GRAZ. Die Achterbahnfahrt des Meisters geht munter weiter! Wer dachte, nach dem wilden 4:5 in Ried wird es in Graz ruhiger, lag gewaltig daneben. Sturm-Coach Froggelmeister und seine Truppe erlebten einen Spieltag der zwei komplett unterschiedlichen Gesichter.
Zunächst zeigte man im Heimspiel gegen die SV Grödig unter Henk Groot die kühle, abgeklärte Seite eines Champions. Mit einem hart erarbeiteten 1:0-Arbeitssieg wurden die drei Punkte pragmatisch eingefahren. Keine großen Zaubereien, aber drei wichtige Zähler auf dem Konto – exakt die Marke „Mund abwischen und weiter“.
Doch der Ausflug zu Wiener Neustadt entwickelte sich für den Titelverteidiger zum absoluten Fiasko. Die Mannschaft von derwahreroi erwischte den Meister auf dem völlig falschen Fuß und erteilte Graz eine schmerzhafte 5:0-Abreibung.
Eine Klatsche, die im Grazer Lager für einiges an Erklärungsbedarf sorgt.
„Glückwunsch an derwahreroi, das war eine Demonstration und eine absolut lehrreiche Lektion für uns“, zeigt sich Froggelmeister nach dem Spiel gewohnt demütig. „Wer glaubt, dass wir mit dem Meisterpokal im Gepäck einfach so im Vorbeigehen Punkte einsammeln, wurde heute eines Besserem belehrt. 5:0 tut extrem weh, aber Jammern bringt uns nicht weiter. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, die Fehler knallhart analysieren und am nächsten Spieltag wieder mit ganz anderer Einstellung auf dem Platz stehen.“
Der Meister wackelt gewaltig in den Auswärtsspielen, bleibt aber kampflustig. In Graz heißt die Devise nun: Wunden lecken, defensive Stabilität wiederfinden und im nächsten Spiel wieder das wahre Gesicht zeigen!
Tacuarembo - Nichts los im Puff, behauptet Piotr van Hausen. Ein wenig Recht hat er leider. Vier trainerlose Vereine schwirren gerade in dem Puff, der sich Primera Division nennt. Die Liga der Geistertrainer, titelte Diego A. Villareal. Davon sind drei Geistertrainer sogar in der Tabelle über uns. Aktuell steht der Meister auf einem traurigen 12. Platz. Blamabel. Passend dazu, wurden die Gruppen der Copa Libertadores ausgelost. USA, Mexiko und Peru stehen als Reise an. Noch mehr Möglichkeiten, sich als Meister zu blamieren. Nächste Woche tritt man beim aktuellen Spitzenreiter an und empfängt zu Hause John Taylor. Der stand mit seinem Klub CA Peñarol letzte Saison im Halbfinale. Vielleicht können wir uns da noch den einen oder anderen Tipp abholen.
Daegu - Mahatma Chrille ist mittlerweile auf dem harten Boden des Südkoreanischen Lebens aufgeschlagen. Wobei man bisher gar nicht gegen Südkoreaner gespielt hat, sondern zwei Mal gegen einen Australischen Paten. Also ist man eigentlich auf dem harten Australischem Boden aufgeschlagen? Kommen daher auch die Kopfschmerzen, die man seit der Ankunft in Korea hat her? Mahatma Chrille versucht gerade die Sprache lernen. Koreanisch kannte bisher nur als Restaurant.
Kommenden Freitag steht jedenfalls das erste Spiel gegen einen Südkoreanischen Trainer an. Wobei kralle nicht gerade koreanisch klingt? Aber was weiß der alte Inder schon.
City Sharks - Nachdem Chrille in der letzten Woche die Tabelle einfrieren und die Saison beenden wollte, hat sich sogar Count van Lezz aus Finnland eingeschaltet und gefordert, man solle sich selbst stoppen. Gegen die Orlando Pirates legte man sich selbst ein Ei und verlor 0:1. Da hat der Finne wohl recht behalten. Wie sagte schon einst der große Lyriker Obelix: "Die spinnen, die Finnen!". Jetzt wird
nichts mehr gestoppt. Dachte man zumindest. Von der Südafrikanischen Spielleitung kam die Info, ein Aufstieg ist nur mit einer gültigen Lizenz möglich. Dieser heißt Passierschein A38 und kann in den örtlichen Behörden beantragt werden. "Kein Ding, das grüne Formular habe ich bereits ausgefüllt", sprach Chrille, eher tagelang verschwand und bis heute nicht mehr aufgetaucht ist.
#956, Bundesliga, Saison 44 – ZAT 3 Speedy Gonzales, Colonia
Periodista: „Wir begrüßen Señor Gonzales zur heutigen Pressekonferenz. Bist du auch hier in der kleinen Bundesliga bereit für ein Fazit zum Saisonstart?“ Gonzales: „Noch ein wenig früh, oder? Es sind erst 4 Spiele an 2 ZATs gespielt … Tendenzen zeichnen sich gerade in dieser 18er Liga noch nicht ab …” Periodista: „Tendenzen sehe ich schon: Die Tabelle ist dicht beieinander, alles ist noch möglich, gemachte Fehler können korrigiert werden. Und nach den Gegnern aus dem Burgenland mit Duisburg und Wolfsburg, stehen die laufenden Mittelfeldplätze 13 sowie
7 im Spielplan bevor.“ Gonzales: „Das sehe ich anders. Für Viktoria ist es noch ein weiter Weg. Nicht den Hauch einer Tendenz ist zu konkretisieren. Wir sind noch 30 Spiele vom Saisonziel, und bis zum Abstieg nur 3 Punkte entfernt. Wenn eine Tendenz absehbar ist, dann ist sie negativ.” Periodista: „Ich wohne heute nun der dritten Pressekonferenz in deiner Gegenwart bei. Kann es sein, dass du heute mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden bist?“ Gonzales: „Kann durchaus sein.” Periodista: „Bist du vielleicht in der Lage etwas Positives anzumerken, bevor wir auch diese Pressekonferenz beschließen?“ Gonzales: „Claro que si – Es regnet draußen...”
#954, Primera Division, temporada 44 – ZAT 3 Speedy Gonzales, Rímac/Lima
Periodista: „Wir begrüßen Señor Gonzales zur heutigen Pressekonferenz. Kannst du nach vier Spieltagen und zwei ZATs schon ein Fazit des Saisonstarts ziehen?“ Gonzales: „Kann ich. Muss ich?” Periodista (mahnend): „Wir sind doch dem Alter endgültig entwachsen müssen zu müssen, oder?“ Gonzales: „Recht hast du. Wir erlauben es uns jetzt unserem freien Willen zu folgen.” Periodista: „Und was bedeutet das in diesem konkreten Fall des Saisonstarts von Sporting Cristal?“ Gonzales: „Wir müssen besser werden, in allen Kategorien der Tabelle.” Periodista: „In der Tat, die Celestes glänzen als Letzter in den Kategorien Gegentore und Tordifferenz, und von den beiden Abstiegsgespenstern mal abgesehen, auch in der Kategorie der selbst erzielten Tore.“ Gonzales: „Lobend zu erwähnen ist, dass meine Mannen wenigstens die Fuxx-Rangliste anführt.” Periodista: „Und in der Schaf-Rangliste den letzten Platz zieren.“ Gonzales: „Was aber wiederum Sinn der Sache ist, da es zeigt, wie chancenlos wir in den verlorenen Spielen
war und kaum Energie vergeudet haben.” Periodista: „Ob oder wann das bei deinen Herausforderern ankommen wird?“ Gonzales: „Das ist egal, wir nehmen die Ergebnisse wie sie sind und schauen nur nach vorne.” Periodista: „Liegt der versaute Saisonstart auch ein wenig an der Liga-Größe?“ Gonzales: „Naturalmente, si. Liegt ausschließlich an der Ligagröße. Die 12er ist die Königsdisziplin, jeder noch so kleine Fehler wird bestraft, kann in der Saison nur schwerlich noch aufgeholt werden. In größeren Ligen wie diese hier, werden Fehler nicht nachgetragen. Jedes Versäumnis erhält zahlreiche Gelegenheiten zu Wiedergutmachung. Und nicht zuletzt: 8 Spiele mehr müssen derzeit mehr vorbereitet werden als in einer 12er Liga. Das ist ein Aufwand, den wir langfristig definitiv nicht leisten wollen.” Periodista: „Das klingt nach Hassliebe?“ Gonzales: „Eher nach Aufgabe und Auswanderung Richtung einzig verbliebene kleine, nach Kolumbien. Unter der Annahme, dass in der nächsten Saison dort auf eine 12er aufgestockt und der Spielplan entschlackt wird.” Periodista: „Oder aber auf 20, wie in der Realität. Und mit dieser nicht neuen Erkenntnis beschließen wir die heutige Beschwerdekonferenz.“
Düsseldorf - Unterhaching und der VFL Bochum verhindern den perfekten Minimal Heim Spieltag. Offenbar ist die erste Bundesliga in dieser frühen Phase der Saison weiterhin sehr sparsam. Kein Wunder, bei den Preisen. Wenn man an der Zapfsäule steht und den Mannschaftsbus volltanken muss, wird man schon wütend, so schnell wie die Zahlen rattern. Wütend und Traurig macht aber auch der Blick auf die Tabelle. Borussia Mönchengladbach und der erste Effzeh stehen an der Tabellenspitze. Ausgerechnet die, möchte man in Düsseldorf sagen. Dieses Tabellenbild nennt sich übrigens Boussati Mönchengladbach. Wir sind gespannt, wie lange wir dieses schreckliche Bild ertragen müssen.
Die Standpauke hat sich ja gelohnt was der vorstand jetzt kann Mann nur hoffen das es auch so bleibt und in der spur so langsam rein kommt es waren zwar nur zwei spiele aber wie gesagt am ende zählt noch so kleiner punkt um aufzusteigen oder im guten oberen Feld zu landen jetzt muss Mann noch das glück haben und keine verletzten zu Kassierern dann schaut es auch wider anders aus aber Mann kann jetzt aus den vollen schöpfen und alles geben was Mann hat und mit voller breite zuschlagen so Trainer Lordhelmi der Vorstand ist momentan auch zu ruhe gekommen er guckt sich jetzt erst mal ein paar spiele an nicht das die zwei Spiele nur Glückstreffer waren und wir doch noch mehr an uns arbeiten müssen
Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt war in den qualitativ minderwertigen Medien Usbekistans über die tatsächlichen Erfolgschancen Xelajus spekuliert worden. Spektaktelfußball gewinnt Spiele, aber keine Meisterschaft war dabei noch der mildeste Titel gewesen. "Ich möchte hier nicht über Olmaliq-feindliche Presse, mit Vodka gekaufte Journalisten oder gar Verschwörungstheorien, deren Spuren eindeutig nach Andijon führen, sprechen. Mir ist es wichtig, über die vergangenen beiden Spiele zu reden. Ich bin äußerst unzufrieden mit unsserm Auwärsspieeel bei Tassshhknnt, abr s Spiel gn Antischoooon war suuuuuupa. Den hammas
ssseicht."
Erst drei Tage später konnte sich Xelaju zu seinem merkwürdigen Statement auf der PK äußern. "Ich fürchte, dass mir von einem der ungeschätzten Pressevertreter etwas in meinen Drink gemixt wurde. Das Zeugt hat dermaßen schnell gewirkt, dass ich noch nicht mal Andijon nach unserem deutlich, höchst überlegenen und sowohl spielerisch als auch moralisch mehr als verdienten 4:0 Sieges niedermachen konnte. Das dürfte Indiz Nummer 1 sein, dass ich nicht mehr Herr meiner Sinne war. Wir müssen nun schauen, ob ich den schlechtesten Spieler der Trainingswoche zum Probetrinken mit zur PK nehme, oder ob wir eine andere Lösung finden."
Bei Deportes Tolima wird in diesen Tagen nicht mehr verteidigt – dort wird nur noch mit offenem Visier gelebt.
Trainer jean baratte präsentierte seinen Fans innerhalb weniger Tage das komplette Fußballprogramm. Erst ein spektakulärer 4:3-Heimsieg gegen Independiente Medellin, bei dem jeder Angriff nach einem Tor roch. Anschließend folgte bei Once Caldas eine historische 0:6-Klatsche, bei der die Abwehr vermutlich noch heute nach dem Bus sucht.
Nach vier Spieltagen stehen bereits 16 Gegentore zu Buche – Ligaspitze. Leider in der falschen Statistik.
Ein Reporter fragte jean nach dem Spiel vorsichtig, ob ihn die Anzahl der Gegentreffer beunruhige.
jean lächelte entspannt.
„Überhaupt nicht. Wer sechs Tore kassiert, weiß wenigstens, woran er arbeiten muss. Mannschaften, die nur eins kassieren, haben viel mehr Analysearbeit.“
Auf den Einwand, dass Tolima inzwischen eine Tordifferenz von -8 aufweise, wurde jean sogar nostalgisch.
„Ach… das erinnert mich an alte Zeiten.“
Insider wissen sofort, was gemeint ist.
Denn während andere Trainer von Meisterschaften, Pokalen oder internationalen Nächten träumen, fühlt sich jean traditionell dort am wohlsten, wo jeder Punkt doppelt zählt und der Tabellenrechner bereits im August Überstunden macht.
Ein Vereinsmitarbeiter verriet:
„Nach dem 0:6 wirkte der Trainer fast erleichtert. Er murmelte nur: ‘Endlich wieder vertrautes Terrain.’“
Auch die Defensive soll inzwischen neue Trainingsformen ausprobieren. Angeblich übt die
Viererkette mittlerweile mit aufblasbaren Verkehrshütchen – die bewegen sich wenigstens nicht aus der Position.
In der Kabine wurde nach dem Debakel ein großes Schild aufgehängt:
„Wer heute kein Gegentor verursacht hat, darf zuerst duschen.“
Immerhin gibt es auch Positives zu vermelden: Durch die jüngsten Ergebnisse ist Deportes Tolima wieder an Italicus vorbeigezogen. jean ließ es sich nicht nehmen, seinem langjährigen Rivalen ein paar warme Worte mit auf den Weg zu geben.
„Ich schätze die Arbeit von Italicus wirklich sehr. Er ist ein hervorragender Trainer. Deshalb hoffe ich natürlich, dass wir uns in dieser Saison noch ganz oft gegenseitig überholen. Das hält unsere Freundschaft frisch – und den Tabellenrechner beschäftigt.“
Beobachter sind sich sicher, dass jean dabei weniger den Kampf um die internationalen Plätze im Blick hat.
Vielmehr geht es um die prestigeträchtigen Ranglistenplätze zwischen Platz sechs und neun, wo man sich Woche für Woche mit einem einzigen Gegentor oder einem glücklichen 4:3 die Klinke in die Hand gibt.
Sollte die Gegentorflut in diesem Tempo weitergehen, dürfte jean baratte schon bald wieder sein absolutes Lieblingsthema auspacken:
Den gepflegten, traditionsreichen und nervenaufreibenden Abstiegskampf.
Und wer jean kennt, weiß: Während andere Trainer vor dem Tabellenkeller davonlaufen, bestellt jean dort schon einmal einen Kaffee und sagt mit einem Grinsen:
„Bis nächste Woche, Italicus – mal sehen, wer dann wieder vor wem steht.“
Nach dem überzeugenden 4:0 gegen Luzern schien beim FC St. Gallen alles in bester Ordnung zu sein. Doch am vierten Spieltag setzte es ausgerechnet bei den Young Boys eine 0:3-Niederlage. Schnell wurden taktische Fehler diskutiert – doch die Wahrheit war eine ganz andere.
Denn Trainer bora milutinovic hatte vor dem Anpfiff eine klare Priorität.
„Kein Fußball, bevor der Mittelkreis geschützt ist!“
Mit einer Familienpackung Sonnencreme marschierte bora auf den Platz und begann seelenruhig, den Mittelkreis in gleichmäßigen Bahnen einzureiben. Der Schiedsrichter schaute auf die Uhr, die Spieler schauten sich an, und der Platzwart bekam leichte Schnappatmung.
„Herr Trainer… das ist Kreide, kein Sonnenbrand!“
bora nickte verständnisvoll.
„Heute vielleicht. Aber UV-Strahlen kennen keine Tabellen.“
Während die Young Boys ihre Passübungen absolvierten und Castano Deus bereits die zweite Cervelat inne hatte, zog bora noch eine weitere Schicht auf.
„LSF 50. In Bern weiß man nie.“
Der Platzwart wagte einen
Einwand:
„Der Mittelkreis wird doch gar nicht braun.“
bora lächelte nur geheimnisvoll.
„Genau deshalb mache ich meinen Job gut.“
Erst nachdem der Mittelkreis gleichmäßig glänzte wie eine frisch polierte Eisfläche, gab Bora den Ball frei.
Leider hatten die Spieler bis dahin offenbar den eigentlichen Anpfiff verpasst.
Nach dem 0:3 wollte ein Journalist wissen, ob die Sonnencreme vielleicht etwas zu viel Zeit in Anspruch genommen habe.
bora winkte ab.
„Zeit verloren? Nein. Der Mittelkreis hat heute keinen einzigen Sonnenbrand bekommen. Das Ergebnis… darüber müssen wir noch sprechen.“
Der Greenkeeper erhielt anschließend vom Verband eine Ehrenurkunde für seine Geduld und soll vorsorglich einen eigenen Spind für boras Sonnencremes eingerichtet haben.
Und obwohl St. Gallen weiterhin auf Platz vier ist, herrscht am Espenmoos vorsichtiger Optimismus. Denn bora hat bereits angekündigt:
„Gegen Schaffhausen reicht eine dünne Schicht. Dann können wir uns vielleicht sogar wieder auf Fußball konzentrieren.“
Das ist ein Absturz! Vor wenigen Wochen der Platz an der (aufgehenden) Sonne. Nun ganz hinten. Punktlos nicht nur nach dem ersten ZAT, sondern auch nach dem zweiten. So ein Meltdown ist auch selten. Meister Avispa Fukuoka hatte beim Versuch, den ersten ZAT vergessen zu machen, alles noch verschlimmert. Mit einer Risikotaktik, zu Hause wenig zu investieren und dafür auswärts richtig zu zu schlagen, richtig in die Sch**** gegriffen. Gamba
Osaka brachte dem Titelverteidiger, der nun eigentlich schon keiner mehr ist, mit dem 5:4 schon die vierte Saisonniederlage bei. Der Meistertitel ist damit bereits außer Reichweite. Jetzt muss man erst mal sehen, sich überhaupt erstmal unten raus zu spielen. Gamba hat letzte Saison gezeigt, wie das geht und an Ende sogar noch die CL-Quali erreicht, die am Freitag für sich entschieden werden konnte. Ein guter zweiter ZAT für Osaka.
Ich bin wieder da. Gerade so geschafft, rechtzeitig von meiner Dienstreise nach Mexico wieder hier im sonnigen Schweden zurück zu sein. Am Wochenende geht’s gegen einen der vielen Fubinis, Fubinninis oder Fubinissimos dieser Copawelt. Egal wie sie sich nennen wir müssen wachsam sein in Södertälje. Gerade erst war ich, wie oben erwähnt, in Mexico um einen dieser Fubinskies aus einem dicken Schlammassel zu befreien,
während dessen macht der Andere Stimmung gegen mich, hier in Schweden, ohne Skrupel, hinter meinem Rücken. Das brauch ich mir nicht zu gefallen zu gelassen. Da werd ich gleich mal die erste Auswärts-6 der Saison in den Rucksack packen. So bekomme ich natürlich nie einen Award, ach Mist, das ist ja ne richtige Zwickmühle. Na gut, Rucksack wieder ausgepackt, nächste Woche ist auch noch ein ZAT. Aber denkt dran, Aufpassen!
Da analysiert man das Tableau und muss leicht schmunzeln: Die J-League liebt das große Theater an ZAT 2
+ Armando Broncas IV hatte uns vor dem ZAT noch ehrfürchtig als „echten Prüfstein“ für seine Yokohama F. Marinos auserkoren. Nun ja - wer gegen Sapporo antritt, muss sich eben auch vernünftig vorbereiten
+ Meistertrainer Wolfgang Lippert versinkt mit Avispa Fukuoka völlig punktlos (!) im Tabellenkeller.
+ Und während die Kollegen das Drama sezieren, wir spielen erst an Spieltag 9 gegen den Meister schleichen wir uns klammheimlich durch den
Windschatten.
Ausblick auf ZAT 3
* Mission 1: In Tokio bei Tokyo Verdy antreten. Die stehen auf Rang 15 und haben mit minus 10 Toren die Schießbude der Liga aufgestellt. Klingt auf dem Papier nach Pflichtaufgabe? Genau bei solchen Spielen friert im Norden das Lächeln für gewöhnlich ein,?.
* Mission 2: Das Heimspiel gegen Aufsteiger Kashiwa Reysol. Die haben gerade sechs Punkte auf dem Konto und wackeln zwischen Genie und Wahnsinn.
* Wetterbericht aus Sapporo: Kalt, sturmfest und völlig unberechenbar. Wenn der Greenkeeper aus Sendai den Schlüssel zum Erfolg sucht – wir haben ihn vorsorglich vergraben!
Die Wanderhure aus Dubai war auf der Palmeninsel, ich sag’s Euch ohne Umschweife: “Viel los war ni“. Aber zum Glück heißt man ja nicht umsonst die rechte Hand. Alles entspannt, viel schlimmer war der Sturmversuch auf die Bergfestung in den Hajar-Bergen. Da kamen vielleicht Kaventsmänner auf uns zugerollt. 5 Stück an der Zahl und wir konnten kaum gegen halten. Uns fehlte einfach der Mumm. Macht nichts, die Saison ist noch jung, die neuen Spieler samt neuer rechter Hand
sind noch in der Lernphase. Also als erstes am Montag alle in die Metro und ab in den Zabeel Park. Den Dubai Frame 20-mal rauf und wieder runter, und oben solange auf dem Glasboden hin und her gescheucht bis kein Knie mehr zittert. Dann anschließend noch 2x mit verbundenen Augen die Scheich Zayed Road überquert und der nächste Spieltag kann kommen. Es geht gegen die Tabellenführer, was solls? Nicht mehr lange, dann sagen das die anderen auch wenn sie auf die Palmeninsel müssen.
Da starrt man nach ZAT #2 auf die nackten Zahlen, schweift danach ab, betrachtet das Drumherum, und realisiert: Die mexikanische Liga ist kein normaler Fußballwettbewerb, sondern eine ausufernde Telenovela auf Speed. Und vielleicht liegt darin das Problem des eigenen Daseins.
Denn während Herbster und Pepeke Guevara fünfseitige Manuskripte über Voodoo-Puppen, Hundespucke und verfluchte Gräber verfassen, während Don
Limón mit sauren Zitronen hadert und Maverick in poetischen Ergüssen versinkt, gehen die UNAM Pumas dabei fast lautlos unter.
Kein Drama, kein Voodoo; einfach nur die eiskalte Realität zweier seelenloser Patenzüge: 0:5 gegen Atlante, 1:2 daheim gegen Cruz Azul. Platz 15, drei Punkte, Trümmerfeld. Aber vielleicht ist genau dieser Kellerplatz der perfekte Nährboden, um den Zirkus der Eitelkeiten von hinten aufzurollen. Die Show hat erst begonnen!