Im Innviertel dürfte man derzeit etwas genauer hinschauen, wenn die Tabelle geöffnet wird. Ganz oben steht SV Ried. Und das fühlt sich nach diesem Wochenende ziemlich gut an.
Dabei begann die Runde ganz unspektakulär: 3:0 gegen Austria Salzburg, souverän und ohne großes Drama. Dann der kurze Ausflug nach Wolfsberg – 0:1. Ein kleiner Dämpfer, mehr nicht.
Und dann kam Rapid.
Was folgte, dürfte selbst in Ried für kurze Stille gesorgt haben: 5:0 gegen SK Rapid. Keine knappe
Angelegenheit, kein Zittern bis zum Schluss – sondern ein Ergebnis, das eher nach Trainingsspiel als nach Spitzenduell klingt.
Dr. Calakmul darf sich deshalb über eine Mannschaft freuen, die momentan offenbar genau weiß, wann sie zuschlagen muss. Drei Spiele, sechs Punkte aus zwei Heimsiegen und ein Tabellenplatz, der aktuell ziemlich eindeutig ist:
Ried steht ganz oben.
Und im Innviertel darf man sich ruhig kurz zurücklehnen. Aber bitte nicht zu lange – schließlich kommt die nächste Partie bestimmt.
Im Innviertel darf wieder ordentlich gefeiert werden! Der SV Ried hat SV Grödig mit einem spektakulären 6:0 aus dem Stadion geschossen und damit ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Sechs Treffer, sechsfacher Jubel und ein Abend, an dem Dr. Calakmul seine Mannschaft vermutlich nur ungern vom Spielfeld geholt hätte. Für Henk Groot hingegen dürfte sich die Heimfahrt nach Grödig deutlich länger angefühlt haben als gewöhnlich.
Ob Groot nach dem Schlusspfiff noch wusste, wo genau Grödig liegt, darf zumindest augenzwinkernd bezweifelt werden. Sechs Gegentore sind
schließlich eine ziemlich gründliche Wegbeschreibung zurück nach Hause. Während in Ried die Torfanfare kaum noch abkühlen durfte, dürfte man beim Gegner fieberhaft nach einer Erklärung gesucht haben, die nicht mit der Zahl sechs beginnt.
Ganz ohne Wermutstropfen blieb die Woche allerdings nicht. Auswärts bei Wiener Neustadt setzte es anschließend eine klare 0:4-Niederlage. So bleibt der SV Ried eben das, was er momentan offenbar am besten kann: für Spektakel sorgen. Mal mit sechs Toren, mal mit einer kalten Dusche – langweilig wird es unter Dr. Calakmul jedenfalls weiterhin nicht.
Wer den SV Ried in dieser Saison verstehen möchte, braucht entweder gute Nerven oder sehr viel Sitzfleisch. Erst das spektakuläre 5:4 gegen Meister Sturm Graz, dann ein 4:4-Auswärtsspektakel beim FC Wacker Innsbruck – und als wäre das alles noch nicht unterhaltsam genug, folgt anschließend ein nüchternes 1:0 gegen Austria Wien. Dr. Calakmul scheint seine Mannschaft jedenfalls nicht auf ein einziges Drehbuch festgelegt zu haben.
Zehn Tore stehen nach vier Spieltagen
bereits auf der Habenseite. Die Spannweite reicht dabei vom wilden Fußballfest bis zum klassischen Arbeitssieg. Für die Zuschauer ist das durchaus praktisch: Wer Ried schaut, sollte lediglich vorher entscheiden, ob er heute lieber Popcorn oder eine beruhigende Tasse Tee braucht.
Fest steht: Langweilig wird es im Innviertel derzeit nicht. Und vielleicht ist genau das die charmanteste Eigenschaft dieser Mannschaft. Ried liefert Unterhaltung, Punkte und Geschichten – manchmal sogar alles gleichzeitig.
Was für ein Auftakt im Innviertel! Der SV Ried hat dem amtierenden Meister SK Sturm Graz gleich zum Saisonstart einen spektakulären 5:4-Krimi serviert. Dr. Calakmul und seine Mannschaft ließen sich von vier Gegentoren nicht beeindrucken und schickten den Champion mit leeren Händen nach Hause. Für Coach Froggelmeister dürfte der Ausflug ins Innviertel damit etwas anders verlaufen sein als geplant.
Besonders interessant: In den aktuellen Trainer-Umfragen zur Meisterschaft taucht der SV Ried nicht ein einziges Mal als Titelkandidat auf. Keine Stimme, kein Geheimtipp, nicht
einmal ein kleines „Vielleicht“. Offenbar hat niemand die Innviertler auf dem Zettel. Dr. Calakmul dürfte darüber allerdings eher schmunzeln als sich ärgern. Denn was gibt es Schöneres, als unterschätzt zu werden?
Der erste Spieltag liefert jedenfalls eine durchaus amüsante Fußnote: Der Meister wurde geschlagen, während Ried in den Prognosen praktisch unsichtbar bleibt. Vielleicht sollte man im Innviertel einfach weiterarbeiten und die anderen reden lassen. Am Ende zählen ohnehin keine Umfragen – sondern fünf Tore gegen den amtierenden Meister.
Im Innviertel weht wieder frischer Fußballwind. Für Dr. Calakmul beginnt mit der 44. Saison ein weiteres Kapitel beim SV Ried – einem Verein, der in den vergangenen Jahren bewiesen hat, dass man ihn niemals abschreiben darf. Über weite Strecken der vergangenen Spielzeit pendelten die Innviertler lediglich zwischen Rang acht und zehn, ehe eine furiose Schlussphase den SV Ried noch sensationell auf Platz drei katapultierte. Die Belohnung: Champions-League-Fußball im Innviertel.
Doch wer glaubt, dass man sich auf diesem Erfolg ausruht, kennt den SV Ried schlecht. Der Spielplan meint es nämlich alles andere als sanft. Schon am
zweiten Spieltag gastiert der amtierende Meister SK Sturm Graz in der Innviertel Arena. Ein Duell, das Erinnerungen an die hitzigen Duelle der Vorsaison weckt und sofort zeigt, wohin die Reise gehen soll. Gleichzeitig wartet mit der Champions League die internationale Bühne – ein weiterer Beweis dafür, wie weit sich der Verein innerhalb weniger Monate nach oben gearbeitet hat.
Im Innviertel weiß man: Meisterschaften werden nicht am zweiten Spieltag entschieden. Eine Botschaft kann man aber sehr wohl senden. Und genau das dürfte Dr. Calakmul vor heimischer Kulisse vorhaben. Wer in Ried bestehen will, muss sich jeden Meter hart erarbeiten.
Der Blick auf die jüngsten Spieltage sorgt beim SV Ried durchaus für hochgezogene Augenbrauen. Während die Innviertler in jeder Partie bis ans Limit gefordert wurden, schien Tabellenführer Sturm Graz vergleichsweise komfortabel durch die Runde zu kommen. Wiener Neustadt trat in Graz mit lediglich drei Auswärtstoren an und unterlag 3:6, Wacker Innsbruck verzichtete sogar komplett auf offensive Akzente und kassierte ein glattes 0:6. Im Titelrennen dürfte man sich über derart entspannte Aufgaben kaum beschweren.
Ganz anders die Situation des SV Ried. Gleich 18 Gegentore innerhalb von nur drei Begegnungen ließen kaum Spielraum für Fehler. Dem 0:6 bei Rapid folgten zwei spektakuläre 6:6-Unentschieden gegen Wiener Neustadt und den SV Grödig. Trotz zwölf
eigener Treffer reichte es am Ende lediglich zu zwei Punkten – ein Ertrag, der angesichts der Offensivleistung durchaus bitter schmeckt.
Dabei ist durchaus nachvollziehbar, warum Wiener Neustadt und Wacker ihre Prioritäten anders setzten. Im direkten Kampf um die vorderen Tabellenplätze galt es aus ihrer Sicht, zunächst den unmittelbaren Konkurrenten SV Ried möglichst auf Distanz zu halten. Dennoch hinterlässt der Blick auf die Gesamtkonstellation einen interessanten Nebeneffekt: Im Kampf um die Meisterschaft profitierte ausgerechnet Sturm Graz am meisten. Ob Zufall, taktisches Kalkül oder einfach die Dynamik einer langen Saison – darüber wird im Innviertel wohl noch länger diskutiert werden. Und genau diese Diskussionen gehören letztlich zum Charme des Copa Mundial.
Wer den SV Ried vorschnell abschreibt, sollte sich diese Wochen ganz genau ansehen. Mit sechs Siegen in Folge haben die Innviertler eindrucksvoll bewiesen, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehören. Zunächst wurde der Wolfsberger AC mit einem nüchternen 1:0 bezwungen, ehe in Salzburg ein echtes Fußballbeben folgte. Ausgerechnet bei RB Salzburg triumphierte Ried mit 6:2 – sechs Tore in der Red Bull Arena, da dürfte selbst den Bullen kurz die Energie ausgegangen sein.
Doch das eigentliche Ausrufezeichen folgte gegen
Tabellenführer Sturm Graz. Mit einem gnadenlosen 6:0 wurden die Grazer wieder auf die Heimreise geschickt. Wer glaubte, Ried würde sich an frühere Duelle lange erinnern, wurde eines Besseren belehrt. Die Antwort kam nicht mit Worten, sondern mit Toren – und davon gleich sechs. In Ried scheint man ein gutes Gedächtnis zu haben und noch bessere Stürmer.
Plötzlich spricht niemand mehr über Krisen oder Trainerdebatten. Stattdessen blickt die Konkurrenz nervös ins Innviertel. Denn eines scheint klar: Den SV Ried sollte man besser nicht reizen.
Noch vor wenigen Wochen schien der Trainerstuhl von Dr. Calakmul bedrohlich zu wackeln. Platz 9, kritische Stimmen und Gerüchte über ein mögliches Aus bestimmten die Schlagzeilen. Doch Fußball schreibt bekanntlich seine eigenen Geschichten – und diese hat eine überraschende Wendung genommen.
Drei Spiele, drei Siege. Der SV Ried hat eindrucksvoll bewiesen, dass er noch lebt. Den vorläufigen Höhepunkt setzte der knappe, aber umso wertvollere 1:0-Auswärtssieg bei der Wiener Austria. Es war
kein fußballerisches Feuerwerk, sondern ein Auftritt voller Disziplin, Leidenschaft und der Erkenntnis, dass drei Punkte am Ende genauso viel wert sind wie ein Kantersieg.
Mit der kleinen Siegesserie ist plötzlich wieder Ruhe eingekehrt. Der Trainerstuhl? Der steht derzeit fester als so mancher Stammtisch im Innviertel. Aus den lauten Abgesängen sind vorsichtige Lobeshymnen geworden – zumindest bis zum nächsten Spiel. Denn in Ried weiß jeder: Zwischen Held und Krisentrainer liegen manchmal nur 90 Minuten.
Beim SV Ried werden die Stimmen rund um die Zukunft von Trainer Dr. Calakmul immer lauter. Zwölf Spieltage vor Saisonende rangieren die Innviertler lediglich auf Platz 9 – eine Platzierung, die den Ansprüchen des Vereins und seiner Anhänger kaum gerecht wird.
Offiziell hält sich die Vereinsführung weiterhin bedeckt. Hinter den Kulissen soll die Stimmung jedoch deutlich angespannter sein als noch vor wenigen Wochen. Zu groß ist die Enttäuschung über den bisherigen Saisonverlauf, zu selten konnte die Mannschaft ihr zweifellos vorhandenes Potenzial auf den Platz bringen.
Besonders brisant: Im Umfeld des Vereins wird bereits offen darüber diskutiert, ob die
verbleibenden zwölf Spieltage tatsächlich noch unter der Leitung von Dr. Calakmul absolviert werden. Zwar gibt es bislang keine offizielle Stellungnahme, doch die Gerüchteküche läuft auf Hochtouren.
Der Trainer selbst gibt sich gewohnt kämpferisch und verweist auf die Möglichkeit einer erfolgreichen Schlussphase. Doch in Ried zählt am Ende nicht, was möglich wäre – sondern was auf der Tabelle steht. Und dort blickt der Traditionsverein derzeit von Platz 9 nach oben.
Die kommenden Wochen könnten daher richtungsweisend werden. Nicht nur für die Saison des SV Ried, sondern möglicherweise auch für die Zukunft des Mannes an der Seitenlinie.
Der SV Ried hat in Graz ein wahres Fußballspektakel geliefert und dabei ganz nebenbei den bisherigen Tabellenführer Sturm Graz vom Thron gestoßen. Mit einem furiosen 6:4-Auswärtssieg entführten die Innviertler nicht nur drei Punkte, sondern auch die gute Laune der gesamten Grazer Anhängerschaft.
Besonders bemerkenswert: Ausgerechnet die oft kritisierte Rieder Offensive spielte Sturm phasenweise schwindelig. Während die Gastgeber vor dem Spiel noch vom Ausbau ihrer Tabellenführung träumten, mussten sie mit ansehen, wie Ried Tor um Tor nachlegte. Vier eigene
Treffer wären an vielen Tagen ausreichend für einen Sieg gewesen – gegen die Rieder Torlawine jedoch nicht.
In Graz dürfte man sich inzwischen fragen, ob man ein Fußballspiel oder eine öffentliche Vorführung besucht hat. Zehn Tore, offene Abwehrreihen und ein Tabellenführer, der am Ende keiner mehr war – viel bitterer kann ein Nachmittag kaum verlaufen.
Für Ried hingegen war es einer jener Tage, an denen alles gelingt. Und wenn man schon selbst nicht ganz oben steht, fühlt es sich zumindest hervorragend an, den Spitzenreiter dort herunterzuschubsen.