Der SC Corinthians Paulista kommt einfach nicht in die Gänge. Nur wegen der Ligenreform nach der vergangenen Saison in der Série A geblieben, stecken unsere Jungs schon wieder im Abstiegskampf und es gibt wenig Hoffnung, dass sich das in dieser Saison vielleicht doch noch einmal ändern sollte. Trainer Helginho darf nur bleiben, weil kein Geld für jemand anderes da ist. Die Mannschaft spielt schlecht, die Stimmung bei den Zuschauern ist im Keller. Zwei schwere Auswärtsspiele stehen nun an, vielleicht kann man den Fans im heimischen Stadion zur Abwechslung mal einen Heimsieg bescheren?
Zwei Siege später steht unser FC Nantes also nun auf dem dritten Platz inzwischen in der Ligue 1, vor allem der spektakuläre Auswärtssieg beim 3:4 auf Korsika gegen den AC Ajaccio wird den Fans in dieser Saison noch lange in Erinnerung bleiben. Zuhause konnte der AS Monaco klar mit 4:0 besiegt werden, jetzt ist auch die Tordifferenz wieder vorzeigbar für den letztjährigen Vizemeister. Jetzt gibt sich der amtierende Meister aus der Hauptstadt als nächstes die Ehre, bevor es dann zum Tabellenzweiten nach Toulouse geht. Einfach ist anders, aber was ist heutzutage noch einfach?
Da staunten die Schwalben, und erst recht ihr Trainer Bernd W. III.: 3:3 zu Hause? Wus sull dus? Sind die Schwalben etwa so unscheinbar, dass man bei Chippa dachte, hier muss weniger als ein Pate am Werk sein? Hat Bernd W. tatsächlich sowenig Profil, dass man dachte, hier sei ein trainerloses Team im weinroten Dress am Feld? Das fragte man sich auch im Vorstand der Schwalben, und Erklärungsbedarf war also notwendig: "Man will sich besser profilieren in dieser Liga und die Gegner genauer beobachten. Immerhin sei man ja sehr gut aufgestellt (nämlich zu Elft) und man konnte seine Leistung abrufen. Auch wenn ein Heim-3:3 kein Quick-Win ist, so kann man es
doch als Game-Changer sehen für die Ausrichtung auf den Rest der Saison"...Mit diesen und anderen Binsenweisheiten hat W. dem Vorstand der Swallows versucht zu erklären, dass "die letzten Wochen nicht so erfolgreich wie geplant waren, aber die Saison noch viele Chance bietet, und am Ende des Tages wird man sehen, ob die Schwalben nicht nur die Fans mit an Bord holen können, sondern auch den Erfolg bla...bla...bla..." Dieses sinnbefreite Management-Gequatsche von W. ist gut angekommen beim Vorstand, denn diese, aus idiotischen Floskeln und leeren Worthülsen bestehende, Sprache ist zugleich die einzige, die die Leute aus dem Vorstand verstehen.
Meersdonk: So. Zwölf Spieltage sind gefahren. Ried ist Zweiter, Sturm Dritter, Wiener Neustadt Vierter. Und Wacker ist Neunter.
Tatar: Na, des schaut jetzt scho ganz anders aus. Vor allem bei Ried. Die ham in drei Spielen sieben Tore kassiert.
Falco: Der Doktor hat die Kontrolle über den Patienten verloren.
Tatar: Na geh. Er hat ja selber sechs Tore gegen Wacker verschrieben.
Meersdonk: Aber auch vier null gegen Sturm verloren.
Falco: Medizinischer Rückfall.
Tatar: Dafür Wiener Neustadt. Drei Spiele, zwei Siege. Drei null gegen Wolfsberg, null drei gegen Rapid und dann vier zwei gegen Vienna.
Meersdonk: 29 Tore in zwölf Spielen. Nur 17 kassiert. Tabellenplatz vier.
Falco: Wiener Neustadt arbeitet offenbar im Geheimen. Keine Schlagzeilen, keine großen Reden – und plötzlich stehen sie vor der Tür.
Tatar: Des is ja des Gefährliche. Wennst vier Spiele lang ned hinschaust, san's vielleicht
Meister.
Meersdonk: Sturm hat sich ebenfalls wieder gefangen. Vier null gegen Ried, fünf vier gegen Grödig.
Falco: Neun Tore. Das ist kein Fußball mehr. Das ist ein Verkehrsunfall mit Zuschauern.
Tatar: Und Wacker?
Meersdonk: Eins null gegen Sturm. Eins null gegen Austria.
Falco: Der Mobbingbeauftragte kann vorerst Urlaub machen.
Tatar: Na, jetzt ham's zumindest wieder was zum Herzeigen.
Meersdonk: Wobei sie immer noch Neunter sind.
Falco: Das ist der Unterschied zwischen einem Comeback und einer statistischen Fußnote.
Tatar: Aber die Tabelle wird langsam interessant. Vier Mannschaften innerhalb von zwei Punkten.
Meersdonk: Und Grödig mit 50,9 TK steht auf Platz fünf.
Falco: Der TK schaut zu und fragt sich, warum eigentlich niemand auf ihn hört.
Tatar: Weil der TK ned auf den Platz geht.
Meersdonk: Noch nicht.
Falco: Bei Copa Mundial würde ich das nicht ausschließen.
Kairo – Was vor wenigen Spieltagen noch nach einer perfekten Saison für Al Ahly aussah, entwickelt sich zunehmend zu einer Geduldsprobe. Nach neun Spieltagen steht der ägyptische Rekordmeister nur noch auf Platz vier. 15 Punkte aus neun Spielen sind zwar weiterhin eine ordentliche Bilanz, doch der Blick auf die vergangenen beiden Spieltage sorgt rund um den Verein für deutlich weniger Begeisterung.
Nach der spektakulären 4:5-Heimniederlage gegen Al-Masry Port Said folgte nun ein 0:1 bei Ismaily SC. Damit musste Al Ahly nicht nur die Tabellenführung abgeben, sondern rutschte innerhalb einer Woche von Platz eins auf Rang vier. Besonders unangenehm: Zamalek liegt punktgleich auf Platz drei und El Mansoura ebenfalls mit 15 Punkten auf Rang zwei.
Während die Anhänger bereits
über die Ursachen diskutieren, wirkt Emanuel Ginobili weiterhin erstaunlich unbeeindruckt. Der Trainer, der zuletzt erklärt hatte, keinerlei Informationen von den anderen Trainern zu benötigen, schweigt zu den jüngsten Rückschlägen weitgehend. Insider berichten lediglich von einer ungewöhnlich ruhigen Atmosphäre in seinem Büro.
Nun wartet am nächsten Spieltag ENPPI Kairo. Der Gegner steht mit elf Punkten lediglich auf Platz 13, doch genau solche Partien könnten für Al Ahly zum Charaktertest werden. Ginobili muss beweisen, dass seine Mannschaft mehr kann als spektakuläre Ergebnisse und große Worte.
Und vielleicht hat der mysteriöse Trainer ja längst einen Plan. Die Frage ist nur: Weiß außer Ginobili selbst eigentlich jemand davon?
Vollkommen neben der Spur finden sich die Tausendmalrotweissgestreiften von Los Andes wieder. Falsche Aufstellungen, falsche Taktiken, falsche Einschätzungen des Gegners führen dazu, dass diese Saison bereits abzuschreiben ist, bevor sie erst so richtig losgegangen ist. Die Fans in Lomas freuen sich, denn sie sehen grossartige Spiele mit viel Toren, doch Trainer Bernd W. schwant Böses: zu lange ist er bei Copa dabei, dass er weiss, dass vermeintliche Fussballwahrheiten am Ende doch stimmen: Die Tore, die man nicht schiesst, kriegt man. Ein Spiel dauert 90 Minuten. Das Runde muss ins Eckige. Um nicht zuletzt seine Truppe auf den nächsten ZAT vorzubereiten mit den Worten "Geht's afoch ausse und spüt's Eicha Spü'!"
Im dritten Spiel des vergangenen Spieltages sah es lange danach aus, als dass Raja de Casablanca endlich der lang ersehnte Befreiungsschlag gelingen sollte. Bei SC Chabab Mohammédia drehte man noch vor der Halbzeit einen 0:3 Rückstand in einen 4:3 Vorsprung. Die Hoffnung war gross, dass man dabei dem heimteam den Wind aus den Segeln nehmen konnte, doch in der Schlussphase verspielte man den möglichen Punktgewinn und verlor schliesslich mit 4:5. Damit bleibt die Mannschaft von Ronnie Lott auf dem zweitletzten Platz hängen.
Du triffst am 8. Spieltag auf die Mannschaft Borac Cacak. Da Borac Cacak am letzten ZAT nicht gesetzt hat, könnte es sein, dass Fulham FC aus der Premier League in England diesem Verein am kommenden ZAT als Pate seinen Spielzug des selben Spieltages leiht, sollte Borac Cacak seinen Trainer entlassen.
Diese Worte sprangen dem W. in die Augen, als er seinen Zug für nächsten Freitag abgeben wollte. Also der selbsternannte Liebling der Götter, der selbsternannte ewige Meister, der selbsternannte Championsleaguesieger aus dem Jahre Schnee, der selbsternannte WM-Trainer der SM, der in seiner Hacken nichts anderes macht, als die SM-Tabelle zu studieren, Reime zu schmieden, sowie Möchtegern-WM-Trainer zu stalken, genau dieser selbsternannte Auskenner hat einen NMR hingelegt.
Und nun soll der W. sich zu
solchen Niederungen hinbegeben, den Fulham FC zu studieren, ein Verein aus einer Liga, die mittlerweile zu drei Viertel von Hadschis Kamelen aufgekauft wurde.
Das ganze entbehrt natürlich auch nicht einer gewissen Ironie, da gerade einer wie microfenris nun als Paten ausgerechnet "Full Ham" zugeschanzt bekommt hehe. Schampoo - da haben sie sich schon was überlegt bei Copa!
Das interessiert den W. aber nicht. Viel lieber appelliert er an fenris: Geh no ned furt, Oida, bleib no, es wird wieder guad! Lass dir die Kraft ned zerbrechen! Reiss dich zusammen und mach weiter! Und ausserdem: wer (wenn nicht er) soll denn sonst in dem Kaff Cacak diesen Job machen?
Und dann noch eine letzte Frage an fenris gerichtet, ob dieser denn weiss, was NMR eigentlich bedeutet: Non Marked Registration? Oder No Move Received? Oder Nicht Mein Rapid?
Daejeon – Wäsche gewaschen, Koffer gepackt, Punkte verschenkt: Das Auswärts-Prozedere des Daejeon Citizen FC läuft in dieser Saison so verlässlich wie ein Schweizer Uhrwerk. Auf fremdem Rasen verteilt das Team von Trainer Anafal die Zähler aktuell großzügiger als Werbegeschenke auf einer Klubsport-Messe. Der Reiseservice von DCFC umfasst offenbar nicht nur Hin- und Rückflug, sondern auch drei Punkte als Gastgeschenk für die Gastgeber.
Doch die Tabelle lügt bekanntlich nicht
– und da steht der amtierende Meister weiterhin grundsolide im oberen Drittel. Solange die eigene Heimfestung steht und im heimischen Stadion absolut nichts anbrennt, ist in der K-League alles voll im Soll.
Anschluss an die absolute Spitze ist da, die Punkte stimmen und Anafal kann beruhigt schlafen. Die Auswärtsbilanz nennt man im Klub mittlerweile einfach schonend „ökonomisches Kraftsparen“. Wenn der FCDC seine Heimspiele weiter so stoisch abliefert, reicht der auswärtige Minimalismus völlig aus!
Einen ärgerlichen Punktverlust musste Dunedin Technical am vergangenen Spieltag hinnehmen. Gegen das trainerlose Palmerston North Marist kassierte man in der 89. Minute bei einem der wenigen Angriffe der Gäste, noch den unglücklichen und absolut unverdienten Ausgleich zum 1:1 Endstand. Damit vergrösserte sich auch der Rückstand auf Tabellenführer FC Central United auf fünf Zähler. Im direkten Duell am Wochenende hatte man beim1:3 das Nachsehen und das, obwohl man in der 8. Minute den Führungstreffer erzielen konnte.
Vier Punkte fehlen Oberhausen bis Platz drei. Klingt nach wenig – bis man sieht, wie viele Mannschaften dazwischenstehen. Die Siege gegen Bayern und Union haben RWO herangebracht, das 0:1 in Darmstadt den ganz großen Sprung verhindert. Gegen Hertha, St. Pauli und Lübeck soll nun nachgelegt werden. „Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir auswärts zuschlagen können und zu Hause schwer zu knacken sind“, sagt der Trainer. „Darauf wollen wir aufbauen.“ Auf eine öffentliche Punkteprognose verzichtet er diesmal. Die Konkurrenz darf rätseln. In Oberhausen würde man am Freitag lieber wieder feiern.
Nun wird es in Mexiko völlig irre! Wie bereits in Saison 43 von Weltklassetrainer Don Limòn prophezeit, spielt der Fussball nur eine beängstigende Nebenrolle in den Weiten der mexikanischen Steppe. Auch El Campeche - ehemals beflissener Reporter des runden Leders - konnte sich diesem Maelstrom nicht entziehen.
Um Abstand zu gewinnen, fuhr die attraktive Zitrone mit seinem decapotable bestens gelaunt und mit attraktiver Begleitung einfach mal raus aus der Stadt. Die Freude währte kurz, als erstmal eine Tanke angefahren werden musste. Die Freude währte kurz, als hinter der Zapfsäule ein Schrei erklang: "Schein-Student!“. Als hätte die attraktive Zitrone seine Trainerlizenz im Hörsaal gefälscht und die taktische Ausbildung zwischen zwei Prüfungen erfunden. Aber Don
Limòn blieb gelassen. Auf solche Luftnummern von Unwissenden geht er mit seiner herrlichen Frechheit ein: „Roquo nennt mich Schein-Student – und doch besteht seine ganze Fussballweisheit aus Scheingefechten.“
Roquo, steppenfürst Pepeke oder Herbster mögen also weiter ihre Schlachten ausrufen. Sie mögen marschieren, salutieren und den Sieg schon feiern, bevor überhaupt jemand den Ball berührt hat. Don Limòn tanzt derweil lieber aus der Reihe. Er stellt die Mannschaft richtig auf.
Und wenn am Ende einer fragt, wer denn nun eigentlich gewonnen habe, wird Limòn vermutlich nur lächeln. Mit Lachen die Wahrheit zu sagen – das ist eine Kunst. Don Limòn beherrscht sie. Und taktisch, so hört man aus Mexiko, beherrscht er noch eine zweite.Affaire à suivre
Heimsieg gegen Paysandu, Auswärtsniederlage gegen Rampla. Klingt alles normal. Aber eine 3-2 Niederlage gegen seinen ehemaligen Club schmerzt trotzdem besonders. Wieder den Wind im altehrwürdigen Estadio Olimpico zu spüren, war etwas Besonderes. Auch wenn Diegos Rampla Vergangenheit bereits so lange zurück liegt, dass sich nur noch Großväter an ihn erinnern könnten.
Am kommenden ZAT empfängt man im eigenen Estadio Viera den
Serienmeister Penarol, dessen letzte Meisterschaft allerdings auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Nichtsdestotrotz ist dieses Aufeinandertreffen im Stadtteil Prado immer noch ein Highlight. Wenn man ehrlich ist, ist jeder Uruguayaner (sagt man das so?) entweder Penarol oder Nacional Fan. Und dann wohnt man halt in Prado und unterstützt natürlich auch noch die Wanderers. Die 10.000 Zuschauer, die in das kleine Stadion passen, werden also einen Hexenkessel daraus machen.
Der Blick auf die Tabelle ist nach wie vor trügerisch. Das sieht auch Kunta Kinta, der den dritten Platz nicht wirklich genießen kann. Aber wie gewinnt man Spiele, ohne sein Torkontingent weiter zu ruinieren? Reichen einem ausschließlich Heimsiege, um am Ende nicht abzusteigen? Eigentlich hat der Trainer genügend Erfahrung, um solche Situationen zu meistern, aber an Kunta nagt
immer noch der Abstieg in der letzten Saison in Sambia. Abgestiegen ist er zuvor noch nie in seiner langen Karriere. Wenn er das jetzt in Ägypten ein zweites Mal hinbekommt, ist es Zeit für den Ruhestand.
Aber wie sagt Meister Klappspaten so schön: Mit mimimimi hat man noch nie etwas erreicht. Also presst Kunte seine A…backen zusammen und blickt optimistisch in die Zukunft.
Für CA Peñarol läuft es momentan alles andere als befriedigend. Am letzten Spieltag setzte es auswärts bei Club Deportivo Maldonado eine deftige 0:4 Niederlage. Das folgende Heimspiel gegen Club Atlético Cerro gewann man mit 3:0. In der Tabelle konnte man sich dementsprechend nicht verbessern. Nach wie vor liegt die Mannschaft von John Taylor auf dem zweitletzten Platz. Der Rückstand auf Tabellenführer FC Danubio ist bereits auf zwölf Punkte angewachsen. Auf einen internationalen Startplatz fehlen sechs Punkte. Das könnte man vielleicht noch aufholen.
Spannende Entwicklung bei Fenris. Vom selbst ernannten Meister aller Klassen zum NMR. JanAge kann da nicht zu allzu viele Steine werfen. Aber doch besteht ein riesen Unterschied: Während andere ein echtes Leben und manchmal Stress haben, ist doch die einzige Betätigung von Fenris unter der Woche eine Strategie für Freitag auszuklamüsern, dann erst Recht bei H1 A3 zu landen und dann mit der KI Schüttelreime für den Zeitungsbericht zu „zaubern“. Wenn so ein looner nicht zum ZAT erscheint, muss man sich berechtigt grosse Sorgen machen. Wir hoffen, bald wieder ein Lebenszeichen vom Ligamaskottchen zu erhalten. Sonst müssen wir in seiner Wohnung Nachschau halten.