Der alte Mann sitzt in seinen Gedanken und in seinem alten Schaukelstuhl versunken auf seiner Veranda und sinniert über vergangene Zeiten. Über bessere Zeiten. Zeiten, in denen die Liebe noch jung, frisch und wild war. Als sein Verein aufregenden, fast schon meisterlichen Fußball spielte. Unvergessen bleibt die 54-Punkte-Saison als sein SSU aus dem Nichts sich in die Champions League gespielt hat und dort nun an einem verrückten Tunesier gescheitert ist. Oder als ihm in der Premierensaison 27 auch so wenig am
Titel gehindert hat. Genauso unvergesslich bleiben die zwei Saisons als er als Kolumnist zu einem kleinen bisschen Glanz verholfen hat. Nur ein bisschen. Aber es war im Nachhinein betrachtet doch ganz okay. Ebenso diese vielen Nahtoderfahrungen als die einstige Mvela näher schien als die PSL. Auch die kindlicher Kaiserin hat ihr Kapitel in der langen Geschichte Unos. Wenn auch nur eins, das über eine Seite geht. Das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben. Doch er fühlt sich mit seinen 25 Jahren so alt. So unendlich alt.
Seit dem vergangenen Freitag befindet sich Herbstar in einer Art Schockstarre. Nachdem den Dynamos ein Licht aufging und Yves Eigenrauch's Truppe die Black Leopards mal kurz über dem Lagerfeuer grillte und ausstopfte, war Herbstar erst mal sprachlos: "So viel Mut hätte ich ihm nicht zugetraut! Er ist und bleibt ein Fuchs. Und die sind ja nun bekanntlich - das weiß ja jedes Kind - der natürliche Feind der Leoparden. Nun werden die Raubkatzen einige Zeit im Tabellenkeller abgehangen, denn je länger, umso besser schmecken sie am Ende der Saison..
Meine Mannschaft, die Kaizer Chiefs, hat viel von ihrem Schwung der letzte Saison verloren, ja, geradezu eingebüsst. Obwohl sie eigentlich recht ordentlich spielt, reicht es nicht mehr als für den letzten Platz punktemässig. Viel Lob bekam sie dennoch nach dem Auftritt gegen die City Sharks, wo sie in der Mitte der ersten Halbzeit einen Doppelschlag landen konnte und in gewisser Weise eine Vorentscheidung erzwang. Aber anschliessend hatten die Spieler ihr Pulver scheinbar verschossen, spielten kraftlos und unkonzentriert, so dass ich mich nicht wunderte, als sie nach einer halben Stunde mit drei Toren hoffnungslos im Rückstand lagen.
Wirklich glauben tut es momentan niemand, daß die Dynamos im Aufwind surfen! Immerhin haben sie sich um 6 Plätze verbessert und sind damit vom letzten auf den 10. Platz geschossen. Aber ob das nun das Ende der jahrelangen Krise bedeutet mag niemand so recht glauben! Zumindest der fuxxige Auswärtssieg bei den Black Leopards dürfte dem Team wieder etwas mehr Selbstvertrauen eingebracht haben und dies wurde dann auch gleich mit einem Heimfeuerwerk gegen Maritzburg United gefeiert! Am kommenden Zat müssen die Dynamos zuerst zu den Mpumalanga Black Aces, dann zu Ikapa Sporting FC und zum Schluß empfangen sie SuperSport United im heimischen Stadion! Auf gehts!
Immer noch stehen die Manning Rangers auf dem ausgezeichneten zweiten Rang. Die Fans, vor der Saison doch sehr unruhig, schrauben ihre Erwartungen wieder hoch und besuchen die Spiele zahl- und lautreich. Aber Moreno Deus uebt sich in Tiefstapelei: "Noch ist nichts geschafft. Es ist viel zu frueh, ein Fazit zu ziehen, wenn noch nicht einmal die Haelfte der Saison gespielt ist. Viele Teams drehen erst zur Rueckrunde auf (wir kennen das ja aus eigener Erfahrung). Trotzdem glaube ich auch, dass wir nach der enttaeuschenden letzten Saison auf dem richtigen Weg sind."
Die Hinrunde ist fast ausgespielt und trotzdem ist die Premier Soccer League noch völlig offen. Von Platz 4 bis Platz 16 trennen die Mannschaften nur 3 Punkte. Lediglich das Führungstrio ist mit jeweils weiteren 3 Punkte vor dem jeweils anderen.
Doch woran liegt es, dass die Liga so ausgeglichen ist?
Fußballergebnisforscher Dieter Belle meint auf die Ursache dieser Ausgeglichenheit getroffen zu sein. Ihm sei aufgefallen, dass die Auswärtsteams es sehr schwer hätten im gegnerischen Stadion bestehen zu
können. In der laufenden Saison z.b. hat in nur 12 der bisherigen 96 Spiele (12,5%) das Auswärtsteam gewinnen können.
Grund dafür sollen die unterschiedlichen Vuvuzelatöne sein. In jedem Stadion hat sich ein anderer Vuvuzelasound etabliert und während die Heimteams sich beim Training an den Sound ihrer Fans gewöhnt haben, ist das Gastteam immer sehr irritiert von den ungewohnten Vuvuzelatönen. Nun soll ein Vuvuzela-Verbot diskutiert werden, damit in Zukunft das Gastteam keine akustischen Nachteile mehr hat.
Dicht ist diese Liga, wenn man auf die Tabelle blickt. Und dicht ist auch das programm des nächsten ZATs, denn es ist, wie immer am letzten ZAT, ein Dreier-ZAT. Dicht wid wahrscheinlich auch der neue Herbstmeister sein, wenn er diesen unbedeutenden-aber-doch-Titel feiern wird und vielleicht wird ja auch in der Zeitung jemand einmal ein Ge-dicht schreiben, an Dicht-ern mangelt es ja nicht unter den Trainerkollgen der Premier League. Die Performance der Schwalben ist aber weniger erfreulich und so fragt sich der Trainer W., ob er denn noch dicht sei? Letztes Jahr Dritter von oben und nun Dritter von unten, da wird man das Trainingsprogramm wohl etwas verdichten müssen, um auch dicht an den Vorderen dran zu bleiben.
Der Ikapa Sporting FC kann durch einen wichtigen Heimsieg die Talfahrt leicht abbremsen und den Sturz auf einen Abstiegsplatz zumindest vorübergehend abwenden.
Trotzdem nimmt der Druck auf den Aufsteiger immer stärker zu. Denn unten drängt sich fast die halbe Liga auf engstem Punkteraum zusammen und jeder Ausrutscher wird höchstwahrscheinlich schwer bestraft werden. Es ist also wichtig, nun nicht durchzudrehen und auf die Fehler anderer zu hoffen. Mehr kann man zu diesem Zeitpunkt einfach nicht erwarten.
Südafrika – mal anders. Unter diesem Motto wird die aktuelle Saison von den Black Aces absolviert. Im Gegensatz zu den Vorjahren, als man sich früh in exponierte Position begab, soll es diese Saison die ruhige Variante werden. Und deshalb auch die Eins gegen die Leopards und nicht die übliche Sechs. Ob`s den Gegner aber weniger gereizt hat? So ganz sicher ist man sich bei der aktuell noch im Confederation Cup vertretenen Mannschaft von Santa nicht…
Eine ereignisarme Woche neigt sich in Bethlehem dem Ende entgegen. Jetzt herrscht die Vorfreude auf die Spiele der Free State Stars in wenigen Stunden.
Diese befinden sich in dieser Saison allerdings im Niemandsland der Tabelle. International läuft es deutlich besser, dort steht man vor dem Einzug in die nächste Runde.
Vielleicht gibt es in der nächsten Woche wieder mehr zu berichten.
Dann weiß man auch ob die nächste Runde des Ligapokals erreicht hat.
Es gibt für meine Mannschaft, die Kaizer Chiefs, keine Verschnaufpause, kein Atemholen. Schon hat sie wieder den Rückwärtsgang eingelegt und liegt praktisch wieder am Tabellenende, als Schlusslicht zusammen mit andern Mannschaften. Zwar konnte man die dringend benötigten Punkte gegen den Super Sport United FC mit einem Sieg noch einfahren und ins Trockene bringen, aber gegen den FC Azziz Kara kam die totale Katastrophe, wo meine Mannschaft gegen eine andere Mannschaft, die auch gegen den Abstieg kämpft klar unterlegen war und absolut keine Chance hatte und wie gelähmt wirkte und eigentlich kampflos die Punkte angab.
Gerade erst hat man sich von 2 schweren Spielen erholt, da stehen schon die nächsten beiden Knallerpartien an: Am Freitag empfängt man zunächst die Dynamos und spielt dann bei Herbstar's Ex-Club Super Sport United. Beides Duelle mit höchster Brisanz! Dynamo-Coach Yves Eigenrauch beschwerte sich in der letzten Saison lauthals über das Setzverhalten der Leopards. Man rechnet also mit allem, wenn der aktuelle Tabellenletzte kommt, der die Punkte dringend benötigt. Und auch bei SSU erwartet Herbstar einen heißen Tanz. Massai Uno will endlich wieder ins internationale Geschäft. Die letzten Saisons haben ihn nicht zufrieden gestellt und das wird auch Herbstar zu spüren bekommen!
In dieser Spielwoche konnten weder die Pirates in Bloemfontein einen Punkt stehlen, noch konnten die Rangers den Aufstand der Celtics in Durban niederschlagen. Der Bloemfontein Celtic FC hat endlich zu seinem keltischen Kampfgeist zurückgefunden, den sie in dieser Saison bisher vermissen ließen.
Wenn auch knapp, aber Sieg ist Sieg, gewannen die Celtics zu Hause gegen die Orlando Pirates durch überragenden Einsatz mit 1:0. Und auch in
Durban gegen die Manning Rangers bewiesen die Celtics einen großen Kampfeswillen und retteten die 2:1 Führung über die Zeit.
Der Bloemfontein Celtic FC konnte damit aus dem Tabellenkeller entwischen und kletterte auf Platz 12. der Premier Soccer League. Mit lediglich 6 Punkten Unterschied zwischen Platz 2 und Platz 16 ist in der Liga noch fast alles offen. Lediglich die City Sharks drehen mit 6 Punkten Vorsprung auf Platz 1 einsam ihre Kreise.
FCB oder BVB ?
Das ist hier die Frage. Selbst in Südafrika ist das deutsch-deutsch-deutsche Diskussionsthema Nummer Eins und selbst die Schwalben in Moroka pfeifen es seit Tagen von den Dächern, wem unsere Sympathien gehören.
Immerhin ist die Luft im Moroka-Township ungefähr so gut wie im Ruhrpott. Und sowas wie eine Moroka-Schickeria sucht man hier vergebens. Und auch wenn die Kids in Moroka auf der Strasse Drogen nehmen, die Schicki-Micki Droge Kokain ist im Allianz-Schwimmreifen wohl
häufiger anzutreffen als in den unbefestigten Streets von Moroka.
Und wenn man dann noch weiss, dass der Schwalbentrainer W. ein alter Tote-Hosen-Fan ist, dann ist es wohl jedem klar, für wen das Herz der Schwalben schlägt und welche Farben in den Sheebeens der Moroka-Shantytown ausgehängt werden, nämlich S C H W A R Z - G E L B!
PS: (Anm.d.Red. Special Message für Massai Uno: jaja, auch im Pokalfinale sind wir auf Eurer Seite, obwohl ihr die Admira-Wacker von Deutschland seid)
Nun ist es soweit! Schon seit einigen Saisons hat es sich angedeutet daß die Dynamos nun vollkommen am Tiefpunkt der Vereinsgeschichte angekommen sind! Aber vielleicht würde es dem gebeutelten Verein auch mal gut tun in die 2. Liga abzusteigen! Die Dynamos brauchen wieder neuen Antrieb, was nicht heissen soll, daß ein neuer Coach kommen muss! Eigenrauch sitzt so fest im Sattel wie kein anderer! Aber einen Neuanfang könnte es geben! Trotz Heimsieg über die Free State Stars am vergangenen Freitag sind die Dynamos auf den allerletzten PLatz der Tabelle gerutscht! Am kommenden Zat geht es dann auswärts zu den Black Leopards und zuhause empfängt man Maritzburg UNited!
Ja, die Eins ist doch bei allen Copatadores ein sehr beliebtes Stilmittel. Nuechtene Analysten pflegen dies zwar vor allem als Onanie zu betiteln, aber schliesslich gehoert auch das zu den schoenen Dingen des Lebens...
Beim ersten Blick auf die Tabelle nach dem letzten ZAT glaubte Deus beinahe an multiple maennliche Orgasmen. Bei genauerer Analyse (nicht unbedingt die Staerke des Deus) stellte sich aber vor allem heraus, dass auch die Konkurrenz nicht viel von genauerer Analyse haelt. So haelt sich eben vor allem der Status Quo. Und ganz nebenbei hat Eins natuerlich auch eine wunderbare italienische Uebersetzung.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
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Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
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