Es gibt wenig, was die Flachzange aus der Ruhe bringen kann. Ungünstige Winde, die den Ballon von Huracán in ungünstige Gefilde wehen; übel riechende Winde, die oft von den Mitfahrern im Korb ausgehen, weil diese die Höhenluft nicht vertragen; aber vor allem Spieltage mit zwei Auswärtsspielen hintereinander: „Da kriege ich schlechte Laune wie die Toiletten-Reinigungskraft zur Spargelzeit. So einen Spielplan kann sich auch nur eine Maschine ausdenken. Wie soll ich da die Kräfte der Mannschaft dosieren? Wie soll ich das TK einsetzen? Ich muss mich doch auf den Wind konzentrieren und habe keine Zeit, um Setzverhalten von Gegnern zu überprüfen, geschweige denn zu analysieren. Jetzt bleibt mir wieder nur mein Bauchgefühl…!“
Während man an der Castroper Straße auf sachliche Argumente aus Sachsen wartet, konzentriert sich Trainer Weichflöte lieber auf den Sport: „Der Blick auf die Tabelle ist zwar aktuell nicht schön, aber wir wissen, dass in dieser Phase der Saison noch nicht viel vorentschieden ist. Natürlich schmerzt die Heimniederlage, aber es werden auch wieder Erfolge kommen. Wir glauben an unsere Spielphilosophie und werden weiterhin versuchen, für die Gegner nicht so leicht auszurechnen zu sein. Und außerdem gibt es auch andere Mannschaften, die mal zu Hause verlieren. Da werden wir nicht die einzigen bleiben in dieser Spielzeit. Und schon das nächste Wochenende bietet uns die Chance, das zu beweisen.“
Liverpool auf Platz 8 – und plötzlich weht ein neuer Wind durch Anfield.
Liverpool FC hat einen neuen Mann an der Seitenlinie: Schmarcus übernimmt das Ruder bei den Reds und tritt damit eine Aufgabe an, vor der selbst so mancher erfahrene Fußballlehrer Respekt haben dürfte. Platz 8 in der Liga ist schließlich nicht unbedingt das, was man an der Merseyside als königlichen Anspruch bezeichnet. Doch genau hier könnte die Geschichte beginnen.
Nach dem Ende der Ära Jürgen Klopp schien Liverpool lange auf der Suche nach einer neuen Identität. Mal wurde verwaltet, mal experimentiert, mal vermutlich auch gehofft, dass sich die alten Klopp-Zeiten irgendwie von selbst zurückmelden. Spoiler: Haben sie nicht.
Nun also Schmarcus.
Ein Trainer, der sich vorgenommen hat, Liverpool wieder zu dem zu machen, was der Klub unter
Klopp verkörperte: Leidenschaft, Mentalität und vor allem Fußball, bei dem der Gegner schon beim Blick auf den Spielplan leichte Kopfschmerzen bekommt. Die Fans träumen bereits von einem neuen „Normal One“ – nur diesmal mit deutlich mehr Schmarcus und hoffentlich weniger Platz 8.
Dabei ist die Aufgabe klar: Liverpool muss wieder nach oben. Nicht irgendwann. Nicht vielleicht. Jetzt.
Ob Schmarcus tatsächlich das Zeug zum „neuen Klopp“ hat, wird sich zeigen. Doch eines steht fest: Anfield hat wieder Hoffnung. Und sollte Schmarcus tatsächlich gelingen, was seine Vorgänger nach Klopp nicht geschafft haben, dürfte sich in Liverpool bald eine Frage stellen:
War Klopp wirklich einzigartig – oder musste einfach nur der richtige Schmarcus kommen?
Die Antwort gibt es auf dem Platz. Und Liverpool darf gespannt sein.
Verwundert, ja fast angewidert nimmt der Trainer des Tabellenführers Al-Shabab das Wehklagen um sich herum zur Kenntnis: „Alles nur Steppwesten tragende e-Bike-Fahrer hier in der Liga. Rechte Hand, linke Hand, fehlt, tut weh, funktioniert nicht… mimimimimi! Ich brauche überhaupt keine Hände, um meine Banane zu biegen. Allein mit der richtigen Atemtechnik und einem trainierten Beckenboden ist schon viel erreichbar. Das hab ich weiland von der Wanderhure gelernt, nach dem Zahnpasta-Lifehack und vor der alttestamentarischen Darmspiegelung mit der Zahnbürste.
Hände werden demnach völlig überschätzt, vor
allem beim Fußball, um den es hier ja schließlich geht.
Und wenn der Herbie sich vor dem UniBärSum in die Hose macht, kann man ihm ohnehin nicht mehr helfen. Der Typ ist nämlich mein Trauzeuge und so viel kann ich verraten: der kocht auch nur mit Wasser. Das wiederum kann er aber gut.
Also kommt gerne mal bei mir vorbei, dann zeig ich euch noch ein paar andere Tricks ohne Hände. Die sandige Wüsten-Ayurveda-Schule hat noch viele Geheimnisse, die es zu entdecken gilt. Zumindest hat mir die Wanderhure von Dubai so manches verraten und auch gezeigt. Ich sag nur Chili-Speichel-feuchter Ohrwatschel-Popler…“
Der Start in die Saison ist geglückt. FK Mashal Muborak mischt erst einmal wieder ganz oben mit. Ob die Puste diesmal reichen wird? Es bleibt abzuwarten.
Jedoch reibt man sich verwundert die Augen. Denn auf Rang 1, da steht ein anderes Team, nämlich Qizilqum Zarafshon. Und es ist fast schon einmalig - zumindest hat Wolfgang See so etwas noch nie erlebt: Qizilqum Zarafshon steht nach 5 Siegen aus 5 Spielen und gerade einmal einem Gegentor ganz oben. In keinem der 5 Spiele von Qizilqum Zarafshon gelangen einem Team mehr als 2 Tore.
"Ich kann mich nicht daran erinner, so etwas schon mal bei Copa erlebt zu haben", kommt Wolfgang See aus dem Staunen kaum heraus. Wenn das bis zum Saisonende so bleiben sollte, dürfte es sich um schwarze Magie handeln.
Nein, zufrieden kann man nicht sein. Man muss sich zurecht anhören, dass man bisher oft nicht die richtige Taktik gewählt hat. Auswärts war mehr möglich, doch es fehlte der Mut, mal etwas zu riskieren und so gingen die Spiele stets ohne eigenen Treffer knapp verloren.
Daheim das gegensätzliche Bild: Viele eigene Treffer und Punkte. Ob man hier die Ressourcen nicht effizienter einsetzen sollte? Oder könnte? Diese Fragen wurden nun auch Jack Pott gestellt, der jedoch gelassen reagiert und auch abstreitet, dass man nach dem Champions League-Titel noch gedanklich beim Feiern sei.
Ganz allmählich befreit sich der SC Farense nach dem sehr schwachen Saisonauftakt. Doch man blickt voller Verwunderung auf den Tabellenführer. SC Beira Mar thront nach wie vor ganz oben mit mittlerweile 12 Punkten bei gerade einmal 9 erzielten Toren - beeindruckend, ohne Frage!
Umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass (oder weil?) das Team aktuell ohne Trainer auskommen muss. Und man wundert
sich doch, dass da noch niemand aus der Copa-Welt zugeschlagen hat, um den Tabellenführer in dieser aussichtsreichen Tabellenkonstellation zu übernehmen.
Auf die Frage, ob der Trainer des SC Farense den Klub vielleicht übernehmen werde, entgegnete dieser nur: "Tick, Tack, Tick, Tack..." Wieder nur ein Zitat aus der Serie Dark von ihm. Langsam sind seine Pressekonferenzen nur noch albern.
Man dümpelt so vor sich hin und musste bereits 11 Gegentore hinnehmen. Mehr hat bisher nur Paysandu FC kassiert. Zufrieden dürfte man in Maldonado daher bisher nicht sein, aber man macht sich selber Mut. Zum Glück ist noch viel Zeit, um Boden gut zu machen.
Generell kommt mehr Kritik am Trainer aus. Er ist zwar eine Ikone, hatte den Club, den fast niemand kannte, aus der Zweitklassigkeit befreit und zu Titeln geführt. Doch Erfolg verwöhnt bekanntlich auch die Fans schnell. Und so gibt es mittlerweile auch kritische Stimmen, nachdem man zwei Saisons in Folge die internationale Zone verpasste.
Was für ein bitterer Absturz für die AS Rom: Der Traditionsklub findet sich plötzlich auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Nach einem völlig misslungenen Saisonstart herrscht in der italienischen Hauptstadt Ernüchterung. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv fehlt die Durchschlagskraft und auch defensiv häufen sich die Fehler. Für Trainer und Spieler steigt der Druck von Spiel zu Spiel. Noch ist die Saison lang, doch Rom muss dringend die Wende schaffen, bevor aus dem Fehlstart eine echte Krise wird.
Nueva Chicago steht vor einer schwierigen Aufgabe gegen den formstarken Ferro Carril Oeste. Der Traditionsverein hat seine letzten vier Spiele in Folge gewonnen und reist mit viel Selbstvertrauen an. Trainer Geordie weiß, dass seine Mannschaft vor einer großen Herausforderung steht. Gleichzeitig sorgt er sich um die Belastung durch die internationalen Spiele. „Wir haben einen engen Spielplan, und ich hoffe, dass die zusätzlichen Partien unsere Mannschaft nicht zu sehr belasten“, sagte Geordie. Nun gilt es, die Kräfte richtig einzuteilen.
Alemannia Aachen liefert derzeit ein erschreckendes Wechselspiel: Zuhause wird aufgedreht, auswärts abgeschaltet. Die vergangenen drei Heimspiele wurden klar gewonnen – doch in der Fremde setzte es ausschließlich Niederlagen. Noch schlimmer: Auswärts blieb die Alemannia dabei sogar komplett ohne eigenen Treffer. Für einen ambitionierten Zweitligisten ist das viel zu wenig. Trainer Lecki gerät deshalb zunehmend unter Druck. Die Frage wird lauter: Warum bekommt er dieses gravierende Auswärtsproblem einfach nicht in den Griff?
Kairo brodelt! Al Ahly steht zwar an der Spitze der Tabelle, doch hinter den Kulissen herrscht alles andere als Ruhe. Trainer Emanuel Ginobili erlebt trotz des starken Tabellenplatzes eine zunehmend angespannte Situation. Der 1:0-Derbysieg gegen Zamalek sorgte noch für Euphorie, doch nur wenige Tage später folgte beim 0:3 gegen Smouha SC der erste größere Rückschlag in der noch jungen
Saison. Nicht nur hinter vorgehaltener Hand, sondern ganz offensichtlich wächst unter den Fans die Ungeduld von Jahr zu Jahr – der Ruf nach Erfolg wird immer lauter. Nun warten zwei trainerlose Gegner auf Al Ahly. Leichte Aufgaben? Keineswegs. Gerade weil beide Teams ohne Coach antreten, sind sie nur schwer einzuschätzen. Ginobili weiß: An der Tabellenspitze ist kein Platz für weitere Ausrutscher.
Raja de Casablanca durchlebte am vergangenen Spieltag ein Wechselbad der Gefühle. Zum Auftakt gewann man bei Hassania d'Agadir gleich mit 4:2 und zelebrierte dabei ein wahres Offensivfeuerwerk. Man ging bereits in der zweiten Minute in Führung und war fast nicht mehr zu bremsen. Die Euphorie verflog aber bereits im nächsten Spiel. Zu Hause gegen KAC de Kénitra ging man wieder in der Anfangsphase in Führung, doch danach wurde man von den Gästen richtiggehend überrollt. Mit 1:4 fiel die Niederlage ziemlich deftig aus. In der Folge blieb man in der Tabelle auf dem achten Platz hängen.
Bei den Suwon Samsung Blue Wings läuft es derzeit alles andere als rund. Nach drei Spieltagen stehen für das Team von Langzeittrainer Ruki Zuki lediglich ein Sieg und zwei Niederlagen zu Buche. Besonders bitter: Zuletzt setzte es beim FC Seoul eine deutliche 0:3-Pleite. Damit wächst der Druck auf den erfahrenen Coach spürbar. Dennoch bleibt Zuki kämpferisch und betont seine unveränderte Liebe zum Verein. „Dieser Klub bedeutet mir alles“, ließ der Trainer verlauten. Die nächsten Spiele könnten nun richtungsweisend werden.
Ja, zugegebenermassen muss man anerkennen, dass man sich ja noch in der Startphase der Meisterschaft befindet. Trotzdem darf man beim Meister Dunedin Technical schon ein wenig stolz sein, dass man sich an diesem Spieltag gleich um 13 Plätze in der Tabelle verbessern konnte. Verantwortlich dafür war eine optimale Punktausbeute aus den beiden Spielen. Einem 4:1 Sieg bei Red Sox Manawatu folgte im Heimspiel gegen die Glenfield Rovers ein 2:0 Sieg. Einziger Wermutstropfen: Als Tabellenführer ist man nun Gejagter Nummer 1.
Das hatte man sich bei CA Peñarol wohl doch ein bisschen einfacher vorgestellt. Im Heimspiel gegen FC Paysandu musste man bis in die Nachspielzeit einen knappen Vorsprung verteidigen. Die Erlösung war gross, als der Schiedsrichter nach sechs Minuten Nachspielzeit die Mannschaften in die Kabinen schickte. Mit 3:2 konnte man die drei Punkte ins Ziel retten,. Dass die Partie Kraft gekostet hatte, merkte man im anschliessenden Auswärtsspiel. Bei den Rampla Juniors Versuchte man eine Halbzeit lang den Rückstand auszugleichen. Doch die mangelnde Frische verhinderte dieses Vorhaben.