Das sieht man selten, der amtierende Meister steht aktuell auf dem letzten Tabellenplatz. Diesmal wurde das Risiko bestraft und es hagelte zwei Niederlagen. Doch die Mannen aus Maldonado konnten davon bisher nicht profitieren, die Beine sind schwer und man tut sich selbst extrem schwer, in der Fremde zu punkten.
Brad Pott ist sicher außerdem sicher, dass der Kollege Chrille mit all seiner Erfahrung unten wieder rauskommen und Boden gutmachen wird: "Ich bin mir sicher, dass mein Trainerkollege die passenden Pläne in der Schublade haben wird."
Man dümpelt so vor sich hin und musste bereits 11 Gegentore hinnehmen. Mehr hat bisher nur Paysandu FC kassiert. Zufrieden dürfte man in Maldonado daher bisher nicht sein, aber man macht sich selber Mut. Zum Glück ist noch viel Zeit, um Boden gut zu machen.
Generell kommt mehr Kritik am Trainer aus. Er ist zwar eine Ikone, hatte den Club, den fast niemand kannte, aus der Zweitklassigkeit befreit und zu Titeln geführt. Doch Erfolg verwöhnt bekanntlich auch die Fans schnell. Und so gibt es mittlerweile auch kritische Stimmen, nachdem man zwei Saisons in Folge die internationale Zone verpasste.
Weiterhin ein ungewohntes Bild für die sonst für gewöhnlichen Frühstarter aus Maldonado. Aktuell rangiert man auf dem vorletzten Platz. Sollte es in der kommenden Saison wieder eine 2. Liga in Uruguay geben, wäre die Platzierung gleichbedeutend mit dem Abstieg.
In Maldonado sieht man es natürlich noch gelassen. Man weiß, wie lang die Saison in Uruguay ist und wie eng es normalerweise zugeht. Und man kann sich damit trösten, dass selbst der amtierende Meister aktuell nur drei Zähler hat und auch nur einen Platz weiter oben rangiert.
Der Blick auf die Tabelle tut im Moment weh, zumindest für Anhänger von Club Deportivo Maldonado. Obwohl die Liga aufgestockt wurde, muss man aktuell mit dem 13. Platz Vorlieb nehmen. Der Start in die neue Spielzeit ist missglückt.
Doch glücklicherweise ist die Saison noch jung und so hofft man, bald schon Boden gutmachen zu können. Auch in dieser Saison möchte man wieder die internationalen Ränge anvisieren, obgleich es in den letzten zwei Spielzeiten nicht gelang, diese begehrte Zone zu erreichen.
Die Zeit wird zeigen, ob es diese Saison endlich wieder reichen wird.
Am vergangenen Freitag gab es lange Gesichter in Maldonado. Man musste sich eingestehen, dass die gewählte Taktik nicht aufging. Daheim verbrannte man unnötig Ressourcen, während man auswärts zu mutlos war. Zugleich wollte man jedoch auch fair sein und vor allem Totengräber Chrille Respekt zollen: "In der Konstellation tatsächlich gegen einen direkten Kontrahenten daheim kurz vor Saisonende auf ein 1:0 zu setzen. Respekt, den Mut muss man erst mal haben!"
Und eventuell wird der Mut nun sogar mit der Meisterschaft für Tacuarembo belohnt. Und für Maldonado?
Da stellt man sich weiterhin die Frage, ob es am Ende für die internationalen Plätze reichen wird. Glück wird man dafür nun auf jeden Fall benötigen. Aber immerhin: Das Saisonziel, 33 Punkte, wurde bereits erreicht, wodurch man in der ewigen Tabelle auf jeden Fall CSD Huracán Buceo aufgrund des besseren Torverhältnisses überholen wird. Somit steht man dort nun auf Rang 11 und ist kurz davor, in die Ewige Top-10 des Landes vorzurücken. Ein großer Erfolg für Maldonado, wenn man bedenkt, dass man in der Vereinshistorie gerade erst die 16. Saison in Liga 1 spielt.
"Ist es für unseren Club Deportivo Maldonado das Spiel gegen den kommenden Meister Uruguays?", fragen sich aktuell viele Fans aus Maldonado. Am Freitag geht es gegen Spitzenreiter Paysandu FC ran. Zeit, um sich den Verein mal genauer anzusehen.
Paysandu FC hat eine bewegte Geschichte hinter sicher. Unter Nordwin Studt gab es einst große Erfolge, aber auch einen Abstieg. Unter dem Trainer, der jahrelang die Stricke in der Hand hatte, stieg man auf und schaffte das, was bisher nur wenigen gelang: Als Aufsteiger direkt Meister
zu werden. Jedoch stieg man einige Saisons später wieder ab und dann auch wieder auf.
Mittlerweile ist Nordwin Studt nicht mehr an Bord, aber sein Nachfolger Tor-Stan steht kurz davor, Geschichte zu schreiben und die 2. Meisterschaft der Vereinshistorie einzufahren. Die Mannen aus Maldonado werden bei ihrem Heimspiel aber sicherlich nicht einfach Spalier stehen und kampflos zugucken, wie sich Paysandu zum Meister krönt. Schließlich hofft man in Maldonado auch noch, nächstes Jahr wieder international dabei sein zu können.
Es ist jedem Copatadores bekannt, dass die Liga Uruguays eine der härtesten der Copa-Welt ist. Hier tummeln sich einige Star-Trainer und auch wenn man sich die geringe Anzahl an Auswärtstoren ansieht, weiß man: Hier sind viele Taktik-Füchse unterwegs, die die Regeln bestens kennen und jeden gegnerischen Trainer bis ins Detail durchleuchten, ehe man sich zu einem Offensivspektakel auf gegnerischem Terrain hinreißen lässt.
Doch in den Nachbarländern wird jetzt hinter vorgehaltener Hand (was bei der WM
ja verboten ist) gemauschelt, die Liga Uruguays sei wie eingeschlafene Füße. Und tatsächlich hat sich fast gar nichts verändert: Am Freitag blieben die Plätze 1-9 allesamt unverändert. Ebenso änderte sich das Tabellenschlusslicht nicht. Nur die Plätze 10 und 11 tauschten die Ränge.
Auch Brad Pott gibt zu: "Für den neutralen Zuschauer ist das wahrscheinlich wirklich kein Spektakel aktuell. Aber das soll uns egal sein. Wir in Uruguay wissen, dass das ein Zeichen von Spannung ist!"
Zum zweiten Mal in Folge eine gute Platzierung und dennoch die Qualifikation für das internationale Geschäft verpasst. Man ist daher weder zufrieden noch unzufrieden in Maldonado. Die Spieler von Brad Pott wollen nun die Chance nutzen , sich voll und ganz auf das nationale Geschehen in der Liga fokussieren zu können.
Dort soll es dann gleich zum Auftakt direkt mächtig knallen, auch wenn es zunächst auswärts rangeht.."Unsere Fanklubs haben uns eine tolle Unterstützung zugesagt und wir wollen sie nicht enttäuschen, wenn sie schon die Reise unternehmen.
"Kein glanzvoller, aber doch ein wichtiger Sieg!", das wird sich sicherlich auch Brad Pott am heutigen Freitag gedacht haben. Seine Mannen gewannen knapp mit 2:0 gegen einen direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze.
Zuvor war man auf den 5. Tabellenplatz abgerutscht und somit erstmals in dieser Saison aus der internationalen Zone rausgerutscht. Doch nach dem heutigen 2:0 ist man zurück in eben jener internationalen Zone.
Zugleich ist man realistisch und weiß, dass es für den ganz, ganz großen Wurf in dieser Saison nicht reichen wird. Brad Pott formulierte erneute klar und deutlich: "Mit dem Titelrennen dürften wir bis zum Saisonende vermutlich nichts zu tun haben."
Das ist bitter für den Club Deportivo Maldonado: Erstmals in dieser Saison hat man keinen der begehrten internationalen Plätze inne. Man ist am letzten Freitag auf den 5. Tabellenplatz abgerutscht.
Auch Brad Pott musste feststellen: "Im Moment werden wir durchgereicht. Diese Liga ist eine der stärksten in der Copa-Welt. Ein Moment der Schwäche kann die gesamte Saison runieren."
Doch die Verantwortlichen zeigen sich zugleich kämpferisch: "Mittlerweile sind wir seit vielen Jahren in dieser Liga vertreten. Wir probieren, oben mit dabei zu bleiben!"