Chililabombwe. Polizeiwache. Der Beamte öffnet den Ordner STUNDE 109 – KGANYA.
Elf Minuten lang füllt Kganya ein Formular aus. Danach vier Minuten Vogelfüttern. Am Ende steht der Nachbar vor der Tür, den leeren Käfig in der Hand, und fragt, ob sein Wellensittich übers Wochenende nach Hause darf.
«Das ist alles?»
«Mehr Skandal hat Renno bei mir nicht gefunden. Er hat elf Stunden eine Kühlschranktür gefilmt. Ich bin dagegen fast ein Actionfilm.»
Der Wellensittich sitzt trotzdem wieder auf dem Tresen. Der Nachbar war nur kurz Zigaretten holen. «Kganya mentioned!»
Kganya legt die Tabelle auf den Tisch. 0:1 bei Ferris, 5:0 gegen Uno, 0:5 bei Florian. Platz zwei, drei Punkte hinter Earl.
«Ich möchte Anzeige gegen Forest Rangers
erstatten.» «Weswegen?»
«Tabellenführung ohne ausreichende Deckung. Neunzehn TK für fünfzehn Spiele.» «Das ist kein Straftatbestand.»
«Noch nicht.»
Der Beamte blättert im Spielplan. Am Freitag kommt ZESCO, danach geht es nach Indeni. «Was werfen Sie denen vor?»
«ZESCO noch nichts. Aber hier in Chililabombwe wird nichts entwendet. Die Wache ist direkt nebenan.» «Und Indeni?»
«Auswärts zeige ich niemanden an. Da bin ich Gast.»
Herbstar ist laut Rennos Archiv übrigens auf Sardinien. Der Beamte notiert es vorsichtshalber unter Krankmeldungen, fragwürdige.
Der Wellensittich schlägt mit den Flügeln. «Drei Punkte! Kganya mentioned!»
«Bescheiden geworden», sagt der Beamte.
«Er hat Florians Ergebnis gesehen.»
Bogotá. Der Praktikant schiebt die Zeitung unter Santa Fes Tor durch. Diesmal in Gummistiefeln.
«Graf schreibt, er habe Wind gemacht.»
«Gemacht hat er ihn. Abbekommen haben wir ihn.»
Luminos leert den Beweismittelbeutel auf den Tisch. Ein einzelner Punkt rollt heraus. 0:1 in Cali, 1:4 gegen Cartagena und in Tolima ein Unentschieden, bei dem selbst die Anzeigetafel nachfragen musste. Von Platz vier auf sieben.
«baratte sagt, Sie hätten Grafs Aufruf zu wörtlich genommen.»
«Ich habe ihn einmal wörtlich genommen. Das reicht für eine Saison.»
Er hängt den leeren Beutel an den Haken. Daneben die Tabelle. Der Abstand nach unten ist kleiner als der nach oben.
«Und
jetzt?»
«Fenster zu. Heizung an. Unseren Teil Sturm haben wir abgegeben.» «Die Rückrunde beginnt mit zwei Auswärtsspielen.»
«Dann reisen wir mit Regenjacke, nicht mit Windmaschine. Die Punkte gegen den Keller holen wir in Bogotá. Medellín und Envigado kommen früh genug.»
Der Praktikant zögert. «Karla Krause geborene Kolumna fragt, ob Graf sich fürchten muss. Er sei gewappnet, sagt er.»
«Gewappnet wofür? Ich komme mit Schirm. Er kann seine Windmaschine ruhig anlassen und seinem eigenen TK beim Davonfliegen zusehen.»
Luminos nimmt einen neuen Beutel. Diesmal schreibt er keine Zahl darauf. «Kein Ziel?»
«Doch. Klassenerhalt. Das passt nur nicht auf einen Beutel.»
Ein schwüler Nachmittag in der Geschäftsstelle von CD Guadalajara, der Ventilator verteilt die Hitze nur, er lindert sie nicht. Das Telefon klingelt, Sekretärin Juanita lässt es ein paarmal klingeln, dann nimmt sie den Hörer ab. "Bist Du alleine im Büro?, krächzt eine Stimme. "Nein, erwidert Juanita, es sind alle da. An wen darf ich verbinden?" Statt einer Antwort kommt die nächste Frage. "Magst Du Horrofilme?" Lachend erwidert Juanita: "Mögen? Ich komme mir vor, als arbeite ich in einem… Moment ich verbinde Sie mit unserem Cheftrainer."
Doch als dieser den Hörer abnimmt, ist die Leitung bereits tot.
Ja, das zweite Derby steht an und es scheint, als würde El Campeche kein Mittel der psychologischen Kriegsführung auslassen. Maverick blickt gelassen auf das morgige Spiel: "Ich verstehe ja das es für Atlas das größte Spiel des Jahres ist, was haben die auch sonst? Aber wir haben ganz andere Ambitionen, wir können nicht eine ganze Saison nur von einem Spiel zehren!"
Im Estadio Akron wird morgen auch Streitschlichter Franz Obst erwartet, es kommt also endlich zum Zusammentreffen zwischen Maverick und El Campeche, moderiert von eben jenem deutschen Anwalt. "Ich freue mich auf das Gespräch und bin sehr gespannt, wie es verlaufen wird. Auf Wunsch von Herrn Obst werden wir sowohl auf Früchte als auch auf Hochprozentiges verzichten. Schließlich haben wir beide danach ein Fußballspiel zu coachen!"
Die mysteriösen Ereignisse auf dem Trainingsgelände warten unterdessen immenroch auf vollständige
Aufklärung. Auch wenn man längst alles Spuren beseitigt hat. Die mysteriöse schwarze Katze wurde zuletzt nicht mehr gesehen. Ungewöhnlich häufig wurde die Marke Puma im Umfeld des Trainingsgeländes gesichtet. Spionage? Doch wer sich vom Trainingsbetrieb Erkenntnisse für die Spiele erwartet der wird enttäuscht. Das Training dürfte maximal als gedrosselt bezeichnet werden. Eine logische Konsequenz der bevorstehenden Aufgaben.
Doch bevor es hier zu sportlich wird, wird es Zeit auf die zwischenmenschlichen Geschehnisse in der Primera Division zu schauen.
Die Liga ist nicht nur weit weg von Tiki-Taka, sie entwickelt ein seltsames Pippi-Kaka Niveau. Von Eigenurin und Würstchen musste man lesen. Der Würgereflex hat sich noch immer nicht beruhigt. Da hilft auch der Ausflug in die Welt der KI nichts. Würde dieser vielleicht eine Erklärung für die ausufernde Hobbypsychologie der Trainerkollegen liefern? Wohl kaum, statt Psychologie oder womöglich noch fußballrelevante Themen wird mit der KI wohl allerhand Sauereien angestellt. Der Konsum diverser Alkoholika und bewusstseinserweiternder Drogen tut sein Übriges.
Mindestens zwei Trainerkollegen mussten vergangene Woche wegen des Verzehrs von Zwergenwein in den örtlichen Notaufnahmen behandelt werden. Gute Nachricht alle sind über den Berg. Einer über den Mount St. Helens, ein anderer über den Fuji in Japan. Ob und wann sie wieder coachen können, steht in den Sternen. Oder in diversen Voodoo-Utensilien einschlägig bekannter Übungsleiter.
Sollte jetzt noch Sidney Prescott auftauchen wird es endgültig Zeit für einen Entzug!
Die AS Roma hat das Derby della Capitale gegen Lazio Rom eindrucksvoll mit 5:0 gewonnen. Im heimischen Stadion ließ die Roma dem Stadtrivalen über weite Strecken keine Chance und sorgte bereits früh für klare Verhältnisse. Mit schnellem Kombinationsspiel und hoher Effizienz vor dem Tor baute das Team die Führung kontinuierlich aus. Lazio fand kaum Mittel gegen die dominante Roma und musste sich am Ende deutlich geschlagen geben. Für die Giallorossi ist der Kantersieg ein besonderer Erfolg im prestigeträchtigen Duell der beiden Hauptstadtklubs.
Der Gruß vom Platz an der Sonne ist Vergangenheit. Weite Vergangenheit. Jeden ZAT geht es weiter runter für Shonan und das sieht der Nachfahre stolzer Samurais nicht gerne. Nur noch Platz 10. 8 Punkte bis zur Spitze. Besonders die 5 -4 Niederlage gegen Yokohama geht Nakata gar nicht mehr aus dem Kopf. Was hat sich KiMu nur dabei gedacht, hier solche Gegenwehr zu leisten und dann das Spiel letztendlich auch noch zu gewinnen?
Am kommenden ZAT geht es wieder nach Yokohama, Diesmal zu den F. Marinos. Ist da mehr zu holen?
Auch im zweiten Spiel müssen die Mannen von Nakata reisen und zwar nach Saporro. Wenn beide Spiele verloren gehen, wird die Abwärtsfahrt noch stärker Fahrt aufnehmen. Lässt sich Nakata deshalb aus der Reserve locken?
Es wird immer enger im Staate Uruguay für die Wanderers. Zwei Punkte Rückstand auf einen Abstiegsplatz. Das schlechteste Torkontingent in der unteren Hälfte. Der Druck auf Diego A. Villareal steigt. Die erste Saisonhälfte liegt hinter dem alten Argentinier und sogar drei Geister-Clubs stehen noch vor den Wanderers
Der Start der Rückrunde geht gegen Villa Espanola. Tabellenletzter und ebenfalls Geisterclub. Der Patenclub ist El Makarem de Mahdia aus Tunesien, die sage und schreibe fünf Auswärtsspiele in Folge haben und hatten. Bei den ersten drei wurden brav keine Auswärtsstore gesetzt. Aber irgendwann, liegen die Nerven blank und man will auch mal wieder Punkte holen. Trifft uns das jetzt?
Zamalek SC, bereits 1911 gegründet und in der Realität einer der erfolgreichsten afrikanischen Vereine. 15 Meisterschaften, 29 Pokalsiege, 5 Gewinne der Championsleague. Das sind stolze Zahlen. Bei Copa 0 Meisterschaften und 0 internationale Pokale. Den Spitznamen El Fares El Abyed – die weißen Ritter, scheint man bei Copa wohl auf eine weiße titellose Weste zurückzuführen.
Ist Kunta Kinte der Mann, der die titellose Zeit beenden soll? Vielleicht in der Zukunft. Die Ausgangslage war für den alten Kameruner mäßig, aber vielleicht haben die Club Verantwortlichen ja die nötige Geduld, damit hier ein schlagkräftiges Team aufgebaut werden kann. Ab der nächsten Saison.
Bittere Wochen für die Western Knights! Zwar startete das Wochenende nach Maß mit einem überzeugenden 3:0-Heimserfolg, doch danach riss der Faden komplett. Einer deutlichen 0:4-Klatsche in der Fremde folgte die absolute Krönung im eigenen Stadion: In einem dramatischen Krimi unterlagen die Ritter denkbar bitter mit 3:4 daheim und gaben die Punkte kurz vor Schluss ab. Nach diesem gebrauchten Spieltag verbleibt die Truppe von Coach Dinci enttäuscht auf Platz 13. „Diese Heimniederlage tut extrem weh. Wir belohnen uns vorne und werfen es hinten wieder weg“, ärgerte sich Dinci maßlos. Nun gilt es, die Wunden zu lecken und die Abwehr zu reparieren!
Das gewohnte Wechselbad der Gefühle für die Tifosi der Platinum Stars! In Phokeng präsentierte sich das Team von Trainer Dinco gewohnt abgeklärt und belohnte sich vor den eigenen Fans mit einem hochverdienten 3:0-Heimsieg. Der Dämpfer folgte jedoch auf dem Fuße, als die Sterne beim gegnerischen Platz eine heftige 0:5-Auswärtspleite einstecken mussten. Trotz des erneuten Dämpfers auf fremdem Rasen behaupten die Stars unberührt den 6. Tabellenplatz. „Zuhause hui, auswärts pfui – diese Formschwankungen kosten uns die obere Tabellenhälfte. Wir müssen schleunigst Stabilität finden“, lautete Dincos klares Fazit. Die Jagd nach den oberen Rängen geht weiter!
Im Wettstreit der Kolumnen greifen die Schluchtenscheißer zu einem schmutzigen Trick. Wer kann schon etwas gegen ein Interview mit dem Spielleiter sagen?
Nein! Die D-U-S ist nicht umsonst seit Jahrzehnten für ihre knallharten Investigativreportagen, witzigen Editorials und kreativen Features bekannt. Im Gegensatz zu den Ösis kommen wir ohne globale Werbung aus. Selbst in Japan wird die D-U-S gelesen. Wir lächeln also nur müde über den neusten Versuch dieses österreichischen Schundblattes. Macht euch also auf das tatsächliche Interview des Jahres bereit!
Sensationeller Aufwind bei den New York Cosmos! Das Starensemble von Manager Dincamente erlebte ein beinahe perfektes Wochenende und zündete den nächsten Offensiv-Turbo. Vor den eigenen Fans feierten die New Yorker erst einen glanzvollen 3:0-Heimsieg und legten direkt einen packenden 3:2-Erfolg nach. Dass die knappe 0:1-Niederlage auswärts den makellosen Spieltag leicht ankratzte, störte im Umfeld niemanden. Denn der Lohn in der Tabelle ist riesig: Die Cosmos klettern weiter ungebremst nach oben und marschieren auf Platz 10! „Wir haben die Taktik verfeinert und die Moral stimmt. Der Abstiegskampf ist für uns Geschichte“, verkündete ein stolzer Dincamente.
Zürich. Mittwochabend. Die letzte WPC-Diele ist verschraubt. Der 1,47er dient als Blumenbank, die 83 Zentimeter halten den Grill gerade. Nouri sitzt auf dem Gartenstuhl, auf dem Kissen, das der Nachbar vorsorglich hingelegt hatte.
«Du sitzt», stellt der Nachbar fest. «Ich sitze.» «bora hat geschrieben, das schaffst du frühestens am letzten Spieltag.» «bora schreibt auch, Ende September sei noch Badesaison.»
Der Nachbar blättert im Spielplan. «Die Rückrunde beginnt mit zwei Auswärtsspielen.» «Auswärts hat Grasshopper diese Saison siebenmal
die Füsse hochgelegt. Ich sehe keinen Grund, ausgerechnet jetzt aufzustehen.» «Und der Bademeister?» «Soll seine Liegewiese geniessen. Wer im Oktober noch Sonnencreme verteilt, braucht jeden Sonnenstrahl. Ich brauche eine Abdeckplane.»
Der e-Mähbie steht in der Garage, das Ladekabel ist ausgesteckt. «Und wenn Herbie ihn zurückhaben will?» «Soll er ihn holen. Am 21. Spieltag ist er ohnehin in Zürich.»
Die Terrasse knarrt nicht. Zum ersten Mal in dieser Saison passt alles auf den Millimeter. «Und das restliche Material?» «Bleibt liegen. Ich sitze.»
Was für ein Tag der offenen Tür bei Lazio Rom! Vor heimischem Publikum im Stadio Olimpico riefen die Adler noch ihre gewohnte Klasse ab und feierten einen souveränen 3:0-Heimsieg. Doch was folgte, war ein historisches Defensiv-Debakel in der Fremde: Nach einer bitteren 0:5-Klatsche geriet die Mannschaft von Manager Dincman auch im nächsten Auswärtsspiel komplett unter die Räder und verlor in einem vogelwilden Spektakel mit 3:6. Durch diese neun Gegentore in zwei Auswärtsspielen rutscht Lazio in der Tabelle auf Platz 7 ab. „Wir haben uns hinten wie eine Schülermannschaft angestellt. Das wird Konsequenzen haben“, polterte Dincman nach der Auswärtsreise.
Nach dem nächsten ZAT kommt etwas Großes. Sehr Großes.
Diesmal zu Gast: SamiNo – der Mann, der Copa nach zwölf Jahren zurückgebracht hat.
Im bisher wohl längsten Interview von „Frühstück bei mir“ erzählt er, warum er Copa nie losgelassen hat, was hinter den Kulissen wirklich passiert ist und warum Saison 50 längst nicht das Ende der Reise sein soll.
Und weil so ein Gespräch nicht nur gelesen werden will, gibt es neben der Textversion auch eine gesprochene Video-Version.
Nach dem nächsten ZAT: Kaffee einschenken und Zeit mitbringen.
Wo? In der Kolumne von Österreich - den ÖsTORreich News.
Nach dem nächsten ZAT kommt etwas Großes. Sehr Großes.
Diesmal zu Gast: SamiNo – der Mann, der Copa nach zwölf Jahren zurückgebracht hat.
Im bisher wohl längsten Interview von „Frühstück bei mir“ erzählt er, warum er Copa nie losgelassen hat, was hinter den Kulissen wirklich passiert ist und warum Saison 50 längst nicht das Ende der Reise sein soll.
Und weil so ein Gespräch nicht nur gelesen werden will, gibt es neben der Textversion auch eine gesprochene Video-Version.
Nach dem nächsten ZAT: Kaffee einschenken und Zeit mitbringen.
Wo? In der Kolumne von Österreich - den ÖsTORreich News.
Nach dem nächsten ZAT kommt etwas Großes. Sehr Großes.
Diesmal zu Gast: SamiNo – der Mann, der Copa nach zwölf Jahren zurückgebracht hat.
Im bisher wohl längsten Interview von „Frühstück bei mir“ erzählt er, warum er Copa nie losgelassen hat, was hinter den Kulissen wirklich passiert ist und warum Saison 50 längst nicht das Ende der Reise sein soll.
Und weil so ein Gespräch nicht nur gelesen werden will, gibt es neben der Textversion auch eine gesprochene Video-Version.
Nach dem nächsten ZAT: Kaffee einschenken und Zeit mitbringen.
Wo? In der Kolumne von Österreich - den ÖsTORreich News.