Nach einer starken Vorsaison, die Gamba Osaka mit Platz fünf und 41 Punkten abschließen konnte, blickt das Team von Trainer Abe Lenstra voller Zuversicht auf Saison 44. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie mit den Spitzenteams der Liga mithalten kann, und möchte den nächsten Schritt in Richtung Titelkampf machen.
Die Experten trauen Gamba einiges zu: Mit einer Meisterquote von 25 Prozent zählt der Klub gemeinsam mit Titelverteidiger Avispa Fukuoka zum erweiterten Favoritenkreis. Bereits zum Auftakt wartet mit dem Auswärtsspiel bei Kashiwa Reysol eine anspruchsvolle Aufgabe, ehe weitere Topduelle gegen
Avispa Fukuoka, Cerezo Osaka und Tokushima Vortis folgen. Ein gelungener Saisonstart könnte daher richtungsweisend sein.
Trainer Abe Lenstra gibt sich dennoch gelassen: „Wir kennen unsere Qualität, dürfen uns aber auf den Erfolgen der vergangenen Saison nicht ausruhen. Jedes Spiel wird hart umkämpft sein. Wenn wir konstant auftreten und unsere Heimspiele erfolgreich gestalten, können wir unsere Ziele erreichen.“ Die Fans dürfen sich auf eine spannende Spielzeit freuen, in der Gamba Osaka erneut zu den Mannschaften gehören möchte, die bis zum Schluss um die vorderen Plätze kämpfen.
Saitama. Bei den Urawa Red Diamonds stellt man kurz vor dem Start der neuen Saison die Weichen für die Zukunft: Nigel Clough übernimmt ab sofort das Traineramt beim japanischen Traditionsklub.
Der Sohn der englischen Manager-Legende Brian Clough bringt viel Erfahrung mit nach Saitama. Im Gegensatz zu seinem oft polternden Vater gilt Nigel als pragmatischer, extrem arbeitssamer Cheftrainer mit trockenem Humor. Er steht für eine ehrliche Arbeitsweise, klare Strukturen und eine enge Bindung zur Mannschaft.
Die Zielsetzung ist
klar: Neuaufbau.
Auf seiner ersten Pressekonferenz gab sich Clough gewohnt geerdet, aber selbstbewusst:
„Ich bin nicht hier, um große Reden zu schwingen oder Geschichten aus der Vergangenheit zu erzählen. Mich interessiert nur das, was ab jetzt auf dem Platz passiert. Die Bedingungen hier sind hervorragend, die Mannschaft hat Potenzial und wir wollen ab dem ersten Spieltag zeigen, was in uns steckt.“
Mit Clough an der Seitenlinie startet Saitama nun voller Motivation in die Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben.
Noch sind es einige Tage bis zum Saisonauftakt. Doch rund um Vegalta Sendai laufen die Vorbereitungen bereits wie in einem Actionfilm. Trainer kees van edam hat den Trainingsplatz kurzerhand zur geheimen Kommandozentrale erklärt. Jeder Sprint sitzt, jeder Pass hat ein Ziel und jeder Spieler weiß: Der Einsatz beginnt bald.
Das erste Ziel heißt Tokyo Verdy. Ein Gegner mit Tradition, der den Saisonstart natürlich ebenfalls gewinnen will. Doch kees hat seine Truppe auf Hochspannung gebracht. Gerüchten zufolge wurden sogar Samurai-Filme analysiert
– nicht wegen der Schwertkämpfe, sondern wegen der Entschlossenheit.
Die Fans zählen bereits die Tage. Die neue Saison verspricht Spannung, neue Helden und vielleicht die ein oder andere Überraschung. In Sendai träumt man davon, gleich zum Auftakt ein Ausrufezeichen zu setzen.
Ob der Plan aufgeht? Das wird sich erst in einer Woche zeigen. Fest steht nur: Wenn kees an der Seitenlinie seinen ersten Jubelsprint hinlegt, könnten selbst die Hochhäuser von Tokio kurz ins Wackeln geraten. Die Mission ist gestartet – der Countdown läuft!
Nakata Gutschi, der alternde Nachfahre stolzer Samurai, schreitet durch den Bambushain und lässt die vergangene Saison Revue passieren. Ein bedeutungsloser 9ter Platz im Niemandsland der Tabelle, eine Großmutter, die mit über 100 Jahren, mehr Ahnung vom Fußball hat, wie ihr Enkel und viel zu viele leere Sake Flaschen, sind keine erfolgreiche Basis für die neue Saison.
Hier muss alles auf Links gedreht werden und Nakata ist bereit dazu. Was macht Wolgang
Lippert, ein abgetakelter ehemaliger Fernsehmoderator, der, nach dem sie ihn bei den Störtebecker Festspielen auf Rügen als Moderator gefeuert haben, seit 17 Saisonen und 3 Meisterschaften von Erfolg zu Erfolg eilt? Vielleicht sollte Nakata lieber Rotkäppchen Sekt, statt Sake trinken? Oder vielleicht sollte er sich auf die Spuren von Alter Freiwald und Achim Mentzel setzen. Vielleicht kann er ihnen mit seinem Samurai Schwert, die Geheimnisse des Erfolgs entlocken?
Die Meisterschaft war am Ende für den bekennenden Brillenträger aus Ost-Berlin nur noch Formsache, aber die Erinnerungen an den bunten Umzug durch Fukuoka nach dem Titelgewinn haben sich auf der Festplatte des ehemaligen Entertainers Wolfgang Lippert tief eingebrannt. Was war das für eine ausgelassene Stimmung bei den ansonsten doch eher reservierten Japanern? Der Buskorso durch die Stadt, flankiert von einer tosenden Menschenmenge, hat sich auf ewig in die Seelen der Avispa-Fans eingebrannt. Doch so langsam ist der Champagner ausgetrunken und das
Feuerwerk verklungen, denn die neue Spielzeit wartet vor den Toren. In Japan wurde dabei die Liga auf 16 Vereine vergrößert, was die Statik einer Saison naturgemäß etwas verändert. Begeistert zeigt sich Lippi in diesem Kontext von der Tatsache, dass bereits alle Clubs der J-League einen Trainer gefunden haben und Japan somit aktuell das einzige Land in Asien darstellt, welches mit Vollbeschäftigung hausieren gehen kann. Wer hätte gedacht, dass von Nippon eine derart erfreuliche Strahlkraft ausgeht. Möge die neue Spielzeit gut gelingen.
Tokushima Vortis steht kurz vor dem größten Triumph der Vereinsgeschichte: Im Finale der AFC Champions Leage ist den Mannen von Carsten Ramelow III der Titel kaum noch zu nehmen. Doch vor den abschließenden Finalpartien gegen Ligarivale Vegalta Sendai steht das Saisonfinale in der J-League an. Und dort will Carsten Ramelow III unbedingt noch unter die Top 3, um sich auch auf regulärem Wege den Startplatz in der Champions League zu sichern.
Die Meisterschaft scheint indes schon außer Reichweite zu sein. Doch Ramelow III ruft derweil für nächste Saison schon das Ziel aus, endlich den Meistertitel zu holen – nach Vizemeisterschaft in der Vorsaison und voraussichtlichem CL-Titel in dieser Saison.
Der Meisterschaftszug ist zwar schon längst abgefahren - Avispa Fukuoka sollte angesichts von 4 Punkten Vorsprung auf den Zweiten den Titel holen. Oita Trinita hat sich klammheimlich auf Platz 4 mit 6 Punkten Rückstand vorgeschlichen, Es war nie Claudions Ziel um den Titel mitzuspielen, aber eine so gute Platzierung, wie sie jetzt möglich ist, eben auch nicht. Möglich wird die Hoffnung auf die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb durch einen überraschenden 1:0-Auswärtserfolg bei Kataller Toyama und den elften Heimsieg der Saison gegen Consadole Sapporo. Nun ist angesichts zweier Heimspiele zum Abschluss ja vielleicht noch mehr möglich als man zu Saisonbeginn anvisiert hat.
Der Kalender sagt: Saisonendspurt. Die Nerven sagen: Bitte nicht. Und kees van edam? Der blickt mit seinem Vegalta Sendai stoisch auf die Tabelle, als hätte sie sich in den letzten Wochen nicht ohnehin stündlich verändert.
Ganz vorne marschiert Wolfgang Lippert scheinbar unaufhaltsam Richtung Meisterschaft. Der Vorsprung ist komfortabel, die Form beeindruckend, und vielerorts werden bereits die ersten Glückwunschkarten geschrieben. Doch genau hier hebt kees den Zeigefinger.
„Im Fußball wird erst gratuliert, wenn wirklich alles entschieden ist.“
Eine alte Weisheit – und eine, die in der COPA schon unzählige Male ihre Berechtigung hatte. Zu oft wurden
Meisterschalen gedanklich schon poliert, ehe am letzten Spieltag plötzlich das komplette Drehbuch neu geschrieben wurde.
Vegalta Sendai selbst hat zwar im Titelrennen zuletzt wertvollen Boden verloren, doch die Saison soll mit erhobenem Haupt beendet werden. Jeder Punkt zählt, jeder Gegner verlangt höchste Konzentration. Für kees geht es nun darum, seiner Mannschaft bis zur letzten Minute den Glauben und die Spielfreude zu erhalten.
Und wer weiß: Vielleicht sorgt gerade der Saisonendspurt noch für die eine oder andere Überraschung.
Bis dahin gilt: Wolfgang Lippert spielt eine überragende Saison und hat alle Trümpfe in der Hand. Verdient hätte er den Titel zweifellos.
Nakata hatte sich am Morgen eine Liste geschrieben. Gründe, warum diese letzten zwei Spiele wichtig sind. Er hatte zwanzig Minuten nachgedacht. Dann hatte er die Liste zusammengefaltet. Dann nochmal gefaltet. Dann in seine Jackentasche gesteckt. Dann aus der Jackentasche genommen. Dann zerrissen.
Ein stolzer Samurai am Ende seiner Weisheiten. Er hatte es nicht geschafft, seine Mannschaft zu besseren Spielern zu formen. Er hatte es nicht geschafft, seine eigenen Ansprüche umzusetzen.
Er dachte an den Sake. Zimmerwarm inzwischen, schätzte er. Vielleicht sogar Zimmer-heiß. Es war Juli. Nach den beiden Spielen durfte er endlich trinken. Vielleicht führt ihn das auf dem Pfad der Erleuchtung. Denn kein Alkohol ist auch nicht die Lösung.
Trauer bei Tokyo Verdy - Trainer Guatemalria2 steht vor einem Scherbenhaufen und die Saison ist völlig dahin. Der anfangs erfolgreiche Trainer musste einen üblen Absturz seiner Mannen hinnehmen und steht mit Tokyo Verdy 1969 inzwischen auf einem Abstiegsplatz. "Wir haben uns in der zweiten Saisonhälfte mit einem völlig vercoachten Spieltag die Motivation gekillt, die Fans verloren und den Glauben in und an uns selbst verloren."
Bisher konnte der Coach noch keine Antwort auf die Frage nach dem "Was nun?" geben, zu groß scheint der Schock ob des desolaten Rückrundenergebnisses.
Verwundert rieb sich Avispa-Coach Wolfgang Lippert nach seinem längeren Deutschlandaufenthalt die Augen. Seine Mannschaft hatte sich doch glatt an der Spitze festgesetzt und ging mit einem ziemlich satten Vorsprung von vier Punkten in die letzten zwei Begegnungen. Das bedeutete nach Adam Riese, dass seine Mannschaft nur noch einen Sieg von der Meisterschaft entfernt war. Und da am Freitag ein machbares Auswärtsspiel beim verletzungsgeplagten Yokohama FC auf dem Programm stand, konnte der ostdeutsche Entertainer den
Rotkäppchen-Sekt so langsam kaltstellen. Irgendwie war das gerade für Lippi eine komische Saison, denn schließlich war er früher immer gemeinsam mit Walter Freiwald und Achim Mentzel in der J-League angetreten. Aber die Zeit war halt ein gnadenloser Gegner. Doch die Wiederauferstehung von Copa Mundial war dennoch eine fabelhafte Sache. Pünktlich zum Ende der Spielzeit gilt daher ein aufrichtiger Dank an den Spielleiter SamiNo, der einen Toten wieder zum Leben erwecken konnte und eine wunderbar reibungslose neue Saison gestaltet hat. Chapeau!
Die Saison ist noch nicht zu Ende. Gamba Osaka hat noch etwas vor. Nach dem man sehr lange im akuten Abstiegskampf steckte, hat man nun noch eine internationale Perspektive. Das könnte noch über einen regulären Platz funktionieren. Dabei hilft aber zusätzlich noch das rein japanische Finale der AFC Champions League. Dadurch gibt es einen Extraplatz, der voraussichtlich an die Liga weitergereicht wird, da sich beide Finalisten sowieso über die Liga qualifizieren werden. Somit könnte auch Platz sieben reichen. Den gilt es am letzten Spieltag zu erreichen.
Die Saison biegt auf die Zielgerade ein, und bei Cerezo Osaka richtet sich der Blick der Verantwortlichen ganz klar nach oben. Nach einer intensiven Spielzeit mit Höhen und Tiefen hat das Team ein neues, greifbares Ziel vor Augen: Trainer Tore Bulwa und seine Mannschaft schielen ganz offiziell auf den 2. Tabellenplatz.
Während der Kampf um die absolute Spitzenposition in dieser Phase der Saison vielleicht außer Reichweite sein mag, hat der Vize-Titel für den Verein eine enorme Bedeutung. Der Sprung auf Platz zwei wäre das Resultat harter Arbeit und einer konstanten Weiterentwicklung in den vergangenen Monaten. Für Cerezo Osaka ist dieser Endspurt die Chance, eine ohnehin schon starke Spielzeit mit einem echten Highlight zu krönen.
Nakata stand vor der Taktiktafel. Der Pfeil zeigte noch nach oben.
Er nahm einen Stift. Drehte den Pfeil um.
Yamamoto räusperte sich. “Trainer-san… zeigt der Pfeil jetzt nach unten?”
“Nein”, sagte Nakata. “Das ist jetzt ein anderer Pfeil. Ein Pfeil der… Demut.”
Die Niederlage gegen Gamba Osaka hatte Spuren hinterlassen. Nicht nur in der Tabelle. Torwart Fujita hatte nach dem sechsten Gegentreffer seinen Handschuh ausgezogen, ihn sorgfältig gefaltet und auf den Rasen gelegt. Als stille Kapitulation. Als Kunstinstallation. Niemand wusste es genau.
“Sechs Gegentore”, murmelte Nakata beim Frühstück.
“Sechs.”
“Wir haben fünf geschossen”, versuchte Yamamoto aufzumuntern.
“Yamamoto.”
“Ja, Trainer-san?”
“Schweig.”
“Die leere Tafel”, sagte er schließlich, “repräsentiert unsere verbleibenden Titelchancen. Und gleichzeitig: unsere innere Freiheit.”
Yamamoto notierte etwas. Nakata lugte rüber. Es stand: „Therapeuten-Nummer suchen."
Nakata schwieg lange.
“Der Sake”, sagte er schließlich, “wird kalt.”
Der Sake stand noch immer unberührt auf dem Tisch. Nakata hatte beschlossen: Er trinkt ihn nach dem letzten Spiel. Warm oder kalt. Sieg oder Niederlage. Hauptsache: vorbei.
Da lag der Fokus offenbar schon auf dem Champions League-Halbfinale: Bevor Tokushima Vortis auf der internationalen Bühne den Einzug ins Finale der AFC Champions League klarmachte, stolperte die Mannschaft von Carsten Ramelow III in der Liga ausgerechnet gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Mito HollyHock. Zu Hause kam man nicht über ein 3:3 gegen den Gegner hinaus, der die gesamte Saison über zuverlässig fast immer
ein Tor weniger geschossen hat als Gegner.
Doch das dürfte zu verschmerzen sein angesichts dessen, dass Carsten Ramelow III jetzt um den Champions League-Titel spielt. Bei der erst zweiten Teilnahme an der Königsklasse könnte es direkt für den ganz großen Wurf reichen. Doch Carsten Ramelow III möchte die erneute Qualifikation für die Champions League unbedingt auch über die Liga sicherstellen.
Oita Trinita kommt einfach nicht aus dem Mittelfeld heraus. Cladions Mannschaft brannte gegen Avispa Fukuoka einmal mehr ein Feuerwerk ab und fegte den Tabellenführer mit 5:0 aus dem Stadion. Doch bei Shonan Bellmare verlor sie erneut äußerst unglücklich und knapp mit 4:5 und verharrt somit weiterhin auf Platz 7 knapp hinter den internationalen Rängen. In der vorletzten Spielwoche der Saison geht es zum letzten Auswärtsspiel beim Tabellenvierten Kataller Toyama und anschließend zuhause gegen Consadole Sapporo.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
Für jede Liga ist ein Kolumnist möglich, der regelmäßig Berichte zur Lage der Liga verfasst. Wenn Du Interesse daran hast, schicke eine kurze Mail ans CopaTeam.
Achtung:
Bitte beachte, dass nur ein Bericht pro Spielrunde vergütet wird.
Kopierte oder unsinnige Artikel werden kommentarlos von der Redaktion zensiert.
Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
Gleiches gilt für das Veröffentlichen von selben Berichten für mehrere Accounts oder in der Liga und dem Pokal.