Da beschwerte sich KiMu jüngst noch über Kollege c.s., schon gibt es weit größeren Ärger mit dem "roten Diamanten" Jeremy Stengel. Anfangs mit guter Taktik 5 Siege in 5 Spielen errungen wurde er schnell nach hinten durchgereicht. Es gibt Trainer die kämpfen sich hoch, es gibt Trainer die resignieren - eine Sache der Persönlichkeit. Doch leider gibt es auch jene,
die bevor sie resignieren noch anderen ihre Spiele zerstören. So auch ein gewisser Herr Stengel, der den beiden Teams aus Yokohama am Wochenende 12 Buden einschenkte und sich dadurch zwar nicht aus der prekären Abstiegssituation retten kann, wohl aber KiMus Träume von der Titelverteidigung zerstört hat. Dafür gibt es in guter alter Stefan Raab Tradition ein: "Extra-Pfui-Gold!"
Eine ganz schwache Darbietung zeigten die Spieler meiner Mannschaft, Kyoto Purple Sanga, in der Begegnung gegen Vissel Kobe. Nach zwanzig Minuten lag die Mannschaft durch zwei Gegentore schon entscheidend zurück und konnte überhaupt nicht mehr reagieren. Es grenzte fast an Arbeitsverweigerung der Spieler. Da nützte auch meine Ansprache in der Pause nichts mehr. Nach einer Stunde lag sie schon mit vier Treffern zurück. Nun war aber Feuer im Dach. Jetzt mussten sie sich rehabilitieren im zweiten Spiel gegen Sanfrecce Hiroshima. Und wirklich, die Spieler wirkten wie ausgewechselt, spielten locker und frei und der Zug zum Tor war zu spüren.
Das Weinende - Apokalypse für alle Alkoholiker!
Der Weinende - Nervensäge für alle die es nicht mehr hören können.
Nachdem der FC in diesem Jahr schon zweimal gegen Oita Trinita und c.s. gespielt hat, kann man ruhigen Gewissens sagen, um wen sich der Artikel dreht - na? Erraten sie es? Klar um Oita Trinita und c.s. Denn nicht nur, dass er sich über einen selbstverschuldeten Nichtantritt derart erbost, nein, er liegt nun seelenruhig auf Platz 2 und schreibt dann noch es seien Punkte gegen den Abstieg. Vielleicht weiß er ja bereits um einen weiteren NMR, doch eher ist es eine Einlull - Taktik.
So erbost sieht man KiMu selten, aber gut. Solange man sie am Ende überholt ist alles im grünen Bereich - besser die Klappe halten!
Die Mannen von Oita Trinita um Trainer C.S. sind mit dem bisherigen Saisonverlauf in der 1. Japanischen Liga recht zufrieden. Auch wenn zu Hause bereits einmal verloren wurde und einmal unentschieden gespielt wurde, ist die Punktausbeute insgesamt recht zufriedenstellend. Für Oita Trinita ist der momentane Tabellenplatz sehr ansprechend, allerdings muss man aufpassen, dass man oben dran bleibt und nicht weiter abrutscht in der Tabelle. Die Mannschaft von
Trainer C.S. wird versuchen, so viele Punkte wie möglich zu ergattern, um möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Momentan sieht es sehr gut aus, es kann aber auch schnell nach unten gehen. Natürlich weiss jeder wie schwierig das Unternehmen Klassenerhalt oder auch Meisterschaft werden wird. Die Euphorie im Umfeld ist jedenfalls ungebrochen und jeder in der Region drückt Oita Trinita die Daumen für diese Saison. Also weiter so Oita!
... die J-League fühlt sich für kees gerade nicht anders an.
... alles umsonst aber nichts kostenlos - neee - geschenkt bekommt man hier sicher nichts - gerade erst eingetreten - und dann - ja dann findet man sich auch gleich an der Ausgangspforte wieder - noch ist Zeit zum umkehren - aber die Paar Kröten, die nach der ersten Frittenbude übrig sind, die reichen für nicht gerade viel - und wenn - dann ist es sicher nicht gut bekömmlich
und im Abgang ganz unangenehm. Man fragt sich, warum ist man eigentlich gekommen - ja, genau, warum eigentlich - wegen den Attraktion? - wenn man etwas erleben will, dann muss man unendlich anstehen - und am Ende stellt sich heraus, dass es doch gar nicht so doll war und der Nervenkitzel gerade mal einige Minuten gedauert hat ... und irgendwann lungert man dann eben doch am Ausgang herum und schaut, dass man den Rest von seinem Hab und Gut noch sinnvoll verprasst ...
Auch ein Lippi hat mal Glück, dachte sich Avispa-Coach Wolfgang Lippert, als er auf seinem Zubringerflug nach Frankfurt neben einer nicht gänzlich unattraktiven Blondine platziert wurde. Und sogar eine Lektüre hatte der ostdeutsche Entertainer am Samstag noch erhalten, obwohl er als Letzter den Flieger betreten hatte. Mit der aufgeschlagenen Bild-Zeitung in der Hand drängte Lippi seiner Sitznachbarin sogleich ein Gespräch auf: „Oh nein, diese blöde Werbung für die Tournee von Otto Waalkes. So ein peinlicher Typ! Mit dem möchte man echt nicht in einem Atemzug genannt werden, he he. Seit
dreißig Jahren über dem Zenit und noch immer als unlustiger Götterbote mit den miesen Ottifanten unterwegs. Bin gespannt, wann man den endlich einschläfert.“ Trotz des Monologs des Brillenträgers aus Berlin kam die Konversation aber nicht in Fahrt, es war nur ewige Stille von der Seite zu vernehmen. In Tokio angekommen konnte Lippi dann online auf seinem Blackberry auf die Bild am Sonntag zurückgreifen und wurde mit erstaunlichen Neuigkeiten konfrontiert: „He, he! Kein Wunder, dem ollen Otto ist die Frau weggelaufen. Mal schauen, wie die alte Schachtel aussieht… Upps?!?“
So kommt es einem jedenfalls allmählich vor, denn großartig bewegen tun sie sich ja diese Saison nicht gerade, bislang nämlich nur auf den Plätzen 11-15. Aber soviel Nahrung kann da jetzt eigentlich gar nicht mehr rumliegen, wenn da überhaupt jemals soviel rumgelegen hat. Wenn dies nämlich der Fall wäre, hätten sich die Eichhörner in dieser Saison in der Tabelle deutlich mehr bewegt. Darum scheint sicher: die Eichörner essen diese Saison einfach zu wenig, deshalb kommt man in der Tabelle einfach nicht voran. Das Team benötigt dringend einen Ernährungsberater...
Wiedereinmal kam das Team Sagan Tosu von Trainer Serse Cosmi, auswärts gehörig unter die räder. Diesesmal bekam man nicht 5 wie im davorigen Spiel sondern "nur" 4 von Vegalta Sendai, eingeschenkt. Mittlerweile sind es ganze 37 treffer die man auf fremden Boden hinnehmen mußte. Da ist irgendwo der Wurm drin. Vielleicht liegt es an der Logistik, " immer wenn wir auswärts antreten, bekommen hier viele von meiner Mannschaft weiche knien und ich kann es ihnen gar nicht übeln nehmen, denn schließlich haben wir auch auswärts versucht was zu reißen doch sowohl gegen Yokohama F-Marinos als auch gegen den Aufsteiger Gainare Tottori sprang am ende lediglich ein 4 zu 4 herraus",so Cosmi.
Wir machen es kurz und knapp auch wenn es sehr schmerzhaft ist, Sagan Tosu ist ebenfalls aus der AFC Championsleague in der 2. Gruppenphase ausgeschieden. Auch wenn zu Hause alle 3 Spiele gewonnen wurden, konnte man auswärts nix holen und vorallem man kassierte in alle drei Spiele ganze 6 tore und am ende hatte man das schlechtere Torverhältnis, schade. In der Meisterschaft läuft es einigermasen. Man konnte auch wenn mit sehr viel mühe einen zittrigen 1 zu 0 gegen Kashiwa Reysol zu hause über die Bühne bringen. Auswärts dagegen gab es kein Grund zu zittern oder bangen, denn das Spiel wurde von Anfang an von den Gastgebern Omiya Ardija dominiert und endete mit 0 zu 5.
Das knappe Ausscheiden im AFC Cup hatte sich zwar schon seit einer Woche etwas abgezeichnet, dennoch schmerzt es natürlich, dass Kyotot Purple Sanga international von der Fussballbühne verschwunden ist. Es schwächt auch meine Position innerhalb des Vereins und bei den Fans ist seit den beiden hohen Niederlagen längst nicht mehr alles wie es früher war. Die Pfeifkonzerte haben an Intensität gewonnen und dafür ist der Kredit geschwunden. Und nach der hohen Niederlage gegen Vegaltai Sendai verschwanden die Spieler schnellstens in der Kabine. Eine wahrlich ungemütliche Situation, die sich hier ergeben hat. Da war der hohe Sieg gegen Tokushima Vortis dann wieder Balsam für die geschundenen Spieler.
Auch nach vielen Spieljahren bei Avispa Fukuoka ist Trainer Wolfgang Lippert noch immer nicht so richtig in Japan angekommen. Immerhin hat der – nach eigener Auskunft – beliebteste Showmaster der DDR mittlerweile den Hauptgrund für die permanente Misere ausgemacht: die Sprache. Trotz fast sieben Spielzeiten beschränken sich Lippis Japanisch-Kenntnisse weiterhin auf nur wenige Ausdrücke und erreichen nicht einmal das Spanisch-Niveau von Ballermanntouristen. Um endlich Abhilfe zu schaffen und sich in die Herzen der Japaner zu mogeln, wird der Berliner jetzt aber in Kürze mit Einzelunterricht in japanischer Sprache beginnen. Lippi ist bereits hoch motiviert: „Der Walter [sic: Freiwald] hat mir bereits telefonisch zugesichert, dass von bei einer „geilen
Ische“ unterrichtet würde. Leider war die Leitung etwas schlecht, aber das klingt schon einmal super.“ Während der Coach von Avispa also bereits davon träumte, Hand in Hand mit Scarlett Johansson den königlichen Schrein zu besuchen, klingelte es kurz vor Beginn der ersten Unterrichtseinheit an der heimischen Haustür. Das Gesicht von Lippi verdunkelte sich, als er die schwere Eichenpforte beiseiteschob: „Um Himmels Willen, das ist ja Takeo Ischi, der jodelnde Japaner!“ „Hallo Lippi, ganz genau. Nix Ische, nur Ischi, he he. Fangen wir gleich an: Lektion 1… der Regenschirm. He he, he he he.“ Irgendwie schien es, als ob Japan für Lippi für immer eine kaltherzige Göttin mit eigenartigem Sinn für Humor bleiben würde.
Fast wurde man nervös in Yokohama ob der ungewöhnlichen Situation: zwei erfolgreiche Saisons am Stück, das kann ja wohl nicht wahr sein. Schwups-di-Wups kommt die Faust ins Gesicht, der Tritt in die Genitalien, das böse Erwachen, oder wie auch immer man es nennen möchte. In der Liga hat man zu viel gewollt und wurde mit einem eiskalten 1:2 Zuhause ausgekuckt. Auswärts hatte man keine Chance. In der Champions League war wegen schlechterem Torverhältnis in der Zwischenrunde Schluss und so muss man nun ordentlich gasgeben. Das Ziel muss es jetzt sein in den internationalen Plätzen zu beenden. Es sieht nicht schlecht aus, doch das Seil der Gegner ist schon gespannt!
ums mal schwäbisch auszudrücken. denn was kees van edam am letzten ZAT noch fertig gebracht hatte gelang nun auch Jeremy Stengel. Bei der Ankunft in Tokushima zerlegte er seinen nagelneuen Geländewagen an der Stadionmauer - scheinbar wollte er Vortis in Grund und Boden fahren und das Team von kees schon vorzeitig wieder in die 2te Liga verabschieden. ... naja, vertagt ... von diesen Heimgegnern wird man in der Rückrunde noch genug empfangen ... es wird Zeit, dass man sich entsprechend wehrt ... der nächste Herr, die nächste Dame bitte!
Am vergangenen ZAT zeigte sich wieder einmal der Wahrheitsgehalt dieses alten japanischen Sprichwortes. Insgesamt ist man beim Aufsteiger Gainare Tottori mit dem Erreichen eines Mittelfeldplatzes nach Abschluss der Hinrunde durchaus zufrieden. Doch exemplarisch für die Unerfahrenheit des Aufsteigers sei die Auswärtsbegegnung des 15. Spieltages bei Gamba Osaka angeführt:
Es schien zu laufen, wie so oft. Gut mitgehalten, aber ohne finalen Erfolg. Nach 83 Minuten stand es 3:2 für Osaka, als Tottori tief in die Trickkiste griff. Ein Doppelschlag in der 84. Minute drehte das Spiel. Doch noch während des
Torjubels fiel nach schnell ausgeführtem Anstoß der erneute Ausgleich. Man erinnerte sich nun an das Sprichwort vom Übermut und mauerte sich fortan ein, um wenigstens noch den einen Punkt mitzunehmen.
Doch das Schicksal schug am diesem Tag erbarmungslos zu. Praktisch mit dem Schlusspfiff nach vier Minuten Nachspielzeit gelang der Heimmannschaft der vielumjubelte Siegtreffer. Tottori schlich nach diesem tollen Spiel mit leeren Händen und ziemlich TK-geschwächt vom Platz.
Wir hoffen, dass des Tottori gelingt, mit seinem erfrischenden Spielstil den Klassenerhalt in seiner ersten Erstligasaison zu erreichen.
Liest man die japanische Zeitung, muss man sich schon wundern. Während die einen es mit Androiden versuchen wollen propagieren andere Maos "Großen Sprung nach vorn!" Wieder andere versuchen den Gegner aus dem Konzept zu bringen, indem sie ihr heimisches Stadion ständig bewässern, ob Absicht oder nicht ist dort allerdings noch nicht geklärt. Tatsächlich wunderte sich KiMu beim letzten
Gastspiel in Fukuoka bereits: "In unsere Hälfte war es immer trocken, während es in der gegnerischen regnete. Das hat uns total aus dem Konzept gebracht. Ich war noch nie so froh über einen Seitenwechsel, doch der Regen wechselte mit! Das war schon seltsam."
Ob das tatsächlich Lippis Karma geschuldet war, oder aber den nigel-nagel-neuen Rasensprengern von Walter Freiwald bleibt dahingestellt.
Nachdem nun schon das zweite Heimspiel mit zu vielen Gegentreffern verloren ging, hatte ich grosse Mühe, den total enttäuschten Fans diese Situation zu erklären. Die Erklärung wurde mir zwar absolut nicht abgenommen. Sicher ist natürlich, dass das so nicht weiter gehen darf, sonst verliere ich auch bei den besten Fans jeglichen Kredit. Zwar war das Spiel gegen Omiya Ardija bis zur Halbzeit noch ausgeglichen. Aber in der zweiten Halbzeit kam der doch völlig unerwartete Zusammenbruch. Zum Glück kam die Reaktion im nun folgenden Spiel gegen Kashiwa Reysol, wo man schon nach einer halben Stunde das Spiel in gute Bahnen gelenkt hatte.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
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