Autsch. So ein Saisonstart braucht kein Mensch. Lust-, sang- und klanglos; geradezu peinlich stolperte der amtierende Vize-meister (bekanntlich der erste Verlierer) vor sich hin und grüsst nun von ganz weit unten in der Tabelle. Um weitere Trainerkollgen vor dieser Schmach zu bewahren, lese man bitte weiter.
"Natürlich mag es auf den ersten Blick reizvoll erscheinen, sich weitere 70 Punkte in der HoF zu sichern. Dennoch lohnt sich dieser
nutzlose Aufwand nicht. Man holt besser 25 Punkte (oder natürlich 100; Copatadores wissen Bescheid), damit man nicht solch einen beknackten Saisonstart hat.", so Xerez.
Wer bis hierhin nicht folgen konnte, oder schlichtweg nicht mitgelesen hat, dem genügt eigentllich das finale Statement voll und ganz. Werdet bloss nicht Vize-Meister. Zum neuen Saisonauftakt jeweils beim amtierenden Meister auswärts antreten zu müssen, macht echt kein Spass.
Was für eine Blamage für den selbsternannten Weltklassetrainer Don Limòn. Der Saisonstart in Mexiko ist eine wahre Parabel, wohin die Gier die Menschheit hinführt: ans traurige Ende...
Humor ist, wenn man trotzdem lacht. So oder ähnlich kann man die Gefühlslage im Norden DFs am Küchentisch der süssen Zitrone resümieren. Wobei; derzeit ist sie ziemlich sauer. Die saure Gier, der wahrhaftige Versuch, dem Schicksal und den sympathischenmediokren Trainerkollegen, bzw. einem peruanischen Geist, zu zeigen, was kluges Coaching ist, ging total in die Hose. "Bueno, wir hätten uns natürlich auf ein einziges Spiel konzentrieren sollen, was ich auch so geplant hatte.", so ein zerknirschter Don Limòn. "En este caso, wir wären smart und solide in die Saison gestartet.", fuhr er wild fuchtelnd fort.
Doch eben, hätte, wäre, wenn; alles nutzloses Lamentieren, dass man eher von anderen Trainern, insbesondere erfolglosen, bzw. solchen
aus Monterrey kennt. So bleibt der zahnlose, ja geradezu kühne Angriff in der Fremde der mittlerweile fermentierten Zitrone, nichts als eine peinliche Darbiertung zum Saisonstart.
Ganz oder gar nicht - wie im Leben so bei Copa - ist eben immer noch der einzig sinnvolle Weg, der den Weg des Schicksals pflastern sollte. Für manch Trainer eine Lebensweisheit, für Don Limòn nichts weiter als noise, just noise, man...
"Diese Saison, lamentablemente, habe ich mein Saisonziel schon vor dem Start definiert. Bei mickrigen drei Plätzchen fürs internationale Geschäft gar etwas hoch. Doch so bleibt mir nur eine einzige Lösung bis Ende Hinrunde. Ich muss TK sparen und auswärts blass bleiben, um mich nicht vollends zu blamieren.", so Don Limòn, der zum Glück schon nächste Woche auf nach Monterey darf, wobei er KI-Addict Herbstergehörig vermöbelnfreundlich für das neuste Emblem gratulieren wird.
Was für ein Saisonstart für Atlético Madrid. Mit dem ungeduldigen Startrainer Don Crespo an der Seitenlinie, war Spektakel vorprogrammiert. Mit gleich zwei Auswärtsspielen zum Saisonstart, waren die Colchoneros auf Krawall gebürstet.
Es war ein Bangen, gleich zum Start beim überragenden Meister der letzten Jahre, dem FC Barcelona, antreten zu müssen. Dennoch war man froh, das die Umbauarbeiten im Stadion (heisst es eigentlich immer noch Nou Camp?) immer noch andauern. So waren die culés nur zur Hälfte da, die Colchoneros top motiviert und mit einer angriffigen Spielweise konnten drei Punkte aus Katalonien entführt werden. Ob die Qualität in den nächsten Spieln gehalten werden kann, steht indes in den Sternen.
Borussia Mönchengladbach erobert den 1. Platz aufgrund eines 0-0 Auswärts-Unentschieden. Der Rest an den ersten beiden Spieltagen waren Heimsiege. Bei den Löwen fragt man sich, wann der erste erfolgreiche Ausbruchsversuch startet, und wie er aussieht. In Cottbus fängt sich Rasenballsport den ersten 6er ein, und die nächste Saisonfrage ist, wie oft Leipzig sich den Unbeliebtheits-Sechser abholen wird in dieser Saison. Da bleiben die üblichen Saisonstart-Fragen fast nebensächlich. Wer wird Meister, wer steigt ab? Gar nicht so wichtig!
.. der dickbäuchige fubini stand hechelnd vor Pepeke Guevara. Im Maul die Zitrone. Ganz. Er biss zweimal zu. Weil er jedoch nicht mehr alle Zähne hatte, kam dies eher einem Quetschen gleich. Die saure Frucht schien darüber nicht erquickt. fubini "biss" abermals zweimal zu. Die Zitrone hatte ihr Lächeln nun gänzlich verloren. 2 mal doppelt ausgequetscht, wie Pachuca am 1. ZAT.
Pepeke saß nur verwundert da. Herabgelehnt, um dem Hund die Zitrone zu entnehmen. Dabei war er so geistesabwesend, dass ihm etwas Spucke auf fubini's schwarzes Näschen tropfte. "Bring mich zurück auf meinen letzten Platz" stand ja auf seinem Halsband.
"Das musse die Botschaft für diese Limòn sein!" unkte Pepeke und legte die ausgequetschte Zitrone in die Frühstücksschale, aber unter all' das frische Obst, was sich darin befand: Papaya, Mango, Feigen, eine Melone und eine Staude Bananen. "Die letzte Platz!" sagte er entschlossen und strich sich durch seine langen Haare. Dabei fiel eine große Strähne auf fubini's Rücken und wie von der Tarantel gestochen rannte der wieder Richtung Katzenklappe, seinen Kugelbauch über den Boden schleifend. Pepeke war sprachlos. So schnell hatte er noch nie einen Hund rennen sehen, als es wieder einen Knall gab und fubini sich durch die Katzenklappe zurück nach draußen presste.
Währenddessen in Monterrey
Herbster hatte gerade seine Morgenroutine erledigt: Zitronenwasser, Selleriesaft und einen Smoothie zur Ausleitung von Giftstoffen. Sein Ritual um bei dem ganzen Irrsinn klar im Kopf zu bleiben. Der Fluch aus der letzten Saison hatte ihn auf eine Idee gebracht:
Warum nicht Gleiches mit Gleichem bekämpfen?
Er hatte in seiner Jugend alle Monkey Island Adventures durchgespielt und erinnerte sich an den 2. Teil: LeChuck's Revenge, als Guybrush Threepwood eine Voodoo Puppe von Largo La Grande anfertigte. Woraus noch gleich?
- Etwas vom Körper
- Etwas vom Kopf
- Etwas von den Toten
- Etwas von der Kleidung
So war das Rezept. Doch woher sollte er die "Zutaten" bekommen?
Da fiel ihm ein, dass er einst mit Guevara's Schwippschager, Pepeke Lumumba, in Südafrika Trikots getauscht hatte, als die beiden sich dort spannende Duelle lieferten. Das Trikot hatte er noch irgendwo im Schrank. Etwas von der Kleidung!
Doch was war mit den anderen Zutaten? Guybrush hatte in Monkey Island 2 Spucke und ein Tupet von Largo La Grande benutzt. Wie sollte er so kurz vor dem kommenden Spiel bei den urinierenden Tigres am Freitag da ran kommen? Er wollte sich nicht unter Druck setzen, also klappte er den Laptop auf und öffnete seine Hunde-Tracking-App. Doch unmittelbar danach öffnete sich ein Pop-Up mit der Notiz "WARNUNG!" Herbster erschrak und machte sich sofort große Sorgen. Was war passiert?
"Ihr Hund war im feindlichen Territorium!" stand auf dem Bildschirm. "BEI PEPEKE?!" wurde Herbster unruhig als er das Bellen vor seinem Haus hörte, das ihm zumindest die Sorge nahm, dass seinem geliebten fubini etwas
zugestoßen war. Doch anstatt ihn hereinzulassen, konnte er vor lauter Neugier nicht davon ablassen, das Video abzuspielen, dass die Tiertracker-Cam von fubini gemacht hatte. Pepeke war dieses Accessoire nicht aufgefallen, weil sich ein Teil der Befestigung in der speckigen Nackenfalte von fubini befunden hatte.
Was Herbster dann sah, ließ in sprachlos zurück: Das Video zeigte, wie ein Tropfen von Pepeke's Speichel und ein Büschel Haare auf seinen Hund fielen! Er musste seinen geliebten Vierbeiner sofort reinlassen, um zu prüfen, ob sich diese beiden Dinge noch an fubini befanden.
Mit leuchtenden Augen fand er das pechschwarze Haar auf dem weißen Fell seines Vierbeiners. Doch was war mit der Spucke? Geistesgegenwärtig griff Herbster in die Medikamentenschublade, wo andere ihre Vorräte an COVID-Test-Kits lagern, doch ihm kommen solche vor-verseuchten Stäbchen nicht ins Haus. Mit einem Fair-Trade Q-Tip aus biologischer Baumwolle rieb er fubini mehrfach quer über die Nase, sodass auch ein minimaler Rest von Guevara's Speichel daran gehaftet haben muss.
Herbster war vollkommen euphorisiert! 3 von 4 Zutaten für eine Voodoo Puppe von Pepeke! Doch woher sollte er die letzte bekommen? "Etwas von den Toten" schien vollkommen aussichtslos. Den restlichen Tag verbrachte er daher mit intensiven Recherchen am Rechner, sodass er fast vergaß seinem kugelbäuchigen Vierbeiner etwas zu essen zu geben, damit der nicht vom Fleisch fiel - Belohnung muss schließlich sein!
Am späten Abend als es bereits dunkel war, hatte er sich schließlich einen perfiden Plan zurecht gelegt. Auch hier orientierte er sich an Monkey Island, wo Guybrush Threepwood sich an den Knochen von Largo La Grande's Großvater zu schaffen machte. Nach schier unendlichem Googlen hatte er herausgefunden, dass Guevara Senior tatsächlich auf dem Hauptfriedhof von Monterrey begraben wurde und ein Familiengrab hatte bestellen lassen, in das auch sein Sohn Pepeke später einmal kommen soll.
War das nun wirklich sein Ernst?! War Herbster etwa kurz davor, die Ruhe der Toten zu stören und sich am Grab von Guevara La Grande zu vergehen? Wenn er für das Spiel am Freitag noch eine Chance haben wollte, konnte er keine Zeit verlieren, die Voodoo Puppe rechtzeitig herzustellen.
Es war bereits kurz vor Mitternacht an diesem Sonntag Abend. Eine bessere Gelegenheit würde nicht mehr kommen, um seinen Racheplan jetzt gnadenlos durchzuziehen. Die Friedhöfe waren um diese Zeit zwar geöffnet, aber Besucher waren für gewöhnlich keine mehr da. Herbster, sturköpfig und entschlossen wie er war, warf sich seinen schwarzen Mantel um und verließ die Wohnungstür.
Draußen war er sich seines Planes sicher. Niemand war mehr auf den Straßen, als er an der Kirchuhr vorbeikam. Mit jedem Schritt ein wenig mehr Gänsehaut. Er öffnete das ungeölte, quietschende Tor zum Friedhof als plötzlich die Glocken läuteten:
0 Uhr und der neue Tag war ein ganz spezieller: Es war Dia de los Muertos!
Der 1. FC Köln kann mit seinem ersten ZAT im Oberhaus durchaus zufrieden sein. Beim Gastspiel in Bochum musste der Aufsteiger zwar eine knappe Niederlage hinnehmen, doch viel fehlte nicht. Mit ein wenig mehr Erstligaerfahrung wäre vielleicht sogar etwas drin gewesen.
Dafür wurde das Heimspiel ganz nach Kölner Art angegangen: gemütlich, kontrolliert und am Ende erfolgreich. Drei Punkte zum Auftakt – damit lässt es sich leben.
Unter der Woche gab es außerdem ein besonderes Testspiel gegen den Partnerverein SC West aus Ossendorf, dem Wohnort von Boussati. Und wer ließ sich das
natürlich nicht entgehen? Nouri, FC-Fan und Trainer in der Schweiz, schaute persönlich vorbei.
Für Nouri war es dabei eine kleine Reise in die Vergangenheit: Der SC West ist schließlich sein Jugendverein. Man munkelt, dass er während des Spiels weniger auf die Taktik des FC und mehr auf die alte Heimat geschaut hat.
Und irgendwann soll er sich gedacht haben: „Wenn dieser Verein eines Tages in Copa verfügbar ist, weiß ich schon, welchen Verein ich übernehme.“
Vater Boussati dürfte das gerne gehört haben.
Familienbetrieb bald in Köln? Warum eigentlich nicht!
#953, Bundesliga, Saison 44 – ZAT 2 Speedy Gonzales, Colonia
Mit einer Flut startet auch die neue Saison bei Viktoria Köln. Eine Blitzbirne des Vereines, der Name möchte an dieser Stelle nicht bekannt gegeben werden, hat übermäßig viel Trainingsmaterial bestellt. In der Annahme, viel hilft viel. Da in der vergangenen Saison das Ziel knapp verfehlt wurde, eine auf den ersten Blick sinnvolle Maßnahme, auf den zweiten Blick jedoch aus finanziellen
Gründen, aus ökologischen Gründen und aus Gründen der Wertschätzung und des Respektes vor dem Trainergespann allerdings nicht vertretbar. Und so wurde dieser eifrige Mitarbeiter abgemahnt. So einfach ist das. Was nicht passt, wird passend gemacht. Auf diesen Führungsstil hat auch der Einflussreichste unter den Vereinsangestellten keine Antwort, er muss die Vorgesetzten gewähren lassen. Oder das Ruder selbst in die Hand nehmen. Das schreit nach Revolution, wie einst vor 25 Jahren …
#951, Primera Division, temporada 44 – ZAT 1 Speedy Gonzales, Rímac/Lima
Nachdem die peruanische Liga einem Wandel unterlegen ist, hat sich in Lima ebenfalls ein solcher etabliert, ein dynamischer Prozess, den auch der Konservativste im Verein nicht aufzuhalten imstande ist. Die Anschaffung eines neuen Besens. Damit ist kein Wechsel auf der Trainerbank gemeint, sondern im wahrsten Sinne des Wortes eine analoge Kehrmaschine
der einfachsten Art – ein Besen im engeren Sinne. Für den Nutzer sicher etwas anstrengend, gleich einer physiotherapeutischen Übung , die auf Ausdauer, Kraft und Regeneration ausgerichtet ist, doch sinnvoll. Der alte Besen hat seinen Sinn erfüllt, wird nun durch einen neuen ersetzt. Nicht zuletzt gedeiht dadurch die Hoffnung, dass er besser kehrt. Und wirft man einen Blick auf das Vereinsgelände … er kommt seiner Pflicht tadellos nach.
Der Aufgalopp in den VAE ist gemacht und der brachte direkt ein paar Überraschungen mit sich. Zum Einen holten die Palmenstädter einen überraschenden Auswärtspunkt beim Al-Ahli Club und zum Anderen führen zwei trainerlose Teams die First Division an.
Letzteres möglich gemacht hat der Kollege torsTibORSTI, der kurzerhand das stumpfe mit dem scharfen Messer verwechselte und sich beim Rasieren in den eigenen Sack schnitt, weil er die Klinge statt in der rechten in seiner linken Hand hielt: 0:0 zu Hause gegen Al-Wahda und eine deftige 1:5 Klatsche beim Al-Shaab Club. Statt 3 Punkten bleibt nur ein einziger Zähler - dabei stehen doch 3 Punkte für Blinde..
Al-Sharjah's Faux Pas ist auch der einzige Grund, weshalb die rechte Hand nicht die Tabelle von hinten anführt. Herbie's nächster Gegner hat also als einziges Team neben den beiden trainerlosen Mannschaften bereits einen Auswärtspunkt, was sie selbstverständlich zum derzeitigen Top-Favoriten auf die goldene Palme macht.
Es ist also
maximale Vorsicht geboten am nächsten ZAT, wenn es für Herbie gegen Palm City, das Team der Stunde, geht und er gleich danach das dritte trainerlose Team der Liga empfängt, denn die sind ja bekanntlich am schwersten zu berechnen. Er darf nur nicht die gleichen Fehler wie die rechte Hand oder torsTibORSTI machen und sich fälschlicherweise mit der linken Hand die ZahnbüRSTI an Stellen schieben, an denen es vielleicht anschließend schmerzen könnte. Eine hilfreiche Eselsbrücke könnte dabei "morgens Aronal, abends Elmex" sein. Jedoch verwendet Herbie gar keine flouridhaltigen Zahncremes, weil sie die Zirbeldrüse verkalken.
Apropos morgens: Dr. Calakmul will sich jetzt im österreichischen Frühstücksfernsehen selbst interviewen. Vielleicht sollte Herbie ihm ein Protokoll zur Ausleitung des toxischen Flourids zur Verfügung stellen. Was für ein Klappspaten! Diese Weichflöte bekommt ja noch nicht mal eine Banane gebogen - genau wie die Flachzangen von Al-Shabab am 2. Spieltag..
Ich möchte mich kurz vorstellen, mein Name ist Pacult, Dr. P. Pacult, ich habe die schwedische Fußballlehrer-Lizenz und bin im Auftrag des schwedischen Königs hier. Leider ist es in den Wirren der Nach-WM-Ähra und des darauffolgenden Saisonwechsels samt Jahresurlaub zu einem erheblichen Missgeschick gekommen. Wie uns die Fluggesellschaft Emirates mitteilte ist es bei der Rückreisewelle, am Drehkreuz Frankfurt, zu einer fatalen Verwechslung gekommen. Der superschlanke und durchtrainierte Fubini ist nebst Hund und Reisegepäck fälschlicherweise in Schweden gelandet. Der kleine kugelbäuchige Fubinini mit dem 15 cm langen Bart ist fälschlicher Weise in der
Katzenklappe der Frau Popoke gelandet. Die Fluggesellschaft Emirates bittet uns 1000-mal um Entschuldigung und bietet uns einen kostenlosen Rücktausch an, samt Erstattung der evtl. entstandenen Kosten. Das schwedische Königshaus schickt mich als Gesandten um Kund zu tun, wir möchten unseren kleinen kugelbäuchigen Fubinini wieder haben. Wir wären Ihnen höflichst verbunden, wenn Sie das umgehend unter sich aufklären könnten, damit ich ihn gleich mitnehmen kann. Jonköping und ganz Schweden wartet auf ihn. Der gutaussehende, durchtrainierte passt einfach nicht in unser Portfolio. Wenn gewünscht entsorgen wir die mysteriöse Frl. Anna gleich mit.
Mit Blick auf die Tabelle äußert sich Trainer Italicus von den Königlichen sehr zufrieden: "Wir sind genau einen Platz über jean baratte, also exakt im Plan. So kann es bleiben."
Angesprochen auf die falschen Zitate im Schmutzblatt aus Tolima blieb der Trainer-Opa gelassen: "Ich bin sicher, das alle Trainerkollegen dieser exzellent besetzten Liga das richtig
einordnen können, meine Äußerungen richteten sich ja nicht gegen meinen Trainerkollegen jean baratte, im Gegenteil: ich schätze ihn sehr und bewundere die Punktlandung in der letzten Saison, die mir leider versagt blieb. Deshalb ist ja unser großes Saisonziel, diesmal VOR ihm zu landen und nicht HINTER ihm. Unabhängig davon, wo Deportes Tolima am Ende landet."
Der SV Werder Bremen ist nach den ersten beiden Spielen nur 15. Auf dem letzten Nichtabstiegsplatz. Anlass zur Beunruhigung?
Keineswegs, erstens ist die Saison noch lang und zweitens ist man ja tatsächlich punktgleich mit dem Tabellenzweiten. Nur das Torverhältnis ist halt schlecht, da man sich im ersten Spiel gegen den Brausehersteller mehr als peinlich verkauft hat und gewaltig unter die
Räder gekommen ist.
Trainer Perdito ist sich aber sicher: "Wir haben die Leipziger ja geradezu eingeladen, uns den Ball ins Tor zu legen. Es war also mehr unsere Schwäche als deren Stärke."
Interessanterweise wurden diese Worte unterlegt durch das anschließende 3:0 der Fischköppe über Unterhaching und vor allem durch das überzeugende 6:0 der Cottbusser gegen RB Leipzig.
Der Remstal-Taktiker konnte in der französischen Ligue 1 ein erfolgreiches Debut mit seinem korsischen Team Ajaccio feiern.
Das 4:2 im ersten Heimspiel sind zunächst 3 Punkte im Abstiegskampf. Kleiner Wehrmutstropfen ist natürlich, dass dieses Spiel gegen einen verdsnnt starken Gegner bereits sehr viel Substanz gekostet hat.
„Ich freue mich bereits auf das nächste Match. Vielleicht gelingt uns
auswärts ja eine Überraschung. Ich habe übrigens mitbekommen, dass mich andere Trainer in der Ligue 1 willkommen heißen, auch das freut mich sehr“
In Ajaccio wird übrigens gemunkelt, dass der unkonventionelle Trainer direkt nach dem nächsten Spiel in den Urlaub geht. Zu Saisonbeginn! Nach: Korsika :-)
Aber zunächst liegt der Fokus sicherlich auf der nächsten Aufgabe.
Ein Auftakt ganz nach dem Geschmack der neutralen Zuschauer, aber mit Arbeit für den Cheftrainer: Nigel Clough und seine Urawa Red Diamonds stehen nach den ersten zwei Spieltagen mit drei Punkten und einem Torverhältnis von 6:4 auf dem vierten Tabellenplatz.
Der Start in die neue Spielzeit verlief für den Engländer zunächst wie aus dem Bilderbuch. Im Heimspiel gegen Tokushima Vortis brannten die Red Diamonds ein offensives Feuerwerk ab. Schon vor der Pause schraubte Saitama das Ergebnis durch Doppelschlag in der 19. und 27. Minute auf 2:0. In der Schlussphase legte das Team von Clough noch einmal nach (77., 80.) und tütete einen hochverdienten 4:0-Kantersieg vor den eigenen Fans ein.
Die ernüchternde Quittung folgte jedoch auf dem Fuß. Bei der Auswärtspartie gegen Oita Trinita erwischte Urawa zwar den besseren Start und ging bereits in der 8. Minute
in Führung. Oita antwortete jedoch postwendend noch in der selben Minute mit dem Ausgleich und legte kurz vor der Pause das 2:1 nach. Auch die prompte Antwort nach dem Seitenwechsel zum 2:2 (49.) brachte keine Stabilität: Oita ging in der 60. Minute erneut in Führung und machte kurz vor dem Ende (86.) mit dem 4:2 den Sack zu.
Nigel Clough bilanzierte die ersten beiden Auftritte gewohnt nüchtern:
„Das Heimspiel hat gezeigt, wozu diese Mannschaft fähig ist, wenn die Abläufe stimmen. In Oita haben wir uns nach den eigenen Treffern zu schnell die Tore fangen lassen und das Spiel aus der Hand gegeben. Die Offensive funktioniert, an der defensiven Abstimmung werden wir unter der Woche intensiv arbeiten.“
Mit einer intakten Tordifferenz liegt Urawa gut im Rennen, muss in den kommenden Wochen aber vor allem an der defensiven Stabilität feilen.
Zwei Spiele, zwei Siege, acht erzielte Tore: Der Saisonauftakt von Brian Clough und Heart of Midlothian verläuft absolut nach Maß. Die „Jam Tarts“ knüpfen nahtlos an ihre Form an und rangieren nach den ersten beiden Spieltagen punktgleich hinter Spitzenreiter Inverness Caledonian Thistle auf dem zweiten Tabellenplatz.
Schon zum Auftakt bewies Cloughs Mannschaft Geduld und späte Präzision. Im Auswärtsspiel bei Dundee United brauchten die Fans im Tannadice Park zwar knapp über eine Stunde bis zum ersten Jubelschrei, doch eine bärenstarke Schlussphase entschied die Partie im Eiltempo. Innerhalb von nur 15 Minuten schraubte Hearts das Ergebnis durch Treffer in der 69., 72. und 84. Minute auf ein souveränes 3:0 herunter.
Das erste Heimspiel der Saison im Tynecastle
Park entwickelte sich anschließend zu einem echten Torspektakel. Gegen den amtierenden Meister Motherwell FC geriet das Team früh in Bedrängnis und lag bereits nach 13 Minuten mit 0:2 im Hintertreffen. Doch die Mannschaft zeigte Moral: Statt nervös zu werden, legten die Hearts noch vor dem Pausenpfiff einen beeindruckenden Dreierpack auf den Rasen (27., 29., 45. Minute) und drehten die Partie komplett. Nach dem Seitenwechsel legte Edinburgh prompt nach (52.) und ließ sich auch durch den Anschlusstreffer der Gäste zum 4:3 nicht mehr aus der Ruhe bringen. In der 70. Minute machte Hearts den wilden 5:3-Erfolg schließlich perfekt.
Mit sechs Punkten, einem Torverhältnis von 8:3 und prall gefülltem Torkonto geht Heart of Midlothian nun mit enormem Rückenwind in die nächsten Aufgaben.
Trainer Litti von den Miramar Rangers scheint noch nicht ganz im Hier und Jetzt angekommen zu sein, die vielen Jahre Neuseelandabstinenz scheinen nicht ganz spurlos an ihm vorbeigegangen zu sein.
Beispiel: "Hääh? Ich haben gegen jeden Gegner nur ein Heimspiel und ein Auswärtsspiel?
(Anmerkung der Redaktion: Vor 17 Jahren gab es in der neuseeländischen Championship nur zehn Mannschaften, die pro Saison jeweils zwei Heim- und Auswärtsspiele gegen jeden anderen Verein austrugen.)
Die Rangers halten gerade noch Ausschau nach einem neuen Co-Trainer, der sich nebenbei um Litti kümmern soll, wie es aus internen Kreisen verlautete.