Choykhona in Tashkent, ein Schachbrett zwischen zwei Schalen Tee. Hikari schiebt einen Bauern.
„Buxoro 0:3, Navbahor 0:3. Zweimal auswärts, zweimal matt."
Der Co-Trainer rückt den Turm: „Gegenwind, wie bestellt. Vom Zweiten auf den Vierten und drei hinter dem Trio."
Oben drängeln sich Mashal, Buxoro und Dinamo auf 39, während halb Usbekistan im WM-Fieber Oksana und Elvijra hinterherreist.
„Gut", sagt Hikari. „Zwei Heimspiele. Bunyodkor, Andijon. Jetzt habe ich Weiß."
Co-Trainer: „Weiß zieht zuerst, gewinnen muss es trotzdem selbst."
Hikari nickt: tief stehen, früh stechen, daheim endlich liefern. Die Fans bringen wieder Popcorn.
Friseursalon in Morelia, Pepe wetzt die Schere. Luminos sinkt in den Sessel.
„Querétaro 3:0! Den Dritten zerlegt! Und eine Woche später 0:4 in Puebla."
Pepe nickt: „Vorne Mariachi, hinten offene Tür. Den Föhn hatte ich schon bereit, Maestro."
Platz zwölf, mitten im Abstiegssumpf. Jetzt zu den Pumas, wo Trainer Diego seine Katzen in Wechseltrikots watscheln lässt und Pinguin-Taktik probt.
„Sollen sie Zoo spielen", sagt Luminos. „Wir brauchen keine Chamäleons. Wir brauchen drei Punkte."
Pepe lächelt: „Und einen Libero, der föhnt nicht.. der verteidigt."
Danach Pachuca, daheim. Última llamada.
Raclette-Stand am Bellevue, der Föhn schiebt Nebel über den See. Der Käser kratzt die Schicht ab.
„Fünf zu null gegen Deus. Der Mann kam mit der Gabel für die Löcher und Sie servieren ihm den ganzen Laib."
„Young Boys. Abgeschmolzen." „Und tags darauf das Derby? Null zu drei beim FCZ."
Nouri schweigt. „Der Meister verliert in
der eigenen Stadt."
„Vierter. Ich weiß."
Der Käser schabt weiter. „Und jetzt? Luzern. Der Erste. Bei Ihnen im Letzigrund."
„Dann kommt der Tabellenführer endlich dorthin, wo die Zeit wieder richtig geht. Sion danach. Eins nach dem anderen."
Er wickelt den Sbrinz ein. „Und diesmal?"
„Diesmal wird geschnitten. Nicht gerührt."
Selbst ein mächtiger Götterhundtrainer wie fenris braucht mal eine Pause vom Welten-Endzeit-Training. Wo findet er seinen Seelenfrieden? Beim argentinischen Traditionsverein Racing Club!
Warum? Weil dort dieselbe göttliche Anarchie herrscht wie im ungezähmten Kosmos. Wenn die Fans das Stadion zum Beben bringen, fühlt fenris sich direkt heimisch – das ist lauter
als jeder Donnerschlag von Thor! Die hellblau-weißen Streifen passen zudem perfekt zu seinem majestätischen Fell, den schön ist er auch. Wer braucht schon die Champions League, wenn man die pure, leidenschaftliche Ekstase von Avellaneda haben kann?
Für Fenris steht fest: Spieler kommen und gehen, Götterdämmerungen auch, aber Racing bleibt für immer im Herzen!
Eine gelungene Aktion der beiden usbekischen Nationaltrainer. Um sich maximale Unterstützung der anderen usbekischen Trainer zu sichern, haben sie kurzerhand die beiden Schönheiten aus der Charoshi Phiki Bar, Oksana und Elvijra, in Marokko einfliegen lassen. Und wer stand da mit auf der Passagierliste? Natürlich Bernd W., Hose leicht ausgebeult und ein Speichelfaden, der von seinem Mundwinkel Richtung Kinn lief. Felixus und Tor-Ben standen am Gate und begrüßten die drei Neuankömmlinge in der Hoffnung, daß das angemietete Hotelzimmer für O & E noch weitere Trainer anlockt. "Reise und Unterkunft zahlt ihr, die Gage der beiden Damen übernimmt der usbekische Fussballverband!" das ist der Deal.
Wieder ein Platz nach oben ging es für Sao Paulo FC. Zwar gewann man nur ein Spiel aber es ging dennoch um einen Platz richtung Sonne. Im ersten Spiel ging es zum SC Recife. Dort ging man früh mit 2:0 in Führung konnte sich dann aber nicht mehr konzentrieren und kassiert bis zur Halbzeit noch den Ausgleich und später im Spiel noch den Gegentreffer zur Niederlage. Im zweiten Match war es ein wenig anders. Gegen CR Flamengo ging man wieder früh mit 2 Toren in Führung kassierte dann aber nur ein Treffer ehe man das 3:1 machte, der Gast konnte nur noch einmal Treffen und man gewann das Spiel. Nächste Woche geht es zu Clube de Romo und zu Hause gegen SE Palmeiras.
Na, wenn das nicht mal eine Einladung war, einen leckeren Calvodos zusammen trinken zu gehen. Da könnte man gemeinsam über das überraschende in der brasilianischen Liga philosophieren. Ganz allein zu zweit. Und wichtige Erkenntnisse über die Welt, den Zustand des modernen Fußball sund die Trainerkollegen und -kolleginnen hier in der Zeitung veröffentlichen. Ob's Wer liest? Wir könnten ja mal einen Test machen und die unsere genauen gesetzten Tore für den ZAT in der Zeitung veröffentlichen.
In so einem Trionda und in der Veikkausliiga steckt eine ganze Menge Technik. Während in Elektromotoren und bei Tabellenführung die Permanentmyknete unentwegt ihre Position halten, sind im Ball Lehtoschleifen enthalten, die immer genau messen, wo er sich befindet. Bei vielen Spielen ja derzeit langweilig im Mittelfeld der Tabelle. Alles gemessen, beeinflusst und zusammengehalten von den TK-Magnetfeldern aus Vantaa und Turun. Nur fragt man sich bei denen, kollabiert deren TK-Feld nicht doch irgendwann und lässt die ganze Struktur der Liga zusammenbrechen?
Konfrontiert mit den Nachrichten aus der Heimat konnten die beiden Nationaltrainer Tunesiens, Don Hernàn und Moreno Deus - mittlerweile als Duo-Doppel-D bekannt -, ihre Emotionen kaum zurückhalten. Der eine hüpfte wild um sich und der andere fing an, Erbsen zu zählen. Braungebrannt und mindestens leicht beschwipst, zieht Moreno Deus an seinem Kubaner. "Bueno, das gute Kraut ist auf dem Weg nach Tunesien. Aus irgend einem Grund habe ich die ominöse Kanutour ja auch unternommen."
Es scheint aber, als müsste das Duo noch länger in Marokko verweilen.
Die Unterstützung aus der Heimat rührt insbesondere den hier tätigen Deus: "Als cube ankündigte, dass er den AS Marsa interimsweise übernehmen würde, fiel mir ein Gewicht von zehn Kamelen von der Schulter. Um Tunesien noch weiter und noch besser zu unterstützen, würden wir uns für Beiträge in der WM-Zeitung mit einer Extraladung kubanischer Genusswaren erkenntlich zeigen."
Trübe Woche in Usbekistan! Keine Zeit für Medienberichte. Die Trainer sind konzentriert auf ihre Trainingseinheiten und ihr taktisches Vorgehen. Wer mag es ihnen Verdenken? Denn im Saisonendspurt (Es sind nur noch fünf Wochen zu spielen) gibt es jede Woche ein Highlight. Das Spitzenquintett der Tabelle (Jedes Team hat berechtigte Chancen auf die Meisterschaft) trifft wöchentlich aufeinander. Die
Meisterschaft bleibt spannend und die Trainer konzentriert. Daher geht man in Samarkand auch auf keine rivalisierenden Zeitungsberichte ein. „Es bleibt einfach keine Zeit für Unfug. Wir wollen bei der Meisterschaft ein Wörtchen mitspielen. Das ist kein Geheimnis. Daher konzentrieren wir uns die nächsten Wochen einfach auf das Spiel,“ sagte Pepeke Khan zum Abschluss an die Trainingseinheit.
Braun- und ausgebrannt kehrte Calvo Deus schon nach wenigen Tagen von der Entdeckungsreise mit Archiebald Mo zurück. "Wir sahen Land und Leute, tranken edle Destillate und rauchten ebensolche Kraute" resümierte der Kubaner. Das Ganze scheint Wirkung gezeigt zu haben, holte AA Anapolina doch tatsächlich zwei ganz ausgefuxte Siege am letzten ZAT. An der Tabellenlage hat sich indes wenig geändert: Die Abstiegsgefahr, wenn es denn einen gäbe, ist immer noch ziemlich akut. Allerdings ist der Abstand auf viele rettende Plätze geringer geworden.
Nachdem die Konkurrenz die Ankündigung von Castaño Deus aufgegabelt hatte, war sie gewarnt. Allerdings reagierte sie unterschiedlich darauf. Deus hatte das einigermassen vorausgesehen und war deshalb mit dem Spieltag zufrieden: "Etwas mehr Käse hätte man schon servieren können. Wie man ja jetzt weiss, ist das Raclette eine Ganzjahresmahlzeit. Mit einem guten Ballon Weisser passt das immer! Dann kann man sich den Sbrinz für die Teigwaren sparen. Da ist er sowieso besser aufgehoben." Soll mal einer sagen, man dürfe Fussball und Kulinarik nicht vermischen.
Seitdem Rubio Deus seinen Posten bei den einen Löwen Ernst nimmt, haben diese kein einziges Tor mehr geschossen. Aber immerhin einen Punkt gewonnen. Weil man sich immer noch an der Spitze der Tabelle findet, halten sich die Sorgen in Grenzen. Die Fans überlegen, ob sie protestieren oder kochen sollen. Aber man soll ja Fussball und Kulinarik nicht vermischen.
Rubio Deus hingegen ist seit Tagen nicht mehr an den Trainings erschienen. Weil die Mannschaft aber kaum schlechter performen kann, halten sich auch dort die Sorgen in Grenzen. Über seinen Aufenthaltsort wird demnach kaum spekuliert. Klar ist nur, dass er von seinem kulinarischen Ausflug in indische Richtung bisher nicht zurück gekehrt ist.
Spanien hält trotz des sieg noch alles selber in der hand . Trainer Lordhelmi stellt klar: La Roja besitzt die fußballerische Weltklasse, um diese Weltmeisterschaft zu prägen. Mit der geschlossenen Unterstützung von Fans, Sponsoren und Betreuern wird das Spiel gegen serbien montenegro die richtige Antwort auf dem Platz liefern. deswegen brauchen wir jetzt alle Trainer aus der Primera Division wir brauchen jetzt jedes kleine Tk um noch 5 tore zu setzten um noch eine runde weiter zu kommen also last die tasten fliegen
trainer crow Und lordhelmi Bedanken sich jetzt schon mal für eure mühe
Und wieder ein Schmankerl aus dem Leben des finnischen Kultcounts aus der Geriatrie: Arztbesuche!
Worüber man früher gelacht hat und nur für die "wirklich Kranken" oder gar Hypochonder relevant erachtet worden ist, ist nun die traurige Realität. Reguläre Kontrollbesuche gehören zum Alltag in denen das große Blutbild genommen wird, die Milz geschallt wird, man einen Hörtest bekommt und man sich beim Belastungs-EKG bis zur
Erschöpfungsgrenze verausgaben kann. Und jedes Mal das selbe Ergebnis: topfit. "Aber warum spiel ich dann so kacke in Finnland diese Saison?!" - auf diese Frage wird der Count in Oulu auf jeden Fall keine Antwort beim hiesigen Arzt bekommen.
Ahh, und der Urologen-Termin muss demnächst auch mal wieder gemacht werden.
PS: Ihr könnt übrigens immer noch zur richtigen Seite der Macht überwechseln und für Südkorea schreiben. Just saying...
Nakata saß wieder in seiner Lieblings-Ramen-Bude, aber diesmal starrte er nicht philosophisch in die Suppe - er hatte den Kopf komplett in die Schüssel getaucht und blubbert Verzweiflungslaute in die Brühe.
"Trainer-san", rief der besorgte Koch, "Sie ertränken sich in meinen Nudeln!"
Nakata hob triefend den Kopf: "Vielleicht ist das die beste Taktik, die ich je hatte..."
Plötzlich klingelte sein Handy. Es war seine 87-jährige Großmutter Nakata-obaa-san.
"Taro-chan!", krächzte sie durch den Hörer, "ich habe dein letztes Spiel im Fernsehen gesehen. Du spielst Fußball wie ich Pachinko spiele - völlig planlos und trotzdem hoffnungsvoll!"
"Obaa-san, ich bin am Ende...", seufzte Nakata.
"Unsinn! Weißt du, was dein Problem ist? Du denkst zu kompliziert! Fußball ist wie Tofu - je mehr du ihn bearbeitest, desto mehr zerfällt er!"
Nakata ließ das
Handy fast fallen. "TOFU! Natürlich!"
Er stürmte aus der Ramen-Bude direkt zum Supermarkt, kaufte 20 Packungen Tofu und raste ins Trainingszentrum.
Die Spieler fanden ihren Trainer im Trainingsraum vor einer Wand voller Tofublöcke stehen.
"Meine edlen Sushi-Krieger!", verkündete er dramatisch, "ich habe die ultimative Wahrheit entdeckt!"
"Bitte sagen Sie nicht, dass wir jetzt wie Tofu spielen sollen...", murmelte Verteidiger Tanaka.
"GENAU!" rief Nakata begeistert. "Wir werden die Tofu-Taktik anwenden!"
"Wir spielen Fließ-Fußball!", strahlte Nakata. "Jeder Spieler bewegt sich wie Tofu in heißer Suppe - weich, fließend, unvorhersagbar! Wenn der Gegner denkt, er hat uns gepackt, sind wir schon woanders!"
Oh Gott, denken nicht nur die Spieler. Nakata wird sich weiter in Richtung Abgrund bewegen. Auch das sieht nicht nach einer erfolgsversprechenden Lösung aus.