Die elendige Schwitzhitz will und will keine Ruhe geben, kein Wunder, dass am Wohnort des Trainers alle austicken. Da wird mit 130 durch die Stadt gebrettert, mit Polizeiverfolgung; andere wiederum scheinen sich selbst verletzen zu müssen, was Rettungs- und weitere Polizeieinsätze nach sich zieht, kurzum: Stahlkocher as Stahlkocher can.
Wie lässt sich das in diese Liga übertragen, fragt sich also der Hochofenabstecher. Nun, es gilt jedenfalls, diesen offensichtlichen Hunger auf Erlebnisse irgendwie zu transponieren, die Mentalabteilung arbeitet mit Hochdruck daran, den Spielers wos san ein adäquates Rüstzeug zu verpassen, um am Feld auch mal so richtig die Sau rauszulassen. Vielleicht schon heute?
Die bochanste Frage, die man überhaupt stellen kann, stellt sich der Trainer der Stahlkocher, allerdings im Plural, denn es waren ja elf seiner Schützlinge auf dem Platz: Na, wie waren wir? Tja, offenbar gar nicht so übel, denn es hat zu einem relativ sicheren Heimsieg über den Testmeister (in der Folge TM, Anm. d. Red.) gereicht. Ob man aus diesem Resultat etwas über den Verlauf der Meisterschaft ableiten kann, bleibt abzuwarten, in der nächsten Runde kummt der Neiche, aka, Jose Maria Osabalabal, man wird sehen, ob es einen Coupe Dänemark gibt. Smederevo darf nicht Kopenhagen werden!
Schnell, schnell! Ganz knapp vor dem ZAT haut er also noch in die Tasten, und das an so einem wichtigen Termin - schließlich geht es heute ja gegen den Testmeister mit der Testbrille, der Testfrisur und dem Testschnauzer. Dieser schickt per App Spielberichte seiner geliebten Grün-Weißen, die sich im schottischen Ausland eines Remis rühmen können, da bleibt unsereinem nur übrig, zu gratulieren und fair anerkennend zu nicken. So darf man gespannt sein, was da heute herauskommen wird beim Duell der kommunizierenden Gefäßen - Eisenbahner und Stahlproduzent, Pat und Patachon der SM.
Nun startet also endlich die erste Nicht-Testsaison seit Ewigkeiten. War auch an der Zeit, denn die Regentschaft des Testdummys dauert schon einen Monat. Gut, viele Menschen haben das ohnehin nicht mitbekommen, denn bei dieser Hitze gab es durchaus Besseres zu tun als sich ob des Blicks auf die Tabelle zu grämen. Im Keller im Liegestuhl liegen beispielsweise, oder sich angesichts des warmen Wassers in der Alten Donau zu verbrühen. Schiffsreisen durch unser schönes Land sind angesichts der Pegelstände von um die 20 cm ohnehin unmöglich, aber immerhin hat die Donau 20 cm. Was von keinem der Trainer behauptet werden kann.
Und zwar die Wurst Enden. W. selbst dürfte mit der Zuschreibung eines halben schon gut bedient sein, blickt man in die Tabelle.
Ja, es geht um das Ende dieser Saison, nicht um das zahlreicher völkerrechtswidriger Angriffskriege hier oder dort, auch nicht um das Ende der Hitzewellen diverser Ausprägung oder um jenes der korruptesten WM aller Zeiten (dabei war die letzte in Katarrh! Denkt mal drüber nach!), sondern eben jenes dieser schwer einzuordnenden TESTSAISON 43. Eigentlich sind alle so
gescheit wie vorher, es wird gefremdelt, aber wir sind ja schließlich auch in Serbien! Was sollten wir alle denn da sonst tun?
Der Ortho-Graf wird Meister, da fährt Zeleznik drüber, fenris hat sich selbst auf Chihuahua-Größe eingedampft, Barisic wurde in die Freiheut(lichen) entlassen, vermutlich zum Schaden derselben, blickt man in den Gemeinderat, dort schreibt er ebensolche Artikel wie hier, nur, dass er sie dort auch noch in ein Mikrofon liest.
Und die Stahlkocher? Šlim šlecht.
...braucht um den Spott nicht zu bangen, heißt es. Nun denn, es sei, so ergießen sich Meldungen der Häme über die beiden glück- und wohl auch ideenlosen Trainer des SM-Weltmeisterschaftstourismusteams. Zurecht, soviel ist sicher.
Gleichzeitig drängt sich den beiden natürlich allerdings auch ein Bild auf, immer größer werdend, sehr hell, in der Sonne gleißend, reflektierend (auch im
tatsächlichen Wortsinne!), es ist ein doch großes Artefakt, erkühlter verflüssiger Sand, mit ein wenig Pottasche, mittlerweile erkaltet und transparent, das hier von einem serbischen Familienunternehmen konsequenterweise in Schwarzarbeit eingefügt wird in das Dach jenes Glashauses, in dem sie alle herumstehen, die Gsichter, mit Kamelen, Benzinkanistern und ihren Müttern, und mit Steinen Völkerball spielen.
Das dürfte bei einigen der p. t. Trainerschaft, nein, nicht die Wochenration, sondern offenbar die Tagesdosis sein, schaut man sich so an, welcherart Zustände und Umgangsformen hierorts Einzug gehalten haben. Da wird beflegelt und gehetzt, dass es nur so staubt. Freilich, die meisten Anwürfe haben natürlich ein Tatsachensubstrat als Grundlage, qbat braucht beispielsweise bereits die Hilfe seiner Nichtangetrauten, um die von Fenris erwähnte "ironische" Hornbrille mit Gewalt an der Matt'n vorbei
auf die zarten Öhrchen zu schieben, Fenris himself macht sich eine Hetz' draus, seine Haustiere vom Balkon seines neuen Domizils zu werfen, anschließend zu behaupten, diese seien "gesprungen" und Bernd kontaktiert mißliebige Kollegen vom Dach seines Zweitarbeitsplatzes per Telefon, um diese ins Visier feindlicher Geheimdienste zu rücken, die daneben ihre Abhörstationen betreiben. Wo wird das alles noch enden, sollte diese Hitzewelle wirklich, wie prognostiziert, mindestens zwei Wochen andauern?
Liebe Mitbürger! Lasst Eure Petitessen ruhen, es ist doch wirklich allein zwischen fenris' Mutter und all den Trainerkollegen, was da wirklich läuft. Und wer will seine Kamele dem derart deprivierten Kollegen vorenthalten? Vielleicht kann sich auch der Tankwart vorstellen, wieder einmal teilzuhaben am profanen Alltag der SM - und da sind wir schon beim Thema:
Es ist WM. Ja, auch in
Entwicklungsländern Nordamerikas, aber viel wichtiger: Hier. Also schreibt Artikel für Eure Nationalmannschaft. Mit dem heutigen Tag kenne ich keine Kamelpuderanten, Mutterverzahrer, Benzinschnüffler und Haiku-Bonsais mehr, ich kenne nur noch SMler.
Helfen wir zusammen, unsere herrliche Heimat und ihre Bräuche und Sitten endlich weltweit bekannt und dadurch salonfähig zu machen!
Prost!
Die Presseabteilung des FK isz uninspiriert, das erwartbare Aus des Wirtslandes bei der WM des RL in USA lässt nicht einmal Leere zurück, denn das setzte voraus, dass vorher etwas dort gewesen wäre. Nein, es ist eine der Folgen dieser unerträglichen Hitze, die es unmöglich macht, auch nur im Ansatz einen klaren Gedanken zu fassen. Immerhin hat es mittlerweile auf knapp 30 Grad abgekühlt, was den Schluß zulässt, man sei tatsächlich nicht in Mitteleuropa eingeschlafen und in Riad erwacht, auch, wenn man von Hadschis Kamelen umringt ist. Gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen!
So kam es, wie es allenthalben kommen musste: Der Einsatz der Zeugwartfamillie führte dann doch zu diversen Nullnummern, nur gegen den Hipster-Eisenbahner reichte es zu einem Punkt, was allerdings mehr über diesen aussagt, als ihm im (Haar-) Ansatz lieb sein kann. Diese Woche steht wieder die Kampfmannschaft am Feld, auch sie hat, wie Bernd W., Wiglaf Droste vorgelesen bekommen, hoffentlich hat sie das nicht letztgültig dadaisiert und die elf Recken aus dem Hochofen haben darob nicht vergessen, wo das Tor des Gegners steht.