Eine ruhige Kugel will Maritzburg United schieben in der anstehenden Saison. War die erster PSL-Saison recht aufregend, da man mit einem Durchmarsch bis fast an die Tabellenspitze marschierte, konnte man in der letzten Saison die ersten Gehversuche unter FynnFallrückzieher im internationalen Geschäft machen. Dort schlug man sich recht wacker, die Doppelbelastung verhinderte allerdings eine erneute Qualifikation. Trotz anfänglicher Bedenken konnte der Klassenerhalt relativ frühzeitig unter Dach und Fach gebracht werden. Nicht weniger ist nun auch das Ziel, bevor man in zwei, drei Jahren vielleicht doch mal die Black Leopards vom Aboplatz zu verdrängen versucht.
An dieser Stelle noch einmal ein persönliches Willkommen an Voodoo! Damit hat sich der letzte bekannte Kopf aus der ehemaligen Mvela hochgearbeitet. Na gut, außer der Oma. Aber die wollte ja erstmal nicht in Südafrika bleiben und zählt deshalb nicht so wirklich. Und muss sich dort unten nun eben neue Lustsklaven suchen. Das haben sie davon, dass sie die gute alte Mvela einfach umbenannt haben!
Rückblickend auf die vergangene Saison möchte ich natürlich zuerst Herbstar gratulieren zum grossen Erfolg, zum erneuten Gewinn der südafrikanischen Meisterschaft der Premier Soccer League und zum Gewinn der afrikanischen Champions League. Das ist schlicht grossartig. Mit meiner Mannschaft, den Kaizer Chiefs, bin ich in dieser Saison auch zufrieden, da hat man den fünften Schlussrang belegt und den afrikanischen Confederation Cup gewonnen. Damit sind beide internationalen Cups nach Südafrika geholt worden und bringen entsprechende Punkte für die internationalen Startplätze ein, was man auch sofort sieht.
Selten, so erinnert sich Ex-Kolumnist Uno zurück, war die südafrikanische Liga stärker. Es gibt keine wirklichen Punktelieferanten in der Liga mehr. Entweder sie sind abgestiegen oder geNMRt worden. Die Erstligatrainer, die momentan das Sagen über die 16 Vereine haben, verstehen alle was von ihrem Handwerk und sind mit einer Ausnahme (bei dem es sicherlich nur noch eine Frage der Zeit sein mag) alle schon mindestens einmal Meister gewesen. Die restlichen Länder des schwarzen Kontinents würden jeden einzelnen dieser Trainer mit Palmwedeln und einem roten Teppich empfangen. Aber das wäre doch zu einfach. Das ist Südafrika. Hier werden Helden geboren.
Schon wieder ist eine erfolglose Saison für die Dynamos wie im Flug vergangen und die nächste spielzeit steht schon wieder vor der Tür! "Zum GLück haben wir gar keine Zeit uns im Misserfolg zu suhlen, die heutigen Zeiten sind einfach zu dynamisch!" erklärt Eigenrauch. Und da liegt der Hase im Pfeffer begraben, denn die Dynamos als einst dynamischstes Team
Südafrikas müssen sich von alten Hüten lösen und sich geschmeidig in die neue dynamische Copawelt eingliedern, dann kommt auch der Erfolg zurück! Die Art Frusttherapie ist die einzige Lösung um nicht als Dauersäufer im Nagelstudio 10 zu enden oder als Spring-ins-Feld-und-wieder-raus-Mandelator! Am ersten Zat wartet schon Pepeke, der alte Gauner, da kann Eigenrauch zeigen was Dynamik ist!
Bloemfontein. In Bloemfontein ist es die letzten Wochen ruhig geworden, doch in Südafrika ging es nach dem Saisonende heiß her. Denn zuerst wechselte Mandelator nach Südafrika, doch nach nur wenigen Tagen erinnerte er sich doch wieder an die schwere Zeit die er damals schon bei den Arcadia Shepherds hatte und zog sofort weiter in die Elfenbeinküste. Nachfolger bei Azziz Kara, dem Auftaktgegner von den Celtics, ist nun Banana Joe, ein nicht
unbekannter in Südafrika. Letzte Saison verpasste er knapp mit den Mamelodi Sundowns den Aufstieg in die Premier Soccer League. Desweiteren verließ Vinne the Axe Jones die Arcadia Shepherds und ging vorerst in den Ruhestand. Eine Rückkehr ist allerdings nicht ausgeschlossen. Nachfolger ist Tumetot, der vor zwei Jahren noch Trainer bei den Carara Kicks war.
Freuen wir uns also auf eine spannende neue Saison, an Qualität hat die Liga trotz alledem nicht verloren!
Schlimmer hätte der Auftakt für den verschollenen Trainer Pepeke Lumumba gar nicht sein können. Denn mit den Dynamos kommt ein Gegner, den man seit dem Aufstieg in die Premier Soccer League kennt. Trainer Eigenrauch, dessen gute Jahre auch schon in der Eiszeit liegen, und Pepeke Lumumba verbindet eine lange Freundschaft, was aber nicht gleich bedeutet, dass man sich die Punkte gegenseitig zuschiebt. Ganz im Gegenteil, diese Spiele werden mit äußerster Präzision analysiert und gesetzt. Schließlich will man sich gerade gegen 'gute Freunde' nicht schlecht aussehen. Denn bei aller Freundschaft ist die Rivalität dennoch groß. Und das Aufeinandertreffen im ersten Spiel der Saison verleiht dem ganzen eine besondere Note.
Banana Joe hat doch glatt von einem Erstligaverein ein Trainerstelle angeboten bekommen. Nach langem Hin und Her hat er sich dann dafür entschieden, diese anzunehmen, weil in der zweiten Liga nicht viel los war und er der Oma Erni nicht die vielleicht letzte Chance auf den Aufstieg nehmen wollte! Von seinem neuen Klub weiß er nicht allzu viel außer dass der Vortrainer ein alter Bekannter aus dem Senegal war. Mama Buba um genau zu sein. Wie diese Saison also ablaufen wird, kann Banana Joe noch nicht sagen, er muss sich erst mal die Kollegen so anschauen. Keine Ahnung, was da so alles herumkriecht. Angeblich sogar ein entfernter Verwandter von San Bungo.
Nach einem harzigen Start in die letzte Saison haben sich die Manning Rangers kontinuierlich gesteigert, dies sicherlich auch dank ausgezeichneter taktischer Schulung, und aufs Neue bewiesen, dass sie zu den besten Mannschaften Südafrikas gehören. Moreno Deus' Leistungsausweis ist ziemlich beeindruckend; Zweitligameister, zweimal Erstligameister, jedes Mal ein internationaler
Startplatz, Sieg im Confetti Cup. Fehlt nur noch die Champions League. Und da darf man diese Saison wieder starten. "Das ist im Moment allerdings noch nicht auf unserer Prioritätenliste," so der Kubaner. "Bei der grandiosen Abschlussfeier haben wir uns unter Kollegen geeinigt, dass es erstmal gilt, das Triple von Herbstar zu verhindern. Seine Dominanz ist einfach zu beeindruckend!"
Dieses ganze Konditionssparen ist schon eine Krux, wenn alle anderen die selbe Taktik fahren. Und so treten am letzten Spieltag des südafrikanischen Oberhaus aufgepumpte Möchtegern-Meister an, wo doch der Titel voraussichtlich schon vergeben ist. Der selbe wie letztes Jahr soll`s sein. Und nicht nur das: Aufgrund des voraussichtlichen internationalen Erfolges schickt sich Herbie an den Weltranglistenthron zu erklimmen.
Die Black Aces selbst ziehen vermutlich zum dritten Mal in Folge in den
internationalen Wettbewerb ein und schreiben somit die seit dem Aufstieg begonnen Erfolgsgeschichte fort. Nur der ganz große Titel fehlt noch. Und dieser wäre ein ganz besonderer. Nicht nur, da sich der Verein mit Trainer Santa seit langer Zeit in einer Schicksalsgemeinschaft, die ihre Ursprünge in der zweiten Liga Südafrikas hat, befindet. Sondern auch da der Coach mit der Meisterschaft die Vervollständigung der Titelsammlung über die 4 Copa-Kontinente hinweg erreichen könnte.
Die Black Leopards sind 3 Spieltage vor Schluss Tabellenführer. Als Titelverteidiger der Premier Soccer League kann man schon jetzt mit der Saison högschtzufrieden sein. Zudem steht Herbstar's Team im Finale der Champions League, sieht sich aber gegen die Ivorer von Koumassi einer schwierigen Aufgabe bevor. Die Liga ist so eng zusammen, wie lange nicht mehr. Theoretisch haben noch 6 Teams Titelchancen, praktisch wohl nur noch 3: Die
Leopards, die Rangers und SSU oder die Kaizer Chiefs. Da die Chiefs am letzten Spieltag einer Herkulesaufgabe gegenüberstehen und bei SSU ranmüssen, beschränkt sich der Kampf wohl auf die Plätze 1-3. Herbstar will jetzt jedenfalls auch den Titel, wenn es so kurz vor Schluss noch möglich ist, denselbigen zu verteidigen. Die Telefon-Nummer der Vinnie Jones'schen Metzgerei hat er für den Fall des Falls schon mal auswendig gelernt..
Ist der Klassenerhalt noch zu schaffen, oder nicht?! Theoretisch ja, ob es praktisch reicht morgen noch ueber dem Strich zu stehen wird sich zeigen. So denkbar knapp haette es eigentlich nicht mehr sein sollen, damit gerechnet hatte man allerdings schon.
Kane, aberglaeubig seit eh und je sieht in jeder Ecke ein Zeichen des Guten. Vor dem vergangenen ZAT hatte unser hiesiger Sportmanager das Vergnuegen mit
einigen "wahren" Piratesfans aus Suedafrika sich zu unterhalten. Prompt war die Spuernase zurueck und man gewann mit einem Tor unterschied gegen einem Mitabstiegskandidaten. Gestern fast das selbe Ereignis: "You are from Southafrica?" "Yes." "And what do you think about the Pirates?" "Maaaaan, i am big fan of the guys."
Na, wenn das mal kein gutes Zeichen ist. :)))
Man merkt es meiner Mannschaft, den Kaizer Chiefs, an, dass sie nicht mehr so frisch sind wie zu Beginn der Rückrunde. Ich kann das den Spielern nicht übel nehmen, haben sie sich doch international bis ins Finale des Confederation Cup vorgearbeitet, standen und stehen damit bis zum Schluss der Saison unter einer Doppelbelastung, die zwar sehr willkommen war und ist. So war klar, dass sie gegen die Arcadia Shepherds keine grossen Möglichkeiten hatten, lagen sie doch schon nach einer halben Stunde hoffnungslos mit drei Gegentreffern in Rückstand. Auch gegen den Bloemfontein Celtic FC brachte schon der erste Gegenangriff ein Gegentor. Allerdings konnten sich die Chiefs aufraffen, vor der Pause noch ausgleichen und in der zweiten Halbzeit das Spiel noch drehen.
Der letzte Zat der Saison steht vor der Tür und bei den Dynamos stellt man sich die Frage was noch drin ist und was nicht! Es wird verdammt schwer werden den 5. Platz zu verteidigen, denn von Hinten drängt Mpumalanga mit dickem TK und Vorne entschwinden die Kaizer Chiefs mit ähnlich dickem TK! Das bedeutet für die Dynamos mal wieder eine Saison ohne internationalen Startplatz und ohne 25 HoF PUnkte! Der Erfolg der vergangenen Jahre scheint nun endgültig in Vergessenheit geraten zu sein und Yves Eigenrauch muss aufhören an die Vergangenheit zu denken! Ein Umbruch scheint von Nöten, den der Trainer nun einleiten muss, wie auch immer dieser aussehen mag! Man kann gespannt sein auf die Zukunft der Dynamos!
Abschiede haben meist etwas wehmütiges, man fragt sich, ob man niht doch bleiben soll, nicht alles so lassen soll wie es ist. Doch manchmal muss man Entscheidungen eben treffen und Papa Bouba entschied sich - Schade für den Verein - dazu eine etwas längere Pause einzulegen um danach wieder mit voller Kraft und sprühend vor Ideen und Energie den Trainerjob auszuüben. Wo, das weiß er jetzt noch nicht.
Wir danken Papa Bouba für das was er für den VErein geleistet hat und möchten ihn gebührend und voller Anerkennung verabschieden, auch wenn diese Saison sehr durchwachsen lief. Man muss auch hier ein Kompliment machen,
dass er frühzeitig erkannte dass auch der Klassenerhalt nicht einfach werden würde und sich taktisch schnell auf dieses Ziel festlegte und dieses damit immerhin auch erreichte.
Die Aschiedsworte gehören nun unserem beliebten Trainer.
"Thank you all, thank you my friends. I had a great time here. I will not forget you! Wir sehen uns immer mal wieder so on the tribunes of the Stadiums. Viele Spaß liebe Kollegen bei nächste Saison. I love Football. Bye bye!"
Vielen Fans stehen die Tränen in den Augen. Tränen der Rührung. Papa Bouba war einer von den ganz besonderen in diesem Geschäft und der wird es bleiben!
Dass er mit Zahlen nicht umgehen kann, hat Moreno Deus ja gleich zu Beginn klargemacht. Dass er aber vollmundig solch dilettantische Faktenfehler zum Besten gibt. "Da muss ich mich bei allen Beteiligten entschuldigen und mich beim UNO für die Richtigstellung bedanken. Des weiteren freue ich mich natürlich auf die Meisterschaftsparty in Viennies Metzgerei. Wir müssen ja den Leoparden irgendwie helfen, das viele Fleisch zu essen und die Meisterzigarren liefern." Die eigenen Ziele hält der Kubaner tief: "Ich bin froh, wenn wir besser abschliessen als letzte Saison. Und wenn wir in der Abwehr ein wenig stabiler werden auf die nächste Saison hin, können wir dann wieder angreifen. Bis dahin wünsche ich allen einen schönen Sommer!"
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