Auch wenn Espanyol Barcelona sich vorübergehend den dritten Platz der spanischen Primera Division sichern konnte, so ist doch die Art und Weise äußerst befremdlich. Könnte man Terrassa zu Hause mit einem satten 4:0 abfertigen, kamen die Los Pericos in Valencia nicht über ein dürftiges 2:2 hinaus. Zwei Hoffnungsschimmer: Sturm-Oldie Habmal Torgoschosson und Nationalspieler Roberto Fernández teilten sich die sechs Treffer brav untereinander auf.
Nun stehen mit Schlautmanns Ex-Club Racing Santander und Deportivo Alavés zwei Harte Brocken an: Während der Trainer immer noch eine merkwürdig
romantische Vorstellung von seinem Ex-Club hat (O-Ton: "Wenn wir sie besiegen, dann so, dass es den Fans nicht schmerzt. Wir versuchen sie so einzulullen, dass die Verdiblancos uns gar nicht böse sein können.")
Star-Stürmer Torgioschosson widerspricht seinem Trainer energisch: "Wir müssen unser Herz, unser Blut und unseren Schweiß auf dem Rasen lassen und dürfen uns gegen Real Racing Club Santander keinen Ausrutscher erlauben. Wir dürfen zu Hause nicht verlieren!"
So darf man gespannt sein, ob Espanyol Tabellenplatz 3 halten kann oder doch wieder im MIttelmaß der Liga versinkt.
Espanyol Barcelona macht es seinen Anhängern derzeit nicht gerade leicht. Erst gibt es in Getafe einen gepflegten 0:2-Dämpfer, dann wird beim großen Rivalen aus Barcelona ein 4:4-Spektakel veranstaltet und anschließend Atlético Madrid mit einem 6:1 aus dem Stadion geschossen. Drei Spiele, ein Sieg, ein Remis, eine Niederlage und zwölf erzielte Tore. Fußball kann manchmal erstaunlich kompliziert sein.
Der Auftakt dieses kleinen Dreierpacks verlief allerdings ziemlich ernüchternd. Bei Getafe CF blieb Espanyol ohne eigenen Treffer und musste sich mit 0:2 geschlagen geben. Viel Freude dürfte die Reise nach Madrid also nicht bereitet haben. Zwei Gegentore kassiert, keine Punkte mitgenommen und die Erkenntnis gewonnen, dass man sich auch gegen Getafe nicht einfach nur zum Fußballspielen verabreden kann.
Was danach folgte, war allerdings aller Ehren wert. Beim FC Barcelona entwickelte sich ein Derby, bei dem offenbar niemand etwas von taktischer Zurückhaltung erzählt hatte. Vier Tore für Barcelona, vier für Espanyol. Macht zusammen acht Treffer und ein 4:4, bei dem die Zuschauer vermutlich irgendwann aufgehört haben, auf die Anzeigetafel zu schauen.
Für Espanyol war der Punkt zwar kein voller Ertrag, aber immerhin ein deutliches Lebenszeichen. Vier Tore beim Erzrivalen schießt man schließlich nicht jeden Dienstagabend.
Und dann kam Atlético Madrid.
Was Espanyol anschließend mit den Gästen aus der Hauptstadt veranstaltete, dürfte selbst die kühnsten Optimisten überrascht haben. 6:1 hieß es nach 90 Minuten. Sechs Tore! Atlético
durfte immerhin eines schießen, bevor Espanyol offenbar beschloss, die Angelegenheit endgültig zu klären.
Damit hat die Mannschaft in den vergangenen drei Spielen satte zwölf Treffer erzielt. Zum Vergleich: In Getafe war es noch kein einziger. Die offensive Formkurve sieht also aus wie eine Achterbahn mit defekter Bremse.
In der Tabelle hat die kleine Serie trotzdem einen Schönheitsfehler. Trotz des Sieges gegen Atlético und des Punktgewinns im Derby verliert Espanyol einen Platz. Vier Punkte aus drei Spielen reichen diesmal nicht aus, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Tabellenarithmetik kann manchmal ähnlich gnadenlos sein wie ein Auswärtsspiel in Getafe.
Immerhin dürfte das 6:1 gegen Atlético für reichlich Rückenwind sorgen. Nach einem solchen Ergebnis fällt es schwer, sich über die eigene Offensive zu beschweren. Die dürfte beim nächsten Gegner jedenfalls für einige schlaflose Nächte sorgen.
Am kommenden Spieltag geht es nun darum, aus dem wilden Wechselbad der vergangenen Wochen endlich etwas Konstanz zu machen. Nach Niederlage, Derby-Feuerwerk und Kantersieg wäre ein bisschen Normalität vermutlich gar nicht schlecht. Wobei: Wer Espanyol zuletzt gesehen hat, weiß natürlich, dass „normal“ momentan nicht unbedingt zum bevorzugten Spielplan gehört.
Eines steht jedenfalls fest: Zwölf Tore in drei Spielen sind eine Ansage. Jetzt muss Espanyol nur noch dafür sorgen, dass nicht gleichzeitig wieder die Gegentore im Dutzend angeliefert werden. Dann könnte aus dem jüngsten Spektakel tatsächlich eine Serie werden.
Für Espanyol Barcelona wird es jetzt richtig interessant. Innerhalb von drei Spieltagen wartet auf die Katalanen eine anspruchsvolle Kombination aus Auswärtsspiel, Stadtderby und Heimkracher. Getafe CF, der FC Barcelona und Atlético Madrid heißen die nächsten drei Gegner. Viel schwerer kann ein Spielplan kaum aussehen.
Den Anfang macht am 16. Spieltag die Reise zu Getafe CF. Espanyol muss sich auf ein unangenehmes Auswärtsspiel einstellen, in dem jeder Meter und jeder Zweikampf zählen dürfte. Gerade deshalb wäre ein Erfolg in Getafe besonders wertvoll, bevor anschließend der große Höhepunkt dieser Spielserie wartet.
Denn am 17. Spieltag steht das Stadtderby an. Espanyol gastiert beim FC Barcelona. Wenn im Duell der beiden Klubs aus der katalanischen Hauptstadt der Ball rollt, gelten ohnehin eigene Gesetze. Für Espanyol ist die Partie die große Bühne und zugleich die Gelegenheit, dem favorisierten Stadtrivalen einen empfindlichen Nadelstich zu
verpassen. Ein Derbysieg würde nicht nur drei Punkte bringen, sondern wäre auch für das Selbstvertrauen der Mannschaft von erheblicher Bedeutung.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt danach allerdings nicht. Am 18. Spieltag kommt Atlético Madrid nach Barcelona. Nach Getafe und Barça wartet damit bereits der nächste Gegner aus dem Kreis der großen Namen des spanischen Fußballs. Diesmal hat Espanyol den Heimvorteil auf seiner Seite und kann vor den eigenen Fans zeigen, ob die Mannschaft auch gegen Atlético bestehen kann.
Drei Spiele, drei völlig unterschiedliche Herausforderungen. Erst die unangenehme Aufgabe in Getafe, dann das emotional aufgeladene Derby beim FC Barcelona und schließlich der Heimauftritt gegen Atlético Madrid. Für Espanyol ist diese Serie eine echte Bewährungsprobe. Gelingt es den Katalanen, aus diesen drei Partien möglichst viele Punkte mitzunehmen, könnte sich daraus ein kräftiger Schub für den weiteren Saisonverlauf entwickeln.
Barcelona ist derzeit ein angenehmer Ort für Espanyol-Fans. Zumindest, wenn man nicht allzu genau auf die Gegentore schaut. Platz drei, 21 Punkte und 21:22 Tore stehen nach zwölf Spieltagen zu Buche. Besonders heimstark präsentiert sich die Mannschaft von Thorsten Schlautmann: Sechs Heimspiele, sechs Siege. Auswärts dagegen ist noch deutlich Luft nach oben. Gerade einmal ein Sieg steht dort drei Niederlagen gegenüber.
Und nun wartet ein kleines Programm, das durchaus geeignet ist, die aktuelle Tabellenlage auf den Prüfstand zu stellen.
Zunächst gibt sich am 13. Spieltag der Valencia CF die Ehre. Die Mannschaft von torca1950 rangiert mit 20 Punkten unmittelbar hinter Espanyol auf Platz fünf und kommt mit einer Serie von drei Spielen ohne Niederlage nach Barcelona. Valencia hat zudem mit 24 Treffern deutlich häufiger ins Schwarze getroffen als Espanyol. Dafür darf die katalanische Defensive darauf hoffen, dass der Heimfluch ausbleibt: Denn zu Hause ist Espanyol bislang eine ausgesprochen unangenehme Adresse.
Eine Woche später wird es für Schlautmann und seine Mannschaft ungemütlicher. Dann geht es zum Real Racing Club Santander. Die Kantabrier liegen derzeit auf Rang sieben und haben 15 Punkte gesammelt. Allerdings wartet Racing seit vier Spielen auf einen Sieg und kassierte zuletzt eine Niederlage. Besonders
interessant: Zu Hause ist Santander bislang noch ungeschlagen. Espanyol darf sich also schon einmal überlegen, ob man vielleicht vorsichtshalber die Auswärtstrikots nicht zu Hause vergisst.
Zum Abschluss dieses Dreierpacks kommt am 15. Spieltag Deportivo Alavés nach Barcelona. Auf dem Papier klingt das nach der angenehmsten Aufgabe. Alavés liegt mit acht Punkten auf Platz zehn und steckt derzeit ziemlich tief in der sportlichen Tretmühle. Vier Niederlagen in Serie stehen aktuell zu Buche. Auch das Torverhältnis von 21:26 spricht nicht unbedingt dafür, dass die Gäste vor Selbstvertrauen aus dem Bus steigen werden. Allerdings hat der Fußball bekanntlich die unangenehme Eigenschaft, dass Tabellenplätze vor dem Anpfiff keine Tore schießen.
Für Espanyol ist die Marschroute damit eigentlich klar: Die Heimserie soll halten, auswärts muss endlich mehr Zählbares her. Gelingt das, könnte sich die Mannschaft dauerhaft in der Spitzengruppe festsetzen. Geht es dagegen schief, dürfte Schlautmann anschließend wieder erklären müssen, warum seine Mannschaft ausgerechnet dann Fußball spielt, wenn eigentlich niemand darum gebeten hat.
Drei Spiele, neun Punkte und jede Menge Gelegenheit für Espanyol, zu zeigen, ob der dritte Tabellenplatz tatsächlich ein Zwischenstand oder schon eine Kampfansage ist.
Mit zwei knappen Heimsiegen und einer deutlichen Auswärtsniederlage konnte Espanyol Barcelona auch den vergangenen Spieltag erfolgreich gestalten und Platz 2 in der Primera Divisón festigen.
Das 0:4 gegen Don Crespos Atlético Madrid hatte Schlautmann inkauf genommen und so trat er gegen den (Noch-) Tabellenersten mit einer aufgepimpten Jugendmannschaft an. "Wir müssen jedes Körnchen sparen, damit uns im
Endspurt nicht die Luft ausgeht. Daher werden wir uns in den kommenden Spielen auch vermehrt auf unsere Heimstärke konzentrieren", so Schlautmann
In den kommenden Spielen geht es auswärts gegen Real Madrid, die durch das Trainer-Urgestein Dino Lambretta wieder Rückenwind erhalten werden, zu Hause trifft man auf das unberechenbare Team von Real Oviedo und erneut auswärts muss man gegen Puddels Terrassa CF antreten.
Mit zwei Siegen am vergangenen Spieltag konnte sich Espanyol Barcelona vorübergehend den zweiten Tabellenplatz sichern. Einmal mehr war es die isländische Stürmerlegende Habmal Torgoschosson, der die entscheidenden Treffer – darunter ein erneuter Dreierpack gegen Alavés – setzen konnte. Trainer Schlautmann zeigte sich sehr zufrieden mit der stark verbesserten Leistung seines Teams: "Ich bin sehr zufrieden mit der stark verbesserten Leistung
meines Teams", so Schlautmann.
Die kommenden Spiele zu Hause gegen Getafe CF und Barca stellen eine Standortbestimmung für die Pericos dar. Das Auswärtsspiel gegen Spitzenreiter Atlético Madrid hingegen steht überraschenderweise nicht so sehr im Fokus des Trainers: "Die Los Colchoneros sollen sich obern an der Tabellenspitze verausgaben. Für einen Angriff auf Mannen von Don Crespo ist es noch viel zu früh. Unsere Zeit wird kommen ..."
Nach der wilden Achterbahnfahrt der vergangenen Spieltage hat Espanyol Barcelona offenbar beschlossen, wieder etwas mehr Fußball zu spielen und etwas weniger Chaos zu produzieren. Gegen Terrassa CF gelang ein ungefährdeter 3:0-Heimsieg. Mann des Tages war dabei ausgerechnet der mittlerweile stolze 41-jährige Habmal Torgoschosson.
Der Oldie ließ es sich nicht nehmen, gleich alle drei Treffer selbst zu erzielen. Drei Buden, drei Punkte und damit ein lupenreiner Hattrick für Torgoschosson. Während andere Spieler mit 41 Jahren langsam über die Karriere nachdenken, scheint der Espanyol-Routinier eher über die nächste Torprämie nachzudenken.
Nach dem 3:0 folgte die Reise zum Valencia CF. Dort zeigte sich Espanyol deutlich stabiler als noch beim 0:5 gegen Real Oviedo, musste sich am Ende aber knapp mit 0:1 geschlagen geben. Eine Niederlage, die zwar
ärgerlich ist, aber zumindest keinen Anlass für einen weiteren Großeinsatz der Defibrillatoren in der Espanyol-Kabine liefert.
Damit hat sich die Mannschaft nach der Oviedo-Klatsche zumindest wieder einigermaßen sortiert. Nun warten zwei Aufgaben, bei denen die Marschroute klarer kaum sein könnte.
Zunächst geht es zu Hause gegen Santander. Für Trainer Schlautmann ist diese Partie ohnehin eine ganz besondere Angelegenheit. Santander ist schließlich sein alter Verein. Sentimentalität ist am Spieltag allerdings ausdrücklich unerwünscht. Gegen den Ex-Klub zählt für den Espanyol-Coach nur eines: Sieg.
Anschließend wartet mit Alaves auswärts die nächste Herausforderung. Dort dürfte es wieder etwas unangenehmer werden.
Santander, mach dich bereit. Schlautmann kommt nach Hause. Und er hat drei Punkte im Gepäck bestellt.
Espanyol Barcelona sorgt schon früh in der Saison für maximale Unterhaltung. Nach dem furiosen 3:0 gegen Real Madrid am 1. Spieltag durfte man durchaus davon träumen, dass die Mannschaft endgültig den Turbo gezündet hat. Drei Tore gegen Real Madrid, kein Gegentor. Was sollte da noch schiefgehen? Nun ja. Real Oviedo hatte offenbar eine Antwort.
Am 2. Spieltag setzte es eine empfindliche 0:5-Klatsche. Fünf Gegentore, kein eigener Treffer und damit ein Ergebnis, das ziemlich gnadenlos daran erinnert, dass zwischen „Champions-League-Reife“ und „bitte alle zurück in die Kabine“ manchmal gerade einmal 90 Minuten liegen.
Jetzt kommt Terrassa CF nach Barcelona. Eigentlich die perfekte Gelegenheit, die Scharte von Oviedo auszuwetzen. Nach einem 3:0 gegen Real Madrid
sollte man schließlich auch gegen Terrassa nicht völlig chancenlos sein. Andererseits hat diese Mannschaft zuletzt eindrucksvoll bewiesen, dass sie Überraschungen durchaus auch gegen sich selbst produzieren kann.
Am 4. Spieltag wartet dann mit Valencia CF die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Auswärts wird sich zeigen, ob Espanyol wieder das Gesicht des Madrid-Spiels zeigt oder erneut die Variante „fünf Gegentore sind auch eine Art Torverhältnis“ wählt.
Die Ausgangslage bleibt trotz der Klatsche ordentlich: Ein Sieg und eine Niederlage stehen zu Buche. Jetzt gilt es, gegen Terrassa nachzulegen. Denn eines ist nach den ersten Spielen sicher: Bei Espanyol bekommt man derzeit einiges geboten. Nur leider weiß vorher niemand, welche Mannschaft eigentlich aufläuft.
Mit Hängen und Würgen konnte Trainer Thorsten Schlautmann seinen Verein Espanyol Barcelona in der vergangenen Saison in der Primera Division halten. Jetzt soll der Coach das Team, obwohl keine nennenswerte Transferpolitik stattfand, dennoch im oberen Drittel der Tabelle etablieren. Der Start in die neue Saison indes könnte durchaus holprig werden, denn zum Auftakt warten mit Real Madrid (H) und Real Oviedo (A) zwei harte
Nüsse.
"Wir haben direkt zu Beginn der Saison zwei richtungsweisende Spiele vor der Brust. Beide Teams verfügen über herausragende Trainer und dürften eine wichtige Rolle im Kampf um die spanische Meisterschaft einnehmen. Wir sind klare Außenseiter, werden aber dennoch alles in die Waagschale legen, um uns gut zu verkaufen! Davon abgesehen geht mein Glückwunsch an Trainer queralt und den FC Barcelona zur gewonnenen Meisterschaft!"
3:0 gegen Real Madrid, danach 0:5 bei Real Oviedo. Espanyol Barcelona hat zuletzt eindrucksvoll bewiesen, dass zwischen Genie und Wahnsinn manchmal gerade einmal ein Spiel liegt.
Nun heißt es: Mund abputzen und weitermachen. Zunächst kommt Terrassa CF nach Barcelona. Anschließend geht es zum Valencia CF. Sechs Punkte wären nach dem Oviedo-Debakel durchaus hilfreich. Vier würden wir zur Not auch nehmen. Drei ebenfalls. Eigentlich nehmen wir gerade alles, was irgendwie nach Punkten aussieht.
Die Mannschaft hat schließlich gezeigt, dass sie Real Madrid schlagen kann. Jetzt muss sie nur noch beweisen, dass sie auch gegen Terrassa und Valencia weiß, auf welcher Seite das Tor steht.