...ein Trottel? ALS Trottel, klassisch nine to five, tippt der Eisenverbieger heute seinen Trottelartikel in die Trotteltastatur, damit man die TrottelTK doch noch bekommt. Flavo(u)r of the day ist nun mal der ZORN über Excellisten und sonstige Unzulänglichkeiten des Büroalltags, der zumindest zuhause zugebracht werden konnte. Immerhin, das ist nicht nichts, das wußte schon Erich Fried, aber in einem völlig
anderen Kontext.
Faria Faria Ho. Angeklebt auf einen Sessel, entsetzlich. Menschen in Büros. Menschen schreiben 100 Emails, 97 davon sind völlig sinnlos, zwei halbinteressant und eines geht. Es enthält den Speiseplan von nächster Woche samt Kalorienanzahl und Fotos der Gerichte. Der Stahlbeißer wird ALLES nehmen, damit man wenigstens blad wird in Smederevo.
Kann ja alles nicht wahr sein. Atomkrieg jetzt!
Bevor der Stress der Arbeitswoche losgeht und ohnehin nicht gesichert ist, dass sich der Stahlkocher am kommenden Freitag nicht von Branko, dem Zeugwart, vertreten lassen muss wegen einer Binnendienstreise, setzt sich die Redaktion zu einer Sitzung zusammen, um Druck zu machen auf Branko. Oder eben den Entrenador himself. Wie es ist, kann es nicht bleiben, anders muss es werden.
Es geh nämlich gegen den selbsternannten glatzerten James Bond von der Tanke (keine Sorge, TC, Connery trug in jedem Bond Toupet!) und gegen Pellegrini oder sonst einen da vorne. Doch wie sagte schon weiland Helmut K., der längstdienende Bundeskanzler unseres LIeblings(fast)nachbarn? "Wichtig ist, was hinten rauskommt." Na eben!
Nun gastiert man also beim regierenden Meister, dem wandelnden Pornobalken und Träger wallenden Haupthaars mit der Krankenkassenbrille, die seinen Blick allerdings genug schärft, um eben die Feinheiten der p. t. Trainerschaft und deren taktische Ausrichtungen erkennen zu können. Wie wird es die Abteilung Edelstahl diesmal anlegen? Punkte gegen einen präsumptiven Titelverteidiger, also Glorie der werten Kollegen? Oder einfach egoistisch sein? Hm. Immer diese Entscheidungen. Etwas, womit sich die Hochofenpartie ohnehin nicht immer so leicht tut.
Wird die Spitze ausgetauscht? Wird das zur Stabilisierung reichen? Wird von vorne geführt? Halten Dosko-Ultras den Zeiler-Bus noch auf der Flughafenautobahn auf und lesen ihnen die Levi...äh, das Hainfelder Programm vor? Mauert sich Andi B. in Traiskirchen ein oder doch in der Löwel? Und welche Rolle spielt die größte LIchtgestalt dieser einst so stolzen Bewegung, Boris Dures, äh, Doris Bures, in all diesen Ränkespielen?
Man weiß es einfach nicht. Deswegen konzentriert sich die Belegschaftsvertretung der Hochofenmannschaft aus dem schönen Smederevo nicht auf einen eventuell beu nasskaltem Wetter noch bestehenden Phantomschmerz, sondern auf den Orto-Grafen und seine Hauptstadttruppe. Denn mit UNS zieht die neue Zeit!
Die elendige Schwitzhitz will und will keine Ruhe geben, kein Wunder, dass am Wohnort des Trainers alle austicken. Da wird mit 130 durch die Stadt gebrettert, mit Polizeiverfolgung; andere wiederum scheinen sich selbst verletzen zu müssen, was Rettungs- und weitere Polizeieinsätze nach sich zieht, kurzum: Stahlkocher as Stahlkocher can.
Wie lässt sich das in diese Liga übertragen, fragt sich also der Hochofenabstecher. Nun, es gilt jedenfalls, diesen offensichtlichen Hunger auf Erlebnisse irgendwie zu transponieren, die Mentalabteilung arbeitet mit Hochdruck daran, den Spielers wos san ein adäquates Rüstzeug zu verpassen, um am Feld auch mal so richtig die Sau rauszulassen. Vielleicht schon heute?
Die bochanste Frage, die man überhaupt stellen kann, stellt sich der Trainer der Stahlkocher, allerdings im Plural, denn es waren ja elf seiner Schützlinge auf dem Platz: Na, wie waren wir? Tja, offenbar gar nicht so übel, denn es hat zu einem relativ sicheren Heimsieg über den Testmeister (in der Folge TM, Anm. d. Red.) gereicht. Ob man aus diesem Resultat etwas über den Verlauf der Meisterschaft ableiten kann, bleibt abzuwarten, in der nächsten Runde kummt der Neiche, aka, Jose Maria Osabalabal, man wird sehen, ob es einen Coupe Dänemark gibt. Smederevo darf nicht Kopenhagen werden!
Schnell, schnell! Ganz knapp vor dem ZAT haut er also noch in die Tasten, und das an so einem wichtigen Termin - schließlich geht es heute ja gegen den Testmeister mit der Testbrille, der Testfrisur und dem Testschnauzer. Dieser schickt per App Spielberichte seiner geliebten Grün-Weißen, die sich im schottischen Ausland eines Remis rühmen können, da bleibt unsereinem nur übrig, zu gratulieren und fair anerkennend zu nicken. So darf man gespannt sein, was da heute herauskommen wird beim Duell der kommunizierenden Gefäßen - Eisenbahner und Stahlproduzent, Pat und Patachon der SM.
Und zwar die Wurst Enden. W. selbst dürfte mit der Zuschreibung eines halben schon gut bedient sein, blickt man in die Tabelle.
Ja, es geht um das Ende dieser Saison, nicht um das zahlreicher völkerrechtswidriger Angriffskriege hier oder dort, auch nicht um das Ende der Hitzewellen diverser Ausprägung oder um jenes der korruptesten WM aller Zeiten (dabei war die letzte in Katarrh! Denkt mal drüber nach!), sondern eben jenes dieser schwer einzuordnenden TESTSAISON 43. Eigentlich sind alle so
gescheit wie vorher, es wird gefremdelt, aber wir sind ja schließlich auch in Serbien! Was sollten wir alle denn da sonst tun?
Der Ortho-Graf wird Meister, da fährt Zeleznik drüber, fenris hat sich selbst auf Chihuahua-Größe eingedampft, Barisic wurde in die Freiheut(lichen) entlassen, vermutlich zum Schaden derselben, blickt man in den Gemeinderat, dort schreibt er ebensolche Artikel wie hier, nur, dass er sie dort auch noch in ein Mikrofon liest.
Und die Stahlkocher? Šlim šlecht.
Nun startet also endlich die erste Nicht-Testsaison seit Ewigkeiten. War auch an der Zeit, denn die Regentschaft des Testdummys dauert schon einen Monat. Gut, viele Menschen haben das ohnehin nicht mitbekommen, denn bei dieser Hitze gab es durchaus Besseres zu tun als sich ob des Blicks auf die Tabelle zu grämen. Im Keller im Liegestuhl liegen beispielsweise, oder sich angesichts des warmen Wassers in der Alten Donau zu verbrühen. Schiffsreisen durch unser schönes Land sind angesichts der Pegelstände von um die 20 cm ohnehin unmöglich, aber immerhin hat die Donau 20 cm. Was von keinem der Trainer behauptet werden kann.
Die Presseabteilung des FK isz uninspiriert, das erwartbare Aus des Wirtslandes bei der WM des RL in USA lässt nicht einmal Leere zurück, denn das setzte voraus, dass vorher etwas dort gewesen wäre. Nein, es ist eine der Folgen dieser unerträglichen Hitze, die es unmöglich macht, auch nur im Ansatz einen klaren Gedanken zu fassen. Immerhin hat es mittlerweile auf knapp 30 Grad abgekühlt, was den Schluß zulässt, man sei tatsächlich nicht in Mitteleuropa eingeschlafen und in Riad erwacht, auch, wenn man von Hadschis Kamelen umringt ist. Gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen!