"Die Katastrophe", so titelte das meist gelesene Blatt des Landes nach den zwei Niederlagen am vergangenen Freitag. Nach dem zunächst gelungenen Start in die Saison hagelte es nun zwei knappe Niederlagen am Stück für FK Mashal Muborak. Und beide Spiele gingen denkbar knapp aus.
Das werfen nun die Journalisten dem ungeliebten Trainer vor, denn seine Taktik sei entscheidend dafür gewesen, dass die letzten Prozente fehlten und keine Punkte geholt wurden.
Da kommen die Taylor Swift-Gerüchte aus Japan nun zur Unzeit und sorgen für noch mehr Wirbel in Muborak. Man kann nur hoffen, dass die Schreiberlinge in Japan nach den Duellen in der Champions League nicht weiteres Öl ins Feuer gießen.
Der Start in die Saison ist geglückt. FK Mashal Muborak mischt erst einmal wieder ganz oben mit. Ob die Puste diesmal reichen wird? Es bleibt abzuwarten.
Jedoch reibt man sich verwundert die Augen. Denn auf Rang 1, da steht ein anderes Team, nämlich Qizilqum Zarafshon. Und es ist fast schon einmalig - zumindest hat Wolfgang See so etwas noch nie erlebt: Qizilqum Zarafshon steht nach 5 Siegen aus 5 Spielen und gerade einmal einem Gegentor ganz oben. In keinem der 5 Spiele von Qizilqum Zarafshon gelangen einem Team mehr als 2 Tore.
"Ich kann mich nicht daran erinner, so etwas schon mal bei Copa erlebt zu haben", kommt Wolfgang See aus dem Staunen kaum heraus. Wenn das bis zum Saisonende so bleiben sollte, dürfte es sich um schwarze Magie handeln.
...der Star in Usbekistan ist aktuell ohne Zweifel der Konkurrent und direkte Tabellennachbar Qizilqum Zarafshon. Dieser ist sensationell in die Saison gestartet und hat mit gerade einmal 5 Toren 3 Siege und somit 9 Punkte eingefahren. Das nennt man in der Copa-Welt wohl einen perfekten Start!
Doch auch in Muborak ist man nicht unzufrieden. Derzeit thront man ganz oben und hat bereits 9 Punkte aufzuweisen. Die letzte Saison hat zwar gezeigt, dass es wenig bringt, wenn man lange oben ist und am Ende doch noch überholt wird. Aber dennoch genießt man auch diesmal wieder den Moment. Wie lange auch immer er anhalten mag...
Wie schon in der Vorsaison ist FK Mashal Muborak gut in die neue Saison gestartet. In der vergangenen Spielzeit hatte man lange Zeit die Tabelle angeführt oder war zumindest stets auf Tuchfühlung mit dem Tabellenführer.
So auch diesmal: Aktuell thront man ganz oben und durfte sich zum Auftakt direkt über einen 4:0-Auswärtssieg freuen. Doch die letzte Saison hat gezeigt, wie hart diese Liga ist. Und das weiß mittlerweile auch die ganze Copa-Welt, nachdem zahlreiche usbekische Teams in der Champions League weit kamen.
Dort möchte auch Mashal Muborak diese Saison wieder mitmischen und noch hat man Chancen, die Qualifikation auch tatsächlich zu überstehen. Ob es so kommen wird?
Die neue Saison steht in den Startlöchern und wir wollen noch mal auf das Saisonfinale der vorherigen Saison zurückblicken. Vor dem letzten ZAT sah es nicht mehr all zu gut für Mashal Muborak aus. Nachdem man lange Zeit die Tabelle angeführt hatte, drohte man noch, aus der internationalen Zone rauszurutschen.
Für Wolfgang See wäre das in dem angespannten Umfeld ein herber Rückschlag gewesen. Die Presse hatte sich von Tag 1 auf ihn eingeschossen und schon gehofft, dass man noch auf Rang 7
abrutschen würde.
Dieses Szenario konnte zum Glück vermieden werden, da man sich entschied, das Heimspiel abzuschenken und sich voll und ganz auf das Auswärtsspiel am letzten Spieltag zu fokussieren. Die Strategie ging - zum Glück von Wolfgang See - auf und so konnte man am Ende sogar auf Platz 4 über die Ziellinie rollen. Unerwartet schaffte man es also noch auf einen Rang, der eventuell (sofern man die Qualifikations-Runde übersteht) sogar noch zur Champions League Teilnahme berechtigen könnte.
Ein sehr bitterer Saisonverlauf für FK Mashal Muborak. Man tanzte überall munter mit und am Ende könnte man leer, sogar ganz leer ausgehen. International mischte man gut mit, sammelte fleißig wichtige Punkte für Usbekistans internationale Wertung. Jedoch musste man sich dann spät im Wettbewerb doch noch im Halbfinale der Champions League geschlagen geben.
Ein Trost war, dass man zumindest in der Liga noch weiter mitmischte. Lange Zeit
stand man sogar ganz oben. Doch es war bald absehbar, dass es für den Titel nicht reichen würde. Dennoch rechnete man zumindest mit dem internationalen Geschäft. Doch dieses ist nun auch in weite Ferne gerückt. Die Buchmacher rechnen damit, dass Muborak noch aus den Top-5 rutschen wird.
In dem Fall dürfte es für Wolfgang See, der seit Amtsübernahme ohnehin schon von der Presse kritisch gesehen wurde, noch ungemütlicher werden.
5:6, das schmerzte. Es schmerzte umso mehr, da sich der Gegner mit der Auswärts-6 vermutlich selbst keinen Gefallen getan hat. Aber das wird die Zukunft zeigen, ob Samarkand sich das Pulver nicht lieber noch hätte trocken legen sollen.
In Muborak munkelt man derweil schon, ob die eigene lokale Presse Einfluss auf das Setzverhalten vom Gegner nahm. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass man hier stets am Stuhl des Trainers sägt, solange dieser noch keinen Titel vorweisen kann.
Und so muss man auch die Frage stellen, ob der ungeliebte Wolfgang See nach der Saison überhaupt bleiben darf, sollte man die internationalen Plätze verfehlen.
Man merkt es, es geht in die ganz heiße Saisonphase und kein Trainer möchte patzen oder Punkte liegen lassen. Wie konzentriert alle in diesem Moment sind, zeigt auch die Statistik. In Usbekistan blickt man auf zwei perfekte Spieltage mit 100% ZAT-Beteiligung zurück.
Auch die Mannen von Wolfgang See wollen weiter hellwach sein, ist man doch nach wie vor an der Tabellenspitze. Vom Titel sprechen möchte man zwar nicht, die in Muborak stets pessimistische Presse schon gar nicht. Aber zumindest international möchte man in der kommenden Saison unbedingt wieder vertreten sein. "Ich liebe Flutlicht!", äußerte sich See nur kurz, aber deutlich.
FK Mashal Muborak bleibt weiterhin das Maß aller Dinge in der Liga, zumindest vorerst: Trotz weiter wachsender Kritik aus der Öffentlichkeit und Teilen der Medien steht das Team unangefochten an der Tabellenspitze.
Auch international bestätigt man den positiven Trend: In der Champions League ist Muborak bereits sicher für das Halbfinale qualifiziert – und das mit beeindruckender Souveränität. Defensive Stabilität, hohe Spielkontrolle und eine nahezu makellose Chancenverwertung haben den Klub durch die K.o.-Phase
getragen.
Und doch ist die Stimmung im Umfeld nicht nur positiv. Die Presse kritisiert zunehmend den Spielstil. Zu wenig Spektakel, zu kontrolliert, zu berechenbar – so der Tenor einiger Kommentare. Trotz Ergebnissen auf Topniveau wird dem Team vorgeworfen, nicht das Maximum aus seinem spielerischen Potenzial herauszuholen und Spiele „zu verwalten statt zu entscheiden“.
Doch Wolfgang See sah sich diesem kritischen Umfeld von vornherein ausgesetzt: "Es war von Anfang an so. Hier wird man leider erst respektiert, wenn man dem Klub einen Titel geschenkt hat."
Eine Woche später bleibt der FK Mashal Muborak zwar weiterhin Tabellenführer, doch die Situation hat sich deutlich zugespitzt. Der Vorsprung ist praktisch aufgebraucht: Sowohl der Tabellenzweite als auch der Dritte stehen inzwischen bei je 42 Punkten – Muborak liegt nur noch aufgrund der Tordifferenz knapp vorn.
Die sportliche Lage sorgt für wachsende Unruhe, insbesondere rund um Trainer Wolfgang See. Trotz der weiterhin starken Ergebnisse wird seine Arbeit noch immer kritisch hinterfragt. Vor allem der sehr kontrollierte, risikovermeidende Spielstil steht im Fokus. Stimmen aus Medien und Umfeld fragen sich, ob das Team unter seiner Führung im entscheidenden Saisonendspurt genug offensive Durchschlagskraft entwickeln kann.