Nur wenige Minuten vor dem Anpfiff des 5. Spieltags sorgt COZ für einen Paukenschlag: Der Unternehmer übernimmt den brasilianischen Traditionsverein Esporte Clube Vitória. Die Nachricht kommt zu einem denkbar ungewöhnlichen Zeitpunkt und dürfte sowohl Fans als auch Mannschaft überraschen. Trotz des kurzfristigen Trainerrwechsels soll der Spielbetrieb wie geplant weiterlaufen. Für Vitória beginnt damit eine neue Ära – ausgerechnet unmittelbar vor einem wichtigen Spieltag. Welche sportlichen und finanziellen Folgen die Übernahme haben wird, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.
COZ muss ganz schnell bereit sein, kennt er doch noch nicht einmal den eigenen Kader.
Ganz Südafrika blickt aktuell nach Phokeng: Die Platinum Stars haben sich mit glanzvollen Auftritten an die absolute Spitze auf Platz 1 der Tabelle gesetzt! Trainer Dinco mahnt jedoch vor dem kommenden Spieltag zur Wachsamkeit, denn vor heimischer Kulisse wartet der Kracher gegen Ajax Cape Town. „Die Tabellenführung ist eine schöne Momentaufnahme, aber wir haben noch nichts erreicht. Gegen Kapstadt müssen wir wieder hundert Prozent abrufen“, trat Dinco vor den eigenen Fans auf die Bremse. Die Euphorie im Umfeld ist riesig, und der Primus brennt darauf, den Platz an der Sonne mit dem nächsten Heimsieg zu verteidigen!
Bei den New York Cosmos ist der Aufwärtstrend unübersehbar! Das Team von Manager Dincamente rangiert derzeit auf einem soliden 11. Tabellenplatz und hat am vollgepackten Spieltag ein Mammutprogramm vor der Brust. Vor heimischen Fans empfängt das Starensemble zuerst die New England Revolution, bevor das brisante Stadt-Derby auswärts beim New York Red Bulls FC ansteht. Zum Abschluss wartet ein weiteres Heimspiel gegen Houston Dynamo. „Drei Spiele, volle Hütte und das Stadt-Derby vor der Brust – mehr Motivation geht nicht! Wir wollen vorrücken“, verkündete Dincamente gewohnt selbstbewusst. Die Franchise ist bereit für die Big-Apple-Schlacht!
El Gouna konnte am letzten Freitag den ersten Saisonsieg feiern. Die Gäste aus Al-Mehalla waren kopf- und führerlos ans Rote Meer gereist und mussten beim 5:2 der Mannen des Keksbaron Lehrgeld zahlen. Im Gegenzug verfolgte das Team von Silvan Leibnits bei seinem anschließenden Auftritt in Port Said zwar einen Matchplan, wurde vom Meister Al-Masry aber ebenso vorgeführt: Kontrolliert erspielte sich der Titelverteidiger einen 1:0-Heimsieg nach dem Motto „Ein Kamel springt nur so hoch, wie es muss.“ Ziemlich ausgefuxxt von Afrikas Trainer der Saison, musste der Keksbaron sich eingestehen.
Was für ein Saisonauftakt für Lazio Rom! Die Adler haben sich mit starken Leistungen bis auf den 3. Tabellenplatz vorgearbeitet. Nun steht für Manager Dincman jedoch eine extrem knifflige Doppelaufgabe in der Fremde auf dem Programm: Lazio muss gleich zweimal auswärts ran – zuerst beim Schwergewicht Inter Mailand und anschließend bei den unbequemen Norditalienern von Atalanta Bergamo! „Das ist eine echte Reifeprüfung für uns. Wer oben bleiben will, muss auch in Mailand und Bergamo punkten“, gab sich Dincman vor der Auswärtsreise angriffslustig. Gelingt den Adlern in der Fremde der nächste Coup, rückt die Tabellenspitze in greifbare Nähe!
Der Trainer der Newells Old Boys heute beim Interview der La Capital: "Hallo erstmal, viele werden es wissen aber ich möchte zuerst Betonen wie gerne und oft ich für die Medien da bin auch wenn es über 10 Jahre her ist das ich...egal. Ich bin nun in meiner zweiten Saison hier in Argentinien angekommen und so langsam verstehe ich die Leute auch und weiß sogar das es hier alles etwas anders läuft als in Uruguay. Ausruhen und mit Platz 9 oder ähnlichen zufrieden sein wird nicht lange gut gehen. Noch zu meinen eigenen Zielen: ich hatte In der Saisonpause Angebote aus Surinam oder auch der dritten Division in Uruguay aber NEIN ich werde gerade in dieser Saison gehörig angreifen...Mein Weg hier in Argentinien ist noch nicht ganz zu Ende."
Verdammte Scheiße!“
Johnny Ray Parker zerschmettert die auf seinem mintfarbenen 76er Cadillac Eldorado sitzende Taube mit einem Faustschlag. Der Kopf des letzten Menschen, der seinem geliebten Caddy dergestalt näher gekommen war, hängt jetzt als Dekoration über Johnnies Bowlingbahn.
Parker wischt die Reste der bedauernswerten Taube von der Kühlerhaube und beginnt dann mit einer akribischen Reinigungsaktion. Johnny ist ein gründlicher Mensch. Das schlägt sich auch auf seiner Visitenkarte nieder: „Entrepreneur, Im - und Export,“ steht dort in ordentlicher Blockschrift zu lesen, wobei sich Import auf Kokain und Export auf Leichen bezieht.
Johnny ist jedoch nicht nur ein gründlicher Mensch, er ist auch wütend; und heute ist er besonders angepisst! Seine kleine, süße und unschuldige
Tochter Bonnie hat geheiratet! In Las Vegas! Er hatte sie immer vor Sin City gewarnt, diesem üblen Sündenpfuhl, voll mit verdorbenen Kreaturen! „Man hat sie bestimmt gezwungen,“ murmelt Parker mit angeschwollener Halsschlagader vor sich hin, während er auf den Instagram Account seiner Tochter starrt.
Und dann auch noch einen Soccer Coach, einen erfolglosen Trottel und süchtigen Totalversager! Er kennt diese Sorte, denen verkauft er sein Zeug. Das ist unamerikanisch! Mit festem Griff setzt Johnny Ray seine Maga Kappe auf, steigt in den Cadillac und verstaut seine 45er im Handschuhfach.
Er tritt das Gaspedal durch und während sein Wagen mit durchdrehenden Reifen auf die Interstate schlittert, wiederholt er einen Satz wie ein Mantra:
„Halte durch, Pumpkin, Daddy ist unterwegs, Daddy wird dich retten!“
Weiterhin zeigt der FCK derzeit schwankende Leistungen in der ersten Bundesliga-Saison seit einer Ewigkeit. Mit einem weiteren Heimsieg versucht man den Betzenberg zu einer Festung auszubauen, aber auswärts setzte es erneut eine heftige Niederlage. Mit solchen Abwehrleistungen wird es schwer werden sich in der Liga zu etablieren. "Wir sind noch nicht am Ende unserer Entwicklung. Wenn wir weiter hart an uns arbeiten, werden wir uns auch auswärts stabilisieren können.", zeigt sich zumindest der Coach optimistisch.
Es deutet sich weiter an, auch wenn wir hier in einer zweiten Liga spielen, die Teams sind alle mit erstklassigen Trainern besetzt. Das Ziel oben mitzuspielen bleibt in Altona aber weiterhin bestehen. Wir wollen in den kommenden 2-3 Saisons hoch, wenn es dieses Jahr schon klappt wäre grandios, aber es ist kein Muss. Jetzt kommt erstmal ein Auswärtsspiel beim Grünen Gulli und bislang war auswärts nicht so die Paradedisziplin von Altona. Fest steht aber, wenn man nach oben will kann man das nicht nur über die Heimspiele schaffen, man muss auch auswärts regelmäßig punkten. Vielleicht schon Heute?
Ärgerliches Aus in der Copa Libertadores, trotz des verpatzten Auftakts hätte man es fast doch noch geschafft. Es sollte aber nicht sein und so kann man sich ganz auf die heimische Liga konzentrieren. Und da weiß man noch nicht so genau wo man steht. Also auf der Acht, mit wenig Spielraum nach oben und nach unten. Jetzt kommt Sporting Cristal, deren Trainer weiterhin mit Abwanderungsgedanken seinen Abschied wohl zur Folgesaison vorbereitet. "Das ist immer gefährlich, die Mannschaft fängt dann an für den Trainer zu spielen und wächst über sich hinaus, aber wir bleiben bei uns und gehen zuversichtlich in die Partie" so Trainer Lampe auf der PK.
Am dritten Spieltag, zum dritten Spiel, mit drei Punkten und drei Toren auf dem Konto auf dem dritten Platz. So sieht es bei den RoPs aus. Also grundsätzlich alles in Ordnung, dementsprechend ist es auch in der Presse eher ruhiger aktuell. Keine Skandale, keine Eskapaden, kein Drama. Der Hase hat es geschafft endlich Ruhe reinzubekommen, man hatte ja auch über ein Jahrzehnt Zeit sich darauf vorzubereiten. Doch zu sicher darf man sich auch nicht sein, was nach oben geht kommt meistens auch irgendwann wieder runter. Das zu vermeiden bleibt das Ziel. Also ab, weiter nach vorne und drei Punkte holen heute Abend.
Die Kollegen vom Stammtisch haben ein Urteil gefällt: "Rapid ist plötzlich sexy." Der Herr Karl hat das zur Kenntnis genommen, mit jener Gelassenheit, die man sich über Jahrzehnte erarbeitet. Plötzlich, sagen sie. Als wäre das eine neue Erfindung.
Man kennt das ja. Die anderen entdecken einen erst, wenn man oben steht, und tun dann so, als wäre die Anziehungskraft gerade erst
entstanden. Dabei war sie immer da – nur hat sie zuletzt eben nicht in Tabellenpunkten ausgedrückt werden können.
Vier Spiele, zehn Punkte, Tabellenführung. Auch das hat der Herr Karl schon einmal kommentiert: Solche Wellen sind selten von Dauer. Das gilt weiterhin. Aber solange die Welle trägt, kann man sich auch an ein bisschen Charme gewöhnen, den andere einem erst jetzt zugestehen wollen.
Wo sind die Hobbydetektive, wenn man sie braucht? Wer in einer Woche voller Reptiloiden-Theorien, Geister-Trainer und der ersten Entlassung der Saison ein einzelnes Auswärtstor zur Schlagzeile erhebt, dem sei die Schaffenskrise verziehen.
Tatsache bleibt: Rampla Juniors FC steht solide im Mittelfeld, mit Copa-Libertadores-Teilnahme im Gepäck, während andere Kollegen mit der Taktiktafel gegen leere Stühle sprechen. Wo bleibt das Feuer der Uruguayischen Liga? Hier schlafen einem ja die Füße ein. Vielleicht hilft ja ein Kaffee.
Auch wenn die Studenten nur im Nachrückverfahren an ihren Platz in der ersten Liga gekommen sind (was wir mal nicht hinterfragen wollen) und damit kein klassisches N in Klammern hinter dem Mannschaftsnamen haben, zählen sie sich aktuell mit den beiden "Mitaufsteigern" zur nationalen Spitze Südafrikas. Grundlage dafür ist eine starke Heimperformance. Uni-Hausmeister Joachim-Ernst ist dafür erneut zum Mitarbeiter des Monats gewählt worden. Wünschen wir ihm weiterhin viel Erfolg beim Versorgen der Gastmannschaften. Apropos Performance, am kommenden Wochenende geht es laut Trainer desaster gegen die Kaiser Chiefs. Mal sehen, ob er den Namen vorab noch einmal durch Google laufen lässt.
Noch gab es für die Andenkicker in dieser Saison wenig zu feiern, aber immerhin reichte der erste (und bislang einzige) Treffer in der Liga zum ersten Heimsieg. Andererseits gab es aber bereits drei Niederlagen in der Fremde. Inklusive der Klatsche beim Meister. Das kommende Wochenende steht dann aber im Fokus der akademischen Weiterbildung. Zunächst reisen die Studenten vom Heiligen Martin ins peruanische Hochland, im Anschluss geht es für Wanka dann noch gegen die Mediziner. Mal sehen, ob dann (wieder) auf die Erste-Hilfe-Fähigkeiten der Gegner zurückgegriffen werden muss...
Nach vier Spieltagen in der neuseeländischen Liga liegen alle vier trainerlosen (plus noch ein paar weitere) Mannschaften vor den östlichen Vororten aus Auckland. Und obwohl das doppelte Aufeinandertreffen am vergangenen Wochenende mit den Paten aus der Bundesliga einigermaßen glimpflich über die Bühne gegangen ist, gibt es im nächsten Spiel direkt wieder einen Gegner aus Deutschland. Yeah. Am 6. Spieltag geht es dann planmäßig mal wieder gegen einen "echten" Gegner. Wenn Waikato denn - anders als am letzten Wochenende - den Weg findet. Sonst haben wir nach sechs Spieltagen vier Mal gegen deutsche Vereine gespielt...