Zack, vorbei... Und wenn man das Offensichtliche einmal kurz anspricht: Einfach auch Pech gehabt. Durch die waghalsige Taktik im ersten Spiel war es nach dem ersten Spieltag aufgrund der Konstellation aus kommendem Spiel und dem anderen Ergebnis bereits gelaufen. Hätte ein offensiveres Angehen geholfen? Ehrlich gesagt ist das jetzt für Sambia auch total egal. Für Popi und den ollen Kalle sowieso, das trinkfeste Duo nutzt einfach noch eine Woche mehr den "Urlaub" auf Verbandskosten. Die Hotelbar liegt ohnehin schon trocken, aber nach dem letzten Spiel hat Spürnase Popi auf dem Heimweg in einer Seitengasse eine interessant anmutende Kneipe aufgetan. Der Verband hätte dem Spesenkonto möglicherweise doch ein Limit setzen. Egal, wenn irgendwo die Kohle fehlen sollte, dann kann man in der kommenden Saison ja die eine oder andere Prämie bei den Riflemen einsparen...
Sehr gut sieht es zumindest für Neuseeland aus mit der KO-Phase. Theoretisch könnte es zwar noch auf Platz 3 gehen, aber wenn nicht alles gegen sie spielt sollten sie das Ticket in der Tasche haben.
Dort treffen sie dann entweder auf ein Team aus dem Trio Chile, Australien oder Finnland. "Alle machbar", meint die Trainerhälfte Stefan Hofa, "aber erstmal müssen wir es selbst dorthin schaffen. Unser Blick richtet sich auf Frankreich und nicht irgendwo andershin in der Welt".
Im Trainerteam von Uruguay vermisst man einen grossen Namen: John Taylor
Die Presse wollte natürlich wissen, warum er sich die Teilnahme an diesem Event entgehen liess. Darauf meinte John Taylor: "Nun, es ist schlicht und einfach so, dass ich ich das gar nicht so richtig mitbekommen habe, dass dieser Wettbewerb stattfindet. Darum habe ich mir auch keine Gedanken darüber gemacht. Allerdings machen César Luis Menotti und Helginho einen ganz tollen Job. Bereits jetzt sind sie für die nächste Runde qualifiziert. Darum braucht es mein Fachwissen gar nicht. Ich werde weiter die Daumen drücken für die Nationalelf."
Die Pharaonen nehmen Abschied von der Copa-WM. Viel früher als erhofft, aber nicht vollkommen unerwartet. Mit Deutschland und dem namhaft besetzten Peru warteten zwei Schwergewichte in der Gruppenphase. Nach einem bitteren Remis zum Auftakt war man gerade gegen die "Krauts" am vergangenen Sonntag chancen-, aber auch alternativlos.
Natürlich hätte man sich am Ende gegen England noch ein bedeutungsloses Remis erkämpfen und Peru damit zum Weiterkommen verhelfen können. Aber Archiebald Mor und Silvan Leibnits haben das wenige noch in ihrer Macht stehende versucht, der überlegenen Konkurrenz ein Schnippchen zu schlagen. Ihre eigene Zukunft hinsichtlich der Nationalmannschaft ließen die beiden Trainer bislang offen. Mit Gegenwind aus der heimischen Liga, die die WM ansonsten sehr teilnahmslos verfolgt hat, ist jedenfalls nicht zu rechnen.
Coach Davin schaut missvergnügt auf die kleinen Karteikarten herab, welche ihm der Verbandschef des USNTM vor der Pressekonferenz in die Hand gedrückt hat.
„Keine Stereotypen! Beleidige weder Land noch Gegner! Nein, Sie werden nicht nach Betäubungsmitteln fragen! Die Tochter des Journalisten im blauen Pullover ist 25 Jahre alt und will in ihrer Funktion als Starspielerin des US Volleyballteams ganz sicher nicht von Ihnen „geschmettert“ werden! Es wird zudem nicht auf dem Podium uriniert!“
Dergestalt in seiner natürlichen Charakterentfaltung eingeschränkt, vergeht Coach Davin jegliche Lust auf Pressekonferenzen, also schweigt er schmollend vor sich hin.
„Scheiß Ivorerer,“ hört man ihn noch verhalten murmeln, bevor er sich zurück in die Katakomben trollt. *davinout
Im letzten Spiel steht für die USA alles auf dem Spiel und die Elfenbeinküste ist trotz der letzten Niederlage nicht zu unterschätzen.
In der Gruppe stehen die USA auf dem zweiten Platz während die Elfenbeinküste auf dem dritten Rang folgt. Die Portugiesen sind bereits sicher ausgeschieden und für die Japaner scheint ein Weiterkommen nur noch Formsache.
...heißt es für einige Trainer zum Ende der Gruppenphase der Copa-WM. Einige Länder haben sich bereits nach dem zweiten Spieltag rechnerisch aus dem Turnier verabschiedet. So auch das mit einem namhaften Trainergespann durchaus ambitioniert ins Turnier gestartete Ägypten. Dessen Trainer und Unterstützer können sich nun einen neuen Favoriten aus dem verbleibenden Teilnehmerfeld suchen.
Da Finnland in Gruppe G zeitgleich vor dem WM-Aus steht, zieht es den Keksbaron naturgemäß zu seinen zwei übrigen Wirkungsorten Neuseeland, das das volle Rest-TK in die K.O.-Runde mitnehmen dürfte, und Uruguay, das von solchen Verhältnissen nur träumen kann. Die Auslosung des Achtelfinales wird offenbaren, was dieser Zeitungsartikel für die Celeste wert sein kann.
So schallt es derzeit durch die Radiostudios in SM - es ist wahrlich bitter, dass die tapfer kämpfende Mannschaft der irregeleiteten Taktik des Trainerduos zum Opfer gefallen ist. Bedenkt man den betriebenen Aufwand wie das Eintreiben von Schutzgeld zur Bestechung er Konsularbeamten zwecks der Ausstellung von Visa für die halblegale Einreise zur WM, ich meine, das sind ja keine Kinkerlitzchen, ist das alles nur mehr zum Krenreiben. So aufopferungsvoll hat man die Nationalmannschaft unseres Balkanrumpfstaates seit Ewigkeiten nicht mehr kämpfen gesehen. Was jetzt noch bleibt, ist, alles im letzten Spiel rauszuhauen, klassisch SM. Nur mehr reinscheißen.
Wo war er der Meistertrainer? Das Arbeitstier? Das Urgestein der Ligue 1?
In einem Taktik-Dilemma oder etwa WM-Starre?
Hatte er zu viel auf die FIFA-WM gestarrt oder hat ihn die Copa-WM in eine Art Schockstarre versetzt?
Analysierte er tage- und nächtelang und fiel in einen tiefen Schlaf?
Eins ist klar: zum Anstoß des WM-Spiels Frankreich - Sambia war er nicht da.
Möglicherweise war es der erste NMR in seiner langen Karriere. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit für einen Mann der von sich selbst sagt, er möchte jeden Tag arbeiten wie eine Maschine .
Er kann froh sein, dass er noch einen zweiten Trainer an seiner Seite hat der das Team die Schlacht führte.
So wurde es wenigstens ein schönes, ansehnliches und packendes Spiel für die Fans.
Verloren hat man deshalb, und nicht wenigstens das mögliche Unentschieden erreicht und der Gegner wird damit auch ausscheiden. Auch das war zu erwarten.
Dass W.Power nach dem Spiel nicht über die Taktik, sondern darüber sprechen musste, warum er nicht da war, war wohl sicher das Unerwartetste was an Abend passierte.
Offenbar haben die beiden Nationaltrainer Perus zu wenig Fokus auf die WM gehabt. Wie ist dieses Scheitern in der Vorrunde sonst zu erklären? Konnten sich die beiden, in der Liga und allgemein bei Copa mit die größten Konkurrenten, nicht auf eine gemeinsame Linie einigen?
Es steht zu befürchten, dass der Mantel des Schweigens über diesen Versuch gebreitet wird und kein weiteres Wort über das Scheitern verloren wird. Die Begegnung der beiden in der Liga heute überstrahlt alles und lässt den nächsten WM-Spieltag einfach untergehen, wie Peru selbst.
Da hatte cube die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Nicht nur das er irgendwie ganz unverhohlen nach dem Amt des Nationaltrainers gierte, nein, er maß sich auch einer Doppelrolle in der Nationale A an. Neben AS Ariana wollte er auch AS Marsa Interims (oder auf intime Weise) führen bzw. einführen... Aber ich schweife ab; den Einlauf der er vom tunesischen Verband bekam, war maximal abführen! Eine ganz beschissene Situation also, die cube fast seine Trainerlizenz gekostet hätte. Kameldung und Kuba; ein ganz spezieller Geruch
... und trotzdem ist der Einzug in die nächste Runde geschafft. Ja, Carlos Finisterre und Christian J. Schmidt jubeln mit ihrem Team zu Recht. Was haben sich beide Trainer Gedanken über die möglich beste Strategie für den letzten ZAT gemacht ... Und am Ende sind die Befürchtungen nicht wahr geworden und Mexikos Fußball-Nationalmannschaft ist eine Runde weiter. Jetzt geht es nur noch darum, wer sich denn Gruppensieg sichern kann.
Vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen die Schweiz schlägt das brasilianische Trainerduo überraschend leise Töne an. Trotz der 3 Punkte auf Platz 3 und der klaren Favoritenrolle warnt die Bank vor blindem Aktionismus. „Die Schweiz hat nichts mehr zu verlieren und wird extrem kompakt stehen. Wir dürfen nicht ins offene Messer laufen“, erklärte Ruud Gullit defensiv. Sein Partner Dincman pflichtete ihm bei: „Es geht primär um die Balance. Ein kontrollierter, knapper Sieg reicht uns völlig, um unser Ziel zu erreichen. Disziplin steht über Spektakel.“ Es scheint, als würde die Seleção diesmal auf eine kontrollierte Defensive statt auf bedingungslosen Sturm setzen, um das Weiterkommen im Fernduell abzusichern.
In Recife liegt eine spürbare Spannung in der Luft. Die Fans blicken nervös auf das entscheidende Gruppenspiel gegen die freundlichen Schweizer. Ein hoher Sieg ist Pflicht, um die Chance aufs Weiterkommen zu wahren. Und dann muss man natürlich noch gucken, was die Südafrikaner anstellen. Zwischen Hoffnung und Sorge schwankt die Stimmung – doch der Glaube an ein Fußball-Wunder bleibt. Eine KO-Runde ohne Brasilien... das wäre ja wie Copa ohne Cabana.
Über Casablanca steht der Mond. Über dem Grand Stade Hassan II steht eine Zahl, die in diesen Tagen lauter spricht als jede Hymne: die Null.
Zwei Spiele. Kein Gegentor. Schottland 3:0, Vietnam 0:0. Vier Punkte, ein Bein im Achtelfinale, das andere putzt in der Kabine schon die Schuhe für die nächste Runde. Gewinnt Marokko am letzten Spieltag, schließt der Gastgeber die Gruppe mit sieben Punkten ab. Vermutlich ohne ein einziges Gegentor. Eine ganze Vorrunde und der marokkanische Torwart hat noch keinen Grund gefunden, sich die Handschuhe schmutzig zu machen.
Natürlich reden jetzt alle von dieser Defensive. Von der roten Wand. Von jener Ordnung, an der sich erst die Schotten und dann die Vietnamesen die Zähne ausbissen. Und ja, sie steht. Doch die ehrlichere Antwort ist unbequemer: Man kann nur halten, was geschossen wird. Auf das marokkanische Tor wurde nicht geschossen. Gar nicht. Über neunzig Minuten brachte keiner der beiden Gäste eine ernsthafte Offensivaktion zustande. Marokko bot Räume an, fast schon fahrlässig. Es lud zum Konter, ließ Lücken offen, stellte den Gegnern die Tür einen Spalt breit auf. Und sie? Sie blockten ab, brachen ab, zogen sich zurück. Als hätten sie nicht den Auftrag, ein Tor zu erzielen, sondern eines zu verhindern: ihr eigenes.
Besonders Schottland gab ein Rätsel auf. Gegen Marokko 0:3, gegen Mexico 0:4, und in beiden Spielen wirkten sie, als habe jemand den Strom abgestellt. Was dort gespielt wurde, möge jeder für sich beurteilen. In Marokko hat man nur registriert, dass der Gegner auf dem Platz stand und stehen blieb.
Und so kommt, was immer kommt, wenn ein Gastgeber zu mühelos marschiert: das Geraune. Der Ausrichter habe sich seinen Erfolg gekauft, heißt es hier und da. Alles abgesprochen. Eine abgekartete Sache.
Aus marokkanischer Sicht ist das völliger Unsinn. Wer so redet, verwechselt einen Plan mit einem Komplott.
Denn gegen Vietnam ging Marokko bewusst auf Sparflamme. Kein unnötiges Risiko, keine vergeudete Kraft, ein 0:0 mit angezogener Handbremse. Während draußen manche schon Mutlosigkeit witterten, saß drinnen ein anderer Gedanke: Die anderen sollen rennen. Mexico spielte am selben Spieltag gegen Schottland. Und Mexico rannte. Vier Tore, viel Applaus und vor allem viel verbrannte Kraft. Genau darauf hatte Marokko gehofft: dass sich die einen verausgaben, während der Gastgeber die Beine schont, bis der Sieg am letzten Spieltag nur noch Formsache sein soll.
Dass der Plan derart sauber aufgeht, konnte niemand wissen. Dass Schottland gleich zweimal das Toreschießen vergisst und Mexico sich an einem längst entschiedenen Abend leerläuft, war nur eine Hoffnung. Manchmal hat am Ende der am meisten getan, der am wenigsten tat.
Womit die Herren aus Mexico auf die Bühne treten. Carlos Finisterre, Mann der großen Worte und der noch größeren Refrains aus den achtziger Jahren, hat Marokko bereits eingeordnet. „Johann Lafer und Tim Mälzer aus Marokko“ nennt er die Gastgeber. Das letzte Spiel sei ihm „völlig egal“, die Mannschaft habe er bis zum Wochenende freigegeben.
In Casablanca nahm man das mit Dankbarkeit zur Kenntnis. Ein Gegner, der das entscheidende Spiel für belanglos erklärt und seine Spieler in den Feierabend schickt, ist genau jener Gegner, den ein Koch sich wünscht. Sollen sie tanzen. Sollen sie singen. Marokko lässt die Pfanne heiß.
Und wer glaubt, dieser Gastgeber könne nur kochen, der möge sich erinnern: Auch ein Menü lässt sich verlieren. Man muss nur am Tisch erscheinen.
Bleibt das letzte Gruppenspiel. Offiziell ist Marokko wieder zu Gast. Bei Mexico. Mitten in Marokko. Eine schöne Formalie. Elf Männer in Rot werden erscheinen, ausgeruht und kühlen Kopfes, um aus vier Punkten sieben zu machen und aus einem Bein zwei.
Das Ziel? Bescheiden wie immer: erst das Achtelfinale, dann der Titel. Zuhause. Vor 115.000 Zeugen.
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