ist dafür erneut zum Mitarbeiter des Monats gewählt worden. Wünschen wir ihm weiterhin viel Erfolg beim Versorgen der Gastmannschaften. Apropos Performance, am kommenden Wochenende geht es laut Trainer desaster gegen die Kaiser Chiefs. Mal sehen, ob er den Namen vorab noch einmal durch Google laufen lässt.
Erstes Spiel gewonnen, zweites Spiel verloren. So nüchtern, so langweilig. Aber immerhin waren es die ersten Premier (Soccer) League-Minuten für die Studenten aus Pretoria. Und dementsprechend lässt sich also auch vielleicht der Leistungsabfall im zweiten Spiel erklären, das mit 1:0 verloren wurde. Dynamo leer, Studenten voll. Trotzdem stand am nächsten Tag in der Zeitung, dass die Studenten den größten Sprung in der Tabelle gemacht hätten. Zum Beweis ein großer grüner Pfeil vor dem Mannschaftsnamen.
Eine Runde durch den Apies River und ein Trainingslager in Eswatini später sind die Studenten aus der Uni direkt in der ersten Liga Südafrikas ausgespuckt worden. Hatte man sich gerade noch mit Piraten und Haien herumgeschlagen, stehen jetzt also Duelle mit goldenen Pfeilen und schwarzen Leoparden an. Das klingt tatsächlich nach Aufstieg. Ein Blick auf die Mitspieler zeigt, dass die Ligatrainer ein sehr erfahrener Haufen sind. Zum Reinkommen geht es für die Studis, die erfahrungsgemäß etwas später aufwachen, dann direkt mal gegen die Plätze 3 und 4 der Vorsaison.
Die Studenten haben mal wieder zu lange gebraucht. Bis sie in Fahrt gekommen sind und mit der Prokrastination aufgehört haben, war die Tabellenspitze schon zu weit entfernt. In der Rückrunde steht die Universität aus Pretoria aktuell sogar ganz vorne bei den erzielten Punkten, allerdings gibt es bekanntlich nur noch zwei Spiele und damit ist der Abstand auf die Aufstiegsplätze zu groß. Vielleicht gibt es aber noch die Chance auf die Top 4 und parallel ist auch noch eine Aufstockung der Premier League in der Diskussion. Ansonsten bleibt die Hoffnung für die nächste Saison, dass die Studenten auch s.t. und nicht nur c.t. beherrschen.
Kaum geht es für die Studenten um nichts mehr, spielen sie erfolgreichen Fußball und haben in den letzten fünf Partien jeweils gepunktet. Die stärkste Phase der Saison haben sich die akademischen Hauptstadtkicker also für den Schluss aufgehoben. Zwar ist der Zug nach oben bei nur noch vier ausstehenden Partien abgefahren, aber zumindest die bereits vielfach beschworene gute Ausgangssituation für die nächste Saison scheint im Bereich des Möglichen zu liegen - und damit auch ein gutes Gefühl am Saisonende, das nicht weniger essentiell ist.
Der erste Spieltag der Saison ohne Gegentor und trotzdem geht es in der Tabelle einen Platz nach unten. Komisch. Aber für die Studenten aus Pretoria trotzdem ein Achtungserfolg. Neben einem torlosen Unentschieden gegen das Weltall, gab es einen ungefährdeten Heimsieg gegen die Piraten, die immerhin noch auf einem Aufstiegsplatz rangieren. Problematisch wird es aber bei dem Blick auf dieses Wochenende: Man spielt gegen die direkten Kontrahenten auf den beiden Plätzen vor den Studenten. Und insbesondere an die Haie hat man aus der Hinrunde noch schlechte Erinnerungen...
"Joa, wieder mittendrin", so das Fazit von desaster. Zwar leider nicht mittendrin im Kampf um den Aufstieg, aber zumindest mittendrin in der Tabelle. Somit ist also wenigstens das Saisonziel obere Tabellenhälfte noch erreichbar für die Studenten aus (einer) der südafrikanischen Hauptstadt. Und immerhin gab es auf dem Weg in die Tabellenmitte einen überzeugenden Sieg gegen die Schwalben, die stabil auf Rang 2 liegen und damit noch mittendrin dabei sind, um einen Platz im südafrikanischen Oberhaus in der kommenden Saison zu erkämpfen. Für die Studenten geht es am Wochenende dann mal wieder gegen das Weltall und die Piraten.
Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht. Wieder einmal sind die Studenten auswärts als Verlierer vom Feld gegangen. Besonders bitter, dass es auch wieder mit einem Gegentor Unterschied endete. Nächstes Wochenende immerhin wieder zuhause und auch wenn eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, wird es wohl passend zum Spiel gegen Moroka sehr heiß. Diese benötigen zudem jeden Punkt im Kampf um den Aufstieg. Für Pretoria geht es nur mehr um einen vorderen Platz im Feld der Geschlagenen - und das wird beim Blick auf die Tabelle als Aufgabe schon schwer genug.