Der Bloemfontein Celtic FC schien eigentlich schon abgestiegen zu sein. Die Lizenz für die zweite Liga wurde schon beantragt und die Kaderplanung für die National First Division hatte schon begonnen. Trainer Matthew Pearson hatte aus Verzweiflung sogar einen Stammesheiligen der Ureinwohner eingeladen, damit dieser ein Wunder heraufbeschwört. Und nun scheint sich eben dieses Wunder anzukündigen. Die Celtics mussten sich in
den letzten beiden Spielen ihren direkten Abstiegskonkurrenten stellen und spielten so entfesselt wie noch nie zuvor in dieser Saison. Zuhause in Bloemfontein wurde der Ikapa Sporting FC mit einem sensationellen 6:0 Sieg aus dem Stadion gefegt. Und gegen die Arcadia Shepherds gab es dann einen legendären Kampf um den 14. Tabellenplatz, den die Celtics mit 6:5 für sich entscheiden konnten. Geschiet das grüne Wunder nun wirklich?
Es sind nur noch drei Spiele zu absolvieren und immer noch glaubt niemand daran, Meister zu werden (obwohl sich der Niilist dazu noch nicht geaeussert hat). Moreno Deus hat diese Hoffnung nun auch begraben: obwohl man aus den letzten zwei Spielen vier Punkte holte, hat man keinen einzigen Rang gut machen koennen. "Nun ja, wir stellen uns jeztz eben auf eine neue Runde Confetti Cup ein. Wir wissen ja inzwischen, dass der Spass machen kann." Ein wenig besorgter ist man dagegen schon wieder um den schnellen Abgang vom Herrn Jones. Ein Traditionsklub wie die Shepherds sollten einfach nicht in der zweiten Liga spielen!
Für den Ikapa Sporting FC scheinen nun kurz vor Saisonende doch die Lichter langsam auszugehen. Zumindest waren die letzten beiden Spiele nicht gerade förderlich, um die Hoffnung aufrecht zu erhalten.
Auch Trainer GutAusgeruht versucht die momentane Lage realistisch zu betrachten: "Wir werden es jetzt sehr schwer haben, in den noch ausstehenden drei Spielen die Kurve zu kriegen. Das Problem ist halt, dass wir es nicht mehr in der eigenen Hand haben, so wie wir es uns vorher erhofft haben. Deshalb planen wir nun vorausschauend auch schon für die zweite Liga. Alles andere wäre verantwortungslos gegenüber unseren Spielern und unseren Fans."
Die internationalen Plätze hatte man vor der Saison als neues Ziel für realistisch befunden. Doch daraus wird nun nichts mehr. Zu groß ist der Rückstand nach den neuerlichen Pleiten bei den Dynamos und gegen Super Sport United. 4 Punkte auf Platz 6 sind einfach nicht mehr aufzuholen und wenn man ehrlich ist, dann haben es die Leopards in dieser Saison auch einfach nicht verdient! Viel zu unkonstant und leidenschaftslos agierten die Mannen von Herbstar. Lediglich der Pokal war ein kleiner Strohhalm. Doch auch hier zog man den Kürzeren und musste sich gegen den Vorjahressieger nach 5 heißen Matches geschlagen geben. Gratulation zum Sieg an Santos Cape Town zum Sieg im Ligapokal!
Das Gefühl war die ganze Saison über bei den Black Aces irgendwie nicht so wie sie sein sollte. Am Anfang war es zu gut, in der Mitte verzweifelt und am Ende nur noch verwirrt. Die ganze Liga taumelt einem großem Finale entgegen, in dem sich die Spieler wie wohl selten noch einmal die jeweiligen Kraftreserven um die Ohren hauen. Mit besonders viel Druck unterm Kessel agiert hierbei Uno mit seinem SSU. Man lehnt sich hier wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man die Vermutung anstellt, dass dieser sein TK diese Saison nicht mehr komplett unter die Leute bringen wird. Welch Freude also, dass man auf diesen am Abschlussspieltag trifft. Fast so groß wie die Freude, dass man immerhin noch 6 Punkte Vorsprung auf ihn hat.
Es gibt keinen anderen Grund dafür, warum die Black Leopards in dieser Saison die Qualifikation für’s internationale Geschäft verpassen. So lässt man am kommenden Wochenende ordentlich Federn und schmeißt das TK nur so zum Fenster raus. Hätte der Kollege aus der weißen Massai doch mal die Saison ein bisschen besser durchgeplant *seufz* Oder ist da etwa noch ein anderer Grund für das schlechte Abschneiden der
Leopards? Achja, genau! Die Dynamos hatten in der Hinrunde etwas dagegen, dass Herbstar eine erfolgreiche Heimbilanz aufweisen kann. Nun steht das Rückspiel an und es kommt zum großen Saisonendspurtmassaker. Komme, was wolle, die Leopards müssen sich wohl oder übel drauf einstellen, in der neuen Saison international nur Zuschauer sein zu dürfen. Aber es hat ja auch etwas Gutes: Die ganze Pressearbeit nervt dann nur zur Hälfte..
Arme Schwalben ! Die Schwalben sind in der Premier League vom Aussterben bedroht. Ursache ist eine erhöhte Schussrate gegen ihre Art und ein Versagen des Schwalbenbeauftragten von Moroka, Herrn Bernd W. Letztgenannter Herr will das Schwalbensterben nicht wahrhaben und meint, Mutter Natur wird es nnicht zulassen, dass die Art der Schwalben in der Premier League ausstirbt. W. muss aber auch Kritik einstecken, denn viele
Liebhaber der Schwalben kreiden es W. an, dass er als Wildtierhüter sich zu sehr auf die natürliche Arterhaltung verlassen hat statt eine ordentliche Überlebensstrategie zu fahren. Zuerst kommt Überleben, dann kommt Leben, das ist das MOtto der Natur. W. hingegen will leben, auch wenn es das Überleben kostet. Das geht vioelleicht im Fussball, aber nicht bei frei fliegenden Schwalben !
Viva Moroka !
Der Kampf an der Spitze ist dramatisch. Noch kann etwa die Hälfte aller Mannschaften sich berechtigte Hoffnungen machen, am Schluss ganz oben zu stehen, so eng ist die Geschichte, so dicht die Leistungsdichte in dieser Saison. Für meine Mannschaft endete der vergangene Spieltag mit einer Startniederlage gegen den Super Sport United FC, diskussionslos mit jeweils einem schwachen Start zu Beginn jeder Halbzeit. Allerdings konnte sich die Mannschaft gegen den FC Azziz Kara rehabilitieren und mit frühen Toren den Weg zum Sieg ebnen. Zu meiner Verwunderung steht die Mannschaft immer noch ganz vorne, eine schöne, aber doch sehr wacklige Momentaufnahme.
Mittwochabend und noch nichts geschafft, weder im Büro noch aufm Platz oder zuhause in der Küche. Die Axt resigniert: "Die Klinge ist zu stumpf im Moment, ich bin nicht wettbewerbsfähig. Und ich habe das Gefühl, die Mannschaft auch nicht. Daher trete ich mit sofortiger Wirkung direkt wieder zurück. Sorry, geht nicht anders. Ciao!"
Und wieder einmal wird der Kelch der südafrikanischen Meisterschaft an SuperSport United Football Club vorbei gehen. Und wem haben wir das hauptsächlich zu verdanken? Genau. Den Mokkaschwalben, die mittlerweile schon so tief fliegen, dass die Nacional B, ähh, falsches Land, die National First Division schon auf Augenhöhe ist. Selber schuld. So erreicht man nämlich nicht das Saisonziel Meisterschaft, Herr Weh! Erst recht nicht, wenn man Deus und Ferris – direkte Konkurrenten von Uno – die Punkte quasi in die Mäuler schmeißt. Jaja. Alle opponieren gegen den armseligen, ähh, armen Uno. Selbst die Leoparden lassen sich nicht handzahm streicheln.
Tja, zwei Niederlagen in Folge und trotzdem sind die Manning Rangers nur um einen Platz in der Tabelle abgerutscht. Eigentlich muesste man doch da nicht unzufrieden sein. Moreno Deus hadert allerdings: "Nun, irgendwie haben wir diese zwei Niederlagen schon erwartet, diese Teams sind im Abstiegskampf, da ist man, wie ich vom Hoerensagen weiss, immer besonders motiviert. Gegen Ikapa war das Resultat auch in Ordnung. Dass ich allerdings gegen die keltischen Blumenbruennler die Taktik im letzten Moment geaendert habe, aergert mich doch kolossal (und dass sich dann der Trainer noch darueber beschwert!). Aber immerhin wissen wir jetzt, wo wir suchen muessen, falls uns drei Punkte zum Titel oder zur Champions League fehlen sollten.
Am Montagmorgen begann der Bloemfontein Celtic FC sein erstes Training der Woche mit dem Besuch eines Regenmachers. Er stammt aus einem der ältesten Stämme der Ureinwohner Südafrikas und ist gekommen um die Celtics vor dem drohenden Abstieg zu retten. Er soll den so dringend notwendigen Punkteregen herbeitanzen und die Abstiegsgespenster vertreiben. Eingeladen wurde er vom Trainer der Celtics, der nichts
unversucht lässt um mit seiner Mannschaft doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. Doch ob der Regenmacher auch verstanden hat was genau er heraufbeschwören sollte ist sehr fraglich, denn der Rest der Trainingseinheit fiel sprichwörtlich ins Wasser. Die Mannschaft nahm es mit Humor und so ist nun zumindest klar, dass es bestimmt nicht an der Stimmung innerhalb der Mannschaft liegen wird, wenn man denn letztendlich absteigt.
Auch nach den letzten beiden Spielen steht der Ikapa Sporting FC unverändert auf Platz 15 der Tabelle und damit immer noch einen Platz entfernt vom rettenden Ufer.
Für Trainer GutAusgeruht gilt jetzt besonders, seinen Spielern bereits im Training so gut wie nur möglich die Nervosität zu nehmen. Langsam merkt man nämlich allen die steigende Anspannung an. Der Abstiegskampf geht halt irgendwann jedem an die Nerven, auch wenn man sich die ganze Zeit einzureden versucht, dass man ja eigentlich nichts zu verlieren hätte.
... my love is gone away... WHAT DO THEY KNOW IS WHAT THE MESSAGE MEANS: THE END OF MY HOPE THE END OF ALL MY DREAMS...
Dieser Song läuft auf dem Trainingsgelände der Free State Stars rauf und runter. Mittendrin in der Tristesse: cube und seine Jungs. Die letzten Chancen auf das internationale Geschäft sind vertan, es droht eine Saison in der Belanglosigkeit der Premier Soccer League.
"Ordentlich zu ende spielen und dann einen Strich und die Saison ziehen und wunden lecken!"- der Appell eines Coaches in tiefer Depression des tabellarischen Mittelfeldes...
Da ist doch gleich der ganze Trübsal wie weggeblasen. Es geht gehen IHN. Gegen den Mistar, gegen den Herbstar.
Auch wenn das Duell dieses Mal von geringerer Brisanz als sonst ist – naja, die Brisanz kam wohl auch früher daher, dass man den Leopards den Erfolg neidete (… hab ich das gerade geschrieben?!) – hilft es doch über so einige leidvolle Erlebnisse der laufenden Saison hinweg. Mit dem großen Unterschied: die Aces haben das
eigene Leid wohl selbst verursacht, den Leopards wurde diese Saison hingegen gerade in letzter Zeit übel mitgespielt. Auswärtstor auf Auswärtstor folgte und so hilft auch der erste Platz in der Fux-Rangliste wenig (…dass die Aces in der Schafrangliste auf dem letzten Platz liegen und damit nachweislich am meisten Gegentore einstecken musste wird hier einfach mal verschwiegen). Eine weitere Schlappe kann man dem Herbstar ja eigentlich fast nicht zumuten…
Der W. ist in seiner Eigenschaft als Schwalbentrainer etwas deprimiert. Irgendwie funktionert in dieser Saison gar nichts. Nicht einmal der sogenannte Psycho-Trick, in der Zeitung eh schon fast alles von seiner Taktik preiszugeben á' la "Schwalbenpower gegen TK-Monster" funktioniert mehr. Wahrscheinlkich hätte der W. ganz klar schreiben sollen: "Hallo TK-Monster mit den schwarzen Assen, wir setzten natürlich eine 6, was denn auch sonst"...aber was hilft's
wenn der Trainer der Black Aces offenbar keine keine Zeitung liest, denn eins will der W. nicht wahrhaben: dass ein Meisterschaftskandidat so wenig Taktikgefühl hat, dass er sich gerne seine Meisterschaftschancen ganz plump mit einem offensichtlichen 6:6 gegen die Schwalben verscheisst...
Naja, sei wie's sei, diese Saison ist eine einzige Vogelscheisse auf der Windschutzscheibe und man wird so gut es geht heimfliegen ins gemachte Nest...
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