Letzter Platz, die Saison praktisch gegen die Wand gefahren und schon wieder nur ein Tor gesetzt. Bei Ittihad Tanger läuft derzeit so ziemlich alles schief, was schieflaufen kann. Während die Konkurrenz punktet, sammelt Sir Bacalar weiter Erkenntnisse – leider offenbar vor allem darüber, wie man Spiele verliert.
Auch diesmal ging der vorsichtige Ein-Tore-Plan nicht auf. Der Gegner traf zweimal, Tanger stand mit leeren Händen da. Langsam muss sich der Trainer die unangenehme Frage gefallen lassen, ob seine Taktik inzwischen so durchschaubar ist wie ein offenes Buch. Wenn der Gegner schon ahnt, was kommt, bevor der ZAT überhaupt
ausgewertet ist, wird es schwierig.
Besonders bitter: Tanger verfügt über das meiste TK der Liga und steht trotzdem ganz unten. Mehr Reserven als die Konkurrenz, aber weniger Punkte – eine Kombination, die man erst einmal hinbekommen muss.
Die Saison ist jedenfalls gründlich versaut. Viel schlechter kann es in dieser Liga kaum noch laufen. Vielleicht braucht es keinen weiteren Rechenschieber, sondern endlich einen Plan, mit dem niemand rechnet. Denn eines ist klar: Mit einem Tor gewinnt man selten Spiele, wenn der Gegner zwei schießt.
Sir Bacalar hat noch TK. Was ihm derzeit fehlt, ist eine Idee, was er damit anfangen soll.
Ittihad Tanger bleibt eine Mannschaft der Gegensätze. Auf eine deutliche 0:6-Auswärtsniederlage folgte ein souveränes 3:0 vor heimischem Publikum. Wer darin nur eine Achterbahnfahrt der Form sieht, übersieht allerdings eine entscheidende Kleinigkeit: In Tanger ist das Pulver längst nicht verschossen.
Denn während andernorts bereits über die letzten Reserven geklagt wird, verfügt Sir Bacalar noch über ein beachtliches Torkontingent. Und das kommt ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Aufgaben kaum unangenehmer sein könnten. Am nächsten ZAT warten der
Tabellenführer und der Tabellenzweite.
Zwei Spitzenteams, zwei Gelegenheiten – und ein Ittihad, das sich nicht erst mühsam neue Munition beschaffen muss. Ob das nun ein ausgeklügelter Plan oder einfach eine Laune des Spielplans ist, bleibt offen. In Tanger jedenfalls dürfte man sich die Hände reiben.
Die Konkurrenz darf sich gerne an der Tabelle orientieren. Sir Bacalar schaut lieber auf das, was noch im Tank ist. Und wer glaubt, nach dem 0:6 sei Tanger bereits erledigt, könnte beim nächsten Wiedersehen eine unangenehme Überraschung erleben.
Der Hafen ist offen. Die Kanonen sind geladen. Und das Pulver ist noch trocken.
Ittihad Tanger steckt weiter auf Platz neun fest. Einem deutlichen 0:4 in der Fremde folgte immerhin ein 1:0 vor heimischem Publikum – eine Ausbeute, die kaum für Euphorie sorgt, aber auch noch längst nicht nach einem verlorenen Fall aussieht.
Denn ausgerechnet jetzt zeigt sich ein interessantes Bild: Tanger hat noch reichlich Kraftreserven und auch beim Torkontingent ist längst nicht alles Pulver verschossen. Die Saison ist also keineswegs zu Ende erzählt. Vielleicht wartet da noch einiges auf den richtigen Moment.
Und trotzdem wird rund um den Hafen zunehmend über die
Zukunft von Sir Bacalar gesprochen. Noch ist von Abschied offiziell keine Rede. Aber im Fußball beginnen solche Geschichten bekanntlich selten mit einer Pressekonferenz. Zunächst sind es Fragen, dann Gerüchte – und irgendwann schaut man genauer hin, wer eigentlich noch am Steuer steht.
Sir Bacalar hat also weiterhin einiges in der Hand. Die entscheidende Frage dürfte sein, ob Tanger diese Reserven noch gemeinsam mit seinem Trainer auf den Platz bringt. Denn manchmal kündigt sich ein Abschied nicht durch schlechte Zahlen an, sondern dadurch, dass plötzlich über ihn gesprochen wird.
Bei Ittihad Tanger bleibt die Lage angespannt. Der Blick auf die Tabelle bringt weiterhin wenig Freude: Vorletzter Platz, und langsam wird auch außerhalb des Platzes genauer hingeschaut.
Dabei ist es gar nicht unbedingt ein einzelnes Spiel, das für Unruhe sorgt. Es ist vielmehr das Gesamtbild. Zu selten gelingt es Tanger, sich nachhaltig aus dem Tabellenkeller zu lösen, zu oft bleibt nach den 90 Minuten das Gefühl zurück, dass eigentlich mehr
möglich gewesen wäre.
In der Hafenstadt wird deshalb inzwischen etwas genauer hingehört, wenn über die Zukunft gesprochen wird. Noch fällt kein großes Wort, noch wird nichts offiziell infrage gestellt. Aber manche Fragen werden bekanntlich schon interessant, bevor sie gestellt werden.
Der nächste Schritt muss jedenfalls sitzen. Denn im Fußball ist der Wind schnell gedreht – und manchmal braucht es dafür nicht einmal eine neue Brise.
In Tanger weht derzeit ein ziemlich unangenehmer Wind. Ittihad Tanger steckt nach den jüngsten Spieltagen tief im Tabellenkeller und findet sich mittlerweile auf dem vorletzten Platz wieder. Von der großen Hoffnung auf eine ruhige Saison ist momentan wenig übrig – stattdessen geht es für Sir Bacalar und seine Mannschaft zunehmend darum, überhaupt wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen.
Besonders schmerzhaft war der Auftritt gegen SC Chabab Mohammédia. Gleich mit 0:5 musste sich Tanger geschlagen geben. Viel deutlicher kann ein Warnsignal kaum ausfallen. Auch im anschließenden Duell mit Moghreb Athlétic de Tétouan blieb die erhoffte Reaktion aus. 0:3 hieß es am Ende.
Damit hätte die Stimmung
in der Hafenstadt endgültig auf Sturm stehen können. Doch zumindest ein kleines Lebenszeichen folgte gegen Olympic Safi. Ein einziges Tor genügte, um mit 1:0 den ersten Sieg aus diesen drei Partien einzufahren. Kein Spektakel, keine Gala – aber drei Punkte. Und momentan sind genau die Gold wert.
Sir Bacalar dürfte deshalb vor allem eines wissen: Schönreden hilft nicht mehr. Tanger muss dringend anfangen, Spiele wieder enger zu gestalten und die Defensive zu stabilisieren. Denn wenn man ständig früh über Bord geht, hilft irgendwann auch der beste Kompass nichts mehr.
Noch ist die Saison nicht verloren. Aber Ittihad Tanger sollte langsam den Kurs ändern. Sonst wird aus dem kleinen Wellengang ziemlich schnell ein ausgewachsener Sturm.
Es gibt Spieltage, an denen man sich fragt, ob der Fußballgott in Tanger eigentlich einen schlechten Tag hatte. Dieser war jedenfalls kein besonders guter.
Zweimal musste Ittihad Tanger eine knappe Niederlage hinnehmen: zuhause ein bitteres 1:2, auswärts folgte ein 2:3. In beiden Partien war der Abstand zum Erfolg denkbar klein – und trotzdem stand am Ende jeweils die falsche Mannschaft mit leeren Händen da.
Immerhin gab es zwischendurch einen
kleinen Lichtblick. Mit einem 1:0-Erfolg konnte Tanger zumindest einmal die Segel richtig setzen und drei Punkte in den Hafen bringen.
Unterm Strich bleibt dennoch ein Spieltag mit ordentlich Gegenwind. Sir Bacalar bekommt derzeit offenbar die volle Bandbreite des Fußballs serviert: knappe Niederlagen, ein knapper Sieg und jede Menge Spannung.
In Tanger wird man deshalb wohl lieber nach vorne als zurückblicken. Denn manchmal muss ein Schiff einfach durch den Sturm, bevor wieder ruhigere See wartet.
In Tanger weht derzeit ein rauer Wind. Und leider kommt er nicht nur vom Atlantik. Gegen Renaissance de Settat setzte es zuhause eine bittere 3:4-Niederlage – sieben Tore, davon vier im eigenen Netz. Für Ittihad Tanger war es ein Abend, an dem selbst die Mauern der Medina keinen Schutz boten.
Auch die Reise zu Raja de Casablanca brachte keine Beruhigung. Mit 0:2 blieb Tanger ohne Punkte und musste erneut feststellen, dass der Wind auf fremdem Terrain besonders kräftig bläst.
Doch Aufgeben scheint keine
Option zu sein. Gegen Club Omnisport de Meknes stemmte sich Tanger zurück und holte mit einem 3:2-Heimsieg drei wichtige Punkte. Wieder drei Gegentore, aber diesmal eines mehr auf der richtigen Seite.
Der Trend bleibt dennoch bedenklich: Tanger schießt Tore, Tanger kassiert Tore – sehr viele Tore. Sir Bacalar dürfte deshalb derzeit weniger über den nächsten Angriff als über die Stabilität seines Schiffes nachdenken. Denn wenn der Gegenwind weiter so bläst, braucht es bald mehr als nur volle Segel.
Die Reise von Ittihad Tanger durch Marokko bleibt eine Angelegenheit für starke Nerven. Zunächst durfte Sir Bacalar jubeln: Gegen Moghreb Athlétic de Tétouan setzte sich Tanger mit 1:0 durch und sammelte drei wichtige Punkte. Doch der nächste Ausflug an die Atlantikküste endete deutlich schmerzhafter.
Bei Olympic Safi musste Ittihad Tanger eine bittere 2:3-Niederlage hinnehmen. Besonders ärgerlich: Der Plan von Sir Bacalar wollte diesmal einfach nicht aufgehen. Zwei eigene Treffer reichten nicht,
um zumindest einen Punkt aus Safi mitzunehmen – am Ende blieb nur die Heimreise mit leeren Händen.
Solche Abende gehören allerdings zu einer Saison. In Tanger wird deshalb niemand den Kopf in den Sand stecken. Der Wind an der Straße von Gibraltar wechselt bekanntlich schnell seine Richtung. Nach dem kleinen Rückschlag gilt es nun, die Segel neu zu setzen und wieder Kurs aufzunehmen. Die Reise von Sir Bacalar hat gerade erst begonnen – und der Hafen von Tanger ist noch lange nicht am Ende seiner Geschichte.
Der Wind an der Straße von Gibraltar kann rau sein – und diesmal erwischte er Ittihad Tanger mit voller Wucht. Ausgerechnet auswärts bei Wydad de Casablanca setzte es eine deutliche 0:4-Niederlage. Sir Bacalar und seine Mannschaft wurden dabei unsanft daran erinnert, dass in Marokko jeder Ausflug zur nächsten Prüfung werden kann.
Doch statt sich lange vom Gegenwind treiben zu lassen, folgte im heimischen Hafen die passende Antwort. Gegen SC Chabab Mohammédia blieb Ittihad Tanger beim 1:0 souverän und holte
drei wichtige Punkte. Kein Feuerwerk, kein Spektakel – dafür eine saubere Vorstellung und die Erkenntnis, dass man nach einem schweren Rückschlag schnell wieder Kurs aufnehmen kann.
So bleibt die Reise durch Marokko spannend. Zwischen Atlantik, Medina und der Straße von Gibraltar muss Sir Bacalar seine Mannschaft noch formen. Aber genau solche Rückschläge gehören zu einer Saison, aus der am Ende eine Geschichte entstehen kann. Der Hafen von Tanger bleibt geöffnet – und die nächste Reise wartet bereits.
Nach dem nächsten ZAT kommt etwas Großes. Sehr Großes.
Diesmal zu Gast: SamiNo – der Mann, der Copa nach zwölf Jahren zurückgebracht hat.
Im bisher wohl längsten Interview von „Frühstück bei mir“ erzählt er, warum er Copa nie losgelassen hat, was hinter den Kulissen wirklich passiert ist und warum Saison 50 längst nicht das Ende der Reise sein soll.
Und weil so ein Gespräch nicht nur gelesen werden will, gibt es neben der Textversion auch eine gesprochene Video-Version.
Nach dem nächsten ZAT: Kaffee einschenken und Zeit mitbringen.
Wo? In der Kolumne von Österreich - den ÖsTORreich News.