Nach der zum Ende hin enttäuschend verlaufenden vergangenen Saison will es Star-Coach Carsten Ramelow erneut wissen. Nach guter Vorbereitung und einigen Lehren aus der abgelaufenen Spielzeit hat der göttliche Züge annehmende Ramelow zum wiederholten Male die internationalen Startplätze im Visier: "Schon letztes Jahr haben wir gezeigt, dass wir in der Lage sind, ganz oben mitzuspielen. Hätte ich nicht aufgrund
wichtiger Ehrungen zum besten Trainer des Jahrzehnts zwei Spiele meines Teams verpasst, hätten wir womöglich weitere sechs Zähle eingefahren und würden diese Saison international spielen."
So waren es oftmals Kleinigkeiten, die zuletzt den Ausschlag gaben. Doch für diese Spielzeit sei keine weitere langwierige Ehrung geplant, so Ramelow. Von daher erwarte er von seinem Team deutlich mehr als letzte Saison.
Dem Abstieg knapp entronnen sehen sich die verantwortlichen Funktionäre des Vereins vom Vätternsee vor einer großen Aufgabe. Nicht nur die Mannschaft muss wieder aufgebaut werden – moralisch und auch in der Fitness sind Defizite vorhanden – auch das Umfeld will an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen. Und hier fragt man sich dann natürlich, wer der Schuldige an dieser unerfreulichen Situation ist.
Das schwächste Glied in der Kette ist da – den Gesetzten des Geschäfts folgend – natürlich der Trainer. Und gerade in Jonsköping hat man mit dem introvertierten Hobbyautisten fubinio eine Reizfigur, an der sich die Geister scheiden. Die Einen halten ihn für einen Hochstapler, einen Mann, der einmal Lothar Matthäus‘ „Handbuch für den modernen Fußball“ gelesen hat und jetzt meint, das Wissen mit Löffeln gefressen zu haben, eine
Flachzange sondergleichen, einen Hassprediger, der alle gegen sich aufbringt, nur durch seine Anwesenheit, einen Nichtsnutz, der keinerlei Ahnung von Sport hat, einen Trunkenbold, einen talent- und merkbefreiten Nichtskönner. Auf der anderen Seite meint seine Mutter, er sei ein niedliches Kerlchen.
Natürlich sind Prophezeiungen, die die Zukunft betreffen, sehr schwierig und man darf sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Allerdings ist der ständig frierende fubinio wohl einem Angebot aus Frankreich nicht abgeneigt. Da in Schweden eh alle auf ihm rumhacken, kann ein Abgang in das Mutterland des Petanques nicht völlig ausgeschlossen werden. Ganz im Gegenteil, wenn in Frankreich ein Topverein einen neuen Trainer sucht, wäre der „Trottel vom Vätternsee“ wohl ganz schnell weg.
Das dadurch sowohl in Schweden, als auch in Frankreich das Niveau des Erstligafußalls sinken würde, liegt auf der Hand.
Thierry Reinert, ein Mann, der seinen alten Kumpel aus Föreningen vor dem schmerzhaften Abstieg bewarte, wurde schon mit Robin Hood, dem Retter der Armen verglichen. Der ebenso zutreffende Vergleich mit dem heiligen St. Martin, der seinen Mantel teilte und einem Mann half dem Erfrieren zu entgehen, liess den Trainer von Västra Frölunda schmunzeln. Ich rechne nicht wirklich mit einer Dankeschön in Form von 3 Punkten aus Föreningen, auch wenn ich dieses Geschenk selbstverständlich gerne annehmen würde...
In den zwei Saisons vor der letzrigen, hatten sich beide Trainer einen leidenschaftlichen Kampf um die Meisterkrone geliefert. Beide Male konnte sich Dr. P. Pacult durchsetzen.
Letztes Jahr hat man ihn zwar geschlagen, schaut man nur auf die Tabelle aber so richtig zufriedenstellend war dies nicht. Es wird gemunkelt, dass die "Rettungsaktion" aus reinen Egoismus zustande kam, denn erstens soll Thierry Reinert Dr. P. Pacult sehr schätzen und zweitens soll er sich extrem freuen auf die beiden direkten Konfrontationen.
Auf jeden Fall wird man eine freudiges Auge auf den Ausgang dieser beiden Kontrahenten werfen müssen, denn die abgelaufene Saison war für beide Trainer wohl nicht so gelaufen, wie sie es sich selbst erträumt und erwartet hatten.
Ein letztes Wort hat Trainer Thierry Reinert noch an Dr. P. Pacult gerichtet: Mein lieber Freund, Willkommen in der Allsvenskan!
Saisonfinale! Internationaler Platz! Ab in den Süden…
Nach einer langen Saison, in der viele Chancen liegen gelassen worden, und wohl wieder mal dieses Kalmar FF Meister wird, reicht es auch mal. Sicher, die Belastung war aufgrund nicht vorhandener internationaler Verpflichtungen dieses Mal geringer. Aber womöglich gerade deshalb wurden viel zu viele Gedanken über den Verlauf der Saison in
Schweden angestellt. Und was ist das Ergebnis: der Doppelmeister Assyriska Föreningen ist dem Abstieg nahe. Dankbarkeit wird einem da also wohl in den kommenden Jahren nicht entgegengebracht werden. Wobei: wenn das schwedische Unterhaus geschlossen wird oder der Nichtabsteiger und Protest-Schreiberling das ganze durch eine andersgerichtete positive Grundhaltung ausgleicht, war das Ganze womöglich doch für etwas gut.
Freud und Leid liegen oft so nahe beieinander. Während es auf der einen Seite Göteborgs noch regnet, scheint auf der anderen sie Sonne und es wird gefeiert bis zum Umfallen. Nach 8 Jahren in schwedens Unterhaus hat es Göteborgs Örgryte nun als Meister der Superettan geschafft wieder ins Oberhaus aufzusteigen. Im ersten Jahr mit dem neuen Trainer Torstinho ist der große Coup gelungen.
Im Gegenzug ist allerdings der IFK ebenfalls aus Göteborg mal wieder abgestiegen. Der letzte Abstieg liegt gerade erst 4 Saisons zurück und musste damals, wie passend, unter Torstinho hingenommen werden.
Also auf eine erfolgreiche 36. Saison und das es im nächsten Jahr zum Dreikampf um Göteborgs Spitzenplatz in der ersten Liga kommt.
Eine lange Saison neigt sich dem Ende zu. Seit Beginn der laufenden Spielzeit haben die "Gelben" aus Elfsborg ganze 76 Spiele absolviert! Dies beinhaltet Liga, Champions-League, Skandinavien-Pokal und Pokal der Pokalsieger. Am Saisonende werden es dann zwischen 81 und 84 Spiele sein. Dies soll eigentlich nur verdeutlichen, dass sich Superm@n nur eines wünscht: eine (wohlverdiente) Sommerpause! Je länger, desto willkommener.
Doch bevor diese ansteht, geht es in wenigen Stunden noch einmal richtig zur Sache: im letzten Heimspiel der Saison, gegen die (vielleicht) kommende Meisterin aus Falkenberg und anschliessend beim sicher feststehenden Absteiger aus Ljungskile.
Die Pressekonferenz des Vorzeigevereins vom Vätternsee war, wie man es schon seit mehreren Monaten gewohnt ist, von den immer gleichen Vertretern der schreibenden Zunft besucht: einem jungen Universitätabsolventen, der seine ersten Sporen für eine lokale Zeitung verdiente und leider beim Strohhalmziehen verloren hatte, und dem alten, bärtigen Kriegsveteranen, der immer noch dachte, hier sei das wöchentliche Treffen der Schlüsselloch-Abonnenten, nur, weil es hier neben Kaffee auch Bier gab.
Der aus dem Urlaub wieder aufgetauchte Trainer, der misanthrope Hobbyautist fubinini, spulte seine gewohnt gekonnte
„Ich-bin-so-verzweifelt-über-die-Leistung-meiner-Mannschaft-aber-ich-habe-den-Fehler-jetzt-gefunden“-Aufführung herunter, diese Woche inklusive den Zusatzfeatures „Haare raufen“ und „Augen-reiben“ und verließ die Vorstellung nach den vertraglich festgelegten zwölf Minuten.
Das Training wurde immer noch vom Co-Trainer und seinen Cheerleadern über die Bühne gebracht. Der hauptamtliche Übungsleiter – eben jener Pressekonferenzkaspar – hatte sich „zur Regeneration“ in sein Penthaus zurückgezogen. Mit dem Superzoom konnte man ihn gerade gegen den Skelettkönig in Diablo 3 verlieren sehen.
Nach dem unrühmlichen Abgang aus Schweden, mit dem Abstieg des Meisterteams der letzten zwei Jahre, heuert Peter Pacult in seiner alten Heimat an. Für viel Geld hat er sich von Red Bull Salzburg kaufen lassen, die, nach der blamablen Niederlage gegen F91 Düdelingen aus Luxemburg (nicht zu verwechseln mit Blaubach – Diedelkopf), den gerade erst verpflichteten Roger Schmidt wieder in die Wüste schickten. Herr Pacult war beileibe nicht 1. Wahl, im Gespräch waren neben ihm noch Peter Fox, Peter Maffay, Peter
Heppner und Peter Pan. Da Pacult von allen Kandidaten die meiste Ahnung vom Fußball zu haben schien, entschied sich das Präsidium für ihn. Auf deutsch gesagt, er war der billigste. Große Anforderungen werden an Pacult nicht gestellt. Das Erreichen des EC ist Pflicht, dazu kommt noch das Feilen an seinem persönlichen Auftreten (nein ich habe nicht schwule Sau gesagt) und das Verhindern einer 2. Österreichischen Liga.
PS Einen herzlichen Glückwunsch der neuen schwedischen Meisterin Wendolene.
Der Blick auf die Tabelle der Allsvenskan macht trügerische Hoffnungen. Doch beim Blick auf das Restprogramm wird schnell klar, das alles Träumen vom zweiten Titelgewinn zum Zerplatzen vorherbestimmt ist. Es geht lediglich noch um die Frage, in welchem internationalen Wettbewerb die Makrillarna im kommenden Jahr antreten dürfen - endlich mal wieder international, nachdem man zuletzt des öfteren hauchdünn gescheitert war. Und damit ist man dann letztlich
auch zufrieden, schließlich zeigt der Blick auf die eigene Geschichte und auch auf den einstigen Topclub Assyriska, wie schnell man vor dem Abgrund stehen kann und nur noch hofft, irgendwie drin zu bleiben. Da kann man mit der eigenen Situation ganz gut leben - man darf eben nur nicht den Fehler machen, die Tabelle falsch zu deuten und sich falsche Hoffnungen zu machen, die am Ende einer eigentlich guten Saison unweigerlich zu Enttäuschung führen würden.
Die deutsche Supetband Die Toten Hosen waten zu Gast Bei dem schwedis hen Verein aus frölunda und haben ihnen nach dem Konzert ein Titel ihres Repertoires gewidmet Es handelt sich hierbei um den Titel an Tagen wie diesen. Sie wollten der Mannschaft noch einmal neuen Mut und Kraft einflössen um die spannende Endphase der Saison zu überstehen. Es wird sicherlich nicht sehr einfach werden aber die Mannschaft weiss genau worauf es ankommt. Es geht nicht mehr nur ums gewinnen, sondern man muss kämpfen bis zum umfallen
Die Chancen diese Saison doch noch international zu spielen, stehen eher schlecht für den IF Elfsborg Boras! Da nützt auch der 2. Platz in der Rückrundentabelle wenig. Zu schlecht verlief die Vorrunde!
Vor der Saison wollte Superm@n angreifen, um vielleicht doch noch in Schwedens WM Kader zu rutschen (falls die WM denn nächste Saison überhaupt ausgetragen wird), nun kämpfen er und seine Mannschaft verbissen (und warscheinlich vergebens) um Platz 7. Zu dem Unvermögen in der Hinrunde kommt nun, dass die "Gelben" in den 4 verbleibenden Spielen gegen all die Mannschaften antreten müssen, die gut in Form sind. Europa League in der nächsten Saison wird es für Elfsborg wohl nur im Fernseher geben...
Das Unheil ist nicht mehr abzuwenden, trotz einiger Mitleidsbekundungen befreundeter Trainer. Doch was soll ich tun? Normalerweise plant man zu dieser Zeit schon für die neue Saison. Doch wo und für welche Liga soll ich planen? Trotz mehrfach durchgeführter Umfragen in der Copa-Welt, nach einer Schließung der Superettan, die immer wieder mehrheitlich das Ergebnis brachten, dass diese nicht geschlossen wird, weil sie gebraucht wird, weil sie anerkannt wird, weil sie Kult ist, wird nun zum x. Male eine Umfrage verlangt (Lösung zur Minimierung freier Vereine finden (diverse 2. Ligen verkleinern?))
um die Superettan und die Druga und ähnliche Ligen endlich auf „legalem“ Wege abzuschaffen. Meine Geburtsliga soll abgeschafft ja ausradiert werden. Wohin steige ich dann ab? nach Kasachstan? Ins Bodenlose, ins Nirwana? Ich kann ja ins Archiv verschoben werden und da warten, bis ich wieder mal gebraucht werde. Als Lückenfüller in Griechenland vielleicht, oder Finnland. Nein ich hab´s, ich steige ab und wechsle mit Assyriska in die 2. Liga Österreichs, die es natürlich dann geben wird, denn die wird ja gebraucht. Zweite Liga, Pacult ist dabei. He. Zweite Liga, Pacult ist dabei. He.
Krankenhöchststand in Åtvidabergs. Die Mediziner haben es derzeit leicht in Mittelschweden. Für einen Großteil der erscheinenden Patienten ist die Diagnose schnell gestellt. Die chronische Zielgeradeunzufriedenheit zieht in Åtvidabergs ihre Kreise. Besondere Merkmale: Frustration weil man nichts ausrichten kann. Noch ist es zwar nicht so weit, das gar nichts mehr geht. Aber viel Variation bleibt halt auch nicht mehr.
Und umso schlimmer: rückblickend wäre gar die Meisterschaft drin
gewesen. Doch in den Spielen gegen die beiden potentiellen Absteiger wurde die große Chance vergeigt. Gegen den einen hat man verloren, wodurch sich dieser aber auch nicht vom Tabellenende verabschieden konnte. Gegen den anderen hat man Auswärts nicht gewonnen und stattdessen gegen seinen vermeintlich größten Konkurrenten mit vollem Kräfteverzehr einen Unentscheiden erkämpft. Und was macht der Fesel: verhaut gleicht das nächste Heimspiel. Die Krankheit könnte also bei allen wirklich chronisch werden.
Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr. Nein, das ist keine Anspielung auf das Gegentomonster aus Dubai sondern die goldene Regel, die Trainer Manni 0703 zur Zeit immer wieder begegnet. Ausgerechnet in der heissen Saisonphase muss er seinen Urlaub ausserhalb Schwedens verbringen und noch dazu an einem See, dem Bodensee. Als ob die Umgebung von Umea nicht ausreichend Seen zu bieten hätte oder auch der Rest Schwedens. Aber entweder hat der Coach so ein großes Vertrauen in sein Team oder er hat die größeren Ziele in dieser Saison schon abgehakt. Dennoch will die Mannschaft in den letzten Partien auch ohne Unterstützung des Trainers die Qualifikation für die Europa League schaffen. Wenns klappt gibts nächste Saison mehr Remote-Coaching!
Nach dem 1:0-Sieg über den abgestürzten Titelverteidiger Assyriska Föreningen ist man sich in Väsby sicher: Der lächerliche Restrückstand von 2 Punkten auf den begehrten Platz 7 wird in den verbleibenden 4 Partien locker aufgeholt.
Und spätestens dann wird Carsten Ramelow endgültig zur Legende in Väsby, an die man sich noch in 100 Jahren erinnern kann.
Ohne Zweifel ist Carsten Ramelow einer der ganz Großen, wenn nicht der Größte, im schwedischen Fußball. Man könnte meinen, alles, was er anpackt, wird blass, äh, zu Gold.
Doch noch sind 4 Spiele zu gewinnen, erst dann darf gefeiert werden und eine lebensgroße Carsten Ramelow-Statue im Stadtzentrum von Väsby aufgestellt werden.
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