Der korsische AJ Ajaccio steckt tief im Abstiegskampf.
Aber das war angesichts der Voraussetzungen zu Beginn der Saison absehbar. Trainer Remstal-Taktiker hat eine verunsicherte und zudem sehr junge Mannschaft übernommen.
Das Projekt ist auf Langfristigkeit angesetzt. Die aktuelle Entwicklung scheint im Plan zu sein.
„Andere Trainer wechseln die Vereine wie
ihre Klamotten. Ich stehe für Verlässlichkeit“, so der Coach.
Ggfs. wieder eine Spitze gegen den hassgeliebten Trainer-Konkurrent Megano, der kürzlich vollkommen überraschend von der schönen Toskana (Siena) ins Piermont (Juventus Turin) wechselte?
In jedem Fall muss ein Sieg gegen das trainerlose Monaco her, ansonsten könnte es unruhig werden.
Der Remstal-Taktiker war soweit zufrieden mit der Punkteausbeute des letzten Spieltags: 3 Punkte, weiterhin im Plan im Abstiegskampf.
Diese Ergebnisse erreichte man durch sehr eigenverantwortliches trainieren des Teams.
Denn der Trainer weilt zwar aktuell auf Korsika, allerdings befindet er sich im Urlaub im Osten des Landes (bei Solenzara). Nur zu den Spieltagen bewegt er sich momentan zum Team in den Westen der Insel.
„Das ist dann vielleicht
auch der Unterschied in der Trainings-Methodik zu anderen Trainern. Ich vertraue meinem Team. Andere Trainer fürchten dann gleich mangels ihrer eigenen Fähigkeiten, die Kabine zu verlieren“.
Recherchen der Tageszeitung „Bote von Corte“ ergaben, dass das wieder einmal eine Anspielung auf den Trainer von Siena, Megaro, gewesen sein könnte. Beide Trainer geraten auf für Journalisten spannende Art und Weise immer wieder aneinander.
Der Remstal-Taktiker konnte in der französischen Ligue 1 ein erfolgreiches Debut mit seinem korsischen Team Ajaccio feiern.
Das 4:2 im ersten Heimspiel sind zunächst 3 Punkte im Abstiegskampf. Kleiner Wehrmutstropfen ist natürlich, dass dieses Spiel gegen einen verdsnnt starken Gegner bereits sehr viel Substanz gekostet hat.
„Ich freue mich bereits auf das nächste Match. Vielleicht gelingt uns
auswärts ja eine Überraschung. Ich habe übrigens mitbekommen, dass mich andere Trainer in der Ligue 1 willkommen heißen, auch das freut mich sehr“
In Ajaccio wird übrigens gemunkelt, dass der unkonventionelle Trainer direkt nach dem nächsten Spiel in den Urlaub geht. Zu Saisonbeginn! Nach: Korsika :-)
Aber zunächst liegt der Fokus sicherlich auf der nächsten Aufgabe.
Der Remstal-Taktiker hat zur neuen Saison das Team der korsischen Hauptstadt Ajaccio übernommen.
Nach einem großartigen Endspurt führte er letzte Saison das hoffnungslos unterlegen Team aus Utrecht eindrucksvoll ins obere Mittelfeld. Erneut hat er bewiesen, das mit Taktik und Leidenschaft aus jedem Haufen was zu machen ist.
Warum Ajaccio? Die Antwort liegt auf der Hand: „Jetzt muss ich eben nicht mehr hier hin in den Urlaub fahren, sondern kann diese traumhafte Insel dauerhaft genießen“
Apropos Urlaub: Wohlwissend, der deutlich Klügere zu sein, reagierte er gelassen auf die jüngste Neid-Attacke seines ewigen Rivalen
Megaro: „Er hat halt die Hosen voll. Er weiß, dass er nur Champions-League wegen seines Vorgängers spielen darf. Und er weiß zudem, dass das eigentlich eine Nummer zu groß für ihn ist, also lenkt er von sich ab“
„Darüber hinaus: Er ist großer Umbrien-Fan und dachte, sein neuer Verein Siena liegt in Umbrien. Was soll man dazu noch sagen?“
Was ist das Saisonziel?
„Es wird schwer. Wir müssen in diesem Jahr versuchen die Klasse zu halten. Mehr ist nicht möglich“
Insofern: Man kann sich auf die neue Saison freuen. Und ebenso auf den nächsten Schlagabtausch mit Megaro.