ImSpotz hatte man gerade wieder den Normalzustand erreicht, als eine Sondersendung im ZDSF (dem zweiten deutschen südafrikanischen Fernsehen) über den Äther flimmerte und tumultartige Zustände auslöste, sodass sich die französischen Austauschstudentinnen, die extra wegen des erfolglosesten Erfolgstrainers der Welt, des Waschlappens fubinio nach down-under-of-africa gekommen waren, gleich wieder zu Hause fühlten.
Eben jener Erfolgstrainer war zu einer Talkshow eigeladen, "Nicht ganz so hart, dafür auch nicht ganz so fair", und versucht, seine Reformideen für das Training und die nächsten Spiele darzulegen. Leider ging dabei einiges daneben: "Aber wir haben im Matchplan noch dieses Problem, und desegen ist der Mannschaftsinnenverteidiger ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und
durchzuführen." Da ging schon der erste Stuhl durch das Fenster und wir reden nicht von Sitzmöbeln.
"Das große Bild ist, dass der Gegner dabei ist, die gesamte spielerische Ordnung unseres mannschaftlichen Kontinents zu destabilisieren. Und das wird offensichtlich von vielen Menschen auch in meinem Team unterschätzt." Ein Tisch geht zu bruch.
"Wer aus unseren Reihen der Meinung ist, solche Leute in Mannschaftsämter wählen zu sollen, der hat in der CDU Deutschlands nichts, aber auch gar nichts zu suchen." Sämtliche Spiegel hinter dem Tresen bringen jetzt sehr viel Glück.
"Junge Besen kehren gut, aber die alte Bürste kennt die Ecken." Menschen laufen schreiend durch den Raum.
"Die besten Jahre kommen doch nach 45. War mit Deutschland ja genauso". Das Spotz wird bis auf die Grundmauer niedergebrannt.
Gqeberha. Zwei Spiele, null Punkte, sieben Gegentore. Der Trainerwechsel bei Chippa United hat bislang keine Wende gebracht. Dem bitteren 3:4 gegen Vasco da Gama folgte ein ernüchterndes 1:3 bei Dynamos FC. Ausgerechnet gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.
Hinten Schweizer Käse, vorne Lazarett
Die Abwehr präsentiert sich löchrig wie ein Schweizer Käse. Hinzu kommt die nächste Hiobsbotschaft: Der komplette Stammsturm fällt für den Rest der Saison aus. Sportdirektor Sizwe Dlamini sprach von einer „beispiellosen
Pechsträhne“.
Trainer Thabo Mokoena sieht vor allem defensive Probleme: „Wir machen es unseren Gegnern zu einfach. So gewinnen wir keine Spiele.“
Chippa bleibt Tabellenletzter, das rettende Ufer entfernt sich weiter.
Fan Mandla Jacobs verliert langsam die Geduld: „Erst verteilen wir hinten Geschenke, jetzt haben wir vorne niemanden mehr. Wie sollen wir da gewinnen?“
Die kommenden Wochen werden zur Belastungsprobe für den gesamten Verein. Und die Frage wird drängender: Woher sollen ohne funktionierende Abwehr und ohne Stammstürmer die dringend benötigten Punkte kommen?
In Rekordtempo hatte sich das Spotz von der Verwüstung erholt, die angeblich von Moreno Deus, der das immer noch bestreitet, ausgelöst wurde. Kaum geschehen, führten politische Parolen zur erneuten Verwüstung des Traditionslokals. Dabei weiss doch jeder, dass man Sport und Politik auseinanderhalten soll... Trotz der recht prekären Lage seiner Manning Rangers reiste Deus umgehend nach Kapstadt. "Wir müssen uns dieser Politik stellen", so der Kubaner. "Gemeinsam können wir das aufhalten und das Spotz retten."
Banana Joe hat sich jetzt wirklich schon lange der Presse entzogen. Und das wird sich am Saisonende rächen. Deswegen hat er beschlossen mal wieder eine Stellungnahme abzugeben. Er war die letzten Wochen auf einem Yoga Retreat, um seine innere Stärke zu stärken. Und natürlich gab es Bananen. Auch als Einlauf. Das kann Banana Joe allen nur wärmstens empfehlen. Danach fühlt man sich wie ein neuer Mensch und auch die Fäkalien tun danach nicht mehr so stinken.
Sportlich ist der FC Azziz Kara noch vorne dabei. Die Meisterschaft wird sich nicht mehr ausgehen, aber sonst ist noch alles drinnen.
Man soll den Dingen ihren Lauf lassen. Kollege Lumumba hat im Blätterwald die Segel gestrichen, sich artig in den Schmollwinkel verzogen und den Zweikampf an der Spitze für eröffnet erklärt.
Brav. Der gelehrige Koloss darf sich schlafen legen. Seine Schuldigkeit als angenehmer Artikel-und Tabellenfokus ist getan.
Jetzt räumen wir die Bühne ab und widmen uns der feinen Gesellschaft.
Guten Abend, Maritzburg United.
Es hat ein Weilchen gedauert, bis man den Blick über das Zeichen-Geplänkel hinweg ob, doch nun blicken wir uns direkt in die Augen. Beide am letzten Spieltag mir Auswärtssiegen gegen das Tabellenende.
Und darüber hinaus: Ihr feiert ein rauschendes 5:0 gegen Free State Stars, und wähnt euch womöglich als unantastbare Herrscher dieser Liga.
Wie rührend. Wer mit fünf Toren
um sich wirft, beweist vor allem eines: die infantile Nervosität eines Neureichen.
Wir, bei den Black Aces pflegen wir dagegen die Contenance. Ein schmutziges, eiskaltes 1:0 gegen Manning Rangers genügt vollkommen. Drei Punkte schmecken trocken und serviert im schweren Glas einfach am besten.
Zwei magere Pünktchen trennen uns noch. Natürlich ist mir bewusst: Am Ende bleibt das hier alles nur ein herrliches Spiel, und vielleicht mache ich ein wenig zu sehr auf forschen Rückkehrer bei den Aces. Ehrlicherweise: Tief im Inneren bin ich mit dem bisherigen Verlauf mehr als zufrieden. Doch geschenkt wird niemandem etwas. Jetzt erst recht nicht. Ich werde versuchen es weiter der gesamten Liga zu beweisen, und trotzdem ganz besonders auch dir, mein lieber Lumumba: Bei uns ist rein gar nichts im grünen Bereich. Wir brennen lichterloh. Zumindest Stand heute.
Ein ganz normaler Spieltag für Pepeke Lumumba. Auswärts verloren, zu Hause gewonnen – und die Konkurrenz macht ihm langsam die Meisterschaft kaputt.
Bei den Golden Arrows herrscht dieser Tage eine bemerkenswerte Form der Zufriedenheit. Trainer Pepeke Lumumba blickt auf einen Spieltag zurück, der sportlich wenig Überraschendes bot, tabellarisch allerdings durchaus für Schweißperlen sorgen dürfte.
Zunächst setzte es auswärts eine knappe 0:1-Niederlage. Da wäre durchaus mehr drin gewesen, allerdings offenbar nur theoretisch. Lumumba zeigte sich nach Abpfiff ungewöhnlich ehrlich: „Der Gegner hatte uns trotz des knappen Sieges stets im Griff. Ein verdienter Sieg.“ Mehr Analyse brauchte es offenbar nicht. Man muss schließlich auch wissen, wann man besser die Klappe hält.
Zu Hause lief es anschließend deutlich besser. Mit einem souveränen 4:0 meldeten sich die Arrows zurück und demonstrierten, dass zwischen Auswärtsfahrt und heimischem Rasen offenbar ein gewaltiger Qualitätsunterschied liegt. Lumumba durfte zufrieden sein und die Fans konnten jubeln.
Doch während in den eigenen Reihen Normalität einkehrt, zieht die Konkurrenz davon. Allen voran Maritzburg, wo Trainer Mr. Freak nach dem
Vizemeistertitel der vergangenen Saison offenbar beschlossen hat, dass Silber zwar schön glänzt, Gold aber besser aussieht. Seine Mannschaft marschiert, punktet und vermittelt zunehmend den Eindruck, dass sie sich mit dem zweiten Platz nicht beschäftigen möchte.
Lumumba nahm die Entwicklung sportlich. „Das hat er sich verdient“, lautete sein knappes Statement. Ob darin Respekt, Resignation oder bereits die Vorbereitung auf den nächsten Urlaub steckt, blieb offen.
Dahinter lauern die Black Aces. Noch etwas grün hinter den Ohren, aber durchaus ambitioniert, heizen sie den Zweikampf um die Spitzenplätze kräftig an. Während Maritzburg vorneweg galoppiert, scheinen die Aces zumindest schon einmal die Steigbügel gefunden zu haben.
Und die Golden Arrows? Die liegen auf Rang drei und bemühen sich auffällig darum, das Wort Meisterschaft möglichst nicht mehr in den Mund zu nehmen.
„Sechs Punkte Abstand sind in dieser Phase der Meisterschaft durchaus aussagekräftig. Wir konzentrieren uns auf die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb“, erklärte Lumumba. Ein Satz, der nach realistischer Zielsetzung klingt – oder nach einem eleganten Rückzug aus einem Rennen, bei dem die anderen bereits die Ziellinie sehen.
Die Schwalben fliegen tief. Warum? Weil die Mücken tief fliegen? Warum fliegen die Mücken tief? Na weil sie im Tiefdruckgebiet nach unten gedrückt werden...
So oder so ähnlich hat Schwalbentrainer Bernd W. dem Vorstand der Moroka Swallows versucht, die Flaute in der Meisterschaft zu erklären.
Der Vorstand hält allerdings nichts von meteorologischen oder gar naturwissenschaftlichen Erklärungen seitens des
Trainerstabes. Man wollte andere - bessere - Erklärungen.
Daher ist W. wieder zur Management-Quatscher-Sprache zurückgekehrt und meinte simpel: "Unsere aviatische Performance befindet sich aktuell in einer temporären Konsolidierungsphase. Wir identifizieren nun gezielte Optimierungshebel, um das operative Zusammenspiel effizienter auszurichten."
Und der Vorstand war happy, W. wurde das Vertrauen ausgesprochen.
Gqeberha. 18 Punkte aus 19 Spielen, Tabellenletzter, sechs Zähler hinter den Kaizer Chiefs und sieben hinter dem rettenden Ufer mit Dynamos FC. Chippa United steckt tief im Abstiegskampf. Thabo Mokoena soll den Klub stabilisieren. Bei seiner Vorstellung trat er nicht als klassischer Hoffnungsträger auf, sondern als Trainer, der die Lage ohne Beschönigung benennt.
Ein Trainer mit klaren Worten
Mokoena betrat den Presseraum ohne große Gesten. Vor ihm lag die aktuelle Tabelle. Als Sportdirektor Sizwe Dlamini von einem „Neuanfang“ sprach, schob Mokoena das Blatt in die Mitte des Tisches.
„Neuanfang?“, wiederholte er. „Wir sind Letzter. Das ist kein Anfang. Das ist ein Notfall.“
Kurz herrschte Stille.
Der arbeitsorientierte, direkte Trainer richtete sich anschließend an die Mannschaft: „Wer einen Stammplatz will, muss ihn sich verdienen. Wer Mitleid will, ist hier falsch.“
Sieben Punkte bis zum rettenden Ufer
Die Ausgangslage ist brutal: Die Kaizer Chiefs auf Rang 15 liegen sechs Punkte entfernt, Dynamos FC auf dem letzten Nichtabstiegsplatz sieben. Jeder weitere Rückschlag würde den Abstand vergrößern.
Vor dem Stadion wartete Mandla Jacobs, seit Jahrzehnten
Anhänger der Chilli Boys. „Wir hatten schon Retter, Revolutionäre und Wunderheiler“, sagte er. „Am Ende standen wir immer wieder hier.“
Mokoenas Herausforderung
Zum Ende der Pressekonferenz stellte ein Reporter die entscheidende Frage: „Herr Mokoena, was macht Sie sicher, dass ausgerechnet Sie diese Mannschaft retten können?“
Mokoena lehnte sich zurück. Ein schmales Lächeln erschien.
„Sicher? Ich bin mir überhaupt nicht sicher.“
Stille.
„Aber ich weiß etwas, das diese Spieler offenbar vergessen haben.“ Er tippte auf die Tabelle. „Die Saison ist erst vorbei, wenn das letzte Spiel abgepfiffen ist.“
Er faltete den Zettel zusammen und steckte ihn in die Jackentasche.
„Den trage ich bei mir. Bis wir da unten weg sind.“
Draußen hörte Mandla Jacobs von dem Versprechen. Er lachte bitter. „Hoffentlich hat der Mann auch einen Plan.“
Mokoena hat Chippa United bislang keinen Punkt beschert. Nun muss er beweisen, dass seinen klaren Worten Ergebnisse folgen. Scheitert die Rettung, könnte der zerknitterte Tabellenzettel zum Symbol eines vergeblichen Kampfes werden. Doch bis zum Schlusspfiff will Mokoena den Abstieg nicht akzeptieren.
Der sambische Tabellenzwölfte Lime Hotspurs mit seinem Trainer Dein Rene Renno ist endlich als der Gegner für Trainer Floberle und seine Free State Stars ausgelost worden. Zudem ist Trainer Floberle das letzte noch verbliebene Team aus Südafrika im internationalen Wettbewerb.
In der Liga läuft es derweil für die Free State Stars nicht sonderlich gut. Zwar scheint sich mit Chippa United bereits eine Mannschaft abzuzeichnen, welche den Weg in die zweite Liga antreten könnte. Am kommenden Freitag geht es zuerst zuhause gegen den Tabellenfünften FC Azziz Kara, ehe es auswärts zum Tabellenzehnten Dynamos FC geht.
Fast schon unruhig sitzt Trainer Floberle jeden Freitag seit dem letzten Spieltag in der Gruppenphase des Confederation Cup an seinem Schreibtisch in der Hoffnung, endlich zu erfahren, wer im Halbfinale des besagten Wettbewerbs endlich der Gegner sein wird. Man will ja auch endlich mal Scouts zur Beobachtung entsenden.
"Wir sind auf alles vorbereitet. Wie beobachten schon seit zwei Wochen Aswan FC aus Ägypten und in Sambia haben wir gleich zwei Scouts. Da wir unseren ehemaligen Gruppengegner Aguila Stars FC genauso beobachten wie den anderen Verein Lime Hotspurs," meinte Trainer Floberle.
Kaum reicht man dem geschätzten Kollegen Lumumba den kleinen Finger, will der Mann gleich die ganze Weinkarte leertrinken.
„Danke, Santa!“, tönt es aus Durban. Und prompt träumt der amtierende Meister davon, mich als persönlichen Co-Trainer zu verpflichten. Süßer Gedanke. Aber da verwechselt jemand spontane Entwicklungshilfe mit einem Anstellungsverhältnis.
Ein Lothar... ähhh... Santa sitzt auf keiner Trainerbank neben verschwitzten Trainingsjacken. Wenn ich doziere, geschieht das als Chefberater auf Honorarbasis – bezahlbar in schwerem Bordeaux und garantiert nicht zwischen den zersplitterten Eckbänken des Spotz.
Und zur sportlichen Nachhilfe: Da spottet Lumumba süffisant und fragt, wie man ohne Gegentor gewinnt. Nun, Kollege Koloss: Ein 5:4 wie deines gegen Kara zu setzen, erfordert echte Hellsicht, in der Tat. Aber die wahre Kunst meiner Schule liegt im feinen Zynismus: Ein schnödes, fast
schon unverschämtes 1:0. Keine Heldentat, gewiss nicht. Aber maximale Beute und auch immer mal wieder notwendig wenn man mit dem (N) gegen das (M) bestehen möchte.
Und darüber hinaus: auch am 0:0 gegen einen verschlafenen Gegner gibt es ja eigentlich erst mal nichts zu mäkeln – geschenkter Punkt, das hast du selbst erkannt. Das eigentliche Problem ist aber, Meisterschaftskonkurrent (sic!), die Statik: Als Koloss stehst du majestätisch im Hafenbecken, während die Schiffe unten einfach durchsegeln, ohne dass du merkst, ob Tore fallen oder nicht.
Bevor wir also bei dir wirklich über den abermaligen Titel reden, arbeiten wir im Rahmen meiner Assistenz an der Basis: Leichtfüßigkeit, Timing, der feine Sinn für das Nötigste. Keine Sorge, Pepeke, als dein Mentor bringe ich selbst diesem antiken Koloss noch ein wenig Rhythmusgefühl bei. Betrachte mich, Rang 2, einfach als deine persönliche Zielmarke am Horizont.
Während im Spotz noch immer die Scherben zusammengefegt werden, schafft Santos Cape Town endlich den Sprung ins Tabellenmittelfeld. Doch statt zu feiern, scheint dort bereits Langeweile einzukehren. Zu wenig Drama für Trainer fubinio, der gewohnt ist gegen den Abstieg zu spielen.
Da kommt Trainer Santa von den Schwarzen Assen gerade recht, um dem grauen Ligaalltag etwas Würze zu verleihen.
Der Neuling fühlt sich offenbar schon berufen, den etablierten Trainern dieser Liga Nachhilfe zu erteilen. Sechs Tore seien schlicht zu viel des Guten, ließ er arrogant verlauten. Weniger sei schließlich mehr!
Pepeke Lumumba hörte aufmerksam zu – und siehe da: Der Mann hatte recht! Gegen SuperSport beherzigte Lumumba die bahnbrechenden Erkenntnisse und gewann kurzerhand mit nur einem Tor mehr.
„Danke, Santa! Für nen Neuling gar nicht so schlecht“, lobte Lumumba den selbst ernannten Taktik-Guru. „Vielleicht gibt er mir ja für
die nächsten Spiele wieder wertvolle Tipps. Wenn er mir noch erklärt, wie man mit null Gegentoren gewinnt, ohne selbst eins zu schießen, wird er mein persönlicher Co-Trainer.“
Während Lumumba also neue taktische Horizonte entdeckt, scheint Eigenrauch bei den Golden Arrows sein Spiel gründlich verschlafen zu haben. Am Spielfeldrand offenbar abwesend, vor dem Tor ohne Durchschlagskraft – ein Auftritt zum Vergessen. Immerhin wurden den Arrows die Punkte auf vollkommen legale Weise geschenkt. Kein Regelbruch, kein Protest, einfach Bescherung ohne Weihnachtsmann. Wer weiß, wofür es am Ende gut ist. Vielleicht braucht Eigenrauch nen Wecker, um beim nächsten Spiel überhaupt rechtzeitig aufzuwachen oder einfach nen Tipp von Trainer Santa.
Der Koloss Lumumbas steht jedenfalls wieder bereit und wartet auf neue Aufgaben. Ob er die Konkurrenz einschüchtern oder lediglich den nächsten verschlafenen Auftritt überbrücken soll, bleibt abzuwarten.
Die Aufräumarbeiten im Spotz gehen langsam aber sicher voran, die ersten Eckbänke können von den Stammgästen wieder bezogen werden, aber es naht schon das nächste Gewitter. Der Saisonendspurt wird so langsam eingeläutet und niemand weiß, ob der provisorisch zusammengeklöppelte Tresen die enorme Belastung einer Saisonabschlussfeier aushalten wird.
Eigentlich ist es auch egal, man kann ja wieder aufbauen und wenn
man mit billigen Möbeln arbeitet und die Kosten für neue auf die Getränkepreise umlegt, dann passt das schon irgendwie. Damit sind wir auch schon im Kern des Pudels: Lebenshaltungskosten.
Was passiert im Fußball?
Nichts, die Saison wird als die langweiligste aller Zeiten in die Geschichte eingehen und augenblicklich wieder vergessen werden. Da ist der Geburtstag meiner Oma spannender - und der wird seit dreisssig Jahren nicht mehr gefeiert.
Seit Wochen blieb es still um Moreno Deus. Seine Manning Rangers performten wie immer, ein Aufwärtstrend war nicht zu erkennen. An der Seitenlinie fehlte vom Kubaner jede Spur. Das hat er allerdings auch so bei der diesjährigen Weltmeisterschaft mit grossem Erfolg praktiziert, weswegen die Aufregung gleich Null war. Nun soll er sich im Spotz - wo er zugegebenermassen regelmässig anzutreffen ist, seit Wochen aber auch nicht mehr gesehen war - eine Frechheit erlaubt haben, welche zu Aufruhr, Verwüstung und
vermeintlicher Brandstiftung geführt haben soll. Doch Deus, einer der erfolgreichsten Trainer Afrikas, streitet alles ab: "Ich bin erst seit ein paar Stunden wieder im Land. Es ist kein Geheimnis, dass ich auf Kanutour war. Seit meiner Zeit an den Weltmeisterschaften ist das zu meinem Erfolgsrezept geworden." Während wir uns fragen, von welchem Erfolg er spricht und ob es die Wahrheit ist, fügt der Kubaner hinzu: "Und ausserdem bin ich ein Ehrenmann. Ich gebe jeder freundlichen Thekenschlampe Trinkgeld."
Die Rückrunde geht schon wieder gut los... Die Free State Stars sammelten an ihren ersten beiden Spielen der Rückrunde nur einen Punkt. Diesen gab es auch noch auswärts bei Aufsteiger Moroka Swallows, wo man sich torreich 4:4 trennte. Die Auftaktpartie gegen Bloemfontein Celtic mit 1:3 verloren... Hat sich Floberle vielleicht mit seiner Behauptung das es ja nur noch einen Absteiger zu erspielen gibt zu weit aus dem Fenster gelehnt und wird nun ein Opfer seiner eigenen Überheblichkeit? Schon möglich...
Es gab bereits einen Anruf von Trainer
Floberles Ex-Club Espérance Sportive de Tunis aus Tunesien. Ein mögliches Fluchtziel wäre also schon in Sicht, sollte es am Ende der Saison in die zweite südafrikanische Liga gehen...
Allerdings stehen die Free State Stars im Confederation Cup in der nächsten Runde. Der Halbfinalgegner sollte in der kommenden Woche veröffentlicht werden. "Der internationale Wettbewerb ist derzeit das einzige, was mich hier noch hält," soll Floberle hastig einem Reporter gesagt haben, als er mit qualemden Reifen das Trainingsgelände verlies.
Da schwingt Kollege Pepeke Lumumba an der Seitenlinie manisch seine Panik-Sechs (die Fünf hätte ja locker gereicht) und hält sich nach einem wilden 6:4 gegen Kara für den Nabel der Welt. Doch kaum triumphiert der feine Koloss, brennt nebenan das „Spotz“: Vier Runden geprellte Zeche, Barrikaden, zertrümmerte Scheiben und Fubini, der den Pöbel beschwört. Es ist eben wie immer: Manieren kann man sich nicht ertrotzen, sagt der Bengel mit
... da kommt das schlechte Wortspiel ... dem Bengalo in der Hand.
Denn während die Konkurrenz in billigem Fusel ertrinkt und das eigene Inventar zerlegt, quittiert man das die Tabellenführung kostende 0:5 gegen SuperSport mit nobler Gelassenheit. Dreißig Punkte, Platz zwei, beste Ausgangslage. Die Herrschaften dürfen sich gerne weiter mit allem Möglichen bewerfen, wir nehmen einen Schluck Rotwein, schwenken Bengalos und regeln das mit Verstand.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
Für jede Liga ist ein Kolumnist möglich, der regelmäßig Berichte zur Lage der Liga verfasst. Wenn Du Interesse daran hast, schicke eine kurze Mail ans CopaTeam.
Achtung:
Bitte beachte, dass nur ein Bericht pro Spielrunde vergütet wird.
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Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
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