... nur rot sollte er sein. Das dachten sich drei Weise aus dem Wüstenland am schönen Mittelmeer, auf der Suche nach dem Sinn - oder besser einem Ziel - in der Saison. Dolph Dolhin, der Mann der klaren Worte (Stichwort: Jammerlappen), der in seiner weißen Soutane mit den drei diagonalen schwarzen Streifen nicht lange suchen musste, um einen Ausrüster für seine Mannschaft zu finden, dessen Markenlogo exakt die Motivik des Vereinswappens aufgreift. Da zieht der Klappspaten schon mal die Augenbraue hoch, angesichts solcher Zufälle. Doch den stoischen Fußballphilosophen bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Dafür hat er in der Sonne Nordafrikas schon zu viel
erlebt und vor allem gehört von Leuten, die Leute kennen, deren Cousins wiederum Leute kennen, die dann den Pförtner von einer Firma kennen, bei der ständig Trikots vom Laster fallen usw. Also nimmt man das Outfit des Kollegen eben so hin und stellt keine weiteren Fragen.
Stattdessen kümmern sich die beiden um den dritten, der immer etwas weinerlich daherkommt und dabei doch einfach nur etwas mehr Inhalt in der Zeitung oder gar im Leben (?) haben möchte. Und so nehmen sie dhalal cortez in die Mitte, geben ihm ein Stofftaschentuch und das rote Flachs, stellen das Spinnrad auf, Flachzange tritt aufs Pedal, Dolph Dolphin lässt den Faden durch die Finger gleiten - und los geht's.
Die Presse schießt weiter fleißig gegen Trainer Wolfgang See, der schon wieder (wie man es bereits aus Vietnam kennt) auf Kurs Vizemeisterschaft ist. Da spöttet die Presse gerne, dass See es nicht schaffe, jemals einen Titel zu holen und verbreitet nun sogar umstrittene Berichte:
Beim FK Mashal Muborak ist derzeit Trainer Wolfgang See das Gesprächsthema. Der Deutsche erschien zuletzt gleich zweimal zu Pressekonferenzen mit zwei unterschiedlichen Vereinsjacken und behauptete
anschließend, das gehöre „zur psychologischen Spielvorbereitung“. In Muborak kursieren inzwischen Gerüchte, See führe Motivationsreden mit PowerPoint-Folien aus dem Jahr 2004 und lasse neue Spieler erst antreten, nachdem sie eine Runde Tischkicker gegen ihn verloren haben. Trotzdem funktioniert es: Platz 2 in der Liga. Selbst rivalisierende Fans geben zu, dass Mashal aktuell die unterhaltsamste Mannschaft des Landes ist – auch wenn niemand genau weiß, was dort eigentlich trainiert wird.
"Wir wollen langfristig in die Top-10 der Liga!", verkündete Coach Denker und verwirrte damit die sichtlich verdutzten Journalisten, die sich im Raum versammelt hatten. "Top-10 in einer Liga mit aktuell nur 10 Mannschaften in einem Land, in dem es kein Unterhaus gibt?", wunderten sich alle.
Doch die Aufklärung folgte sogleich. Das offizielle Ziel des Klubs sei es
nun, innerhalb von 6 Saisons in die Top 10 der Liga zu rutschen. Undzwar in der Ewigen Tabelle der Liga. Dort rangiert man aktuell auf Platz 13. Sofern die drei aktuell nicht aktiven Mannschaften in den nächsten sechs Saisons nicht reaktiviert werden sollten, wäre das Ziel durchaus realistisch. Und eines beruhigte dann doch alle: Coach Denker scheint weiterhin langfristig in Portugal zu planen.
...Eichhörnchen, das im Stadion des Club Deportivo Maldonado nistet. Und auch der dort ansässige Klub müht sich Woche für Woche und hat die nächsten drei Punkte eingefahren. Das Saisonziel wurde in der Vorwoche offiziell auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben: 33 Punkte sollen es bitte sein, um in der Ewigen Tabelle klettern zu können.
Dass auch das Eichhörnchen weiter klettern darf, scheint erst einmal gesichert. Erste Umweltorganisationen haben sich bereits vor dem Stadion eingefunden, um für den Erhalt des kleinen Kletterexperten zu protestieren. Hoffen wir, dass die Stadionsicherheit dennoch gewährleistet werden kann.
Eine spannende Diskussion konnten wir letzte Woche in der Zeitung verfolgen, über die Bedeutung des A in unserem herausragenden Wappen.
Dabei ist es doch ganz logisch:
A wie Alpaka,
A wie Anden,
A wie Ananassaft,
A wie Ayacucho,
A wie Angriff,
A wie Abwehr,
A wie Aufstieg,
A wie Amazonas,
A wie Aguila, A wie Arriba Alianza ,
A wie Arequipeña,
A wie Adrenalin,
A wie Arena,
A wie M.Power,
A wie Olimpico Somos Peru
A wie alles klar
AIK Solna hat den letzten Doppelspieltag ungefähr so erlebt wie ein Grillabend im strömenden Regen: große Erwartungen, viel Chaos und am Ende sitzt man leicht frustriert da und fragt sich, wie das eigentlich passieren konnte.
Beim 1:2 gegen Halmstads BK fehlte am Ende nicht viel. Trotzdem stand man erneut mit leeren Händen da. Noch wilder wurde es anschließend beim 2:3 gegen Göteborgs AIS – ein Spiel, das defensiv zeitweise mehr Lücken hatte als ein Schweizer Käse.
Immerhin kann man AIK aktuell nicht vorwerfen, langweilige Spiele abzuliefern. Neutralen Zuschauern dürfte der Doppelspieltag jedenfalls gefallen haben. Den Fans aus Solna vermutlich etwas
weniger.
Die Tabelle bleibt dadurch komplett verrückt. Gefle IF steht plötzlich ganz oben, Halmstad mischt munter mit und irgendwo fragt sich wahrscheinlich noch immer jeder, warum Kalmar FF plötzlich 3:0-Spiele gewinnt.
Jetzt richtet sich der Blick auf die kommenden Heimspiele gegen Hammarby IF und IF Elfsborg Boras. Besonders gegen Hammarby dürfte die Stimmung im Stadion ordentlich knistern. Schließlich gibt es angenehmere Dinge, als gegen den Rivalen mit schlechter Laune im Gepäck anzutreten.
Immerhin gilt weiterhin:Die Saison ist noch lang. Und in dieser Liga scheint ohnehin jede Woche ein anderer Verein zufällig zu entscheiden, heute mal wie ein Titelkandidat auszusehen.
Nach neun Spieltagen steht weiterhin in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Platz sieben klingt auf den ersten Blick unspektakulär, doch der Abstand nach oben bleibt überschaubar – und die Mannschaft von Trainer Micais zeigt weiter klare Konturen.
Beim torlosen Auswärtsspiel gegen blieb Estudiantes zunächst geduldig. Es war kein Spiel für große Schlagzeilen, eher eines dieser Ergebnisse, die man erst später richtig einordnen kann. Ein Punkt auswärts, kein Gegentor, kein unnötiges Risiko.
Wenige Tage später folgte dann die passende Antwort: ein souveränes 4:0 gegen. Die Mannschaft wirkte konzentriert, zielstrebig und ließ kaum Zweifel daran, dass sie zuhause weiterhin schwer zu bespielen ist.
Auf
der Pressekonferenz blieb Micais dennoch zurückhaltend. „Wir haben in diesen beiden Spielen unterschiedliche Dinge gezeigt. Geduld auswärts, Konsequenz zuhause. Beides braucht man in einer langen Saison.“
Besonders auffällig bleibt die Defensive: Nur sieben Gegentore nach neun Spielen sind ein klares Zeichen für Stabilität. Doch der Trainer wollte daraus keine großen Versprechen ableiten.
„Stabilität ist wichtig, aber sie garantiert nichts. Man muss sie jede Woche neu bestätigen.“
Zum Abschluss wurde Micais gefragt, ob Estudiantes langsam nach oben schauen dürfe. Der Coach lächelte kurz.
„Man darf vieles. Entscheidend ist, dass man dabei nicht vergisst, weiterzuarbeiten.“
Nach zuletzt drei Siegen in Serie musste sich der 1.FC Kaiserslautern am letzten Spieltag wieder geschlagen geben. "Wir sind noch lange nicht da wo wir hin wollen.", so der Coach der Pfälzer. "Man hat heute gesehen, dass die letzten paar Prozentpunkte bei uns gefehlt haben. Die Einstellung hat gefehlt. Die Jungs müssen sich in der Trainingswoche neu empfehlen." Klare Worte also, die aber auch zeigen, wie die Ansprüche in den letzten Wochen gestiegen sind. Der Verein orientiert sich nach oben und will vielleicht schon diese Saison den Sprung in die 1. Liga schaffen.
Nach fünf Siegen am Stück, gab es für D.C. United bei den Rochester Raging Rhinos mal wieder eine Niederlage. 0:3 stand es nach 90 Minuten. Besser lief es im Heimspiel gegen die Tampa Bay Rowdies, wo man mit 4:0 die Oberhand behalten konnte.
Nun gilt es am kommenden Freitag weiter auf der positiven Seite der Erfolgsspur zu bleiben. Dafür reist man zuerst "North of the Border" zu Impact de Montréal, dem Tabellendritten. Ein absolutes Spitzenspiel! Die zweite Partie bestreite man dann zuhause gegen den Tabellenzwölften Seattle Sounders. Da sollten die Punkte auf alle Fälle in der Hauptstadt bleiben.
Zweimal 1:0 hieß es am vergangenen ZAT bei den Spielen der Free State Stars. Zuerst konnte man zuhause gegen Kaizer Chiefs FC mit diesem Ergebnis gewinnen, ehe man bei Bloemfontein Celtic. Damit verbleibt man aktuell auf Tabellenplatz Nummer Zehn.
Am kommenden Freitag stehen dann die Duelle mit dem Tabellensiebten Thanda Royal Zulu (auswärts) und das wichtige Heimspiel gegen den Tabellenelften und Tabellennachbarn SuperSport United FC auf dem Programm. Mal sehen, was passiert. Es wäre wichtig hier die drei Punkte zu behalten.
Nach zwei Niederlagen am vergangenen Freitag ist Trainer Floberle mit seiner Mannschaft Brisbane Roar wieder etwas auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Zwei Auswärtsniederlagen bei nur einem Heimsieg lassen Brisbane von Aufstiegsplatz Zwei auf den vierten Tabellenplatz abrutschen.
Am kommenden ZAT empfängt man nun zuerst den Tabellensechsten Melbourne Knights, ehe man zum Tabellensiebten Sydney United SC reisen muss. Zum Abschluss empfängt man dann noch den Tabellenvorletzten Green Gully SC im Suncorp Stadium.
Überraschung am Wochenende. Während die Medizinstudenten in Bolognesi antraten stand auf einmal Meister Lampe vollständig verrotzt und schweißgebadet an der Seitenlinie. Sichtlich desorientiert ruderte und schwankte er mit den Armen und gab den Spielern von Estudiantes de Medicina Taktikanweisungen. Gleichzeitig blieb die Bank beim Auswärtsspiel des eigenen Teams gegen Sporting Cristal leer. Anscheinend hatte der Trainer im Fieberwahn da etwas durcheinander geworfen. Aber letztlich hatte es doch was Gutes: die Medizinstudenten versorgten den Trainer nach dem Spiel, so dass es ihm gleichauf besser ging und immerhin holte man einen Punkt.
Wieso mpax selber nicht erschien blieb derweil ungelöst. Als Folge gab es auch einen Trainerwechsel und Micais übernimmt an seiner Stelle.
Zeitgleich ereignete sich "in" Cristal was sich angedeutet hatte, die Jungs vom José Gálvez FCB liefen wild ohne jegliche taktische Grundordnung umher und konnten am Ende glücklich sein, dass Speedy das Tempo rausnahm und es nur 5-0 endete.
Immer noch etwas angeschlagen geht es nun ins nächste Wochenende. Aber wie man weiß, ein Hase ist am gefährlichsten wenn er angeschlagen ist! Und nur zur Sicherheit fährt er dieses Mal auch im Mannschaftsbus mit.
Der FC Wacker Innsbruck konnte am vergangenen ZAT den letzten Tabellenplatz verlassen. Nun gilt es am kommenden ZAT diesen Aufwärtstrend zu bestätigen. Dafür möchte man beim aktuell trainerlosen Tabellendritten Wolfsberger AC ebenso drei Zähler einfahren, wie auch im Heimspiel gegen Meisterdosen aus Salzburg.
In der dritten Partie gastiert der Wacker beim unerwartet souveränen Tabellenführer Sturm Graz. Hier ist aus dem Hinspiel am Tivoli noch eine Rechnung offen. Trennten sich die beiden Teams doch 1:1.
Trainer Floberle hat zudem seinen Hut um einen der drei Plätze als österreichischer Nationaltrainer bei der kommenden Copa WM in den Ring geworfen.
Es wird allmählich unheimlich, aber beim CA Huracán fährt man mittlerweile in Tabellenregionen, die man zu Beginn der Saison nur vom Boden aus gesehen hatte. Das Team hat sich aber offensichtlich gefangen und kann auf dem Platz liefern und sein Potential abrufen. DIe Stürmer treffen ins richtige Tor und hinten hilft der liebe Gott, dem man ja dank des Ballons besonders nah ist.
Jetzt heißt es, einfach die günstigen Rückenwinde zu nutzen und möglichst lange oben zu bleiben. Denn je länger man oben ist, desto größer ist der Respekt der Konkurrenz.
alles dafür tun, dass Zesco am Ende oben steht. Klingt komisch, ist aber so. Da sich hier in Sambia wahrscheinlich Sauffreundschaften gebildet haben und über diese auch noch freudestrahlend in den hiesigen Gazetten berichtet wird, bleibt der rechten Hand nichts anderes übrig als weiterhin die Fahne der gehobenen Schreibkunst hoch zu halten. Die rechte Hand erinnert sich noch genau wie es war, als man das bisher erste und einzige Male Meister aller Sambanasen wurde. Und das war
eben mit der heimlichen Liebe Zesco United. Die rechte Hand könnte sich niemals gegen Zesco erheben, da spart sie sich doch das TK lieber für das Rückspiel bei Kafue Celtic auf. Der olle Kalle wird es eh nicht merken, liegt er doch meistens besoffen in den Katakomben des Stadiongebäudes herum. Aber Papa Bouba muss behütet und unterstützt werden, damit Zesco im alten Glanze erstrahlt. Oder wie sang einst Sarah Connor, brüh im Lichte dieses Glückes usw.
Zweimal auswärts angetreten und sogar einmal gewonnen. Das kann sich sehen lassen. Gut, der Auswärtssieg bei den Löwen war teuer erkauft, aber Trainer Weichflöte war sehr zufrieden: "Wir haben zweimal auswärts alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das war eines Tabellenführers würdig. So können wir auch weiterhin auftreten und werden sicherlich noch einige Punkte sammeln. Hauptsache ist, dass wir den Kontakt nach oben behalten und möglichst lange unter den Top 6 bleiben."
Das sind fromme Wünsche, aber wünschen darf man sich in der Copa Welt ja zum Glück alles...