Fast unbemerkt von eigenen Fans und dem eigenen Trainerstab hat sich die Mannschaft aus den östlichen Vororten Aucklands in der neuseeländischen Liga am vergangenen Wochenende weit nach vorne gemogelt. Erst vor der Pressekonferenz zu den nächsten Spielen fiel auf, dass sich die Mannschaft gleich um acht Plätze verbessert hat. Vielleicht sollten wir das in Zukunft einfach immer so machen. Klassisch halt. Von Spiel zu Spiel denken und zwar ohne jegliche Ablenkung durch Zwischenblicke auf Ergebnisse und Tabellen. Einfach nach Gefühl.
Am vergangenen Wochenende gab es in der peruanischen Liga nur wenig Bewegung. Auch die Andenkicker verharrten auf ihrer Position. Leider weit hinter der Musik und der angepeilten Ausgangssituation nach dem ersten Drittel der Saison. Stabil ist also auch nicht immer positiv konnotiert. In diesem Fall ist stabil eher stabil schlecht. Der einzige Lichtblick - mit viel Wohlwollen - ist, dass sich die Lage nicht noch weiter verschlechtert hat. Der Abstand nach vorne ist nämlich gleich geblieben und die Abstiegsränge sind nun schon seit zwei Wochen verlassen.
3:0 und 0:3 - weiterhin laufen die Studenten aus Pretoria mit einer ausgeglichenen Bilanz durch die südafrikanische Premier League. Diese ausgeglichene Bilanz von fünf Siegen bei fünf Niederlagen führt derzeit auch zum verdienten (?) Platz exakt in der Mitte der Tabelle. Am kommenden Wochenende geht es mit den Schwalben und den schwarzen Assen gegen zwei altbekannte Kontrahenten aus der vergangenen Saison, die nun allerdings nach dem gemeinsamen Aufstieg aktuell beide vor den Studenten angesiedelt sind. Einfacher wird es also nicht, dafür entfällt ein bisschen das Gegner beobachten.
Letztes Wochenende standen für die Kicker aus Lille zwei Auswärtsspiele an, dieses Wochenende stehen dafür zwei Heimspiele auf dem Programm. Eine ungewohnte Kombination, aber zumindest am vergangenen Freitag mit dem gewohnten Ergebnis: Ein Sieg und eine Niederlage. Nur eben dieses Mal nicht Heimsieg und Auswärtsniederlage, sondern Auswärtssieg und Auswärtsniederlage. Dieser eine Bonus-Sieg könnte also nun mit zwei Dreiern im heimischen Stadion vergoldet werden. Insgesamt liegt in der Tabelle aber alles noch sehr eng beieinander in der Ligue 1.
Michael, Trevor und Franklin sitzen massiv genervt im Pressezentrum. Ein Haufen neugieriger Trottel aka „Journalisten“, fordern Auskunft.
Bob Hoskins: Bob Hoskins, Las Vegas Review. Wie erklären sie sich das sichtbare Absacken großer Teile des Trainingszentrums? Befindet sich etwa doch ein unterirdischer Tunnel auf dem Gelände?
Michael de Santa: Ja, es befindet sich ein Tunnel auf dem Gelände! *ein Raunen geht durch den Raum* Wir bauen unser neues Trainingszentrum. Eine State of the Art Facility mit mannigfaltigen Möglichkeiten, modern und vor allem extrem umweltfreundlich! Durch die unterirdische Lage kann die Kühlung auf natürlichem Wege erfolgen, wir kommen gänzlich ohne Klimaanlage aus! Die Umwelt liegt uns sehr am Herzen!
Franklin: Umwelt is peak!
Während alle Journalisten ihre aufgeregten Fragen in Richtung Podium abschießen, fragt sich Bob Hoskins, wen man denn hier verarschen will!?Und wo zum Teufel stecken eigentlich Coach Davin und der CEO?
Slick und lean nimmt das Hotel Cosmopolitan ganz selbstverständlich seinen Platz am Vegas Strip ein. Am Eingang verzichtet ein sichtlich verängstigter Mitarbeiter des Valet Service auf die Schlüsselabgabe und winkt einen mintgrünen Cadillac Eldorado direkt zur Parking Area durch.
Im Inneren des Cosmo, am Tresen der mondänen Chandelier Bar, sitzen Davin, der CEO und eine Frau, deren sorgfältig arrangiertes Make up, nebst einer toupierten Löwenmähne direkt aus den 80ern es nahelegen, ihr Alter irgendwo zwischen 32 und Mitte 40 zu verorten.
Bonnie: Hör zu Freundchen, wir sind rechtmäßig verheiratet, die Hälfte deines Geldes gehört somit mir und du glaubst ja wohl nicht ernsthaft, dass ich einfach dabei zugucke, wie du meine Hälfte
versäufst und verkokst! Von jetzt an ist Schluss mit den Drogen und dem Alkohol, Frauen wirst du nur noch in der Kirche sehen und wenn du ein braver Junge bist, darfst du vielleicht einmal im Monat von deiner gottverdammten Trainerbank aufstehen, capisce!?
Während Davins Kiefer Bekanntschaft mit der Schwerkraft macht, grinst der CEO glückselig vor sich hin. Hätte man ihm vor 10 Jahren gesagt, dass die Bezeichnung eines moralisch bankrotten Mannes als „braver Junge“ das Highlight seines Lebens sein würde, so hätte er sich erschossen, jetzt feiert er innerlich jedoch Weihnachten, Silvester und Geburtstag zusammen.
CEO: Leute, vielleicht sollten wir uns jetzt alle beruhigen und vernünftig über alles sprech…..
Johnny Ray Parker: Du gottverdammter HURENSOHN!
Ein Mann mit MAGA Hat und schwerer 45er steht vor der Bar und zielt entschlossen auf Coach Davin.
Johnny Ray Parker: Du hast meine kleine, süsse und unschuldige Bonnie verführt, du mieses Schwein!
Bonnie: *kreischend* Daddy!?
Davin: Süß und klein? Deine Kleine ist locker 35 und wenn die unschuldig ist, dann waren die Peruaner die ersten Menschen auf dem Mond und….
*der Schuss saust knapp über Davins Kopf, prallt von einer Metallstrebe ab und schlägt direkt im Gesäß des CEOs ein, welcher ungläubig seufzend zu Boden geht.
Davin schüttelt seinen Metamphemin Rausch ab und greift mit dem letzten Rest Geistesgegenwärtigkeit, den sein verrotetes Gehirn hergibt, zu einer Flasche Whiskey.
Pirouetten drehend, den Blick auf halbem Wege auf ihr Etikett freigebend - ein sündhaft teures Zeug - landet die Flasche schlussendlich direkt an der Schläfe von Johnny Ray Parker, dessen MAGA Hat auf dem Weg ins Nirvana einem LGBTQ + Barkeeper vor die Füße fällt.
Es ist ruhig geworden um die große Trainerkunst bei den Golden Arrows. Pepeke Lumumba wirkt müde, ausgelaugt, fast schon durchgenudelt wie ein Boerewors auf dem Grill bei zu kleiner Flamme. Taktiktafeln bleiben leer, Videoanalysen ungeschaut, Gegnerstudien: Fehlanzeige!
„Ich habe seit Tagen keine einzige Medienmeldung mehr gelesen", gestand Lumumba mit hängenden Schultern. „Nicht aus Prinzip, sondern weil ich einfach nicht mehr kann. Die Buchstaben verschwimmen, die Tabellen tanzen und irgendwann hab ich aufgegeben und den Laptop zugeklappt."
Das
Ergebnis ist Blindflug-Fußball. Aufstellung? Bauchgefühl. Formation? Münzwurf. Wechsel? „Wer gerade am wenigsten hustet, kommt rein", verriet er. Selbst die Gegneranalyse wurde offenbar durch reines Rätselraten ersetzt. Man schreibt blind, man spielt blind, man hofft blind.
Lumumba selbst nimmt es mit Gelassenheit: „Manchmal ist Nichtwissen auch eine Taktik. Vielleicht überrascht uns der Gegner ja genauso wenig wie wir uns selbst."
Ob das reicht, die Pfeile nach oben zu schießen? Fest steht nur: Diese Saison vergeht im Blindflug, und unaufhaltsam.
Florianópolis – Katastrophe bei Avaí FC! Kaum hat Trainer Daadi seine Versager-Truppe suspendiert und stante pede in den einwöchigen Zwangsurlaub geschickt, fangen die Kerle plötzlich an zu gewinnen! Die verwegene Taktik der Spieler scheint aufzugehen: Wer siegt, muss schließlich nicht zum Training.
Doch die Rechnung haben sie ohne den erbarmungslosen Daadi gemacht. Statt der erhofften
Dauerferien gibt es nun die Quittung für die sechs Punkte: Ab sofort ist tägliche Doppelschicht im Training angesagt!
Im Kader herrscht totale Verwirrung. Einige Profis erwägen bereits, im nächsten Spiel vorsorglich fünf Eigentore zu schießen, um endlich wieder den verdienten Sonderurlaub auf der Sonnenliege anzutreten. Verstehen tut diese Logik in Brasilien keiner mehr – aber Hauptsache, die Punkte stimmen!
In Bielefeld träumen nicht nur die Fans, die ganze Stadt, die ganze Region träumt und ist in aller Munde und stimmt bei den Spielen immer wieder den Song an, Deutscher Meister wird nur der DSC!
Aber Coach Daffy und die Führungsetage, vor allem das Team weiß ganz genau, was los ist, den momentan Spitzenreiter zu sein, ist nur eine momentaufnahme. Lasst die Fans träumen das dürfen die, aber wir wissen genau wo wir herkommen, aus Liga 2 und sind nur Aufsteiger und wollen unser Ziel Klassenerhalt schaffen. Eine negativ Serie und wir sind ganz schnell unten im Abstiegskampf dabei, denn bis nach unten sind es wirklich ganz wenige Punkte Vorsprung. Ein ZAT kann alles verändern.
Köln – Beim 1. FC Köln brennt der Baum. Nach dem strammen Rutsch auf Tabellenplatz 13 trennen die Geißböcke mickrige zwei Zähler vom ersten Abstiegsplatz. Während die Fans auf den Rängen mit viel Galgenhumor ihre Klassiker anstimmen – „Wir steigen auf, wir steigen ab...“ – rollen in der Teppichetage die Augen. Der Vorstand findet den Gesang aktuell nämlich gar nicht komisch.
Auf Trainer Boussati kommen ungemütliche Zeiten zu. Der Druck im Kölner Kessel steigt gewaltig, und der Humor-Bonus der Etage ist endgültig aufgebraucht. Jetzt helfen keine Ausreden und kein Schunkeln mehr: Boussati muss schleunigst Siege liefern, sonst wird der Abstiegssumpf im Rheinland bitterer Ernst!
Schmarcus fordert Aufklärung – zwei Niederlagen, ein Kebap und ein sehr verdächtiger Tottenham-Trainer
Liverpool Echo – Sonderausgabe
Liverpool FC hat eine schwierige Phase hinter sich. Nach dem zwischenzeitlichen Aufwärtstrend folgten zwei schmerzhafte Auswärtsniederlagen: 2:1 bei Aston Villa und anschließend ein deutliches 4:0 beim FC Chelsea. Doch Manager Schmarcus hat offenbar eine ganz eigene Erklärung für den Rückschlag gefunden.
Und diese Erklärung führt direkt nach Tottenham.
Genauer gesagt: zu „Babacan's Kebap“.
FORMKURVE: Zwei Niederlagen, aber kein Grund zur Panik
Nach dem 3:3 bei Charlton und dem überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen Queens Park Rangers schien Liverpool den nächsten Schritt gemacht zu haben. Die Reds standen auf Platz sieben und blickten voller Zuversicht auf die beiden folgenden Auswärtsspiele.
Dann kam Aston Villa.
Liverpool musste sich dort mit 2:1 geschlagen geben. Eine knappe Niederlage, die besonders bitter war, weil die Reds lange auf Augenhöhe agierten und nur durch Kleinigkeiten den möglichen Punktgewinn verpassten.
Doch danach wartete Chelsea.
Und dort wurde es deutlich unangenehmer.
4:0 für Chelsea.
Eine Niederlage, die auf dem Papier wesentlich deutlicher aussieht, als Liverpool es sich gewünscht hätte. Der Aufwärtstrend bekam damit einen kleinen Dämpfer.
Aber vielleicht – und hier beginnt die journalistisch höchst seriöse Recherche des Liverpool Echo – lag das Problem gar nicht auf dem Spielfeld.
Vielleicht lag es auf dem Teller.
DÖNERGATE – WAS WUSSTE PEPEKE BABACAN?
Der Tottenham-Trainer Pepeke Babacan hatte Liverpool zuletzt bereits öffentlich aufs Korn genommen.
In seinem Artikel ließ er durchblicken, dass Tottenham seit der Ankunft von Schmarcus einen neuen Lieblingsgegner habe. Gleichzeitig lobte er die plötzlich wieder äußerst aktive Liverpooler Medienabteilung.
„Endlisch wieder richtige Konkurrenz“, soll Babacan gegrinst haben.
Doch während Schmarcus angeblich die Tastatur glühen lässt, brutzelt Babacan bekanntlich lieber am Spieß.
Und genau hier wird es interessant.
Denn Liverpool musste ausgerechnet nach diesem öffentlichen Döner-Geplänkel zwei empfindliche Niederlagen hinnehmen.
Zufall?
Das Liverpool Echo stellt keine Behauptungen auf.
Wir stellen lediglich Fragen.
Die Fakten:
Aston Villa 2:1 Liverpool
➡ wichtige Liverpool-Spieler fehlten.
Chelsea 4:0 Liverpool
➡ wichtige Liverpool-Spieler fehlten.
Wer betreibt in Tottenham ein florierendes Dönergeschäft?
➡ Pepeke Babacan.
Wer hatte zuvor öffentlich über Liverpool gespottet?
➡ ebenfalls Pepeke Babacan.
Man muss kein investigativer Journalist sein, um hier gewisse Zusammenhänge zu erkennen.
Oder zumindest einen starken Hunger auf Döner zu bekommen.
MAN OF THE MATCH: DER UNSICHTBARE 12. MANN
Beim Blick auf die beiden vergangenen Partien fällt auf: Liverpool konnte nicht mit seiner bestmöglichen Besetzung antreten.
Wichtige Spieler fehlten – und gerade gegen Mannschaften wie Aston Villa und Chelsea macht sich das bemerkbar.
Das Liverpool Echo hat deshalb eine neue Theorie entwickelt:
Vielleicht waren die Spieler gar nicht verletzt. Vielleicht waren sie einfach zu satt.
Insider berichten, dass sich einige Liverpool-Akteure vor den beiden Partien auffällig häufig in der Nähe eines gewissen Kebabspießes aufgehalten haben sollen.
Ein Spieler soll sogar gefragt haben:
„Mit alles?“
Die Antwort des Liverpool Echo lautet:
Offenbar mit Niederlage.
DIE REDS BLEIBEN TROTZDEM AUF KURS
Bei aller Polemik darf eines nicht vergessen werden: Zwei Niederlagen bedeuten nicht, dass der bisherige Aufwärtstrend verschwunden ist.
Liverpool hat sich zuvor mit dem Punktgewinn in Charlton und dem klaren 3:0 gegen QPR eine gute Ausgangslage geschaffen.
Jetzt geht es darum, die richtige Reaktion zu zeigen.
Und dafür könnte der Spielplan kaum interessanter sein.
Denn die nächsten beiden Gegner sind Mannschaften, die in der
Tabelle unmittelbar in Reichweite der Reds liegen.
NEXT BATTLE I: LEEDS UNITED
Als Nächstes wartet Leeds United.
Die Mannschaft steht derzeit vor Liverpool in der Tabelle und hat sich bislang eine starke Position erarbeitet.
Für Liverpool bedeutet das:
Dieses Spiel ist mehr als nur eine weitere Partie.
Mit einem Sieg könnten die Reds den Abstand zu Leeds deutlich verkürzen und sich wieder näher an die Mannschaften vor ihnen heranschieben.
Nach dem 4:0 gegen Chelsea ist dabei vor allem eine Reaktion gefragt.
Liverpool muss wieder zu dem Fußball zurückfinden, der beim 3:0 gegen QPR zu sehen war: konzentriert, kontrolliert und mit der nötigen Konsequenz vor dem Tor.
Und vielleicht sollte Schmarcus vor dem Spiel auch noch eine weitere taktische Maßnahme erwägen:
Dönerverbot im Mannschaftsbus.
NEXT BATTLE II: BIRMINGHAM CITY
Noch interessanter wird es anschließend gegen Birmingham City.
Auch Birmingham befindet sich in der Tabelle in unmittelbarer Reichweite.
Sollte Liverpool zunächst Leeds schlagen und anschließend auch Birmingham besiegen, könnte sich die Situation in der Tabelle erheblich verändern.
Sechs Punkte aus diesen beiden Spielen wären ein gewaltiges Signal.
Nach zwei Niederlagen wäre Liverpool damit nicht nur zurück in der Erfolgsspur, sondern könnte gleichzeitig zwei direkte Tabellennachbarn unter Druck setzen.
Das macht die kommenden beiden Spieltage zu einer kleinen Sechs-Punkte-Woche.
Nicht im mathematischen Sinne.
Aber im Sinne der Bedeutung für die Tabelle.
LEAGUE WATCH
Während Liverpool versucht, wieder nach oben zu klettern, lohnt sich ein Blick auf die Mannschaften in der direkten Umgebung.
Die Abstände sind nicht so groß, dass Liverpool den Anschluss verloren hätte.
Ganz im Gegenteil.
Die Reds haben bereits gezeigt, dass sie innerhalb weniger Spieltage mehrere Plätze gutmachen können.
Der Schlüssel wird allerdings sein, die direkten Konkurrenten zu schlagen.
Denn was bringt ein Sieg gegen einen Tabellennachbarn?
Richtig.
Drei Punkte.
Und was bringen zwei Siege?
Sechs Punkte.
Das klingt erstaunlich einfach.
Schmarcus dürfte vermutlich genau diesen Plan verfolgen.
DIE TRAINERKABINE
Manager Schmarcus dürfte nach den vergangenen beiden Spielen vor allem eines beschäftigen:
Warum fehlten ausgerechnet gegen Aston Villa und Chelsea wichtige Spieler?
Eine offizielle Stellungnahme des Liverpool Echo liegt dazu noch nicht vor.
Die Redaktion hat allerdings bereits eine Anfrage an Tottenham geschickt.
Pepeke Babacan soll auf die Frage, ob seine Döner möglicherweise für die Ausfälle bei Liverpool verantwortlich sein könnten, lediglich geantwortet haben:
„Ich nix wissen. Spieler essen Döner, Spieler spielen schlecht. Vielleicht Döner schuld. Vielleicht Liverpool schuld. Bei Babacan's Kebap immer alles frisch!“
Das Liverpool Echo bleibt skeptisch.
SCHLUSSPFIFF: JETZT GILT ES
Die Niederlagen gegen Aston Villa und Chelsea waren zweifellos ein Rückschlag.
Aber Liverpool steht weiterhin in einer Position, aus der ein Angriff auf die Mannschaften vor den Reds möglich ist.
Jetzt kommen Leeds United und Birmingham City.
Zwei Mannschaften, die in der Tabelle in Reichweite liegen.
Zwei Spiele, in denen Liverpool mit sechs Punkten einen großen Schritt machen könnte.
Und vielleicht zwei Spiele, bei denen Schmarcus seine Spieler besser selbst zum Essen einlädt.
Denn eines ist inzwischen klar:
Wenn Liverpool in den nächsten beiden Partien wieder hungrig auftritt, sollte niemand sie aufhalten können.
Außer vielleicht Pepeke Babacan.
Der steht schließlich am Spieß.
Liverpool Echo – Ende der Durchsage.
P.S.: Das Liverpool Echo weist ausdrücklich darauf hin, dass keinerlei belastbare Beweise dafür vorliegen, dass Pepeke Babacan tatsächlich für die Niederlagen gegen Aston Villa und Chelsea verantwortlich ist. Die Redaktion hält es allerdings für journalistisch geboten, diese Theorie weiterhin mit größtmöglicher Ernsthaftigkeit zu untersuchen.
Es ist schon erstaunlich, was ein einziger ZAT in der Schweizer Super League alles verändern kann.
Vor einer Woche war der FC Schaffhausen noch eine Mannschaft, die auswärts offenbar regelmäßig die Orientierung verlor. Jetzt ist man auf Platz 8 angekommen. Und plötzlich sieht die Welt ganz anders aus.
3:0 gegen La Chaux-de-Fonds.
2:3 in Sion.
3:2 gegen Zürich.
Zwei Siege, eine knappe Niederlage – und insgesamt sieben Tore.
Man könnte fast sagen:
Schaffhausen hat den richtigen Gang gefunden. Oder zumindest den Rückwärtsgang ausgeschaltet.
Passend dazu meldet sich Herbie aus Basel. Der e-Mähbie-53 habe beim ersten großen Einsatz offenbar gewisse Schwierigkeiten mit der Geometrie des Geländes gehabt. Kein Grund zur Sorge, meint Herbie. Es gibt ein Update. Künftig soll der Mähbie optische Ungereimtheiten erkennen und umgehen können. Eine sehr vernünftige Entscheidung. Denn wenn man sich die Ergebnisse dieses ZAT anschaut, könnte man meinen, auch danfire habe ein ähnliches Update bekommen.
Vorher: 0:3.
Jetzt: 3:0.
Vorher: 0:5.
Jetzt: 3:2.
Vielleicht hat Schaffhausen ebenfalls ein Software-Update installiert.
Version:
danfire 3.0 – Geometrie des gegnerischen Tores erkannt.
Gegen La Chaux-de-Fonds war jedenfalls ziemlich schnell klar, wer auf dem Platz die besseren Orientierungssysteme hatte. 3:0.
Keine Diskussion.
Keine Schwimmreifen.
Keine Poolnudeln.
Keine Trillerpfeife.
Und vor allem:
keine Öcher Printen notwendig.
Die Bodenhaftung war offenbar bereits vorhanden. Vielleicht hätte Herbie den Mähbie einfach vorher nach Schaffhausen schicken sollen. Dort hätte er vermutlich gelernt, dass ein Rasen nicht zwingend getrocknet werden muss, wenn die Mannschaft selbst wieder ordentlich läuft.
Dann kam Sion. Ausgerechnet beim Wintersportgiganten vom FC Sion wurde es anschließend komplizierter. 3:2 für Sion. Knapp verloren. Aber immerhin zwei Tore geschossen.
Und damit dürfte zumindest eine Erkenntnis feststehen:
Schaffhausen kann auch auswärts Tore schießen. Das ist ein wichtiger Fortschritt.
Ob Nouri darüber bereits eine wissenschaftliche Untersuchung des Rollrasens vorbereitet, ist allerdings nicht bekannt. Vermutlich misst er zunächst die Feuchtigkeit. Danach die Schnitthöhe. Dann die Bodenstruktur.
Und irgendwann fragt er sich, ob die Niederlage vielleicht im sechsten Gang passiert ist.
Dann aber das Highlight:
FC Schaffhausen 3:2 FC Zürich.
Herbie dürfte das mit besonderem Interesse registriert haben. Denn während sein Mähbie beim Meister in St. Gallen noch mit den örtlichen
Gegebenheiten kämpft, hat Schaffhausen inzwischen offenbar gelernt, wie man mit Zürcher Gelände umgeht. Vielleicht braucht man dafür gar keine künstliche Intelligenz. Vielleicht reicht einfach ein Trainer.
Oder – noch wahrscheinlicher – ein Stück Öcher Printen in der Kabine.
Herbie hatte ja bereits festgestellt, dass die Printen keinen erkennbaren „Mäh“rwert besitzen. Torrwert dagegen offenbar schon.
bora milutinovic hatte sich derweil ebenfalls auf seinen nächsten Einsatz vorbereitet.
Der Mähbie sollte kommen. Also wurde der Rasen zum Freibad. Badeenten wurden aufgestellt. Eckfahnen bekamen Schwimmwesten. Der Elfmeterpunkt wurde verschoben. Der Strafraum mit Kokos-Sonnenöl behandelt. Und der Anstoßkreis zum Nichtschwimmerbecken erklärt.
Der Mähbie drehte drei Ehrenrunden und mähte anschließend den Parkplatz.
Man kann also festhalten:
Der Mähbie hat noch gewisse Entwicklungsreserven.
Herbie dürfte das natürlich anders sehen. Schließlich bekommt er jetzt ein Software-Update. Vielleicht wird die nächste Version dann auch mit einem Navigationssystem ausgestattet:
„Bitte wenden. Sie befinden sich auf einem Parkplatz.“
Besonders schön ist allerdings Herbies Blick auf die Liga. Zürich, St. Gallen und Basel kämpfen international weiter. Luzern ist bereits raus. Und die Schweizer Super League wächst.
Nur Österreich ist noch eine Nummer zu groß. Herbie spricht vom kleinen Goliath mit der kleinen Schleuder. Das ist ambitioniert. Aber vielleicht sollte man in Basel, Zürich und St. Gallen zunächst einmal den Mähbie fertig programmieren. Denn bevor man den großen Nachbarn mit der Schleuder angreift, sollte man zumindest wissen, wo das eigene Tor steht.
Schaffhausen scheint das inzwischen wieder zu wissen.
Und danfire? Der dürfte sich nach diesem ZAT jedenfalls entspannt zurücklehnen. Platz 8. Sieben Tore erzielt. Sechs Punkte geholt. Und aus den letzten drei Spielen nur eine Niederlage.
Vor allem aber ist Schaffhausen wieder eine Mannschaft, über die man schreiben kann, ohne jedes Mal eine Erklärung über Wasser, Rasen, Schwimmabzeichen oder defekte Software zu benötigen.
Wobei ...Ein bisschen davon gehört inzwischen einfach zur Schweizer Fußballkultur.
Herbie baut den Mähbie.
Nouri schützt den Rollrasen.
bora schützt den Rasen vor dem Mähbie.
Und danfire?
Der macht inzwischen einfach Tore.
Vielleicht ist das ja die einfachste Software von allen.
Version 3.2: Ball ins Tor. Keine Geometrieanalyse nötig. Keine Sonnencreme. Kein Swimmingpool. Und auch kein sechster Gang. Nur drei Punkte.
US Monastir hat in der heimischen Liga zumindest kurzzeitig ein kleines Lebenszeichen gesendet. Gegen CO Transports gelang ein wichtiger Sieg, doch die Freude darüber hielt nicht lange an. Im darauffolgenden Auswärtsspiel bei AS Ariana musste sich die Mannschaft erneut geschlagen geben. Damit bleibt Monastir auf dem 9. Tabellenplatz.
Für Trainer johnfire bleibt die Saison damit eine Achterbahnfahrt. Immer wieder gelingt es Monastir, sich mit einem Erfolg etwas Luft zu verschaffen, nur um anschließend wieder einen Rückschlag zu kassieren. Der Blick auf die Tabelle sorgt entsprechend weiterhin nicht für Begeisterung.
Noch größer ist derzeit allerdings die Sorge um den Confederation Cup. Nach den beiden
Auftaktniederlagen ist Monastir inzwischen fast ausgeschieden. Die überraschende internationale Nachqualifikation, die eigentlich zur großen Chance auf Wiedergutmachung werden sollte, droht damit schon früh ohne Happy End zu bleiben.
Für johnfire wird es somit auf beiden Ebenen ernst. In der Liga muss Monastir den Anschluss nach oben herstellen, international braucht es beinahe schon ein kleines Wunder. Die unerwartete Teilnahme am Confederation Cup könnte damit schneller beendet sein, als sie überhaupt begonnen hat.
Noch ist die Tür nicht endgültig zu – aber sie steht nur noch einen Spalt offen. Monastir braucht jetzt dringend Ergebnisse. Und zwar möglichst sowohl in Tunesien als auch auf der internationalen Bühne.
Was für eine Entwicklung bei Chicago Fire! Noch vor wenigen Spieltagen stand scottfires Mannschaft tief im Tabellenkeller, inzwischen geht es mit großen Schritten nach oben. Gleich drei Partien standen zuletzt auf dem Programm – und Chicago lieferte dabei ordentlich ab.
Den Auftakt machte ein beeindruckendes 5:0 gegen New England Revolution. Anschließend bewiesen die Fire auch auswärts ihre Stärke und setzten sich bei Inter Miami CF mit 2:1 durch. Dass danach bei Philadelphia Union mit 2:3 knapp verloren wurde, fällt angesichts der beiden vorherigen Auftritte kaum ins
Gewicht.
Der Lohn für diese Serie: Platz 6! Damit hat Chicago innerhalb kürzester Zeit eine bemerkenswerte Aufholjagd hingelegt. Aus der Mannschaft, die zwischenzeitlich auf Platz 19 stand und vor allem um den Klassenerhalt bangen musste, ist inzwischen wieder ein ernstzunehmender Konkurrent im oberen Tabellenbereich geworden.
scottfire dürfte trotzdem auf die Euphoriebremse treten. Noch ist die Saison lang und die knappe Niederlage in Philadelphia zeigt, dass weiterhin Konzentration gefragt ist. Aber eines ist klar: Chicago Fire ist wieder da – und plötzlich spricht niemand mehr vom Abstieg.
Was für eine Aufholjagd der Glenfield Rovers! Nach dem katastrophalen Saisonstart mit Platz 17 hat sich das Team von Trainer stevefire inzwischen bis auf Rang 5 der Football Championship vorgearbeitet. Das ursprüngliche Saisonziel Platz 9 ist damit längst übertroffen – und plötzlich darf in Glenfield wieder von internationalen Plätzen geträumt werden.
Die vergangenen drei Spiele hätten dabei kaum besser laufen können. Gegen Waitakere United setzte sich Glenfield zuhause souverän mit 3:0 durch. Anschließend folgte auch auswärts bei YoungHeart Manawatu ein überzeugender 3:0-Erfolg. Den perfekten Spieltag machte schließlich das Heimspiel gegen die Napier City Rovers perfekt: erneut 3:0!
Neun Punkte, neun Tore
und kein einziger Gegentreffer – die Rovers präsentieren sich derzeit in beeindruckender Form. Besonders bemerkenswert ist die defensive Stabilität, die nach den teilweise heftigen Niederlagen zu Saisonbeginn so nicht unbedingt zu erwarten war.
Und damit hat sich die Ausgangslage komplett verändert. Statt Abstiegskampf heißt es nun Platz 5 und Blick nach oben. Die internationalen Plätze sind wieder in Reichweite. Ausgerechnet die Mannschaft, die vor wenigen Wochen noch am Tabellenende stand, klopft nun an die Tür zur internationalen Bühne.
Für stevefire und seine Rovers ist das eine erstaunliche Entwicklung. Das Saisonziel Platz 9 ist bereits übertroffen – jetzt stellt sich die Frage: Wie weit kann diese Aufholjagd noch gehen?
Ferro Carril Oeste war ordentlich in die Saison gestartet, erlebte aber am letzten ZAT einen Totaleinbruch und erreichte mit desaströsen Leistungen null von neun möglichen Punkten, das bei einer Torausbeute von 5:14. Irgendwas muss das schief gelaufen sein in Caballito. Es waren auch die ersten Pfiffe zu hören. Kann Ferro nun gegen Independiente, Boca und die Argentinos Juniors seine Fans wieder versöhnen? Und können die aufkommenden Zweifel an den Fähigkeiten von Armando Broncas besänftigt werden? Bei seinem Ex-Klub läuft es jedenfalls besser ohne ihn.
Der FC Hansa Rostock hatte sich für den letzten ZAT viel vorgenommen, konnte den eigenen Ansprüchen aber nur halbwegs gerecht werden. So ging der FCH trotz großem Eisnatzes beim 1. FC Union Berlin leer aus. Auch daheim gelang nur mit Ach und Krach ein knappes 1:0 gegen den SV Darmstadt 98. Immerhin holte man einen Auswärtsdreier bei der Hertha, aber auch nur, da die alte Dame keinen Bock hatte. Am nächsten ZAT müssen die Hanseaten gegen den FC St. Pauli, Lübeck und Waldhof ran, da wird es schwer werden, eine ähnliche Punkteausbeute zu erreichen.