Kawasaki eilt zuhause von Sieg zu Sieg. Hört sich gut an. Kawasaki taumelt auswärts von Niederlage zu Niederlage. Hört sich schlecht an. Doch trifft beides zu auf Claudions Mannschaft. Bei den Red Diamonds gab es gar die zweite 0:1-Pleite in Folge. Und zuhause gab es zum ersten Mal Gegentore, so daß der 3:2-Sieg bei der „Revanche“ gegen Avispa Fukuoka am Ende ein wenig
glücklich ausfiel. Mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld war man bei Kawasaki in der letzten Saison hoch zufrieden, doch in diesem Jahr wird eine Verbesserung erwartet. Schließlich hat Claudion mit seinen anderen asiatischen Clubs gute Erfolge gefeiert. Doch Japan ist ein anderes Pflaster, und so wird man sehen müssen, ob Claudion sich mit seiner Mannschaft in dieser starken Liga behaupten kann.
Von Platz 11 rauf auf Platz 1 und sofort wieder zurück auf Platz 10. Es sind schon Gefühlswallungen der besonderen Art, die den ansonsten als relativ ausgeglichenen Trainer bekannten Coach wohl aufgrund dieser Achterbahnfahrt erfasst haben dürften.
Eigentlich wollte er doch auf dem ersten Platz ruhig und ohne Gegenwind dem Saisonende entgegensegeln und plötzlich ist er wieder in den deprimierenden Niederungen der sportlichen Mittelmäßigkeit angekommen. Es wäre ja nicht weiter schmerzhaft,
aber die Träume in der vergangenen Woche waren einfach zu großartig gewesen, daher muss dieser Tiefschlag ihm wohl besonders wehtun. Und das dies auch tatsächlich der Fall ist, dokumentiert folgende, vielleicht leicht irritierende Aussage, die von ihm nach dem Spiel in der Kabine überliefert ist: "Ein Aufsteiger, hmmmm. Ein Aufsteiger! Wir verlieren gegen einen Aufsteiger! Ja seid ihr denn von allen japanischen Fußballgöttern verlassen? Sind wir nicht das Land mit den großartigsten Achterbahnen?
Da muss man schon zweimal genau hinsehen, um wirklich zu glauben was sich hier abspielt. Mit der Tabellenführung hat wahrlich niemand von Montedio gerechnet. Naja, dann muss man die kommenden Spiele anders angehen, um vielleicht diese SPitzenposition auch zu rechtfertigen. Zuerst geht es zu Yokohama. Ein Team das einen Zahn zulegen muss und auch wird. Bleibt abzuwarten, ob Montedio hier wieder einen *Überraschungscoup landen kann. Daheim geht es weiter gegen Sagan. Mit der Heimstärke ist das so ein Ding. Aber vor allem diese Punkte muss man einfahren, um das Zeil Klassenerhalt erreichen zu können. Fürs Heimspiel ist Zuversicht eingeplant.
Bereits nach 21 Spielminuten ging das Team von Trainer Serse Cosmi, Sagan Tosu in Führung gegen Sanfrecce Hiroshima goße freude beim Publikum das sich auf weitere tore hoffte und freute doch nix war. Ganz im gegenteil die Gäste kamen im verlauf des Spiels immer näher an das Gehäuse und so begann das zitter und bangen und das ganze ging bis zum schlußpfiff, erst dann schweres durchatmen und große Erleichterung der knappe Vorsprung reichte und Sagan Tosu feierte das nächste Heimsieg. Auswärts dagegen mußte man weder zittern noch bangen auch beten half nichts man ging sang und klanglos gegen das Team von Emanuel Nakamura mit 0 zu 5 böse unter. Eine derbe klatsche für das Team.
Die Trainer in Japan scheinen sich gut zu kennen. In allen Partien gab es bisher einen Sieger und einen Verlierer - noch kein Spiel endete Unentschieden. "Das könnte eine sehr ausgeglichene Saison werden", prophezeiht Wolfgang See, Trainer von Sanfrecce Hiroshima.
Auch Taotomi Hashito, Fussballweise des Landes, prognostiziert eine sehr spannende Saison: "Einige Trainer sind hier schon lange. Andere Trainer wie Wolfgang See kennen jemanden, der die Liga gut kennt. Es überrascht mich nicht, dass die Trainer bisher stets einen Weg gefunden haben, um einen Sieg einzufahren. Unentschieden dürften diese Saison Mangelware bleiben!"
Wir sind gespannt, wie es weitergehen wird...
Die Neulinge geben in der J1 derzeit den Ton an. Zwei von ihnen haben sich derzeit in den oberen beiden Etagen eingenistet. Während der neue Tabellenführer Montedio Yamagata erstmals in diesen Sphären angelangt ist, sind die Eichhörner aus Saitama schon alte Hasen, denn sie standen bereits in der Vorwoche auf dem zweiten Rang. Verteidigt wurde dieser Platz mit einem 1:0-Erfolg gegen die stark verjüngte Mannschaft vom amtierenden Meister Kyoto Purple Sanga, dem noch ein wenig die Puste für die Erstklassigkeit fehlt. Das Tor des Tages fiel nämlich erst in Minute 87. Das die Mannschaft diese Puste im Verlauf der Saison sicherlich noch erlangen wird, steht außer Frage, wenn man einen solch erfolgreichen Coach sein eigen nennt.
Manchmal ist Reden Silber. Und Schweigen ist Gold. Daran wollte sich Powerkraut sen. in dieser Spielzeit eigentlich halten. Vor allem, wenn die Ausgangslage die aktuelle ist. Man führt die Tabelle an und die Mannschaft ist in einer hervorragenden körperlichen Verfassung. Da tut es eigentlich keine Not, mit schlechten öffentlichkeitswirksamen Beiträgen noch die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Nichtsdestotrotz genau dies
tut der alte Mann. Was ist in ihn gefahren? Liegt es am fortgeschrittenen Alter oder doch eher an der notorischen Schwäche für Aufmerksamkeit? Ist dem alten Simpel wirklich jedes noch so peinliche Mittel recht, um seine durchwachsene Trainerhistorie in Japan durch großmäuliges Auftreten kaschieren zu wollen? Fast scheint es so. Da kann man nur hoffen, dass wenigstens international ein bisschen mehr Feuer im Herd brennt...
Das ging ja zügig, das Team von Sagan Tosu konnte sich im relegation Spiel für die AFC Champions League nicht qualifizieren und ist damit bereits aus diesem Wettbewerb ausgeschieden, sehr zum ärger von den neuen Coach Serse Cosmi der sich dafür viel vorgenommen hatte. Zum trost bleibt allerdings die sache das man weiterhin international spielt doch nun im AFC Cup. In der Division 1 der japanische Liga steht man auf einen 7. Tabellenplatz, nachdem zuletzt zu hause mit einen klaren 3 zu 0 erfolg drei punkte holen konnte. Auswärts dagegen unterlag man mit 0 zu 4. Nun geht es weiter mit dieser doppel Belastung die für den Trainer Serse Cosmi, neu ist und ob er damit zu recht kommt wird man sehen.
In den Spielen 3 und 4 gab es für Claudions Mannschaft – wie gehabt – auswärts eine Niederlage beim Yokohama FC, die mit 0:1 denkbar knapp ausfiel, und zuhause einen 4:0-Sieg gegen Sagan Tosu. Damit ist Kawasaki Frontale unter seinem neuen Trainer auf dem besten Weg, zuhause wieder eine Macht zu werden. Und dank der guten Tordifferenz liegt die Mannschaft sogar auf Rang 5 der Tabelle. In den nächsten Spielen muss Kawasaki beim Tabellenschlusslicht Urawa Red Diamonds sowie zuhause gegen Avsipa Fukuoka antreten. Und gegen diese hat man aus der vergangenen Saison noch eine Rechnung offen: das letzte Heimspiel verlor man mit 2:6 – der höchsten Heimschlappe seit Jahren!
Ich bin eigentlich mit der Verjüngung der Mannschaft zufrieden. Mir scheint die jungen Spieler bemühten sich um die Integration in die Mannschaft. Allerdings sehen das die Presseberichte anders und sprechen davon, dass die Mischung der Mannschaft nicht stimmt und man keine Harmonie in den Aktionen feststellen kann. Wie dem auch sei, die Spiele gegen das starke Cerezo Osaka sind immer schwierig und da darf man keinen Sieg erwarten. Gegen Vissel Kobe hat die Mannschaft aber sehr gut gespielt, flüssig nach vorne, auch im Aufbau und dabei schöne Tore erzielt. Am nächsten Wochenende kommen dann zusätzlich noch die internationalen Begegnungen dazu.
Auswärts geglänzt und dann daheim alles verkackt...so die Bilanz nach den letzten beiden Spielen. Dazu darf man zu den starken Spielern von Vissel Kobe anreisen, die jetzt aber gewappnet sein werden gegen unsere Jungs von Yamagata. Jetzt gilt es zu punkten daheim gegen den Mitaufsteiger von Omiya Ardija, die einen guten Saisonstart erwischt haben zu bestehen und wichtige Heimpunkte einzufahren. Vor allem die Heimpleite wiegt schwer. Hatte man sich nach dem Auswärtsdreier einen Befreiungsschlag an die oberen Plätze erhofft, findet man sich vorerst im Mittelfeld der Liag wieder. Schritt für Schritt nach oben spielen heißt nun die Devise. Auf die Umsetzung darf man gespannt sein.
Als KiMu neulich das Studio der Glücksradsendung verließ war er sichtlich Niedergeschlagen, er konnte das Spiel nicht für sich entscheiden und verpasste das große Geld, was er bei Yokohama sicherlich nicht verdient. Während er gedankenverloren den Gang entlang streifte traf er auf Herrn Schächter, der ihn sogleich ansprach: "Sagen sie mal, wir wollen ja auch mal die Volksmeinung einholen. Wen halten sie denn
für einen geeigneten NAchfolger für Thomas Gottschalk? Und sagen sie jetzt nicht Wolfgang Lippert!"
Und irgendwie, vielleicht wegen der Assoziation mit Lippi sagte KiMu nebenbei: "Ähm, was, wie? Walter Freiwald vielleicht."
Wenn es also in Zukunft heißt: "Ich wette, dass ich in 2,5 Stunden Sendezeit 100 Nigelnagelneue Dampfreiniger verkaufen kann!" dann wissen sie, wem sie es zu verdanken haben.
Hier noch als kleiner Nachtrag zur letzten Woche: ein weiteres Fragment eines Telefonats, das über die einschlägig bekannte Plattform an die Öffentlichkeit gelangte: „Hallo Herr Schächter, hier ist nochmals Wolfgang Lippert. Wir sind eben unterbrochen worden. Sie können übrigens gerne Lippi zu mir sagen, so nennen mich meine Fans auch immer. Ja, falls es eben nicht bei Ihnen angekommen sein sollte: ich würde mich gerne als Nachfolger für das blondierte kalifornische Frettchen... äh, den Gottschalk, bei „Wetten, dass?“ ins Gespräch bringen. Ich bin mir sicher, dass Sie intern meine Personalie in den
zuständigen Gremien bereits diskutiert haben und Ihnen nur einen Wink geben, dass ich tatsächlich zur Verfügung stehe. Wobei ich aber auch betonen möchte, dass es einen Lippi natürlich nicht zum Nulltarif geben kann. Angesichts meiner überragenden Qualitäten als Gastgeber und Showmaster möchte ich mindestens die doppelte Gage vom dauergewellten Modeunfall. Aber Geld sollte beim ZDF ja eigentlich keine Rolle spielen, im Notfall kann man schließlich immer noch an der Gebührenschraube drehen, he he. Also insofern sollten meiner Verpflichtung keine Steine mehr im Weg... Hallo, Herr Schächter? Sind Sie noch dran? Herr Schächter?“
Die Liga hat ein neues Gesicht bekommen. Einige (un)wichtige Trainer verließen das Land, wiederum andere kamen hinzu. Was bedeutet das nun für die Übrigen? Wahrscheinlich nichts. Denkt man im ersten Moment. Doch neue Besen kehren besser, sagt ein altes japanisches Sprichwort. Dies bedeutet wiederum, dass die alten Hasen im Lande, evtl. im Tabellenkeller landen (ausgenommen Nili Nil natürlich). Nicht das man das in Sendai seit den letzten beiden Durchläufe nicht gewohnt sei. Dennoch ist die Angst vorhanden, dass ein neues Zeitalter einbricht, auf das man nicht vorbereitet ist. Denn nichts fällt schwerer, als von einem „jüngeren“ Konkurrenten ersetzt zu werden.
Was für ein Spiel - die Fans standen Kopf! Sanfrecce schlug Yokohama FC mit 6:0 - jene Mannschaft, gegen die Wolfgang Sees Kollege Jack Pott vor einigen Saisons noch mit 4:5 daheim unterlag.
"Ich halte Rücksprache mit Jack. Er hat mir gesagt, dass man bei Yokohama aufpassen muss. Meinen Jungs hatte ich daher klargemacht, dass sie bei dem Spiel besonders konzentriert sein müssen", so See.
Den Zuschauern gefiel dieses Spektakel, auch wenn es natürlich TK-technisch recht teuer war. "Aber das war notwendig. Wie gesagt: Vor wenigen Saisons hatten wir von Yokohama mal 5 Kirschen zu Hause gefangen!", argumentierte See.
Das Team von Aufsteiger Omiya Ardija scheint sich rasch an das japanische Fußballoberhaus gewöhnt zu haben. Nach vier Spielen stehen die Eichhörner aus Saitama mit neun Punkten auf Platz zwei und haben bereits den ersten Auswärtssieg unter Dach und Fach gebracht. Beim letztjährigen Fünften Thespa Kusatsu sicherte sich die Elf von Toshiyuki Inada mit einem 2:1 die Punkte. Bereits am dritten Spieltag konnte man sich im Omiya-Park drei Punkte beim 3:0 gegen Sanfrecce Hiroshima sichern und hat nach der hundertprozentigen Punktausbeute in den Spielen drei und vier der Saison nun den zur Teilnahme an der CL berechtigenden zweiten Platz inne.
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