Bloemfontein. Die Einladungen zum Bierfest bei den Bloemfontein Celtics waren eigentlich schon geschrieben. Viele Prominente Namen stehen dort auf der Liste, unteranderem auch bis letzte Woche noch ein Trainer Namens Santa. Dieser kann sich nun allerdings seine Einladung sonst wo hinstecken, denn er wird diese nie bekommen und somit auch keinen Zutritt zum Bierzelt erhalten. Nachdem 6:6 am letzten Wochenende sind die
Celtics nämlich wieder abgerutscht und die Sache mit dem hoch bücken hat sich nun auch erledigt. Man steht dort, wo man seit Jahren schon fest sitzt. Das Bierfest im Bierzelt wird allerdings trotz alledem nicht abgesagt werden. So feiern wir halt den Klassenerhalt in der Premier Soccer League. Wer im übrigen für das Essen sorgen wird, steht noch nicht fest. Da scheinen die Verhandlungen noch zu laufen ...
Nach der Niederlage vor einer Woche gegen den aktuellen Tabellenführer, die Black Leopards, war die Mannschaft natürlich verunsichert und musste zusammen mit mir als Trainer in der Presse schwer unten durch. Von leichtsinniger Spielweise und Lohnkürzung für miserable Leistung war die Rede. Mit einem entsprechenden Auftrag, sich wieder besser in Szene zu setzen, ging es in die zwei Spiele vom
letzten Freitag. Die Spieler haben professionell reagiert und ihre Aufgabe gut gemeistert. Gegen Vasco da Gama gab es zwar zuerst einen Gegentreffer, aber die Mannschaft liess sich nicht verunsichern, ergriff nun selber die Initiative und konnte das Spiel drehen. Gegen die Moroka Swallows gab es lange Zeit keine Treffer. Erst ein Tor unmittelbar mit dem Pausenpfiff und eines zu Beginn der zweiten Halbzeit brachten den Erfolg.
Das sieht nicht so gut aus für die Dynamos! War man vor dem letzten Spieltag noch ein ganz heisser Kandidat für die Tabellenspitze, haben die Mannen von Yves Eigenrauch nun ordentlich Federn gelassen! Mit dem 6:0 Heimerfolg über die starken Bloemfontein Celtic kann man durchaus zufrieden sein, aber das bittere 6:6 bei den Bordsteinschwalben aus Moroka hat die Dynamos in den Abgrund gerissen! Nun sind sie auf den 3. Platz
abgerutscht und das ehemals dicke TK ist auf Normal-Niveau geschrumpft! Perlen vor die Säue nennt man das! Am kommenden Freitag geht es dann zum nächsten Urgestein Südafrikas Pepeke Lumumba, der den Dynamos garantiert keine Gastgeschenke überreichen wird! Zuhause empfängt Eigenrauch dann die City Sharks, die sich im Abstiegskampf befinden und auch keinen leichten Gegner darstellen. Es bleibt spannend in Südafrika!
So manches was da an der Postannahmestelle des FC Azziz Kara abgegeben wurde hätte oder hat man gern sofort wieder zurück geschickt.
Zunächst wurden da mal die ersten beiden Heimgegentore zugestellt. MAn wollte die Annahme verweigern doch leider hatte der Briefträger dieses Überraschungspaket einfach ohne Rücksicht in den Kasten geballert und sich verzogen.
Noch weit unnötiger war die Probewurfsendung von der Metzgerei Jones' Axe. Gegen 11.00Uhr Morgens warf jemand der offenbar unerkannt
bleiben wollte, dessen Identität man aber nicht weiter aufdecken braucht einen halben Kalbskopf und zwei in Elefantendarm gefüllte Riesenwürste in Richtung Briefkasten. Aufschrift "Gratisprobe". Eine billigere Art der Entsorgung von Fleischabfällen ist nur der Mc Chicken.
Zu allem Überfluss kam gegen Mittag ein Paket aus verzehrbarer Pappe. Das gab Bouba gleich seinem Kamel zum Futtern.
DOch was auch immer kommen mag, am ENde wird man doch mehr als einen Wurf vor all den Absendern in der Tabelle stehen!
Nachdem Moreno Deus seinem Team nach dem letzten Abrutscher in der Tabelle gehörig ins Gewissen geredet hat und alle unumkehrbaren Veganer aussortiert hatte (es handelte sich hierbei um einen einzigen Spieler. Moreno Deus hatte die ganze Mannschaft zu sich nach Hause für einen Braai eingeladen, selbsterlegtes Wildfleisch serviert und da konnte dann doch eben fast keiner widerstehen. Für die Saisonschlussfeier wird man aber wieder den
Catering-Service von Herrn Jones beanspruchen. Versprochen! Ebenso wie natürlich die Riesenlieferung Rum und Zigarren zur Meisterfeier, egal wo sie stattfindet. Beim Veganerhäupgling wird es ja sowieso nicht sein), haben seine Spieler prompt eine Antwort gezeigt und nun sieht die Welt für die Manning Rangers nun schon wieder einiges freundlicher aus, den Abstiegssorgen hat man sich entledigt und das internationale Geschäft winkt doch noch.
Die Leopards haben am letzten ZAT aus Angst vor möglichen Punktverlusten nochmal voll aufgedreht und stehen nun tatsächlich kurz vor dem großen Wurf. Nicht zuletzt weil auf Mr. 6:6 Eigenrauch mal wieder verlass war und die Dynamos Punkte liegen ließen liegt das Team von Herbstar nun mit 3 Punkten Vorsprung auf Platz 1! Ärgster Verfolger ist, man halte sich fest, der Aufsteiger aus Maritzburg! Was Herr Fallrückzieher in dieser Saison abliefert ist echt der helle
Wahnsinn. Wird da gerade vielleicht ein neuer Stern am südafrikanischen Fußballhimmel geboren? Maritzburg selber hat nämlich - wohl als einziges Team neben den Leopards - noch Chancen auf den Titel. Und wenn Herbstar sich das Ding noch nehmen ließe, wäre das wohl eine Schmach sonder gleichen! Es ist der berühmte Köttel, der sich in der Bux befindet. Am kommenden Freitag wissen wir mehr. Entweder es fällt eine Vorentscheidung oder es kündigt sich eine Sensation an..
Warum nur das Fass rollen? Der Profi rollt sich selbst. Er rollt sich durch die Liga, er rollt sich durch die Zeitung, er rollt sich durch die Mittelfeldtristesse hinauf in das Rollparadies. Denn wie schön lässt es erst sich von oben runterzurollen! Und nicht von untern… wo man sich gerade befindet.
Eigentlich ist Santa seit Tagen nur noch dabei sich zu ärgern. Zweimal in der Saison zu stark auf das Sichern von Kräften
geachtet und schon fehlen vier Punkte. Vier Punkte, die am Ende für den Einzug ins internationale Geschäft fehlen könnten. Wenn am Ende also das Fass bei Chris das Fass aufgemacht wird, dann möchte man dringend eingeladen werden. Irgendwie muss der Frust ja dann bewältigt werden. Nicht der über den Erfolg des Konkurrenten, sondern den über das eigene Wirken. Wenn der Erfolg sich auch nicht gerade am kommenden Spieltag einstellen muss.
Nein, da konnte der Herbstar noch so fest an der Tür rütteln wie er wollte - die Tür der Stammmetzgerei "Zur fröhlichen Axt" wollte sich für ihn einfach nicht öffnen. Doch Vinnie Jones kann erklären:
"Sorry, das tut mir auch leid um unsere Stammkunden, aber ich denke, in den kommenden zwei Wochen haben wir alle wahnsinnig viel zu tun mit der Spielanalyse, der VOrbereitung, dem Training, der Taktik usw. Da kann ich es mir nicht erlauben, mein Team im Stich zu lassen. Ich verspreche allerdings, daß ich gerne die Meisterfeier von den Leoparden mit meinem Catering versorge - natürlich nur dann, wenn der Kollege Deus auch ein bißchen Rum und Zigarren mitbringt!"
... findet Trainer FynnFallrückzieher sein Team. Wieder einen Platz geklettert ist Maritzburg United vor allem dadurch, dass sich die Konkurrenten gegenseitig richtig TK um die Ohren geballert haben. Man geht halt besser früh nach Hause mit einem vollen Punktekonto, als zu lange im Büro zu warten, ob evtl. noch Rückrufe zu wichtigen Fragen erfolgen... Hauptsache, man nimmt jetzt die Gegner aus der unteren Tabellenhälfte nicht auf die leichte Schulter. Es wäre doch zu schön, wenn der Aufsteiger direkt im ersten Jahr Süfafrika international vertreten würde!
Viel Kraft verbraucht, vier Punkte geholt, und in der Tabelle trotzdem abgerutscht. Ja, die Premier Soccer League ist ein hartes Pflaster. Dies muss zum ersten Mal auch Moreno Deus mit seinen Manning Rangers erfahren. Bisher hatte der Kubaner sein Team immer auf mindestens den fünften Rang geführt. Ausgerechnet dieses Jahr, wo man sich doch so viel vorgenommen hat, droht der grosse Absturz, ja gar der Abstieg. "Mittlerweile ist es vermessen vom internationalen
Geschäft, geschweige denn von der Titelverteidigung, zu sprechen," so Deus. Die Schuld sucht er aber bei den anderen: "Die sind gegen uns immer extra motiviert." Er vermutet sogar faule Tricks: "Ich habe letztens herausgefunden, dass einige meiner Spieler zum Veganismus konvertiert haben. So kann man natürlich keine meisterliche Performance abliefern. Ich kann nur ahnen, woher sie diese Schnapsidee haben. Der Schuldige soll bestraft werden!"
Je tiefer man runter will, desto mehr muss man sich bücken. So lautet eine alte südafrikanische Weisheit. Herbstar hat tief gegraben, nämlich in der Trickkiste, und wer tief bückt, fällt auch tief. Sein Team verlor nämlich ein paar Plätze und steht nur noch auf Platz 1. Andere Teams, wie z.B. der Club des NMR-Metzgers, Super Sport United, haben immerhin 11 Plätze mehr auf dem Konto. An denen sollten sich auch andere, wie
sein Erzfeind, Vinnie Jones, mal ein Beispiel nehmen! Am besten schneidet man sich bei Massai Uno gleich eine dicke Scheibe Tofu ab. Die Leopards ihrerseits hecheln jedenfalls mit dem zweit-geringsten TK Richtung Ziellinie. Schauen wir doch mal, wieviele Punkte man noch abgeben muss. In den nächsten beiden Partien holt man jedoch mindestens 2 Punkte. Wer weiß, was das bedeutet, der ahnt schon, dass es Herbstar's Elf mal wieder knallen lässt..!
Die Kaizer Chiefs haben an diesem Wochenende wieder wie Absteiger gespielt. Die beiden Spiele gingen verloren und die Mannschaft ist in der Tabelle dadurch weit abgerutscht. Zwar fehlte immer nur wenig, aber es fehlte eben doch etwas. Gegen die Arcadia Shepherds war es ein Gegentor in der letzten Minute, das die Mannschaft um die Früchte brachte. Etwas abwechslungsreicher verlief die Partie gegen die Black Leopards. Da lag meine Mannschaft zwischenzeitlich mit drei Toren in Führung musste sich aber dann doch noch mit einem Doppelschlag das Spiel aus den Händen nehmen lassen und stand am Schluss mit leeren Händen da. Sie spielte zu wenig clever genug und hatte auch nicht das notwendige Glück
Ähnlich wie Chris tanzt Uno zurzeit in seiner Veganmetzgerei zu Deichkind zu Tracks wie „Leider fleisch“ oder „Illegale Steaks“. Aber das war’s auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Mehr haben die beiden sich eigentlich nicht zu sagen. Vor allem wenn man den Blick in das Land von Unos Schwippschwager Bango und Chris’ Onkel, der zeitgleich auch sein Bruder ist, Australien wirft. Hier geht es noch richtig um die Wurst. Hier in Südafrika sieht die Sachlage dagegen anders aus. SSU und Celtic sind weder Fisch noch Fleisch. Ein Platz im grauen Mittelfeld droht. Und das ist sogar – angesichts des langen, zermürbenden Abstiegskampfs von SSU – leider geil.
Ok ok, entschuldigung, jedem kann mal die Kreativität versiegen, ok ok vielleicht nicht ganz sooo heftig, irgendwas bleibt doch meist noch über dem verstopften Abfluss zurück, aber das ist es bei uns ja auch, deswegen ja "deluxe".
Man muss es einfach mal erwähnt haben, bevor es vorbei ist, Der Fc Azziz Kara hat in der laufenden Saison im heimischen Stadion noch eine weiße Weste. Kein einziges Gegentor im Eldorado Park Stadium zu
Johannesburg. Alle 43 Gegentore fielen auswärts. Die Statistik ist mit Vorsicht zu genießen. Auch in der National First kam der Einbruch zum Ende hin. Da rette man sich dann gerade noch mit ein paar Auswärtspünktchen über die Runden. Zu Hause ging plötzlich gar nichts mehr.
Jeder Leser möge selbst entscheiden, ob diese statistische Heftigkeit eine solche Überschrift rechtfertigt oder nicht. Ändern können wird er daran aber nichts mehr.
Die Jagd auf schwarze Leoparden scheint die nächsten Tage in der südafrikanischen Premier League bestimmen zu können.
Doch nicht, wenn es nach Vinnie Jones geht: "Nein, um Gottes Willen. Zum Einen beschäftigen wir uns grundsätzlich nicht mit Tieren, die unter Artenschutz stehen. Zum Anderen sind uns natürlich auch grundlegend mal die Patronen ausgegangen, um auf jedes Stück Wildtier, was uns vor die Flinte läuft,
auch zügellos draufhalten zu können. Wir müssen eher schauen, wen wir mit einem gezielten Präzisionsschuss noch erledigen können - oder auch müssen, wenn man sich überlegt, daß man als harmloser Metzger, wenn die Flinte leer ist, leicht auch von einer Schwalbe gerissen werden kann. Und abschließend will man sich natürlich dann auch einfach die Stammkunden nicht vergraulen - daher Finger weg von den Leoparden!"
Bloemfontein. Nachdem sich Trainer Chris am vergangenen Dienstag Inspirationen bei Deichkind eingeholt hat. Könnte es nun mit dem Hochbücken in der Tabelle doch noch gut klappen. Vielleicht könnte man also die Taktik der schwarzen Leoparden klauen und zu den Gunsten von den Celtics verwenden. Der Trainer ist auf alle Fälle davon überzeugt das sich die Celtics noch für das internationale Geschäft hochbücken werden. Und somit auch die beste Platzierung in der "Chris Ära" erreichen werden. Danach heißt es dann nichts geringeres als "rollt das Fass rein, rollt das Fass rein!", denn sollte dieser Fall eintreten muss es natürlich auch gefeiert werden. Wir sind auf alle Fälle dabei, bei der Party des Jahres!
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