Prinzipiell ist die Berichterstattung aus Jonköping strikt abzulehnen und zu verurteilen denn es grenzt schon an Altersdiskriminierung was der werte Kollege da aus dem Füller lässt. Nur weil er 3 Jahre jünger ist als die durchschnittlichen schwedischen Trainer und -innen, darf man so nicht über Kollegen urteilen. Auch Worte können weh tun. Beim genaueren Hinsehen ist mir tatsächlich aufgefallen, das der gutaussehende Trainer von Gefle der ehrenwerte Claudino schon kurz vorm
Renteneintritt steht. Meine Frage dazu wäre, muss man da bei Spielleiter SamiNo einen Rentenantrag stellen, damit man hier weiter mitcoachen darf? Oder kippt man mit Erreichen des 65. Lebensjahres automatisch vom Trainerstuhl? Oder kann man ein supergünstiges Angebot der schwedischen Rentenkasse nutzen, dass sich Altersteilzeit nennt. Darin ist vorgesehen, wenn man ein Jahr lang alle anderen gewinnen lässt, darf man bis 66 am Spielbetrieb teilnehmen. Das wäre doch was für Claudino und sein Gefle.
Ich bin wieder da. Gerade so geschafft, rechtzeitig von meiner Dienstreise nach Mexico wieder hier im sonnigen Schweden zurück zu sein. Am Wochenende geht’s gegen einen der vielen Fubinis, Fubinninis oder Fubinissimos dieser Copawelt. Egal wie sie sich nennen wir müssen wachsam sein in Södertälje. Gerade erst war ich, wie oben erwähnt, in Mexico um einen dieser Fubinskies aus einem dicken Schlammassel zu befreien,
während dessen macht der Andere Stimmung gegen mich, hier in Schweden, ohne Skrupel, hinter meinem Rücken. Das brauch ich mir nicht zu gefallen zu gelassen. Da werd ich gleich mal die erste Auswärts-6 der Saison in den Rucksack packen. So bekomme ich natürlich nie einen Award, ach Mist, das ist ja ne richtige Zwickmühle. Na gut, Rucksack wieder ausgepackt, nächste Woche ist auch noch ein ZAT. Aber denkt dran, Aufpassen!
Ich möchte mich kurz vorstellen, mein Name ist Pacult, Dr. P. Pacult, ich habe die schwedische Fußballlehrer-Lizenz und bin im Auftrag des schwedischen Königs hier. Leider ist es in den Wirren der Nach-WM-Ähra und des darauffolgenden Saisonwechsels samt Jahresurlaub zu einem erheblichen Missgeschick gekommen. Wie uns die Fluggesellschaft Emirates mitteilte ist es bei der Rückreisewelle, am Drehkreuz Frankfurt, zu einer fatalen Verwechslung gekommen. Der superschlanke und durchtrainierte Fubini ist nebst Hund und Reisegepäck fälschlicherweise in Schweden gelandet. Der kleine kugelbäuchige Fubinini mit dem 15 cm langen Bart ist fälschlicher Weise in der
Katzenklappe der Frau Popoke gelandet. Die Fluggesellschaft Emirates bittet uns 1000-mal um Entschuldigung und bietet uns einen kostenlosen Rücktausch an, samt Erstattung der evtl. entstandenen Kosten. Das schwedische Königshaus schickt mich als Gesandten um Kund zu tun, wir möchten unseren kleinen kugelbäuchigen Fubinini wieder haben. Wir wären Ihnen höflichst verbunden, wenn Sie das umgehend unter sich aufklären könnten, damit ich ihn gleich mitnehmen kann. Jonköping und ganz Schweden wartet auf ihn. Der gutaussehende, durchtrainierte passt einfach nicht in unser Portfolio. Wenn gewünscht entsorgen wir die mysteriöse Frl. Anna gleich mit.
Warum sollte man traurig sein in Södertälje, wird sich der ein oder andere Leser denken, es läuft doch. Genau da liegt die Krux begraben. Denn obwohl es seit Jahren gut läuft in Södertälje, keine Skandale, keine sexuellen Eskapaden, keine NMR´s immer seinen Teller abgegessen und seine Sozialabgaben getätigt. Sozusagen das ganze Gegenteil eines befreundeten Trainerkollegen vom Vätternsee, ist man der erfolgreichste Durchschnittstrainer aller
Schweden geworden, aber eben auch der traurigste. Seit 13 Jahren ist man in der 1.schwedischen Liga immer Meister oder Vizemeister geworden, niemals schlechter und trotzdem ist man in all den Jahren, wo andere Kollegen Rekorde einer Eintagsfliege brachen oder 5 verschiedene Vereine wegen Erfolglosigkeit verlassen mussten, nie nie nie für einen Copa Award nominiert worden. Ist das nicht Grund genug für alle Fans in und von Södertälje einfach mal traurig zu sein?
Ich bin wieder weg. Man merkt es daran, dass die Mannschaft spielt wie sie
will. Eine kurze Dienstreise hier, ein kleiner Urlaub da und schon kommt das Mannschaftsgefüge durcheinander.
Dazu noch die Belastung durch das internationale Geschäft
Und schon klappt nichts mehr. Ich hatte extra einen Kassettenrecorder in die
Umkleidekabine gestellt, damit die Spieler auch in meiner Abwesenheit ordentlich vollgeblökt werden.
Sie brauchen halt eine ihnen vertraute Stimme.
Aber wahrscheinlich hat der Hausmeister vergessen, die Kassette
zurückzuspulen. Na so wird das natürlich nichts mit der Meisterschaft.
Da fährt man hin um trotzdem nichts zu holen. Obwohl da seit Wochen oder gar Monaten keiner da ist, hängen die Trauben in Elfsborgs Fußballstadion sehr hoch. Außer der außergewöhnlichen Mannschaft aus Gefle mit dem allseits beliebten und gutaussehenden Trainer Claudino hat da kein anderes Team gewonnen. Wie ist das nur möglich? Ist Elfsborg Boras gar KI-gesteuert und ist das überhaupt erlaubt? Die 43. Saison, die sich gerade dem Ende nähert sollte eigentlich nur eine Testsaison sein, um den Fußball-Präsidenten Sami Infanti No zu zeigen, dass alles noch richtig funktioniert. Aber das muss eine Fehlfunktion sein. Oder ist das von Anfang bis Ende so gewollt?
Ein Jahr im Copa-Universum ist fast um. Der Kreis schließt sich. Der Vizemeister muss ein letztes Mal zum Meister nach Göteborg. Dieses Mal nicht um die goldenen Teller und Löffel zu putzen, um Geschenke zu überreichen oder frivolen Geschichten am Lagerfeuer zuzuhören, sondern um den Meisterpokal abzuholen, denn der GAIS braucht ihn ja nicht mehr. Gehemmt durch seine Frühjahrsmüdigkeit ist der Trainer Markert nicht nur, wie jede Saison, zu zeitig aus der Champions-League, sondern dieses Mal auch aus dem Meisterschaftsrennen ausgeschieden. Das ist natürlich Pech, hatte sich aber in den letzten 20 Jahren auch abgezeichnet. Ich tippe auf
Blutarmut, wenn man immer so müde ist, kein Ansporn mehr hat, unkonzentriert und lustlos ist, Schwindel, Kurzatmigkeit und Blässe kommen dazu. Ja so haben mir die anderen Trainer den ollen Markert beschrieben, wenn sie zurückkamen aus Göteborg. Wenn er denn überhaupt am Spielfeldrand saß, an diesem Sportplatz in Göteborg. Das ein oder andere Mal fehlte er. Kollegen machten sich über ihn lustig in der Presse, aber mit einer Krankheit ist nicht zu spaßen. Wir wünschen Dir/ihm auf jeden Fall alles Gute und gute Besserung, vielleicht wandert der Meisterpokal ja in 5 oder 10 Jahren wieder mal zufällig nach Göteborg.
Am 5. Mai schrieb ich über einen Sportplatz in Gefle und über einen der bestaussehenden und erfolgreichsten Trainer der Allsvenskan. Und dieser Trainer hat das ausgenutzt und sich an jenem ZAT an die Tabellenspitze gesetzt und zu Hause kein Spiel verloren und überhaupt die Tabellenspitze nicht mehr abgegeben. So war das aber nicht gedacht mein lieber alter Trainerkollege.
Alle jüngeren und unerfahreneren Trainer und -innen der
Allsvenskan verneigen sich, ziehen den Schwanz ein (sofern sie denn einen haben) und lassen dich gewähren. Ab sofort hebe ich den Bann wieder auf, dass in Gefle (k)ein Ball einer Auswärtsmannschaft ins Tor kullern darf. Ab sofort ist alles andersrum und dein Tormann soll nachts wegen Alpträumen nicht mehr schlafen können. Ein ums andere Mal muss er sich bücken und die Murmeln aus seinem Gehäuse holen. So soll es sein. Hex Hex
Früher, als ich noch jung war, kurz nachen Krieg, da fuhr mal ein Zug nach Nirgendwo. Wo der Sportplatz aber genau liegt kann ich nicht sagen, sonst wäre es ja kein Nirgendwo. Was ich aber genau sagen kann ist, dass ich durch eigenes Verschulden die UEFA-Champions-League vorzeitig verlassen habe. So klar ist mein Kopf also doch nicht mehr. Es ist aber auch ein bissel der Mehrfachbelastung geschuldet, WM hier, Champions-League da und dazwischen der normale Ligaalltag. Hätte ich
nur eine Rechenmaschine benutzt, aber nein man will ja alles selber nach- und zurechtdenken. Syntax Error (hätte es dann wahrscheinlich angezeigt): Ihre Eingabe ist mathematisch unvollständig oder verstößt gegen die Regeln. Sie müssen im 5. Finalspiel ein Tor mehr setzen. Schön wäre es gewesen, aber nun darf Vaasa PS weiter durch Europa tingeln und ich sitze hier in Södertälje, spiele mit meinem Rest-TK herum und höre mir alte Lieder an.
Ja, Herr Pacult war sich beim Schreiben dieser Zeilen bewusst, dass Casablanca in Marokko liegt und nicht in Schweden. War dieser Artikel in die falsche Zeitung gerutscht? Nein natürlich nicht, man wollte nur noch einmal alle schwedischen Trainer und Trainerinnen darauf aufmerksam machen, dass derzeit eine WM läuft und das man Unterstützung dringend gebraucht hätte. Was wäre alles möglich gewesen, wenn… ? Aber Herr Pacult ist auch weit davon entfernt die Fehler bei Euch, durch mangelnde Unterstützung, zu suchen. Nein, das mussten Fubinini, Pacult und Potter ganz allein unter sich aus machen. Was ist nun mit dem Sportplatz in Casablanca? Dort findet am Sonntag das letzte Vorrundenspiel der Gruppe D statt. Manche
mögen denken, das hat doch alles keinen Sinn, Schweden und Österreich sind doch eh ausgeschieden. Keineswegs liebe Leser und Leserinnen, sollte der Strohhalm auch noch so klein sein, so sollte man doch alles daransetzen um diesem Strohhalm zu ergreifen, komme was da wolle. Aus gut unterrichteten Kreisen ist durchgesickert, das Uruguay wahrscheinlich von der WM ausgeschlossen wird, weil sie ihre Lizenzunterlagen 30 min zu spät eingereicht hatten. Man musste also vor Österreich ins Ziel kommen, das zeitgleich gegen Uruguay spielt. Erst danach können wir alle gemeinsam das Lied As Time Goes By anstimmen, Herr Pacult wird mit Herrn Fubinini einen Whiskey trinken und Zigarrenrauch in die Luft blasen. Erst danach wird man sehen wohin die Reise geht.