Vor lauter Arbeit kommt man nicht mehr zum trainieren. Wärmer könnte es auch sein. Schweden war einmal ein Wohlfahrtsstaat, aber davon übrig geblieben sind nur die Schulden und ein Haufen verwöhnter Kindergärtnerinnen.
Aber dem Trainer unseres Lieblingsvereins, dem antroposophen Hobbyautisten fubinini macht das scheinbar – oder anscheinend? Nein, scheinbar! – nichts aus. Aus irgendeinem Grund ist er trotzallem – und das beinhaltet auch den mehr als
enttäuschenden Tabellenplatz der Truppe vom Vätternsee – voller guter Laune und leutseelig steht er der Presse geduldig Rede und Antwort.
Leider hat die Presse in den heutigen Tagen – auch aufgrund des mehr als enttäuschenden Tabellenplatzes der Truppe vom Vätternsee – keine Fragen an ihn, und so nimmt er tatsächlich selbstständig das Mikrophon und ruft. „Ich hab jetzt Urlaub, ich bin jetzt ein paar Wochen nicht da, sondern weg.
Macht’s gut, ihr Trottel.“
Diese Schlagzeile würde man in Nordschweden gerne lesen. Doch die Verantwortlichen in Umea dementieren natürlich direkt etwas, was eigentlich nicht dementiert zu werden braucht. Der große Star wird sich wohl kaum bis zum Polarkreis verlaufen. Dennoch ließ sich Trainer Manni 0703 im Pressegespräch mal in die Karten schauen und gab zu: "Ein solcher Spieler würde uns natürlich auch gut tun. Mit seiner Klasse würde er vor allem auswärts mal für den ein oder anderen Punkt sorgen." Diesbezüglich steht Umea in dieser Saison noch gänzlich blank da. Am letzten ZAT wagte man sich beim Altmeister IFK Göteborg mal aus der Deckung, leider aber erfolglos.
Västra Frölunda, ein grosser Verein aus Schweden geht mit gutem Beispiel voran. Wie es aus sehr sicherer Quelle heisst, sind die Verantwortlichen des Vereins sehr intensiv in den sozialen Bereichen präsent. So hat die Vereinsspitze entschieden alle erspielten Gelde der letzten Championsleagueeinnahmen integral für leidende Kinder aus Schweden zu spenden. Somit belegt der Verein eine Vorreiterrolle und man hofft dass andere Vereine es ihnen in nächster Zukunft gleichtun werden. Die Kinder auf jeden Fall können sich auf einen Batzen Geld freuen.
Während der Trainer beharrlich jede Pressearbeit vermeidet, lassen erste Stimmen aus der Mitte der Mannschaft durchklingen, dass man das internationale Geschäft endlich wieder einmal für zum Greifen nahe hält. Und während der einst so große Lokalrivale jammert und vor dem erneuten Abstieg zittert, geht vor dem goldenen Schloss die Sonne auf und verheißt goldene Zeiten für den sympathischsten Fussballclub Skandinaviens.
So hätte es kommen können, wenn, ja wenn, der schwedische Nationaltrainer mal einen Trainer vom FC Umea für die EM nominiert hätte. Trainer Manni 0703 musste dies eindeutig bemängeln, tat dies allerdings erst nach dem Ausscheiden der Tre Kronors, um nicht noch mehr Unruhe im Team zu schüren. Der sonst so ruhige Coach gab doch recht freimütig zu Protokoll: „Einige meiner Spieler hätten es sicherlich verdient gehabt mit in die Ukraine zu reisen, um die Mannschaft zu verstärken. Torsten Torsson und Tore Verhindersson waren in der abgelaufenen Saison super in Form und hätten der Nationalmannschaft sicherlich weiterhelfen können. Ich hoffe, dass sie nun ihre Chance bekommen werden!“
“Schlecht schaut`s nicht aus. Gut aber auch nicht unbedingt. Eher so völlig unklar.“, antwortet ein durchaus verwirrt wirkender Roquinho auf die Frage nach dem Mittagessen in der letzten Pressekonferenz des Tabellenführers Åtvidabergs FF. Die Frage nach der Laune traute sich die anwesende Presse dann schon gar nicht mehr zu stellen.
Noch stehen 12 Spiele in der schwedischen Liga aus. Doch das
Vorgehen des ehemals international so erfolgreichen Vereins aus Mittelschweden scheint vorgezeichnet. Es gilt sich irgendwie ins Ziel zu schleppen. Und egal mit welchem Körperteil die Ziellinie als erstes überschritten wird, am wichtigsten ist es, dass es reicht. Reicht für die gute Laune und reicht für eine Teilnahme am internationalen Geschäft. Denn da hat Åtvidabergs FF noch die ein oder andere Rechnung offen.
Ich wollte natürlich keinen unnötigen Streit vom Zaune brechen. da hat der werte Herr Kollege von Elfsborg wohl etwas falsch verstanden bzw. gelesen. Mein Artikel „wenigstens steht man vor Elfsborg“ erschien ja schon vor dem letzten Spieltag, da stimmte es ja auch noch. Inzwischen haben mich und den Artikel die aktuellen Ereignisse überholt, und wir sind noch weiter abgerutscht. Langsam geraten wir in den Abstiegsstrudel. Ja so ist es, wenn man sich wochenlang nicht um sein Team kümmert und nur auf den Lorbeeren der letzten Saison ausruhen will. Aber das wird jetzt alles besser. Als nächstes kommt, … ach Elfsborg nach Södertälje, na die kommen mir ja grade recht.
"Wenigstens steht man schon vor Elfsborg, immerhin besser als letzte Saison." - Dr. P. Pacult (Assyriska Föreningen)
Ach so? Der amtierende Meister stand zwar letzte Saison vor den Gelben aus Elfsborg, nach dem 14. Spieltag der aktuellen Saison ist die Situation allerdings umgekehrt. Der Kollege aus Södertälje scheint wohl Probleme mit dem Ablesen der Tabelle zu haben...
Oder er antizipiert nur den anstehenden Doppel-Spieltag und denkt dass seine Mannschaft dort mehr Punkte sammeln wird als Elfsborg? Brisant, da beide Vereine am kommenden Wochenende aufeinandertreffen werden...
Nach der Hinrunde steht der FC Väsby United nun also auf dem 13. Tabellenplatz. Zufrieden ist damit natürlich keiner, doch jeder in Väsby ist sich sicher, dass die Mannschaft von Carsten Ramelow noch Luft nach oben hat und daher sogar noch die internationalen Startplätze angreifen kann. Möglich ist dies bei nur drei Punkten Rückstand auf Rang 7 allemal.
Hauptproblem des FC Väsby war in der Hinrunde die Gegentorflut. Aus diesem Grund hat Carsten Ramelow zunächst einmal alle Abwehrspieler verkauft und neue verpflichtet. Ob diese radikale Erneuerung der Hintermannschaft sich auszahlen wird, bleibt abzuwarten. Ramelow selbst ist in jedem Falle davon überzeugt und möchte mit der neu zusammengestellten Mannschaft noch einmal angreifen.
Der kleine Verein aus der Vorstadt Stockholms hat am letzten Spieltag einen riesigen Satz in der Tabelle gemacht. Dank Zweier Siege, die die Mannschaft hat einfahren können waren sehr wichtig, sich in der Tabelle wieder zu positionieren. Es ist bislang keine gute Saison, die Västra Frölunds bislang gespielt hat und trotzdem steht man auf dem zweiten Platz der Tabelle. Die gegnerischen Mannschaften haben es nicht verstanden die nötige Kraft zu investieren um die Punkte zu holen damit man vorne bleiben kann
Die Hinrunde ist zu Ende und der IF Elfsborg Boras steht auf einem Abstiegsplatz! In der vergangenen Saison standen die "Gelben" zum gleichen Zeitpunkt in der Saison noch auf Platz 1. So ändern sich die Zeiten!
Gründe für den Absturz gibt es einige. Die Vierfachbelastung mit Liga, Championsleague, Pokal und Pokal der Pokalsieger zehrt an den Kräften aller Beteiligter. Die Vorbereitung auf ein Ligaspiel ist nicht die
gleiche, wenn am selben Wochenende noch wichtige nationale und internationale Spiele auf dem Programm stehen.
Hinzu kommt, dass der Verein, nach 3 relativ erfolgreichen Spielzeiten in der höchsten Spielklasse, die eigenen Erwartungen hoch geschraubt hat. Diesem "Druck" sind vielleicht nicht alle gewachsen.
In der Rückrunde geht es für Elfsborg um Schadensbegrenzung; der Klassenerhalt als nicht zu unterschätzendes Minimalziel!
Kurz vor Mittsommer steht Åtvidabergs auf dem Kopf. Nicht nur die Herbstmeisterschaft erfreut die Menschen, sondern auch die frohe Kunde der Ankunft der neuen Stürmerstars aus Grönland. Das von Roquinho vor über sieben Saison eingeführte Scoutingsystem für die nördlichen Länder hat damit zum ersten Mal einen Ertrag erwirtschaftet. Und wenn es am Ende nicht zur Meisterschaft reicht, hat man zumindest die Sündenböcke bereits
gefunden.
Hohen Neuigkeitscharakter haben die Entwicklungen der laufenden Woche in Mittelschweden sonst nicht gebracht. Das Training von Roquinho geht seinen üblichen Trott und vernachlässigt weiterhin Standards, Konter und gezielten Spielaufbau. Stattdessen werden der gepflegte Steilpass sowie das gezielte Ballnachvorneschweißen in hoher Frequenz eingeübt. „So lange es nicht dick macht“, ist das Motto und wird es wohl auch länger bleiben.
Ab nächste Woche wird alles besser. Die Zeitungsberichte, die Tabellenplatzierung und auch das Wetter. Versprochen. Wenigstens steht man schon vor Elfsborg, immerhin besser als letzte Saison.
In einem der schmalsten Mittelfelde der Copa Welt rangiert zur Zeit der FC Umea. Nach Abschluß der Hinrunde liegt man im Niemandsland der Tabelle auf Platz 10. Das Team konnte bislang leider auswärts noch nicht einen Treffer erzielen, zum Glück hielt man sich aber zuhause schadlos. Das eine muss so bleiben, das andere aber dringend ändern, um Umea noch die Möglichkeit auf eine bessere Plazierung zu bringen. Tainer Manni 0703 sieht´s noch nordmännisch-gelassen: "Das Team ist gut drauf, wir werden in der Rückrunde noch die nötigen Punkte holen, um unsere Ziele zu erreichen."
Was ist das denn für eine bizarre Situation in der sich Västra frölunda befindet? Die Mannschaft schiesst zwar viele Tore, bekommt aber auch viel zu viele Gegentore. Das wird sich jetzt ändern. Der Versuchs des Trainers etwas offensiver zu spielen ist klärglich gescheitert, deswegen wird jetzt vermehrt auf die Defensive gesetzt. Es ist wichtig, dass wir viel weniger Tore kassieren und deshalb haben wir unseren Fokus auf die Defensive gesetzt. Die Defensive wird sich jetzt verbessern müssen, sonst werden die Vewrantwortlichen sich in der Winterpause um andere Spieler kümmern.
Auch aus Södertälje ist nichts neues zu vermelden. Peter Pacult weilt immer noch auf Heimaturlaub in Dresden. Wie es weitergehen soll, weiß in Södertälje keiner so richtig.
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