GLASGOW.
Die Glasgow Rangers haben einen neuen Trainer. Und während Fans und Presse noch fieberhaft versuchten herauszufinden, wer dieser Grimsey eigentlich ist, leitete der neue Mann bereits seine erste Trainingseinheit.
Die Vorstellung dauerte ungewöhnlich kurz.
„Ich bin Grimsey. Wir wollen gewinnen. Fragen?“
Es gab viele Fragen.
Erste Einheit sorgt für Verwirrung
Bereits nach zehn Minuten ließ Grimsey sämtliche Hütchen vom Trainingsplatz entfernen.
„Fußball wird schließlich ohne Hütchen gespielt“, soll er erklärt haben.
Anschließend mussten die Profis 45 Minuten lang ausschließlich Einwürfe trainieren.
Auf die Frage eines Journalisten, warum ausgerechnet Einwürfe, antwortete Grimsey: „Niemand rechnet damit.“
Damit war die Pressekonferenz beendet.
Neue Taktik: 2–3–2–3… vermutlich
Auch Grimseys taktische Vorstellungen sorgen in Glasgow für Gesprächsstoff.
Auf einer Tafel präsentierte er eine Formation,
die
zunächst wie ein klassisches 4–3–3 aussah.
Nach mehreren Änderungen waren allerdings zwölf Spieler eingezeichnet.
Ein Assistent machte ihn darauf aufmerksam.
Grimsey betrachtete die Tafel lange.
Dann strich er den Torwart.
„Jetzt stimmt's.“
Die Fans sind begeistert
Vor Ibrox wurden bereits erste Grimsey-Gesänge gehört. Besonders beliebt:
„WE DON'T KNOW WHO HE IS –
BUT GRIMSEY'S WINNING THE LEAGUE!“
Der Fanshop reagierte ebenfalls schnell. Ab morgen soll ein neuer Schal erhältlich sein:
IN GRIMSEY WE TRUST
Die Vereinsführung wollte unterdessen nicht verraten, wie lange Grimseys Vertrag läuft.
Ein Sprecher erklärte lediglich:
„Wir haben ihm einen Kugelschreiber gegeben und er hat irgendwo unterschrieben.“
Grimsey selbst denkt ohnehin schon weiter.
Sein Ziel für die Saison?
„Mehr Tore als der Gegner.“
Ja, auch Atahualpa ist dem Ruf des Alterspräsidenten gefolgt und war in der Kneipe in Tacna.
Und ja, Atahualpa hat sich angeboten, sich und sein Lastenrad mit einzubringen beim Bau des größten Stadions Südamerikas.
Natürlich will er keine Betonpfeiler transportieren, auch an den Abtransport der Erdmassen dachte Atahualpa dabei nicht. Seine Gedanken gingen eher in eine andere Richtung.
Dank KI und digitaler Vernetzung geht heute
vieles schneller als früher. Dokumenten und Unterlagen werden per Mail statt mit der Postkutsche geschickt. Doch ab und an kann es hilfreich sein, wenn man neben der Erfassung von Fluggästen oder GPS Sendern in Autos auch ein Transportmittel zur Verfügung hat, wo Papiergeld Papiere in kleinen Umschlägen oder Taschen diskret von A nach B gebracht werden können. Dafür würde sich zum Beispiel so ein Körbchen eines Lastenrades anbieten.
Das hatte Carsten Ramelow sich anders vorgestellt: Statt unangefochten die Herbstmeisterschaft in der Gegentortabelle zu feiern, müssen sich die Rasenballsportler Werder Bremen um zwei Tore geschlagen geben.
Ramelow zollt dem Kontrahenten Respekt, möchte sich jedoch keinesfalls mit der Vizemeisterschaft abfinden: "Glückwunsch an Perdito zur Herbstmeisterschaft. Damit
hätte vor der Saison wohl niemand gerechnet. Doch die Saison ist noch lang und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Jungs von der Weser beim Betteln um Gegentore einen so langen Atem haben werden wie wir."
Problem für Ramelow: Das Mastermind aus Bochum könnte auch das Rückspiel bei den Bullen boykottieren und den Gegentorschnitt so empfindlich nach unten drücken.
Wie im berühmten Sketch, der jeweils als Dauerschleife auf allen Sendern läuft, präsentiert sich die Mannschaft von Ronnie Lott in der Meisterschaft. Von zwei Heimspielen kann man nur eines gewinnen, und dies erst noch knapp und auswärts holt man sich in schöner Regelmässigkeit eine Tracht Prügel ab. Die Mannschaft Raja de Casablanca kommt damit natürlich nicht vom letzten Tabellenplatz weg. Ist es schon Zeit die Flinte ins Korn zu werfen? Soll man die Saison schon abhaken und sich schon auf die nächste Saison vorbereiten? Noch gibt es genügend Spiele, doch die Hoffnung schwindet.
Dunedin Technical hatte am vergangenen Spieltag einen rabenschwarzen Tag. Drei Spiele - drei Niederlagen. In der Tabelle ging es damit rasant von Rang 4 auf Rang 15 hinunter. Dabei glich ein Spiel dem anderen. Zwei mal geriet man bereits in der ersten Minute in Rückstand, einmal bereits in der dritten Minute. bei so viel Schläfrigkeit ist es nicht verwunderlich, dass man keinen Erfolg hat. Auch das Torverhältnis wurde arg zerzaust. 2 zu 13 Tore lautet hier die Statistik. Als amtierender Meister sollte man nun eine Reaktion zeigen.
Man muss den Verantwortlichen von IFK Norrköping ein gewisses Gespür für dramaturgische Finesse zugestehen. Welcher gewöhnliche Fußballverein begnügt sich schließlich mit trockenem Tabellenmittelfeld, wenn man die eigene Anhangschaft stattdessen auf eine emotionale Achterbahnfahrt schicken kann, bei der selbst eingefleischten Kirmes-Veteranen das Magenfeuer steigt? Erst bezwingt man in einem Akt atemberaubender Kühnheit den stolzen Tabellenführer ,um sich nur wenige Tage später auswärts mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks fünf Gegentreffer einzufangen. Das nennt man wohl ausgleichende Gerechtigkeit – oder schlichtweg reinsten Slapstick.
Es war ein Auftritt, der in die Geschichtsbücher des Vereins eingehen dürfte – wenn auch eher im Kapitel für Realsatire. Wer gehofft hatte, der glanzvolle Triumph gegen den Branchenprimus würde als Katalysator für eine Aufholjagd in der Allsvenskan dienen, wurde mit dem Holzhammer eines Besserweltlichen belehrt. Statt Selbstbewusstsein und spielerischer Reife präsentierte Norrköping auf fremdem Rasen eine Abwehrformation, deren Verteidigungskonzept offensichtlich auf dem Prinzip Hoffnung und höflichem Abstandhalten basierte.
Gleich fünfmal durfte der gegnerische Anhang die Arme zum Jubel hochreißen, während Norrköpings Defensive den Statistenpart in einem gegnerischen Trainingsfilm gab. Begleitendes Geleitschutz-Verhalten statt
kompromissloser Zweikämpfe: Das Abwehrverhalten erinnerte phasenweise an einen Tag der offenen Tür bei einer örtlichen Sparkasse. Man reichte dem Gegner den Ball nicht nur charmant weiter, sondern baute ihm bei der Torausbeute gedanklich noch den roten Teppich bis zum Sechzehner aus. Ein Gegentreffer ist ein Versehen, zwei sind pechbehaftet, aber fünf? Das ist kein Ausrutscher mehr, das ist ein Statement. Ein Statement für den gepflegten Tag des offenen Scheunentors.
Die logische Konsequenz dieses sportlichen Offenbarungseids folgte auf dem Fuß: Der Flug aus den oberen Rängen der Tabelle endete ungebremst auf Platz acht. Ein Mittelfeldplatz, der so grau und reizlos ist wie ein verregneter Novemberdienstag. Platz acht – das ist die sportliche Niemandsland-Garantie, der Ort, an dem Träume von europäischen Pokalnächten sanft entschlafen und man stattdessen rechnen muss, wie viele Punkte noch zum Klassenerhalt fehlen.
Was bleibt also stehen nach dieser denkwürdigen Woche im Leben des IFK Norrköping? Die Erkenntnis, dass dieser Klub eine erstaunliche Konsistenz in seiner Unbeständigkeit an den Tag legt. Man kann den Spitzenreiter bezwingen und im selben Atemzug wie ein Abstiegskandidat auftreten. Das muss man erst einmal hinbekommen. Die Fans dürfen sich zumindest auf eines verlassen: Langweilig wird es in dieser Saison garantiert nicht mehr. Wer braucht schon Titel, wenn er jede Woche aufs Neue das volle Spektrum zwischen Geniestreich und Debakel serviert bekommt?
Bei CA Peñarol mehren sich langsam die Stimmen, die mit der Arbeit von Trainer John Taylor nicht zufrieden sind. Die Mannschaft krebst seit Wochen am Tabellenende herum und zeigt vor allem auswärts erschreckend schwache Darbietungen. So auch an diesem Spieltag. Gleich mit 0:5 ging man bei Club Atlético River Plate unter. In keiner Phase dieser Partie hatte man den Eindruck, als dass die Mannschaft das Ruder noch herumreissen könnte. Es war ein schwacher Trost, dass man das folgende Heimspiel gewinnen konnte. Vor allem, weil der Siegtreffer erst in der 94. Minute gelang. Es muss nun etwas passieren.
Alles, was dir gehört, dem gehörst du. Hinter dem Wortspiel steckt eine wichtige Erkenntnis. In dem Augenblick, in dem wir etwas besitzen, wollen wir oft noch mehr davon. Häufig quält uns auch die Furcht, das Erworbene wieder zu verlieren. Wir sind dann nicht mehr frei. Der Besitz geht auf Kosten unserer Freiheit und Unbeschwertheit. Zurückerobern kannst du deine Freiheit, indem du dich an dem Erworbenen erfreust, aber auch bereit bist, darauf zu verzichten und es zu verlieren
Kairo – Bei Al Ahly Kairo liegen die Gefühle derzeit so dicht beieinander wie die Stühle in einem ägyptischen Teeladen. Erst feierte Trainer Emanuel Ginobili einen beeindruckenden 5:0-Sieg gegen El Mansoura SC, dann folgte auswärts bei Ittihad Alexandria ein unerwartetes 0:5-Debakel. Zwei Spiele, zehn Tore – und eine Mannschaft, die offenbar beschlossen hat, Gegentore entweder vollständig zu vermeiden oder gleich im Großhandel zu bestellen.
Nach dem Kantersieg gegen Mansoura wirkte Ginobili beinahe zufrieden. „Fünf Tore sind eine gute Zahl“, erklärte er. „Sie ist größer als null. Das ist im Fußball grundsätzlich hilfreich.“ Die Fans jubelten, die Presse schrieb von einer möglichen Rückkehr zur alten Stärke – und Ginobili soll sich anschließend für mehrere Stunden in sein Büro zurückgezogen haben. Ob zum Feiern oder zum Schweigen, ist bis heute nicht geklärt.
Dann kam Ittihad Alexandria. 0:5. Die Mannschaft, die wenige Tage zuvor noch fünf Treffer erzielt hatte, fand plötzlich keinen Weg mehr zum gegnerischen Tor. Ginobili stand nach Abpfiff regungslos an der Seitenlinie. Ein Reporter fragte, ob er enttäuscht sei. „Enttäuschung ist ein Gefühl“, antwortete der
Trainer. „Ich bin eher eine Beobachtung.“
In der Tabelle steht Al Ahly nach 13 Spielen mit 21 Punkten auf Rang 5 – einen Platz schlechter als in der Vorwoche. Die Bilanz: sieben Siege, sechs Niederlagen, keine Unentschieden und ein Torverhältnis von 25:19. Die Spitze ist weiterhin in Reichweite, doch die Konkurrenz wartet nicht. Tabellenführer Al-Masry hat bereits 27 Punkte gesammelt.
Auf die Frage, ob der Druck der Fans wachse, soll Ginobili nur kurz auf seinen lebenslangen Vertrag gezeigt haben. „Der Vertrag ist lang. Die Geduld der Fans offenbar nicht.“ Anschließend fügte er hinzu: „Ich verstehe sie. Ich verstehe nur nicht, warum sie immer so laut verstehen.“
Nun wartet mit Aswan FC die nächste Aufgabe – auswärts und damit eine Gelegenheit, die jüngste Niederlage vergessen zu machen. Ginobili soll bereits einen taktischen Plan entwickelt haben. Der Inhalt ist geheim, doch aus Mannschaftskreisen heißt es, er bestehe aus drei Punkten: weniger Gegentore, mehr Tore und nach dem Spiel keine Fragen.
In Kairo hofft man jedenfalls, dass Al Ahly diesmal nicht wieder zwischen Fußballkunst und Fußball-Katastrophe pendelt. Ginobili selbst bleibt gelassen: „Eine Niederlage ist nur ein Sieg, der sich verspätet hat.“
Espanyol Barcelona macht es seinen Anhängern derzeit nicht gerade leicht. Erst gibt es in Getafe einen gepflegten 0:2-Dämpfer, dann wird beim großen Rivalen aus Barcelona ein 4:4-Spektakel veranstaltet und anschließend Atlético Madrid mit einem 6:1 aus dem Stadion geschossen. Drei Spiele, ein Sieg, ein Remis, eine Niederlage und zwölf erzielte Tore. Fußball kann manchmal erstaunlich kompliziert sein.
Der Auftakt dieses kleinen Dreierpacks verlief allerdings ziemlich ernüchternd. Bei Getafe CF blieb Espanyol ohne eigenen Treffer und musste sich mit 0:2 geschlagen geben. Viel Freude dürfte die Reise nach Madrid also nicht bereitet haben. Zwei Gegentore kassiert, keine Punkte mitgenommen und die Erkenntnis gewonnen, dass man sich auch gegen Getafe nicht einfach nur zum Fußballspielen verabreden kann.
Was danach folgte, war allerdings aller Ehren wert. Beim FC Barcelona entwickelte sich ein Derby, bei dem offenbar niemand etwas von taktischer Zurückhaltung erzählt hatte. Vier Tore für Barcelona, vier für Espanyol. Macht zusammen acht Treffer und ein 4:4, bei dem die Zuschauer vermutlich irgendwann aufgehört haben, auf die Anzeigetafel zu schauen.
Für Espanyol war der Punkt zwar kein voller Ertrag, aber immerhin ein deutliches Lebenszeichen. Vier Tore beim Erzrivalen schießt man schließlich nicht jeden Dienstagabend.
Und dann kam Atlético Madrid.
Was Espanyol anschließend mit den Gästen aus der Hauptstadt veranstaltete, dürfte selbst die kühnsten Optimisten überrascht haben. 6:1 hieß es nach 90 Minuten. Sechs Tore! Atlético
durfte immerhin eines schießen, bevor Espanyol offenbar beschloss, die Angelegenheit endgültig zu klären.
Damit hat die Mannschaft in den vergangenen drei Spielen satte zwölf Treffer erzielt. Zum Vergleich: In Getafe war es noch kein einziger. Die offensive Formkurve sieht also aus wie eine Achterbahn mit defekter Bremse.
In der Tabelle hat die kleine Serie trotzdem einen Schönheitsfehler. Trotz des Sieges gegen Atlético und des Punktgewinns im Derby verliert Espanyol einen Platz. Vier Punkte aus drei Spielen reichen diesmal nicht aus, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Tabellenarithmetik kann manchmal ähnlich gnadenlos sein wie ein Auswärtsspiel in Getafe.
Immerhin dürfte das 6:1 gegen Atlético für reichlich Rückenwind sorgen. Nach einem solchen Ergebnis fällt es schwer, sich über die eigene Offensive zu beschweren. Die dürfte beim nächsten Gegner jedenfalls für einige schlaflose Nächte sorgen.
Am kommenden Spieltag geht es nun darum, aus dem wilden Wechselbad der vergangenen Wochen endlich etwas Konstanz zu machen. Nach Niederlage, Derby-Feuerwerk und Kantersieg wäre ein bisschen Normalität vermutlich gar nicht schlecht. Wobei: Wer Espanyol zuletzt gesehen hat, weiß natürlich, dass „normal“ momentan nicht unbedingt zum bevorzugten Spielplan gehört.
Eines steht jedenfalls fest: Zwölf Tore in drei Spielen sind eine Ansage. Jetzt muss Espanyol nur noch dafür sorgen, dass nicht gleichzeitig wieder die Gegentore im Dutzend angeliefert werden. Dann könnte aus dem jüngsten Spektakel tatsächlich eine Serie werden.
Suwon – In Suwon herrscht derzeit eine Stimmung, die selbst Ruki Zuki nur mit einem langen Blick in die Ferne und einem tiefen Atemzug erklären kann. Nach dem Höhenflug auf Platz 4 ist sein Team auf Rang 10 zurückgefallen. Der weise Trainer nahm den Absturz gewohnt gelassen hin: „Auch ein Bambus wächst nicht jeden Tag nach oben. Manchmal muss er sich erst einmal vor dem Wind verbeugen.“
Dabei begann die Woche mit einer deutlichen Warnung: Beim Suwon FC setzte es eine 0:4-Niederlage. Vier Gegentore – eine Zahl, die Zuki angeblich zunächst für die Anzahl der benötigten Teebeutel hielt. Doch statt daraus zu lernen, geriet Suwon auch im Heimspiel gegen die Pohang Steelers ins Hintertreffen. Das 1:2 bedeutete die zweite Niederlage in Folge.
„Wenn der Gegner zweimal trifft und wir nur einmal, dann hat er offenbar zweimal öfter getroffen“, erklärte Zuki auf Nachfrage. „Das ist eine Erkenntnis, die man nicht unterschätzen sollte.“ Anschließend soll er minutenlang auf eine Zimmerpflanze gestarrt haben, bevor er ergänzte: „Sie wächst trotzdem.“
In der Tabelle steht Suwon Samsung Blue Wings nach elf Spielen mit 15 Punkten auf Platz 10. Damit
ging es gegenüber der Vorwoche von Rang 4 sechs Plätze nach unten. Die Bilanz: fünf Siege, sechs Niederlagen und ein Torverhältnis von 21:19. Besonders bitter: Der Abstand zur Spitze ist inzwischen gewachsen, während mehrere Konkurrenten an Suwon vorbeigezogen sind.
Doch Ruki Zuki wäre nicht Ruki Zuki, wenn er in dieser Lage nicht bereits eine tiefgründige Erklärung parat hätte. „Wer auf den Gipfel schaut, stolpert über den Stein vor seinen Füßen. Wer nur auf den Stein schaut, sieht den Gipfel nicht.“ Ob das eine taktische Ansage oder lediglich eine Warnung vor dem Trainingsgelände war, blieb offen.
Am nächsten ZAT wartet mit Seongnam Ilhwa Chunma ausgerechnet der Tabellenführer. Die Gäste kommen mit 21 Punkten und einer starken Saisonbilanz nach Suwon. Zuki soll bereits einen Plan ausgearbeitet haben: „Wir werden den Ball laufen lassen. Wenn er nicht laufen möchte, werden wir ihn freundlich bitten.“
Für die Fans bleibt die Hoffnung, dass der alte Meister der Weisheit auch auf dem Platz wieder etwas mehr Ordnung findet. Denn wie Zuki abschließend bemerkte: „Ein Bambus, der sich zu tief verbeugt, sieht irgendwann nur noch den Rasen.“
Rosario.Bogotà. Ein Sturm zieht auf und nimmt rasant an Fahrt auf. Das Ziel? Kolumbien.
Karla Kolumna geborene Krause: Buenos días, Senor Zahl! Es scheint als habe ihr Aufruf Gegenwind für das Spitzenreiterduo gebracht. Sie haben frischen Wind in den Meisterschaftskampf gebracht. Schweben Sie jetzt auf Wolke Sieben? Haben Sie wirklich damit gerechnet? Graf Zahl: Buenos días, Senorita Kolumna. Tatsächlich in der Form nicht. Ich hätte eher mit einem lauen Lüftchen gerechnet, aber, dass ausgerechnet Ihr Praktikant eine Turbulenz erzeugt hätte ich nicht gedacht. KkgK: Das erste 6:6 der Saison am 18. Spieltag hat schon orkanartige Zustände entfacht. In Tolima konnte man sich gerade so noch im Schutzbunker verschanzen. GZ: Si, si! Die eigentliche Frage ist doch: Hat sich auch der Wind für La Equidad gedreht oder ist jetzt schon wieder die Luft raus? Haben wir genug Wind gemacht? KkgK: Das werden die nächsten 18 Spiele uns sicherlich zeigen. Sie haben definitiv keine heiße Luft produziert, das ist nun klar. Aber Sie wissen ja: nach einem Sturm kehrt immer Ruhe
ein. GZ: Ja, aber ist es die Ruhe nach oder vor dem Sturm? Ich tippe auf das Zweitere. Es liegt etwas in der Luft. KkgK: Auch für ihre Millionäre? Ihre Meisterschaftsambitionen sind bekanntermaßen auch keine Luftschlösser. Werden auch Sie jetzt durch stürmische Zeiten gehen? Oder sind Sie wieder mal das Fähnchen im Wind, dass sich opportun immer dem Wind zuneigt, der Ihnen hold ist? GZ: Jetzt werden Sie aber sehr poetisch. Machen Sie da nicht viel Wind um nichts? KkgK: Irgendwie muss sich ja mein abgebrochenens Journalistik-Studium bezahlt machen. Aber noch einmal zum Thema zurück: Sind Sie sich sicher, dass Sie so einfach gegen den Wind segeln können? Es braut sich etwas zusammen. Wohl auch für Sie. GZ: Seien Sie sich sicher, Senorita Krause. Wir sehen das aufziehende Ungewitter. Ich bin gewappnet für die stürmischen Zeiten, die uns bevorstehen. KkgK: Hört, hört. Wir werden in den nächsten Spielen sehen, wer Rückenwind im Titelkampf hat und damit möglichst lange segeln kann. Das war’s für heute aus dem Auge des Orkans. Guten Wind und sichere Heimkehr!
Copa Mundial wäre nicht Copa Mundial, wenn man nicht permanent mit gänzlich unerwarteten Ereignissen konfrontiert würde. Gänzlich umambitioniert ging man bei Marítimo Funchal in den letzten Hinrunden-ZAT, wo man auch nur das eigene Heimspiel glanzlos mit 3:1 gewinnen konnte. Dazu setzte es zwei Auswärtspleiten, so dass sich Coach Horst Manson seelisch und moralisch auf ein moderates Abrutschen in der Tabelle vorbereiten konnte. Doch die Superliga hat ihre eigenen Gesetze,
und durch glückliche Umstände und mehrere ziemlich unerwartete Ergebnisse rückten die Insulaner zur Herbstmeisterschaft vor. Das war beim besten Willen nicht einkalkuliert. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht in Wirklichkeit ein Menetekel für sein weiteren Verlauf der Spielzeit sein wird. In Portugal scheinen bei Copa Mundial die Gesetze der Schwerkraft zuweilen deaktiviert zu sein. Vielleicht sollte sich eine Person mit profunden Kenntnissen der Physik einmal der Angelegenheit annehmen.
Manch wohlgenährter Kollege blickt mir gemütlich von unten hinterher, wie ich ganz vorne in den Wanten hänge, während er mit satten TK seine Altersteilzeit zelebriert und über verbrauchte Rationen doziert. Er hat gut reden: Er sitzt trocken an Deck, während ich mich ganz oben im Rigg verausgabt und mein Pulver verfeuert habe.
Zwei Tore Proviant habe ich jetzt auch noch aus dem Beutel geschüttelt; gereicht hat es für nichts. Zum Ende der Hinrunde klammere ich mich zwar tabellarisch noch auf Platz 3 an die Taue, blicke
aber mit magerem TK in eine gähnend leere Speisekammer.
Und was sieht man von hier oben beim Blick hinab in den schwedischen Keller? Rein gar nichts. Kein Trostpflaster, keine warme Mahlzeit, nur feuchtes Brackwasser und die Gewissheit, dass die Rückrunde ein eisiger Tanz wird.
Aber keine Sorge: Dieser Artikel hat natürlich nur bedingt mit der Allsvenskan zu tun. Reine Schutzbehauptung. Jede Ähnlichkeit mit ausgehungerten Kletterern im Sturm und wohlversorgten Beobachtern an Bord wäre schließlich rein zufällig.
In der vergangenen Woche ist in Samarkand nicht viel passiert. Nur zwei Spiele, zwei Siege. Pepeke Khan hat mit blankem Holzschwert klargestellt, wofür er steht: für den SIEG. “Fußball ist KRIEG, nur mit Ball statt Pfeil!", hörte man ihn wiederholt über den Trainingsplatz schreien.
Das Ergebnis ließ ihn triumphieren. Neuer Tabellenplatz der gefällt. Presseanfragen wurden abgeschmettert. "ERST SIEG, DANN REDE! Jetzt NIX Zeit, jetzt NUR SCHWERT!", donnerte er gegen die Presseleute.
Währenddessen glaubt man in der Hauptstadt in Samarkand könnte
ein Posten frei werden, platzte dem Steppenfürst endgültig der Kragen. Mit hochgereckter Faust und knallrotem Gesicht polterte er: "NO, GARDASLAR! KEIN POSTEN FREI! Ich NICHT Damenrad, das jeder mal fahren kann! Ich SATTEL, ich PFERD, ich BLEIB SITZEN.
Hikari findet Elvijra und Oksana in seinem Keller, da wo auch Bernd W. steckt. Doch während bei Elvijra und Oksana hin und wieder das Licht aufgeht, bleibt es bei Bernd W. immer dunkel.
Pepeke Khan jedenfalls steht weiter auf dem Trainingsplatz und schaut sich nach dem Training Oma-Serien an. Auch gute Vorbereitung auf nächsten Gegner.
Er hatte es angekündigt und er hat sein Wort gehalten. Herbie's Dubai Club hat bei Al Dhafra ernst gemacht und seinen ersten Auswärtssieg eingefahren und dabei gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: 3 Auswärtspunkte und UniBärSum's Siegeszug an der Tabellenspitze verhindert. Doch der Sieg hatte, weil sich außer Al-Sharjah kein anderes Team zu diesem mutigen Schritt gewagt hatte, einen hohen Preis. Viele Spieler des Dubai Clubs sind angeschlagen aus dem intensiven Match zurückgekehrt, einem fehlt sogar die rechte Hand. Eine Schlacht, die viele Opfer gefordert hat. Daher ersucht Herbie nun die Expertise des bekanntesten Wunderheilers der Emiraten - dem Bananenbieger!
"Meine Jungs sind schwer angeschlagen. Einige haben mit Verletzungen zu kämpfen, andere haben Probleme mit der Verdauung. Meine Berater haben mir empfohlen, auf konservative, natürliche Heilungsansätze zu vertrauen, um Langzeit-Nebenwirkungen zu verhindern. Anscheinend gibt es bei uns in den Emiraten einen Guru, der auf einer Bananen-Plantage wohnt und Alternativmedizin praktiziert. Ich habe ihn eingeladen, um seine Methoden kennenzulernen und meinem Team auf die Sprünge zu helfen. Wenn er uns überzeugt, könnte ich mir vorstellen, seine Dienste langfristig in Anspruch zu nehmen." gab Herbie vor den Medien zu Protokoll.
Das Ganze hat nur einen Haken: Der Bananenbieger ist nicht nur Ayurveda-praktizierender Heiler, sondern nebenberuflich auch noch Trainer bei Al-Shibidi Doo Whap, einem semi-erfolgreichen Verein der First Division der VAE. Es könnten sich hieraus gewisse Interessenskonflikte ergeben, falls der Guru tatsächlich für die Gesundheit eines Konkurrenten verantwortlich wäre.
Böse Zungen behaupten derweil, dass der Bananenbieger seine Heilpraktiker-Zulassung auf dem Schwarzmarkt erworben hat, sich gar nicht wirklich mit Naturheilkunde auskennt und seinen Klienten langfristigen Schaden zufügt, anstatt ihnen zu helfen. Erschwerend hinzu kommt, dass sein
Geschäftspartner, der ihn mit einem thailändischen Ladyboy zwangsverheiratet haben soll, taubstumm ist.
Es ranken sich also viele Gerüchte abseits der staatlich kontrollierten Medien der VAE und vor allem negative Kritiken, speziell in Reddit-Foren und Facebook-Gruppen was den berühmtesten Alternativmediziner des Landes angeht. Die alles entscheidende Frage wird nun für Herbie sein: Kann man sich auf diesen Mann verlassen? Wenn die Gerüchte und dunklen Geschichten um den Bananenbieger stimmen, könnte sich das sehr negativ auf den Dubai Club, sein nächstes Spiel und den anschließenden Meisterschaftskampf auswirken. Die Liga ist aktuell noch sehr eng beisammen und der Ayurveda Guru könnte ein berechtigtes Interesse daran haben, seinen Club und damit sein eigenes Wohl in den Vordergrund und damit über die Gesundheit der Dubaier Spieler zu stellen.
Mögliche Nutznießer:
- Der Hatta Club, der im emiratischen Felsmassiv beheimatet ist und von Alm-Oehi Mr. Rheeti trainiert wird
- Palm City FC, dessen Trainer seine Anweisungen und Trainingsmethoden ausnahmslos mit der linken Hand in der Hosentasche kommuniziert
- Al-Sharjah SC, der sich derzeit in Lauerstellung befindet und dessen Übungsleiter von seinen Spielern verlangt, sich mindestens 2x täglich ihren Torsti zu borsten
- Oder das bisher so unscheinbar wirkende Geschäftsduo aus Al Dhafra und Al-Shibidi Doo Whap selber, das die anderen Teams zwischen Platz 1 und 6 im Würgegriff hält und Aktien von der Ayurveda-Plantage besitzt
Für jeden der ersten 6 Teams scheint noch alles möglich. Einzig der vorlaute Tor-Stan hat bisher schon sein Karma-Payback erhalten und dümpelt, nach seiner arroganten Heimniederlage gegen Al Dhafra, scheinbar hoffnungslos mit 24 Punkten auf Platz 8 herum. Zum Glück für ihn sind bereits 2 Teams trainerlos, sodass es aller Voraussicht nach bis zum Saisonende nicht mehr schlechter werden kann.