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COPA NEWS

Clough lässt Taten folgen
Vor gar nicht allzu langer Zeit stellte sich der Vorstand der Urawa Red Diamonds demonstrativ hinter Nigel Clough. Trotz des durchwachsenen Saisonstarts und spektakulärer Ausreißer nach oben wie unten betonte die Vereinsführung ihren langfristigen Plan mit dem englischen Manager. Nun scheint Clough die Rückendeckung mit den ersten Ergebnissen zu beantworten.

Nach der bitteren 4:5-Niederlage bei Consadole Sapporo folgten zwei wichtige Siege. Zunächst bezwangen die Red Diamonds Kyoto Sanga FC mit 1:0, ehe Urawa bei Tokyo Verdy 1969 einen überzeugenden 3:0-Erfolg nachlegte. Besonders auffällig: In beiden Partien blieb

die Mannschaft ohne Gegentor.

Damit hat sich Urawa nach zehn Spieltagen auf Rang elf vorgearbeitet und steht inzwischen bei 15 Punkten. Der Rückstand auf die vier punktgleichen Spitzenreiter beträgt lediglich drei Zähler. Aus dem Tabellenmittelfeld ist damit wieder der Blick nach oben möglich.

Der Vorstand hatte Clough zuletzt bewusst Zeit und Vertrauen zugesichert. Zwei Siege und 4:0 Tore aus den vergangenen beiden Spielen liefern nun zumindest erste Argumente dafür, dass sich die Geduld in Saitama auszahlen könnte. Von einem abgeschlossenen Reifeprozess kann noch keine Rede sein – doch die Richtung stimmt.
18.09.2026 11:07 - Nigel Clough - Urawa Red Diamonds (0.3 TK)
 
Tokushima Vortis voll im Soll
Mit einem 6:1-Kantersieg beim bisherigen Tabellenführer Shonan Bellmare hat Shinji Onos Tokushima Vortis die Kräfteverhältnisse in der J-League zurechtgerückt. Der amtierende Champions League-Sieger spielte sich in einen Rausch und schob sich damit bis auf Platz 5 der Tabelle vor, punktgleich mit dem neuen Spitzenreiter Katalier Toyama.

"Ich habe jetzt wieder richtig Bock auf die Liga. Wir wollen den Meistertitel holen", so Shinji Ono, der vergangene Woche noch zu Protokoll gegeben hatte, die Lust auf den Ligabetrieb verloren zu haben.
18.09.2026 15:25 - Shinji Ono - Tokushima Vortis (0.3 TK)
 
Die Yokohama F. Marinos konnten sich am letzten ZAT von den Abstiegsplätzen befreien. Auch wenn die Marinos zunächste bei Kashiwa Reysol knapp mit 0:1 leer ausgingen, konnten sie ihr Heimspiel recht deutlich mit 5:0 gegen Vegalta Sendai gewinnen. Doch man sollte nicht aufatmen in Yokohama, schliesslich steht man nur dank des besseren Torverhältnisses über dem Strich. Nun warten mit Mito HollyHock und Kataller Toyama erneut zwei Gegner, die dem Kellerkind alles abverlangen werden. Letztere grüßen gar von der Tabellenspitze.
17.09.2026 19:38 - Armando Broncas IV - Yokohama F. Marinos (0.3 TK)
 
kees van edam erklärt die große Tore-Verweigerung von Vegalta Sendai
Bei Vegalta Sendai läuft es derzeit ausgesprochen torarm. Die letzten Spiele gingen allesamt verloren – und trotzdem ist kees van edam mit sich und der Mannschaft erstaunlich zufrieden.

„Wir haben konsequent keine Tore geschossen“, erklärte der Trainer. „Das war eine bewusste Entscheidung.“

Der Grund ist nämlich Tore Bulwa, seines Zeichens Coach von Cerezo Osaka.

„Warum sollten wir Tore schießen und damit Tore Bulwa unterstützen?“, fragte kees völlig ernst. „Der Mann heißt schließlich Tore. Das kann doch kein Zufall sein!“

Seitdem

gilt bei Vegalta eine neue interne Anweisung: Ballbesitz ja, Torchancen vielleicht, Tore auf keinen Fall.

Die Stürmer wurden angewiesen, spätestens 20 Meter vor dem gegnerischen Tor abzudrehen. Einer soll sogar bereits beim Anblick des Strafraums nervös geworden sein und den Ball ins Seitenaus gespielt haben.

„Wir müssen Tore Bulwa trockenlegen“, erklärte kees. „Wenn wir Tore schießen, bekommt Tore Tore. Das ist mathematisch eindeutig.“

Besonders pikant: Während Vegalta aus Solidarität mit dem japanischen Fußball auf Tore verzichtet, schießt Cerezo Osaka munter weiter.
16.09.2026 20:05 - kees van edam - Vegalta Sendai (0.3 TK)
 
Von der Welle weggespült
Nakata hatte es geahnt. „Diese Woche werden wir vernichtet. Bert, wir müssen TK sparen, um zu einem anderen Zeitpunkt, wie Phoenix aus der Asche wiederzukommen.“ Und wirklich spülte die Welle über Shonan Belmare und man wurde mit 1-11 Toren in zwei Spielen überrollt.
Der Nachfahre alter Samurais blieb gelassen. „Wir sind nur zwei Punkte hinter dem Tabellenführer. Unser TK ist gut gefüllt und wir brauchen den Kopf noch lange nicht

in den Sand stecken.“
Bert war den Tränen nahe: „Aber alle scheinen uns zu hassen. Wer setzt schon 6 Tore auswärts? Was haben wir Shinji Ono getan?“

„Bert, sei ein Mann. Hier geht es um Titel, Ruhm und Ehre und jeder versucht anders diese Ziele zu erreichen. Wir wurden heute gedemütigt. Aber wir stehen bereits wieder und werden schon in der kommenden Woche eine Antwort geben, die uns und unsere Fans stolz machen wird.“
14.09.2026 10:52 - Nakata Gutschi - Shonan Bellmare (0.3 TK)
 
Lippi fährt mit dem E-Bike...
... durch Sachsen-Anhalt. Auf seinem Weg durch die gastfreundlichste Region Deutschland machte er kurz halt in Faulenroda an der Kimme, als er von einem sympathischen Einheimischen mit Glatze und seltsamem T-Shirt angeranzt wurde: "Ach, der feine Herr Lippert fährt E-Bike! Das hätte ich mir ja gleich denken können. Aber bald ist der Spaß vorbei, wenn demnächst beim Öffentlichen Rundfunk ordentlich zusammengekürzt wird." Lippi gab sich arglos: "Dann muss ich aus meinem Schloss ausziehen? Und

statt Schampus gibt es nur noch Rotkäppchensekt?" Doch in der humorbefreiten Zone kamen die lakonischen Bemerkungen nur mittelgut an: "Hier weht demnächst ein anderer Wind! Dann ist das vorbei mit der einseitigen Meinungsmache in den Schulen und im TV!" Doch so langsam hatte der Besucher aus Ost-Berlin genug: "Stimmt, Sie wollen ja hier die Schulpflicht abschaffen, damit die Leute weiter verblöden und die Populisten wählen... Sagen Sie mal, wie komme ich am Schnellsten hier heraus aus Faulenroda?"
14.09.2026 07:46 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
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Tore schießen statt Tore grübeln
Während Kollege Tore Bulwa in der Liga weiterhin an seinen hochkomplizierten Quanten-Formeln und metaphysischen Raum-Zeit-Krümmungen herumdoktert, liefern wir bei Consadole Sapporo schlichte, handfeste Physik: Ein eiskaltes, unbarmherziges 5:0.

Man kann den Fußball natürlich akademisch verkomplizieren, bis selbst der Schiedsrichter die Relativitätstheorie bemühen muss. Oder man schiebt die Murmel einfach fünfmal über die Linie und lässt den Gegner die Bruchteile seiner eigenen

Logik aus dem Netz kratzen. Denn auf der Anzeigetafel gilt immer noch die klassische Mechanik. Masse mal Beschleunigung gleich Heimsieg. Gegen unsere kinetische Energie hilft eben kein philosophischer Nobelpreis.

Und mit 18 Zählern genauso wie fünf weitere Mannschaften mischen wir ganz vorne im Meisterschaftskampf mit. Grübel also  ruhig weiter über das Raum-Zeit-Kontinuum, Kollege Bulwa. Während du noch rechnest, bringen wir schonmal die Masse für den nächsten Spieltag in Bewegung.
12.09.2026 20:35 - Roquatoni - Consadole Sapporo (0.3 TK)
 
EXKLUSIV: Bulwa kontert Käse-Theorie – „Kees unterschätzt die Magie!“
Mit großer Belustigung – und, ich gebe es offen zu, einer gehörigen Portion Stolz – habe ich die jüngsten Analysen meines geschätzten Kollegen Kees nach unserer Partie gegen Vegalta Sendai gelesen. Das er extra ein überdimensionales Stück Gouda in den Presseraum geschleppt hat, um die Komplexität unseres Fußballs zu entschlüsseln, ehrt mich. Doch so charmant seine Theorien über Telepathie, grünen Tee und unsichtbare Einwechselspieler auch klingen: Die Realität in Cerezo Osaka ist weitaus mysteriöser, komplizierter und tiefgründiger, als es sich ein rationaler Geist wie Kees überhaupt vorstellen kann.

Kees glaubt, wir würden unsere Spieler hypnotisieren. Wie banal! Hypnose ist etwas für Jahrmärkte. Was wir bei Cerezo Osaka praktizieren, ist keine Gedankenkontrolle, sondern die totale Synchronisation des Raum-Zeit-Gefüges.Wenn unsere Spieler zehn Sekunden früher als die Verteidiger von Sendai wissen, wo der Ball landen wird, dann liegt das nicht an einfacher Telepathie. Wir trainieren nicht im dreidimensionalen Raum. Mein Co-Trainer und ich haben mathematische Matrix-Modelle entwickelt, bei denen die Laufwege auf den quantenmechanischen Prinzipien der Stringtheorie basieren. Der Ball wird nicht in freie Räume geschickt – unsere Spieler krümmen den Raum so, dass der Ball gar nicht anders kann, als in ihren Laufweg zu fallen. Dass Vegalta Sendai beim Versuch, dies nachzuahmen, mit dem Linksverteidiger im Mittelkreis und dem Stürmer auf der Trainerbank endete, wundert mich nicht. Wer die relative Instabilität des taktischen Kontinuums nicht berechnen kann, sollte die

Finger von der Raumkrümmung lassen!

Auch das Tee-Ritual muss ich korrigieren. Zweimal im Uhrzeigersinn drehen? Bitte, wir sind doch keine Amateure. Die Drehung erfolgt exakt im goldenen Schnitt und im Rhythmus der Fibonacci-Folge, während der grüne Tee eine spezielle Frequenz-Schwingung besitzt, die die Synapsen der Spieler auf die Flugbahn des Spielgeräts einnordet. Das ist keine Hexerei, das ist angewandte transzendente Ballistik!Und was meine Auswechslungen betrifft: Kees behauptet, der Ersatzspieler sei die ganze Zeit schon da gewesen und man habe ihn nur nicht gesehen. Ein netter Versuch, aber physikalisch ungenau. Wir nutzen schlicht die Taktik der Quanten-Superposition. Bis zu dem Moment, in dem ich die Auswechseltafel hebe, befindet sich der Einwechselspieler in einem Zustand der absoluten Wahrscheinlichkeit sowohl auf der Bank als auch bereits im gegnerischen Strafraum. Ich entscheide lediglich den Moment der Messung. Dass die Abwehr von Sendai ihn erst sieht, wenn er das Tor erzielt, ist ein rein optisches Problem ihrer Wahrnehmung.

Kees hatte recht mit der Annahme, dass alles von langer Hand geplant war. Selbst das Gefühl Sendais, den Ausgleich „in der Luft“ zu haben, war eine von uns präzise kalkulierte Luftspiegelung, um die gegnerische Euphorie in kinetische Energie für unseren Konter umzuwandeln.Ich danke Kees für die Blumen und das Stück Gouda – auch wenn mir ein gereifter Parmesan als Analogie für unsere reife Spielweise lieber gewesen wäre. Wir sehen uns im Rückspiel. Und wer weiß… vielleicht spielen wir dann komplett ohne Ball, nur um zu sehen, ob Sendai ihn trotzdem verteidigen kann.
11.09.2026 13:32 - Tore Bulwa - Cerezo Osaka (0.3 TK)
 
Shinji Ono hat keine Lust auf die Liga
Bei Shinj Ono gilt die volle Konzentration aktuell der Titelverteidigung in der Champions League. Für den Ligaalltag in der J-League bleibt daher wenig Zeit. "Ich weiß nicht einmal, gegen welchen Gegner wir an diesem Wochenende spielen. Ich habe die ganze Woche damit verbracht, die Taktik für den dritten und vierten Spieltag in der Champions League auszutüfteln."

Diese Herangehensweise könnte sich natürlich bitter rächen, wenn der alles auf die Karte Champions League gesetzt wird und darüber womöglich die Qualifikation für das internationale Geschäft in der Liga verpasst wird.
11.09.2026 15:53 - Shinji Ono - Tokushima Vortis (0.3 TK)
 
Sieg gegen den Letzten
Ja, es gab einen Sieg für Gamba. Aber er war knapp. Gerade einmal mit 3:2 wurde der Tabellenletzte wieder nach Hause geschickt. Aber auch das gibt drei Punkte. Die braucht man, um weiterhin halbwegs dran zu bleiben. Die Saison ist noch lang. Da kann noch viel passieren. Immerhin hat Abe Lenstra nun mehr Ruhe vorm Präsidenten. Der hat sich schon eine weile nicht mehr gemeldet. Ist er zufrieden? Oder im Urlaub? Oder gar tot? Man weiß es nicht. Das kann Abe Lenstra aber auch erstmal egal sein. Es stehen genug Aufgaben auf dem Plan.
10.09.2026 20:14 - Abe Lenstra (GWF Ltd.) - Gamba Osaka (0.3 TK)
 
Zwischen Innovation und Inkontinenz
Langsam aber sicher kommt Avispa Fukuoka ins Rollen. So zumindest die Meinung von Übungsleiter und Ost-Ikone Wolfgang Lippert: "Wir haben mittlerweile wieder Tuchfühlung zur Spitze aufgenommen und befinden uns ins aussichtsreicher Lauerstellung. Sollen die Hobbyphilosophen doch abschweifen, der Wolf freut sich besonders über abgelenkte Schafe." Scheinbar hatte Lippi für teures Geld einen Crashkurs an der Donald-Trump-Academy für Demagogie und unbegrenzte Dreistigkeit belegt. "Man könnte am Ende

der Saison doch einfach den Tabellenführer in Avispa Fukuoka umbenennen. Auf diese Weise würden wir die Titelverteidigung mit ganz simplen Mitteln in trockene Tücher bringen." Aber wie sollte man diesen kühnen Plan in die Tat umsetzen, Herr Lippert? "Das kann ich nicht sagen. An der virtuellen Akademie wurden die Module zu Problemlösung und Krisenmanagement nicht mehr angeboten. Angeblich würden diese Themen überbewertet sein." Wieso löst dies beim Chronisten keinerlei Überraschung aus?
09.09.2026 14:03 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
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Die Tabelle lügt nicht. Aber sie macht auch keine Witze.
Nakata Gutschi stand vor der Tabelle. Wieder. Immer noch Tabellenführer.

Er hatte in der Nacht nach dem Urawa-Spiel nicht geschlafen. Nicht wegen der 0:2-Niederlage – Niederlagen waren Teil des Weges, hatte sein alter Sensei gesagt. Niederlagen formten den Charakter. Niederlagen waren...

„Nakata-san?"
Tanaka stand in der Tür, einen Kaffee in der Hand und den Ausdruck eines Mannes, der gleich schlechte Nachrichten überbringt.

„Die Tabelle", sagte Nakata, ohne sich umzudrehen.
„Ja."
„Wir sind noch

Erster."
„Ja."
„Obwohl wir verloren haben."
„Ja."

Nakata drehte sich um. „Tanaka. Erkläre mir die Fußballtabelle."
Tanaka räusperte sich. „Andere haben auch verloren, Nakata-san."

Stille.

„Das ist…" Nakata suchte nach Worten. „Das ist das Schönste, was du je gesagt hast."

Aber die Luft an der Spitze bleibt dünn. Fünf Vereine nur mit einem Punkt Abstand. Zwischen Heldentum und Seppuku liegt nicht viel in Japans J-League.

07.09.2026 13:55 - Nakata Gutschi - Shonan Bellmare (0.3 TK)
 
kees van edam nach dem 5:4: „Genau so haben wir das nicht geplant.“
Nach dem spektakulären 5:4 gegen Claudion und Oita Trinita herrschte im Stadion völlige Verwirrung. Der Stadionsprecher hatte zwischenzeitlich aufgegeben, die Torschützen zu nennen, und verkündete stattdessen nur noch:

„Schon wieder irgendjemand.“

Trainer kees van edam wirkte dagegen ausgesprochen zufrieden.

„Das war eines unserer ruhigeren Spiele.“

Die Reporter schauten sich gegenseitig an.

„Trainer… es fielen neun Tore.“

„Ja. Zehn wären hektisch gewesen.“

kees erklärte anschließend den Matchplan. Er hatte seine Spieler angewiesen, „den Ball möglichst nicht lange zu behalten“.

„Das haben sie hervorragend umgesetzt. Kaum hatte jemand den Ball, hatte ihn auch schon wieder jemand anderes. Man muss den Gegner schließlich beschäftigen.“

Besonders kurios wurde es kurz nach der Halbzeit. Claudion soll versucht haben, seine Mannschaft neu einzustellen.

Doch jedes Mal, wenn er eine Taktiktafel aufklappte, fiel irgendwo ein weiteres Tor.

„Irgendwann hat Claudion die Tafel einfach umgedreht und Sudoku gespielt“, berichtete kees mitfühlend.

Auch Vegalta verlor zwischenzeitlich völlig den Überblick.

Der Zeugwart

jubelte versehentlich über ein Gegentor.

Der Linienrichter fragte zweimal nach, welche Mannschaft eigentlich in Gelb spiele.

Und der Balljunge verlangte nach der siebten Torchance Gefahrenzulage.

Als ein Reporter wissen wollte, warum Sendai vier Gegentreffer kassierte, winkte kees ab.

„Das waren keine Gegentore. Das waren dramaturgische Elemente. Ohne Spannung wären die Zuschauer doch viel zu entspannt nach Hause gegangen.“

Über Claudion verlor der Niederländer nur lobende Worte.

„Ein fantastischer Trainer. Wir haben uns gegenseitig so oft überrascht, dass wir am Ende beide nicht mehr wussten, wer wen überrascht hatte.“

Zum Abschluss zog kees eine Bilanz.

„Fußball wird viel zu kompliziert gemacht. Manche reden über Pressing, Restverteidigung und Halbräume.“

Er lehnte sich zurück.

„Wir spielen lieber Vollchaos mit gelegentlichen Toren. Das versteht jedes Kind. Manchmal sogar unsere Abwehr.“

Anschließend verließ kees die Pressekonferenz, weil er überzeugt war, das Spiel habe gerade erst begonnen. Im Spielertunnel fragte er vorsichtshalber noch den Schiedsrichter:

„Steht’s immer noch 5:4 oder haben wir in der Zwischenzeit noch eins geschossen?“
06.09.2026 18:16 - kees van edam - Vegalta Sendai (0.3 TK)
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Vorstand stärkt Nigel Clough demonstrativ den Rücken
Bei den Urawa Red Diamonds regiert nach den turbulenten Wochen der vergangenen Spieltage nicht die Unruhe, sondern die kühle Vernunft. Trotz der spektakulären 4:5-Niederlage bei Consadole Sapporo und einem mageren zwölften Tabellenplatz stellt sich die Vereinsführung demonstrativ und ohne Vorbehalte hinter Manager Nigel Clough.

Die Analyse der bisherigen acht Partien zeichnet ein extremes Bild: Einerseits der glanzvolle 2:0-Erfolg gegen den Spitzenreiter Shonan Bellmare am siebten Spieltag, der das volle Potenzial des Kaders unter Clough aufzeigte. Andererseits das vogelwilde Scheibenschießen in Sapporo, bei dem die Mannschaft trotz vier eigener Treffer mit leeren Händen dastand.

Wer nun allerdings das im Profifußball übliche Nervenflattern in der Teppichetage erwartet hatte, sieht sich getäuscht. Nach Informationen dieser Redaktion genießt

Clough im Vorstand uneingeschränktes Vertrauen. Aus dem Umfeld des Klubs heißt es unmissverständlich, dass man bei der Verpflichtung des Engländers einen klaren Plan verfolgt habe – und dieser sei ausdrücklich auf Langfristigkeit ausgelegt.

Ein Trainer für bloß ein oder zwei Jahre? Für die Red Diamonds keine Option. Der Vorstand strebt eine nachhaltige Entwicklung an und verweigert sich den Automatismen des schnellen Auswechselns. Man sieht in den stark schwankenden Auftritten den normalen Reifeprozess einer Mannschaft, die sich unter Cloughs Akribie erst noch finden muss.

Mit dem klaren Bekenntnis nimmt die Vereinsführung gezielt den Druck vom Trainerteam. Das Signal an Umfeld und Fans ist eindeutig: In Saitama lässt man sich vom aktuellen Tabellenstand nicht aus der Ruhe bringen. Der eingeschlagene Weg mit Nigel Clough wird konsequent fortgesetzt.
06.09.2026 11:14 - Nigel Clough - Urawa Red Diamonds (0.3 TK)
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Dynamik schlägt Teekränzchen
Erst Gießkannen, dann Schmetterlinge und jetzt ein ganzes Zoo-Theater – Chapeau an die Kollegen, die Liga-Presse ist pures Gold! Kees van edam liefert mit seiner Giraffen-auf-Servietten-Zeichnung feinste Taktik-Satire, während Nakata Gutschi mit barfüßiger Zen-Meditation im Bambuswald literarische Glanzpunkte setzt. Wenn dann noch Meister Wolfgang Lippert versonnen mit Gabi im Park sitzt, Praktikanten vorschickt und Nigel Clough sein Heim-Desaster betrauert, verneigt sich Sapporo vor so viel poetischer Kreativität.

Aber genug des süßen Lobes, Schnittblumen beiseite. Wie bereits im letzten Artikel unmissverständlich klargestellt: Quantenphysik und Gravitations-Ausreden könnt ihr am Strand

diskutieren, aber nicht bei Consadole Sapporo! Bei uns im hohen Norden regiert die eiskalte Thermodynamik. Wenn der Boden gefroren ist, zerschellen Giraffen-Servietten, Park-Romantik und Zen-Bambus eben krachend an der Realität. Während ihr noch den Neigungswinkel des Rasens vermesst, schaufeln wir den Strafraum frei und sacken die Punkte ein.

Der detaillierte Befund auf dem Platz (ZAT 4):: Bei Mito HollyHock ließen wir uns zwar auf der schiefen Wiese noch mit einem knappen 0:1 abkochen, aber dafür brannte im Heimspiel das ewige Eis: In einer atemberaubenden 5:4-Schlacht gegen Nigel Cloughs Urawa Red Diamonds haben wir das Torspektakel des Spieltags gefeiert. 15 Punkte, 17:10 Tore, Platz 3 in Lauerstellung zur Spitze!
04.09.2026 22:37 - Roquatoni - Consadole Sapporo (0.3 TK)
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Gamba auswärts bei Oita gefordert
Die J-League erlebt nach sechs Spieltagen ein enges Rennen an der Spitze. Tabellenführer Shonan Bellmare führt mit 13 Punkten, dahinter folgen gleich vier Teams mit zwölf Zählern. Mittendrin: Oita Trinita. Trainer Claudion musste nach dem bitteren 0:4 bei Tokushima Vortis zunächst einen Rückschlag verkraften, zeigte mit dem 4:1 beim Schlusslicht Yokohama F. Marinos aber die richtige Reaktion. Rang fünf ist aktuell vor allem der schwächeren Tordifferenz geschuldet.

Doch nun wartet mit Gamba Osaka der nächste Härtetest – und Gamba dürfte seinerseits hochmotiviert nach Oita reisen. Das Team

von Abe Lenstra hat nach drei Siegen aus sechs Spielen neun Punkte gesammelt und steht auf Rang sieben. Vor allem offensiv hat Gamba mit 15 Treffern seine Qualität bereits unter Beweis gestellt. Nach der 0:1-Niederlage im Derby bei Cerezo Osaka gelang am vergangenen Spieltag ein eindrucksvolles 5:0 gegen Tokushima Vortis.

Für Oita bedeutet das: Gegen Gamba geht es nicht nur um drei Punkte, sondern darum, den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten. Anschließend wartet auswärts Vegalta Sendai – zwei Spiele, die zeigen werden, ob Claudions Truppe tatsächlich ein ernsthafter Kandidat für die oberen Plätze ist.
04.09.2026 17:39 - Abe Lenstra (GWF Ltd.) - Gamba Osaka (0.3 TK)
 


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