Das war ein Spieltag zum Vergessen für CA Peñarol. Zwei Spiele - Null Punkte und vor allem desaströse 3:10 Tore waren die Ausbeute für den erfolgsverwöhnten Verein. Anstatt dass man um den Titel oder wenigstens um einen internationalen Startplätz kämpft, findet man sich im Abstiegsstrudel wieder. Der zweiletzte Platz kann aber einfach nicht der Anspruch sein. Die Spitzenteams haben sich schon ein ordentliches Punktepolster erarbeitet. Die Aufholjagd muss somit spätestens nächstes Wochenende starten.
Das hatte man sich bei CA Peñarol wohl doch ein bisschen einfacher vorgestellt. Im Heimspiel gegen FC Paysandu musste man bis in die Nachspielzeit einen knappen Vorsprung verteidigen. Die Erlösung war gross, als der Schiedsrichter nach sechs Minuten Nachspielzeit die Mannschaften in die Kabinen schickte. Mit 3:2 konnte man die drei Punkte ins Ziel retten,. Dass die Partie Kraft gekostet hatte, merkte man im anschliessenden Auswärtsspiel. Bei den Rampla Juniors Versuchte man eine Halbzeit lang den Rückstand auszugleichen. Doch die mangelnde Frische verhinderte dieses Vorhaben.
In der Meisterschaft lief es für CA Peñarol eher durchwachsen. Neben einem klaren 3:0 Heimsieg gab es eine knappe 0:1 Niederlage. Dafür konnte man im internationalen Wettbewerb einen Erfolg verbuchen. Gegen José Gálvez FBC holte man im fünften Spiel den dritten Sieg und damit den Aufstieg in die nächste Runde vom Copa Libertadores. Dort steht nun die Gruppenphase an, wo man sich unter vier Teilnehmern unter die besten zwei platzieren muss, um dann wiederum die nächste Runde zu erreichen. Das ist das Ziel von CA Peñarol.
Man hatte sich so viel vorgenommen bei CA Peñarol. Um seine Ambitionen zu unterstreichen wollte man zum Auftakt gleich ein Zeichen setzen. Dieses Vorhaben misslang aber leider. Eine Unaufmerksamkeit zu Beginn der Partie nutzte der Gastgeber Defensor Sporting konsequent aus und ging mit 1:0 in Führung. Diesem Rückstand hechelte man in der Folge hinterher. Im Abschluss sündigte die Mannschaft von John Taylor aber eins ums andere mal. So konnte Defensor den Vorsprung über die Zeit retten und die Auftaktpleite war somit Tatsache..
Mit der Rückkehr auf seinen Trainerposten von CA Peñarol konnte sich John Taylor einen lange gehegten Traum verwirklichen. Mit der ersten Saison nach dem Neustart ist man denn auch sehr zufrieden, hat doch mit dem vierten Platz auch der Einzug in einen internationalen Wettbewerb erfreulicherweise geklappt.
Zum Start in die neue Saison muss man erst einmal reisen. Defensor Sporting heisst der erste Gegner. Da würde man gerne schon einmal ein erstes Ausrufezeichen setzen. Doch beim zweiten in der ewigen Tabelle hängen die Trauben bekanntlich hoch.
Gleich fünf Mannschaften packten am letzten Spieltag den Zweihänder aus und schenkten als gute Gastgeber ihren Besuchern gleich sechs Tore ein. Dummerweise waren zwei dieser Heimclubs Gegner von Penarol, so dass die Mannschaft von John Taylor nur einen Punkt erreichen konnte und in der Tabelle auch einen Rückschlag hinnehmen musste. Man ist nämlich aus den internationalen Startplätzen heraus gerutscht und hat nur noch wenig Chancen, das zu ändern. Vermutlich läuft es auf zwei mal ein 6:6 hinaus. Zwei Punkte werden aber leider nicht mehr reichen.
Ob man sich darum aus dem internationalen Wettbewerb verabschiedet hat? In der heimischen Meisterschaft werden die letzten beiden Runden eingeläutet und die Mannschaft von John Taylor hat sich auf den dritten Tabellenrang hoch gearbeitet. Doch von den restlichen vier Partien muss die Truppe gleich drei Stück in der Fremde absolvieren. Das nährt natürlich die Hoffnung der Verfolger, welche auf einen Ausrutscher von CA Peñarol lauern. Gleiches gilt auch für Tabellenführer Paysandu FC, auch diese Mannschaft hat nur noch ein Heimspiel vor sich. Es verspricht ein spannendes Finale zu werden.
Es herrscht so etwas wie die Ruhe vor dem Sturm. Da alle Teams ihre Heimspiele mehr oder weniger souverän siegreich gestalten konnten, blieb in der Tabelle auch fast alles beim Alten. Nur Club Atlético River Plate und Meister Defensor Sporting tauschten wegen dem Torverhältnis ihre Plätze. Immerhin startete CA Peñarol auswärts einen Angriff, doch unterlag man beim Tabellenletzten Club Atlético Atenas äusserst knapp mit 3:4. Noch sind sechs Spiele zu absolvieren und langsam werden die vereine aus ihrer Deckung hervorkommen.
CA Peñarol ist nach dem letzten Spieltag auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht. Der Rückstand auf den Tabellenführer FC Paysandu beträgt schon stolze sechs Zähler. Vor allem auswärts tut sich die Mannschaft von John Taylor nach wie vor sehr schwer. Im siebten Spiel in der Fremde setzte es bereits die sechste Niederlage ab. Dazu kommt ein Unentschieden. Für eine Titel muss da deutlich mehr kommen. Selbst wenn man einen Platz unter den ersten Vier erreichen möchte, muss man sich gewaltig steigern. Noch hat man acht Spiele Zeit, um das Ziel zu erreichen.
CA Peñarol kann mit der momentanen Situation in der Liga zufrieden sein. Mit dem überzeugenden 3:0 Heimsieg gegen Rampla Juniors FC konnte sich die Mannschaft von John Tylor in der Spitzengruppe der Liga behaupten. Etwas Sorge bereitet Taylor aber die Tatsache, dass die Mannschaft bereits 22 Gegentreffer hinnehmen musste und darum das Torverhältnis das schlechteste der Mannschaften von Rang 1 bis 9 ist. Das könnte in der Endabrechnung tatsächlich zum Stolperstein werden. Wie schon einmal gefordert, bedarf es einer Verbesserung der Mannschaft im Bezug auf deren Defensivveralten.