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kees van edam und die große Flucht aus dem grauen Tabellenreich
Es gibt Trainer, die nach einer schwierigen Saison eine Analyse machen. Sie schauen Videos, studieren Statistiken und suchen nach Fehlern.

kees van edam machte es anders.

Als er die Tabelle von Vegalta Sendai sah – sicher gefangen im grauen Mittelfeld, weit weg von Ruhm und Drama –, nickte er langsam und sagte:

„Der Fußball hat gesprochen. Jetzt spricht Sendai.“

Die letzten Spiele von Vegalta verfolgte kees nur noch aus der Ferne. Angeblich hatte er sogar eine spezielle Trainer-App auf seinem Handy.

Sie zeigte Ergebnisse, Tabellenplätze und Statistiken.

kees löschte sie.

„Zu viele Zahlen“, sagte er. „Die erinnern mich nur daran, wie viele Entscheidungen ich getroffen habe, die in der Theorie fantastisch klangen.“

Stattdessen erkundete kees die Stadt.

Er begann seine Reise auf der Aoba Castle Site. Dort, wo einst Date Masamune über seine Samurai wachte, blickte Kees über Sendai und dachte über seine Saison nach.

„Ein großer Herrscher“, murmelte er. „Er hatte eine Burg, eine Strategie und loyale Krieger. Ich hatte eine Taktiktafel und Spieler, die manchmal erst nach dem Spiel wussten, was mein Plan war.“

Danach ging es weiter zum Zuihoden Mausoleum. Zwischen den alten Bäumen fand Kees endlich Ruhe.

„Vielleicht war mein größter Fehler“, sagte er nachdenklich, „dass ich immer versucht habe, den Gegner zu überraschen.“

Eine Pause.

„Leider habe ich manchmal auch meine eigene Mannschaft überrascht.“

Doch am Abend begann das eigentliche Abenteuer.

kees zog nach Kokubuncho, das berühmte Ausgehviertel von Sendai. Dort, wo die Lichter leuchten, die Geschichten entstehen und Trainer vergessen können, dass sie eigentlich noch Spiele zu absolvieren haben.

In einer kleinen Bar traf er plötzlich auf einen alten Bekannten: Abe Lenstra, den Trainer von Gamba Osaka.

„kees!“, rief Abe. „Was machst du denn hier? Solltest du nicht Vegalta coachen?“

kees winkte ab.

„Die Mannschaft kennt meinen Plan. Jetzt lasse ich sie ihn alleine herausfinden.“

Abe lachte und bestellte zwei Gläser Sake.

Nach einigen Geschichten über Fußball, verrückte Entscheidungen und Trainer, die manchmal selbst nicht wissen, warum sie etwas tun,

holte Abe plötzlich einen Würfel hervor.

„Komm“, sagte er. „Wir entscheiden, wer heute der König von Kokubuncho ist.“

kees grinste.

„Perfekt. Endlich ein Wettbewerb, bei dem meine Entscheidungen nicht von der Tabelle bewertet werden.“

Abe würfelte zuerst.

Der Würfel rollte über den Tisch.

Alle schauten gespannt.

Er blieb liegen.

Eine 6.

Die Bar applaudierte.

Abe lehnte sich zurück.

„Sieht nach einem guten Abend aus.“

Jetzt war kees dran.

Er nahm den Würfel, betrachtete ihn wie eine taktische Aufstellung und konzentrierte sich.

Der Würfel rollte.

Er blieb liegen.

Eine 4.

Kurze Stille.

kees schaute auf die Zahl.

Dann lächelte er.

„Sehr interessant.“

Abe grinste.

„Interessant? Ich habe eine 6, du eine 4.“

kees nahm einen Schluck Sake.

„Du hast die perfekte Zahl gewählt. Ich hingegen habe bewusst eine Zahl gewählt, die Raum für Entwicklung lässt.“

Abe schüttelte lachend den Kopf.

„kees, du bist der einzige Trainer, der eine Niederlage beim Würfeln in eine langfristige Strategie verwandeln kann.“

Und genau deshalb verstanden sich die beiden.

Denn während andere Trainer ihre Saison mit Statistiken beendeten, saßen kees und Abe in Sendai, tranken Sake und diskutierten darüber, ob eine 4 vielleicht einfach eine verkleidete 6 war.

Am nächsten Morgen spazierte kees über die Jozenji-dori Avenue. Zwischen den Bäumen kam ihm eine neue Erkenntnis:

„Nächste Saison mache ich alles anders.“

Ein Fan fragte:
„Was genau?“

kees überlegte.

„Das weiß ich noch nicht. Aber diesmal werde ich vorbereitet sein, wenn es wieder nicht funktioniert.“

Und so endet kees’ Saison nicht mit einem Titel.

Sondern mit einer Legende.

kees van edam – der Trainer, der im grauen Tabellenreich verschwand und als Würfel-Samurai von Sendai zurückkehrte.

Und irgendwo in Kokubuncho erzählt man sich noch heute:

Abe Lenstra würfelte eine 6.

kees würfelte eine 4.

Aber kees war trotzdem überzeugt, dass er eigentlich gewonnen hatte!
02.11.2026 17:29 - kees van edam - Vegalta Sendai (0.3 TK)
 
Eine Rückrunde chronischer Tinnitus
Eigentlich hatte man sich im kalten Norden bei Consadole Sapporo bereits an die gepflegte Tristesse gewöhnt: Dreimal in Serie das klinisch tote, hochgradig deprimierende 1:2 im eigenen Wohnzimmer. Man richtete sich im Elend der Abstiegszone ein, trank lauwarmen Grüntee und wartete auf den Gnadenschuss.

Und dann kommt Spieltag 24 gegen Avispa und die Synapsen fliegen beim 6:6 endgültig in die Luft.

Während die Kollegen an der Tabellenspitze pastoral vom

„modernen Siebenkampf um die Meisterschaft“ schwadronieren und Nakata bei Shonan schon das Seppuku-Messer wetzt, zünden wir auf Rang 15 einfach die gesamte Munitionskiste an.

Die Rückrunde taugt für kein Lehrbuch mehr, sie gehört vom Verband annulliert direkt in die geschlossene Abteilung. Wir stehen bei 31 Punkten, einem zerschossenen TK-Konto vund einer Tordifferenz von 51:58, gefühlt meilenweit entfernt von jeder sportlichen Zurechnungsfähigkeit.
02.11.2026 11:17 - Roquatoni - Consadole Sapporo (0.3 TK)
 
Moderner Siebenkampf um die Meisterschaft
Gamba Osakas Abe Lenstra rief unter der Woche Tokushima Vortis zum Titelfavoriten aus. Davon lässt sich Shinji Ono jedoch nicht verrückt machen: "Es gibt aktuell noch sieben Mannschaften, die sich Chancen auf die Meisterschaft ausrechnen können. Die Punktabstände sind gering und auch die Reserven sind sehr gleichmäßig verteilt. Einzig Oita Trinita droht im Endspurt die Puste auszugehen."

Insofern rechnet man in Tokushima mit einem harten Kampf um den Titel bis zum letzten Spieltag. "Gerade Kashiwa Reysol würde ich keineswegs abschreiben. Am Ende wird es auf Kleinigkeiten in den letzten Spielen ankommen", so Shinji Ono.
30.10.2026 14:58 - Shinji Ono - Tokushima Vortis (0.3 TK)
 
Stockend
Der Aufschwung der Yokohama F. Marinos ist zuletzt etwas ins Stocken geraten. Am letzten ZAT gab es ein schmeichelhaftes 0:3 bei Tokyo Verdy 1969 und daheim quälten sich die Marinos gegen Gamba Osaka zu einem mühsamen 1:0-Sieg. Immerhin blieben die drei Punkte in Yokohama, das wäre in der Hinrunde vielleicht noch anders gelaufen. Nun stehen die schweren Prüfungen daheim gegen Kashiwa Reysol und auswärts bei Vegalta Sendai an. Dabei darf man nicht leer ausgehen, denn trotz des 8. Plates trennen die Marinos nur vier Punkte vom Abstiegsplatz.
30.10.2026 03:14 - Armando Broncas IV - Yokohama F. Marinos (0.3 TK)
 
Zwei Spiele, zwei Gesichter: Urawa verpasst den nächsten Schritt
Von Platz sieben auf Rang elf innerhalb einer Woche: Für Nigel Clough und die Urawa Red Diamonds verliefen die vergangenen beiden Spieltage ernüchternd. Dabei zeigte Urawa zunächst in Shonan, dass die Mannschaft durchaus in der Lage ist, Rückschläge wegzustecken – nur um anschließend gegen Consadole Sapporo völlig unter die Räder zu geraten.

In Shonan entwickelte sich eine Partie, in der Urawa das bessere Ende lange selbst in der Hand hatte. Nach dem 1:1-Ausgleich in der 32. Minute übernahm das Team nach der Pause sogar die Führung: In der 61. Minute stand es 2:1. Doch Shonan schlug zurück, glich in der 72. Minute aus und setzte vier Minuten später den entscheidenden Treffer zum 3:2. Zwei starke Momente reichten Urawa nicht, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen.

Was

danach gegen Consadole Sapporo folgte, war deutlich schwerer zu verdauen. Bis zur 54. Minute hielt Urawa die Partie offen, dann nahm das Unheil seinen Lauf. Sapporo traf fünfmal, Urawa gelang lediglich der zwischenzeitliche Anschluss zum 1:2 – noch dazu fiel das dritte Gästetor praktisch direkt danach. Am Ende stand ein ernüchterndes 1:5.

Die Folgen sind auch in der Tabelle sichtbar: Urawa ist mit 31 Punkten auf Rang elf abgerutscht. Platz vier ist sechs Zähler entfernt, doch ohne ein ausdrücklich formuliertes Saisonziel lässt sich daraus kein verfehlter Auftrag ableiten. Klar ist nur: Nach dem jüngsten Absturz braucht Clough eine Reaktion seiner Mannschaft. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Urawa wieder Konstanz findet – und wohin die Reise in dieser Spielzeit überhaupt führt.
29.10.2026 21:03 - Nigel Clough - Urawa Red Diamonds (0.3 TK)
 
Seppuku rückt immer näher
Es geht nicht wirklich bergauf mit Shonan Belmare und Nakata Gutschi, der Anfang der Saison einmal von der Spitze grüßen dürfte, steht inzwischen immer stärker in der Schusslinie der Vereinsbosse. Die Erwartungen sind beim besten Willen kein 12ter Platz. Allerdings sind es schon 6 Punkte, bis zu den internationalen Plätzen. Selbst der 9te Platz aus dem Vorjahr dürfte

nicht als Erfolg gesehen werden. Der Druck steigt, die Ideen von Nakata scheinen allerdings nicht zu greifen. Ist das traditionelle Seppuku schon in Vorbereitung? Wie heißt es so schon bei Wikipedia: Es dient dazu, Ehre und Würde bei Versagen zu bewahren, Schande zu entgehen und eine ehrenhafte Bestrafung zu ermöglichen. Wird sich Nakata aus dieser Schlinge noch einmal befreien können?
29.10.2026 13:54 - Nakata Gutschi - Shonan Bellmare (0.3 TK)
 
Sechs Gegentore, null Ausreden – kees serviert Gouda statt Gejammer
Es gibt Niederlagen, bei denen man den Schiedsrichter beschimpft, den Rasen verantwortlich macht oder behauptet, der Ball sei eckig gewesen. Und dann gibt es ein 5:6 gegen Oita Trinita.

kees van edam entschied sich für eine vierte Variante: Er zog höflich seinen Käsehut, verbeugte sich in Richtung Claudion und murmelte: „Wenn wir schon verlieren, dann wenigstens gegen euch.“

Denn die Duelle gegen Oita sind für Vegalta Sendai jedes Mal das absolute Saisonhighlight. Andere Trainer studieren den Gegner mit Videoanalysen. kees versucht seit Jahren herauszufinden, ob Claudion heimlich drei zusätzliche Spieler, zwei Schachcomputer und einen dressierten Kranich auf dem Platz einsetzt. Einen Beweis gibt es bis heute nicht – allerdings verschwinden nach jedem Duell auffällig viele Notizzettel.

Das 5:6 schmerzt natürlich. Vor allem, weil Vegalta fünf Tore erzielt hat und trotzdem mit leeren Händen nach Hause fährt. Das schafft man auch nicht alle Tage. kees sprach deshalb von einer „pädagogisch besonders wertvollen Niederlage“, ehe er sich ein Käsebrot schmierte und den fünften

Gegentreffer versehentlich mit Senf analysierte.

Über Claudion verliert er ohnehin nur gute Worte. „Er gehört zu den stärksten Trainern, gegen die wir spielen. Wenn wir uns irgendwo geschlagen geben können, dann gegen ihn und Oita.“ Anschließend spendierte kees dem gesamten Trainerteam einen Laib Gouda – aus Respekt und in der Hoffnung, dass der Käse beim nächsten Aufeinandertreffen vielleicht etwas schwer in den Beinen liegt.

Die Fans feierten Vegalta trotz der Niederlage. Schließlich erlebt man nicht oft ein Spiel, bei dem die Torhüter nach Abpfiff gemeinsam eine Selbsthilfegruppe gründen und der Ball anschließend wegen Überarbeitung drei Tage Urlaub beantragt.

Und kees? Der blickt längst nach vorne. Mit einem Grinsen erklärte er: „Beim nächsten Mal verlieren wir vielleicht nur 4:5. Das wäre schließlich auch Fortschritt.“ Claudion dürfte darüber vermutlich nur schmunzeln – denn beide wissen: Wenn Oita und Vegalta aufeinandertreffen, gewinnt zwar am Ende oft Oita… aber der Fußball gewinnt immer ein kleines bisschen mit.
25.10.2026 09:39 - kees van edam - Vegalta Sendai (0.3 TK)
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KiMus Liebe zur Wiederholung
Dass der Yokohama FC gerade wieder so hoch in der Tabelle steht, damit hat vor einigen Wochen niemand mehr gerechnet. Plötzlich findet man sich jedoch auf dem fünften Platz wieder und hat ernsthafte Chancen, international dabei zu sein. Blickt man auf die Historie kommt jedoch ein anderer Verdacht auf. Einst holte man drei zweite Plätze in Serie und aktuell befindet man sich anscheinend in den Jahren der 8. In drei der letzten vier Saisons beendete man die Spielzeit auf dem 8. Rang. Alles Zufall? Oder bricht der FC nun urplötzlich ein?
29.10.2026 15:26 - KiMu - Yokohama FC (0.3 TK)
 
Spannender Kampf an Japans Tabellenspitze
Die Saison geht so langsam dem Ende entgegen, der Kampf um die Spitze erlebt mehr Dramatik als die Tabelle auf den ersten Blick hergibt. Oita Trinita steht weiterhin ganz vorn. Doch könnte der Mannschaft auf den letzten Meter noch der "Saft" ausgehen? Es sieht ganz so aus. Der Tabellenführer geht einer veritablem Formkrise entgegen. Davon könnte der vorjährige Champions League Tokushima Vortis der größte Profiteur sein und am Ende den Meistertitel abstauben. Das würde auch Gamba Osaka gerne, aber vielleicht muss man sich am Ende auf das Erreichen der internationalen Plätze konzentrieren.
23.10.2026 23:55 - Abe Lenstra (GWF Ltd.) - Gamba Osaka (0.3 TK)
 
Kultiviertes Verharren in der 1:2-Schleife
Einmal mit 1:2 zu verlieren, mag ein bedauerlicher Ausrutscher auf vereistem Shinkansen-Gleis sein. Zweimal mit 1:2 zu scheitern, riecht nach einer hartnäckigen Marotte, über die man bei einer Schale kaltem Grüntee noch nachsichtig lächeln kann.

Während die geschätzten Kollegen im Tabellenkeller panisch die Taktiktafeln zertrümmern oder sich an hektischen Rettungsversuchen abarbeiten, pflegen wir auf Platz 13 die pure

mathematische Verlässlichkeit.

Kein peinliches Debakel, kein unkontrollierter Aktionismus. Ein Tor für die eigene Selbstachtung, exakt zwei für die statistische Demut.

Man könnte fast meinen, die japanische Seele fände in dieser symmetrischen Wiederholung ihren inneren Frieden. Es ist das Ritual der formvollendeten Verbeugung vor dem Spieltag. Knapp am Punktgewinn vorbei, aber mit höchster Eleganz und berechenbarem Fahrplan.
23.10.2026 21:41 - Roquatoni - Consadole Sapporo (0.3 TK)
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Zwischen Torrausch und Tag der offenen Tür
Bei den Urawa Red Diamonds liegen Freudentaumel und Katerstimmung manchmal nur einen Spieltag auseinander. Unter Nigel Clough ging es zunächst bis auf Platz 13 hinunter, mittlerweile steht Urawa auf Rang 7. Der Aufwärtstrend ist unverkennbar – nur die eigene Abwehr scheint davon noch nichts mitbekommen zu haben.

Am 20. Spieltag ließ Urawa bei Kataller Toyama nichts anbrennen. Ein souveränes 4:0 auswärts, effizienter Fußball und zufriedene Gesichter: So darf es weitergehen, dachte man sich in Saitama.

Doch gegen Yokohama FC folgte am 21. Spieltag die Ernüchterung. Nach dem frühen 1:0 in der 14. Minute schien Urawa gedanklich bereits beim Schlusspfiff zu sein. Yokohama nutzte die

defensive Gastfreundschaft zwischen der 16. und 35. Minute gnadenlos aus und stellte auf 1:3. Der Anschlusstreffer zum 2:3 brachte noch einmal Hoffnung, aber keine Punkte.

Von Platz 13 auf Platz 7: Die Entwicklung stimmt, und die Moral scheint intakt. Doch solange Urawas Hintermannschaft gegnerische Stürmer behandelt wie Ehrengäste, bleibt der Weg nach oben beschwerlich.

Vorne hui, hinten freier Eintritt. Wenn Clough seiner Defensive noch etwas Ordnung beibringt, könnte Urawa in dieser Saison tatsächlich für positive Schlagzeilen sorgen. Die Fans hätten jedenfalls nichts dagegen, wenn künftig öfter die Tore der eigenen Mannschaft gefeiert werden müssten – und seltener die des Gegners.
23.10.2026 16:46 - Nigel Clough - Urawa Red Diamonds (0.3 TK)
 
Form bestätigt
Die Yokohama F. Marinos konnten am letzten ZAT ihre gute Rückrundenform bestätigen und siegten gegen Kyoto Sanga FC rasant mit 5:0. Auswärts war dagegen nichts drin, bei Oita Trinita gab es ein 0:3. Vielleicht hat man beim Heimspiel zu viel Pulver verschossen. Nun gehts zu Tokyo Verdy 1969 und dann ist Gamba Osaka zu Gast. Wollen die Marinos den jüngst errungen Mittelfeldplatz verteidigen, darf sich das Team keine Unkonzentriertheiten leisten. Gamba wird der Elf alles abverlangen, schliesslich haben sie noch einiges vor in dieser Saison.
23.10.2026 16:16 - Armando Broncas IV - Yokohama F. Marinos (0.3 TK)
 
Gamba weiterhin Dritter
Gamba Osaka hat am letzten Spieltag den CL-Quali-Platz Rang drei verteidigt. Interessanterweise belegen alle drei CL-Viertelfinalisten auch die ersten drei Plätze in der Liga. Hier zeigt sich eine gewisse Klasse dieser Mannschaften, denen es gelingt, die Doppelbelastung gut zu verkraften. Leider hat es nur eine Mannschaft auch ins Halbfinale geschafft. Zum Glück war dies jedoch unsere Mannschaft Gamba. In der Liga haben Oita Trinita und Tokushima Vortis die Plätze getauscht. Der amtierende Meister ist übrigens Letzter.
20.10.2026 11:10 - Abe Lenstra (GWF Ltd.) - Gamba Osaka (0.3 TK)
 
kees van edam schickt Blumen an Shinji Onito – aus sicherer Entfernung
Bei Vegalta Sendai herrscht Alarmstufe Gelb. Nicht wegen der Tabelle – daran hat man sich inzwischen gewöhnt. Nein, der kommende Gegner heißt Shinji Onito… oder Ono… oder Onomatopö. So genau weiß das niemand, weil kees van edam den Namen nur noch flüsternd ausspricht und dabei vorsichtshalber drei Schritte rückwärts geht.

Der Tokushima-Coach beklagte zuletzt eine „bittere Woche“. kees zeigte sich tief betroffen. „Ich möchte helfen. Aber bitte mit mindestens 200 Metern Sicherheitsabstand. Sonst steckt das Gejammer noch meine Innenverteidiger an.“

Zur Vorbereitung installierte Vegalta auf dem Trainingsgelände eine sogenannte Jammerwarnanlage. Immer wenn irgendwo ein Satz mit „Eigentlich hätten wir…“ beginnt, ertönt eine Sirene und alle Spieler werfen sich hinter die Eckfahnen. Matrix bekam vorsichtshalber einen Gehörschutz, weil er beim letzten Mal nach zehn Minuten Klagen versehentlich drei Eigentore auf einem völlig anderen Platz

analysierte.

kees selbst reiste mit einem Fernglas, einem Megafon und einem Laubbläser an. Das Fernglas, um Shinji aus der Distanz zu erkennen. Das Megafon, um aufmunternde Worte wie „Kopf hoch!“ zu rufen, ohne näherkommen zu müssen. Und der Laubbläser? „Falls die schlechte Stimmung rüberweht, blase ich sie einfach zurück nach Tokushima.“

Vor dem Anpfiff soll es dennoch einen fairen Austausch geben. Shinji erhält von Kees einen großen Korb Taschentücher. Im Gegenzug schenkt Tokushima Vegalta einen Kompass – damit die Sendai-Spieler endlich den Weg aus dem Tabellenkeller finden.

Die Experten erwarten ein historisches Duell: Hier die Mannschaft, die Angst vor geraden Spielfeldern hat. Dort die Mannschaft, die Angst vor jeder neuen Woche entwickelt hat.

Und kees? Der bleibt optimistisch. „Wenn wir gewinnen, freue ich mich. Wenn wir verlieren, behaupte ich einfach, das Spielfeld war emotional schief. Hauptsache, ich muss mir das Gejammer nicht aus der Nähe anhören.“
18.10.2026 08:21 - kees van edam - Vegalta Sendai (0.3 TK)
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Die Schleife schleift an der 1:2-Abschleifkante
„Nichts tut in diesem Spiel mehr weh als ein 1:2 auf eigenem Platz.“ Man wird das dumpfe Gefühl nicht los, dass uns das Schicksal hier im kalten Norden gnadenlos im Kreis schickt.

Erst war es die bittere Pleite gegen einen menschlichen Kontrahenten, und nun schlägt exakt derselbe schmerzhafte Spielstand wieder zu, nur um das Ganze diese Woche gegen einen seelenlosen Paten (Tokyo Verdy) zu besiegeln.

So viel zur taktischen Zen-Gymnastik.

Wenn man im eigenen Stadion erst an echten Kombatanten und dann an einer Maschinen-Elf zerschellt, hilft

auch keine philosophische Erleuchtung mehr. Der Shinkansen ist endgültig entgleist und liegt rauchend im Schotterbett.

Die japanische Seele muss nun erst einmal mit kaltem Tee und einer harten Realität konfrontiert werden. Ob menschlicher Schmerz oder kalter Paten-Algorithmus: Wer auf der Trainerbank sitzt, während die Punkte unaufhaltsam im Nirwana verschwinden, darf sich nicht länger hinter großen Sprüchen verstecken.

Solange diese Kante unerbittlich weiter an unserem Nervenkostüm schabt, bleibt Sapporo eben die Testpiloten des ewigen Wiederkehrens.
18.10.2026 07:44 - Roquatoni - Consadole Sapporo (0.3 TK)
 
Shinji Ono verzichtet auf kees van edams benutzte Taschentücher
Der netten Geste aus Sendai begegnet man in Tokushima mit Respekt, doch Shinji Ono lehnt das Taschentücher-Angebot dankend ab: "Taschentücher, die noch triefen vor lauter von kees van edam nach dem verlorenen CL-Finale vergossenen Tränen, können wir nicht gebrauchen. Wir tun alles dafür, um nicht den gleichen sportlichen Absturz von der Chmapions League ins Nirgendwo der J-League erleben zu müssen wir Vegalta Sendai und ihr ausgelaugter Coach."

Das Auswärtsspiel in Sendai geht Ono ganz unemotional an: "Ich gönne dem Kollegen ein Erfolgserlebnis nach Wochen und Monaten der Erfolglosigkeit. Doch gegen uns wird kees sich ganz schön strecken müssen, um etwas Zählbares mitzunehmen."
18.10.2026 13:30 - Shinji Ono - Tokushima Vortis (0.3 TK)
 


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