Da starrt man nach dem Abpfiff der ersten Spiel auf die Tabelle Mexikos und begreift: Erst wenn der Ball wirklich rollt, erinnert sich die Geist, huch da sitzt ja ein neuer Trainer bei einem Traditionsverein. Wer sitzt hier eigentlich auf der Bank der UNAM Pumas?Ein Blick in den Nebel der Vergangenheit offenbart: 2009 mein Urknall in Chile bei Osorno – Meister, Copa-Americana-Sieger, Libertadores-Wahnsinn. Alles dabei. Dann über ein Jahrzehnt Figueirense: noch ein
kontinentaler Pott in der Copa Americana, Vize-Ehren. Zweimaliger Pokalsieger mit zwei verschiedenen Vereinen - ja, das war ich.
Jetzt beim Wiederanpfiff der Copa Welt ein kurzes Chaos bei Vitória, wieder in Brasilien. Doch ales verschwimmt zu einer einzigen langen Saison. Erst jetzt, nach diesem ersten Spieltag in Mexiko fügen sich die Puzzleteile zusammen. Nicht vorher ankündigen, sondern einfach da sein. Mexiko, Pumas, hier bin ich - Roquo. Sollte gut werden.
Davin wacht in den Armen einer wunderschönen Frau auf.
Konzentriert schweift sein Blick auf der Suche nach seinem formidablen Selbst durch den Raum und bleibt schließlich am großen Deckenspiegel hängen. Er bewundert sich gebührend und zückt dann den Lippenstift seiner schlafenden Gespielin, um direkt auf ihrem Körper einen neuen Tagebucheintrag zu verfassen:
„Torwart weigert sich, anschaffen zu gehen. Haben ihm sensibel und voller Empathie die Vorteile unserer Idee erläutert. Die Schusswunde im Oberschenkel heilt gut, er wird nächste Woche endlich Geld für uns verdienen können.
Mannschaft kickt lustlos vor sich hin. Vielleicht sollten wir ihnen doch wieder erlauben,
Fußbälle zu nutzen, gehärteter Beton greift die Fußgelenke doch stärker an als gedacht.
Streit mit dem neuseeländischen Verband bezüglich unseres kompromisslosen Spielstils. Wir nennen es „robuste Körperlichkeit“, sie zitieren Gesetzestexte. „Vorsätzlicher Totschlag“ scheint mir etwas übertrieben zu sein. Werden den Verbandspräsidenten an seine uneheliche Tochter erinnern…seine Frau auch. Problem gelöst.
Bereite mich auf einen Vortrag im Rahmen des Big Brother Programmes an der örtlichen Highschool vor: Love is the answer….as long as it’s delivered with a 45!“
Ich bin ein Mann des Friedens und ich sehe verdammt gut aus!
Coach Davin öffnet seine Augen und schließt sie sogleich wieder.
Ein fetter Elvis in einem viel zu engen weißen Jumpsuit, ist wirklich das letzte, was Davin mit seinem mörderischen Kater jetzt sehen möchte.
Langsam öffnet er erneut die Augen. Der fette Elvis ist noch da, nur grinst er ihn jetzt mit einer noch fetteren Zahnlücke an.
Fetter Elvis: Na Bro, war ne geile Party gestern, was? Die Girls waren begeistert!
Davin *selbstzufrieden grinsend : Keine Ahnung, ich erinnere mich an nichts, aber denen habe ich es sicher sich so richtig geben!
Fetter Elvis: Na ja, gegeben hast du der Einen etwas, aber ob das jetzt so unbedingt richtig war….
Bevor der Coach über diesen kryptischen Kommentar nachdenken kann, lenkt ihn sein vibrierendes Cell Phone ab.
Davin:Jo?
CEO: Beweg deinen nichtsnutzigen Arsch sofort ins Clubhaus, hier steht eine Bonnie Loretta Parker-Davin und verlangt Einsicht in deine Vertragsunterlagen! Sagt, sie sei „exotische Tänzerin!“
Davin: WTF!? Schick sie halt weg, du….wait! Was hast du gesagt? Parker-DAVIN?
CEO: So
steht es zumindest auf der Eheurkunde, die sie mir auf den Tisch geknallt hat.
Behauptet, sie wäre deine Frau und es stünde ihr somit zu, alles über deine finanziellen Verhältnisse zu erfahren; und wenn dein scheiß Gehalt nicht so absurd hoch wäre, könnten wir uns auch einen Anwalt leisten, der diese Aussage auf ihre Gültigkeit im Staat Nevada überprüft, aber….
Coach Davin ist das Handy aus der Hand gefallen. Mit horrender Klarheit betrachtet er die weißen Holzbänke mit dem geschmacklosen Glitter, die Kanzel seitlich des fetten Elvis und das Banner dahinter:“Marry today - Cry tomorrow!“ Panisch packt er der den gar nicht mehr grinsenden fetten Elvis beim Kragen und schüttelt ihm das letzte bisschen Verstand aus dem Schädel.
Davin: Was zum Teufel habe ich ihr gegeben, WAS HABE ICH IHR GEGEBEN!?
Der fette Elvis deutet schwitzend auf den protzigen Ring mit den Initialen „M+B“ , welcher wie ein steingewordenes Mahnmal auf Davins Finger sitzt:
Deinen Namen, Bro, du hast ihr deinen Namen gegeben….
Zähneknirschend akzeptiert Todd die deutliche Niederlage gegen die Pitty Sharks und deren knauseriges Mathegenie Chrille.
„Warte nur auf das Rückspiel, deine 27,95 investiere ich in ein noch viel schärferes Rasiermesser! „
Jetzt ist aber zunächst der Hobbit aus der königlichen Zulu Nation bei den Shepard zu Gast. Wenigstens versteht der gute Mann die eigentliche Bedeutung dieser Liga und wird die anstehende Rasur seiner haarigen Füße mit Würde über sich ergehen lassen.
„This sounds wrong in so many ways“, denkt sich Todd achselzuckend, aber was will man auch von einem Individuum erwarten, welches bis vor kurzem noch Menschen in schmackhafte Pasteten eingebacken hat…
Die Frage ist nur mit was? Offensichtlich mit der Tabellenspitze. Das ist aber nur metaphorisch. Der kubanische Hedonist steht aber auf Handfestes. Und da gibt es in Südafrika aktuell nur etwas: Bananen. "Aus Bananen kann man nicht nur Bier und Lumumbas machen. Bananen sind ja hier auch ein Symbol der Zuständigkeit und mit Schokolade sind sie besonders beliebt. Zu klären gilt aber einerseits, ob sie sich gut mit Mescal und Kaoliang vertragen und ob sie der Santa in seinem Sack hat." Auf alle Fälle ist auch Kulinariker Deus auf den Geschmack gekommen und tüftelt an Rezepten mit dem gewissen Etwas.
Der Saisonauftakt lief für den FC Barcelona komplett schief. Besonders das heftige 2:5 gegen Atlético Madrid legte die Schwächen offen. Atlético wirkte sichtlich motivierter – kein Wunder nach der Meisterschaft, die sie in der vergangenen Saison nur hauchdünn verpasst hatten. Dieser Extramotivation hatte die Mannschaft von Trainer queralt taktisch nichts entgegenzusetzen,
weshalb er nun völlig zurecht in der Kritik steht.Trotz dieses klassischen Stotterstarts bleibt das Umfeld optimistisch. Ein großes Lob gilt den fantastischen Barça-Fans, die das Team unermüdlich unterstützen. Die Qualität im Kader ist unbestritten und die Mannschaft wird garantiert eine Reaktion zeigen. Gegen Real Oviedo soll die Wende gelingen. Visca el Barça i Visca Catalunya!
Während sich die Ösis mit Almduddler beschwipsen, bleibt Castaño Deus bei Cervelat. "Da ist immer klar, was drin ist," so der Kulinarik-Kubaner. "Wenn ich in der Sonne liege, natürlich ohne mich einzucremen, genehmige ich mir ab und zu ein Rivella (R) dazu." Vielleicht erklärt das seine Erfolglosigkeit. Was aber mehr interessiert: Wo bräunt sich denn ein Deus? "Natürlich in meinem Garten." Und wie hat er's da mit Wassersparen? "Das habe ich nicht nötig. Bei mir wächst sowieso nur, die einzige Pflanze, die es wert ist, gerollt zu werden: Tabak."
Das Etablissement läuft prächtig und Elvijra und Oksana wissen jetzt schon mehr über die Trainer in den Emiraten als diese selbst wissen. Z.B. wie gebogen so manche Banane ist, wie borstig mancher Eierbehälter, was Trainer lieber mit der linken Hand machen und wie viele Käfer andere in den Haaren haben. Und natürlich auch wer meint, den Grössten zu haben und wer ihn wirklich hat, Aber selbstverständlich bleibt das alles im stillen Kämmerlein. Zumindest solange sich die entsprechenden Personen in der Liga zu benehmen wissen!
Der erste ZAT der J-League hielt eine faustdicke Überraschung bereit. Wohl kaum ein Beobachter hatte damit gerechnet, dass Vorjahresmeister Avispa Fukuoka und Wolfgang Lippert nach zwei Spielen punktlos dastehen würden. Doch offenbar ist Lippert der Titelgewinn zu Kopf gestiegen. "Wer am ersten ZAT denkt, beim Champions League-Sieger und Vorjahresdritten mit zwei Auswärtstoren etwas zu holen, sollte ganz schnell den Weg zurück in die Realität suchen", so Tokushima-Coach Shinji Ono nach dem ersten ZAT.
Nach dem durchwachsenen Saisonauftakt mit einem 4:0-Heimsieg und einer 0:3-Pleite in der Fremde hat sich JJ Brown dazu entschieden, einen neuen Torwarttrainer zu verpflichten. "Drei Gegentore sind zu viel. Wir sind mit dem klaren Ziel in die Saison gegangen, kein einziges Gegentor zu kassieren."
Dementsprechend muss der langjährige Coach der Tormänner aus Kansas City nun seinen Hut nehmen. Ob der neue Mann im Trainerstab das Tor von Sporting wirklich dichtmachen kann, wird der kommende ZAT zeigen, wenn die Mannen aus Kansas City erst nach Florida reisen und anschließend zu Hause die Seattle Sounders empfangen.
Elf Tore in zwei Spielen: Der konsumorientierte Eventbesucher der Spiele von RB Leipzig kam am ersten ZAT voll auf seine Kosten. Doch statt des spektakulären Bundesliga-Debüts von RB war der Frontalangriff in Romanlänge von Weichflöte auch in dieser Woche das Top-Thema in Leipzig.
Carsten Ramelow blickt gespannt auf die von Weichflöte angekündigte "Debatte" inklusive "Argumenten". Was bisher aus Bochum zu vernehmen war, waren eher die üblichen Phrasen aus der Anti-RB-Mottenkiste.
Dass Weichflöte dabei
völlig übersehen hat, dass Ramelow Schluss machen will mit dem ungenießbaren Energydrink in Leipzig, ist dabei nur eine Randnotiz.
Carsten Ramelow gab nur folgenden Kommentar ab zur Causa: "Wenn Weichflöte RB Leipzig in der Bundesliga wirklich gar nicht ertragen kann, liegt es an ihm: Ich bin nach wie vor bereit, den VfL Bochum mit kräftig Kapital zu kaufen. Dann könnte er im nächsten Transferfenster die Lizenz von RB Leipzig übernehmen und an die SG Wattenscheid 09 vergeben, wenn ihm an den Schwarz-Weißen so viel liegt."
Am nächsten ZAT geht es für AA Anapolina gegen den oder die stimmende(n) Tommte. "Das stimmt," so Calvo Deus. Eine Reise wie jede andere? "Das stimmt so nicht. Es geht gegen den Tabellenführer und einer der wenigen Trainer mit einer Stimme." Das wiederum stimmt. "Und das stimmt mich ein wenig nachdenklich," sinniert der Kubaner. "Aber wir werden uns gut darauf einstimmen. Dabei kommt es auch darauf an, dass wir uns gut abstimmen. Denn ohne Stimme stimmt selten etwas. Und dann fehlen am Schluss auch noch die Punkte."
Das hatte man sich beim amtierenden Champions League-Sieger anders vorgestellt: Zum Auftakt in der heimischen Liga unterlag man auswärts mit 1:0. Klassisch ausgeguckt, sagt man dazu wohl.
Doch man möchte es nicht zu hoch bewerten und hat die nächsten Aufgaben im Blick. Zugleich hat man es auch in dieser Saison nach dem Triumph in der Königsklasse natürlich wieder mit einer Mehrfachbelastung zu tun. Da hätte es ohne Zweifel natürlich gut getan, hätte man nun zum Auftakt schon mal Punkte in der Liga gesammelt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, ehe es in der Champions League dann wieder losgeht.
Wie schon in der Vorsaison ist FK Mashal Muborak gut in die neue Saison gestartet. In der vergangenen Spielzeit hatte man lange Zeit die Tabelle angeführt oder war zumindest stets auf Tuchfühlung mit dem Tabellenführer.
So auch diesmal: Aktuell thront man ganz oben und durfte sich zum Auftakt direkt über einen 4:0-Auswärtssieg freuen. Doch die letzte Saison hat gezeigt, wie hart diese Liga ist. Und das weiß mittlerweile auch die ganze Copa-Welt, nachdem zahlreiche usbekische Teams in der Champions League weit kamen.
Dort möchte auch Mashal Muborak diese Saison wieder mitmischen und noch hat man Chancen, die Qualifikation auch tatsächlich zu überstehen. Ob es so kommen wird?
Alemannia Aachen ist mit einem beeindruckenden Saisonstart in die neue Spielzeit gestartet. Nach den ersten beiden Spielen stehen die Schwarz-Gelben mit dreiPunkten auf dem vierten Tabellenplatz. Besonders die Offensive überzeugt: Bereits sechs Tore erzielte die Mannschaft. Beim jüngsten 6:0 Heimsieg gegen einen starken Gegner zeigte Aachen Kampfgeist und Spielfreude. Die Fans im Tivoli feiern ihre Mannschaft begeistert. Trainer und Spieler bleiben dennoch bescheiden: „Wir haben gut begonnen, aber die Saison ist noch lang.“ Die Euphorie in Aachen wächst – und plötzlich träumen viele Fans vom Aufstieg.