Man hatte in Alexandria schon befürchtet, dass die Lichter bei Olympic ausgehen, bevor die fünf Ringe überhaupt richtig zu leuchten beginnen. Das einzige, was im Olympic Club Stadium in den vergangenen Wochen leuchtete, war die rote Laterne - und zwar nicht die vom Viertel des horizontalen Gewerbes…
Doch die Beharrlichkeit scheint sich auszuzahlen. Langsam aber stetig brennt das olympische Feuer in der Liga und der
Klassenerhalt ist wieder eine realistische Option. Der Klappspaten fühlt sich dementsprechend bestätigt und bestärkt: „Wir haben die Möglichkeit, uns neben Souha und Al Ittihad als Dritte ernst zu nehmende Kraft in der Liga zu etablieren. Das soll das Ziel sein. In dieser Saison geht es nur darum, drin zu bleiben. Nächste Saison wäre es schön, möglichst früh gesichert zu sein. Weiter schauen wir nicht.“
Bei Al Ahly liegen Freud und Frust derzeit so dicht beieinander, dass selbst Emanuel Ginobili Mühe haben dürfte, die passende Schublade zu finden. Gegen Olympic Alexandria gelang ein knapper 1:0-Erfolg. Drei Punkte, ein Zu-null-Spiel und für einen Moment die angenehme Erkenntnis, dass Fußball auch ohne Gegentor funktionieren kann. Doch die kleine Erleichterung hielt gerade einmal bis zum nächsten Abpfiff: Beim Auswärtsspiel gegen Baladiyyat Al-Mehalla setzte es eine schmerzhafte 1:4-Niederlage. Die Wiederauferstehung wurde vertagt – die Zweifel sind zurück.
Nach 16 Spieltagen steht Al Ahly mit 24 Punkten auf Rang neun. Das Torverhältnis von 27:27 ist so ausgeglichen wie ein Buchhalter am Monatsende, doch für einen Klub dieser Größenordnung ist Mittelmaß kein Zustand, sondern eine Provokation. Zwischen Platz sieben und zehn herrscht Punktgleichheit. Ein Sieg kann Al Ahly wieder nach oben schieben, eine Niederlage den nächsten Krisenabend auslösen. Und ausgerechnet jetzt steht das Spiel an, das in Kairo niemals einfach nur ein Spiel ist.
Zamalek wartet. Das Derby kennt keine Ausreden.
Am kommenden Spieltag reist Al Ahly zum Erzrivalen Zamalek SC. Beide Mannschaften stehen bei 24 Punkten, Zamalek liegt auf Rang acht, Al Ahly direkt dahinter auf Platz neun. Es ist ein Duell auf Augenhöhe – zumindest auf dem Papier. Auf den Rängen und in den Schlagzeilen wird daraus ein Kampf um Stolz, Deutungshoheit und die Frage, wer sich in Kairo für eine Woche als König fühlen darf.
Für Ginobili könnte dieses Derby zum Wendepunkt werden. Ein Sieg würde nicht nur drei Punkte bringen, sondern dem Rivalen einen empfindlichen
Stich versetzen und die jüngste Niederlage gegen Baladiyyat zumindest teilweise vergessen machen. Eine Niederlage dagegen? Dann hätte Zamalek nicht bloß gewonnen, sondern Al Ahly in einer ohnehin engen Tabelle überholt beziehungsweise den Abstand im direkten Duell vergrößert. Die Fans würden Erklärungen verlangen, die Presse würde jedes Schweigen des Trainers als Botschaft interpretieren, und selbst Ginobilis berühmte Gelassenheit könnte auf eine harte Probe gestellt werden.
Man kennt den Argentinier: Während andere Trainer vor einem solchen Derby die Kabinenwände mit Motivationssprüchen tapezieren, dürfte Ginobili seinen Spielern einen einzigen Satz mitgeben. Vielleicht: „Der Ball ist rund.“ Vielleicht auch nur: „Bitte keine vier Gegentore.“ Bei Al Ahly wäre beides derzeit als taktische Ansage zu verstehen.
Und danach wartet bereits Smouha SC. Doch vor diesem Spiel liegt zunächst die ganze Schwere des Derbys. Zwei Klubs, dieselbe Punktzahl, eine Stadt und ein Rivalitätsduell, bei dem Tabellenplätze nur einen Teil der Geschichte erzählen. Al Ahly braucht mehr als eine ordentliche Leistung: Die Mannschaft muss zeigen, dass sie dem Druck gewachsen ist.
Ginobili hat in Kairo schon viele Kapitel erlebt. Nun steht eines an, das sich nicht mit einem knappen Sieg gegen Olympic Alexandria allein schreiben lässt. Gegen Zamalek geht es um Punkte – aber vor allem darum, wer nach dem Abpfiff den Kopf oben behalten darf. Und wenn Ginobili danach wieder vollkommen unbewegt vor die Presse tritt, wird man wenigstens wissen: Entweder hat er einen Plan. Oder er hat beschlossen, dass die Welt sich erst einmal beruhigen soll.
Oha! Das ist schwer verdauliche Kost. In der Tabelle rumpelt es wieder gehörig auf und ab. Stoisch mittendrin verharrt Xerez - mutmasslich vorübergehend - auf seinem stillen Plätzchen. Ein Exkurs ins Regelwerk!
"Bueno, als Trendsetter und Weltklassetrainer bin ich weitherum bekannt. Doch es war alles andere als meine Absicht, den Kollegen vom Hafen rücklings ins Wasser zu schubsen.", so ein - zwischen Irritiation und Amüsement
oszillierender - aufgeräumter Weltklassetrainer.
Dass eine Mannschaft in den ersten 3 Spielen der Rückrunde mehr Tore kassiert als in der gesamten Vorrunde gibt es wohl nur bei Copa. Das der Patenzug auch unter den eingefleischtesten Copatadores mehr als bloss verhasst ist, ist kein Geheimnis. Wer stimmte überhaupt für die Erweiterung der Liga? Tunesien als halbleeres Konstrukt als Patenliga für zahlreiche 14er-Ligen? Alles andere als zielführend!
Sie rieben sich die Augen, die Verantwortlichen und Fan von El Mansoura SC. Ein erneuter Blick auf die Tabelle und tatsächlich: Sie sind Tabellenführer. Doch leider ist die Saison noch nicht zu Ende und somit muss man erst mal noch einige Herausforderungen meistern.
Die größte Herausforderung wartet eventuell schon jetzt am Freitag. Denn dann tritt man beim amtierenden Meister und laut Oddset Top-Favoriten auf den diesjährigen Titel an. Port Said wird dieses Spiel nach dem jüngsten Rückschlag sicherlich ernst nehmen.
Zugleich muss man zu Hause gegen Xerez antreten. Verrückt: Auch in der Champions League trifft man aufeinander, sodass das Duell am Freitag direkt mehrfach ausgetragen wird.
Können sich 60% der Trainer Afrikas täuschen? Vermutlich ja. Denn was der fremdernannte Topfavorit aus der Hafenstadt am Wochenende abgeliefert hat, war alles andere als meisterhaft. Wie gut, dass im Fußball stets kurze Zeit später die Chance zur Wiedergutmachung besteht. Doch da jetzt die Champions League in ihre heiße Phase geht und international der Fokus gesetzt wird, bleibt fraglich, ob genügend Energie für die Liga bleibt. Sollen sie doch ruhig am Ende alle wütend ihre Tippscheine in den Müll werfen müssen.
Für ungläubiges Staunen sorgte diese Woche ein Spieler des ägyptischen Erstligisten El Mansoura SC. Mahmud H. El Kawasi fehlte eine ganze Woche beim Training, ohne dass zunächst jemand wusste, wo er steckte. Als er schließlich wieder auftauchte, lieferte er eine erstaunliche Erklärung: Er habe schlicht den Weg zum Trainingsgelände vergessen.
Besonders kurios:
Hassan weigerte sich, ein Navigationsgerät oder GPS zu benutzen. „Ich vertraue diesen Geräten nicht. Eine Karte und mein Orientierungssinn reichen völlig“, soll er seinem Trainer erklärt haben. Nach sieben Tagen erfolgloser Suche gab er schließlich auf und fragte einen Taxifahrer nach dem Weg. Die Vereinsführung reagierte mit Humor – und schenkte ihm einen Kompass.
Bei Al Ahly wird die Lage für Emanuel Ginobili langsam ungemütlich. Nach dem bereits bitteren 0:5 gegen Ittihad Alexandria am Spieltag zuvor folgte nun die nächste deutliche Niederlage. Gegen Aswan FC setzte es ein 0:4 – erneut blieb Al Ahly ohne eigenen Treffer und kassierte gleichzeitig vier Gegentore.
Damit hat sich die Situation in der Tabelle weiter verschärft. Nach 14 Spieltagen steht Al Ahly mit 21 Punkten nur noch auf Platz 7. Besonders auffällig: Die Mannschaft hat inzwischen sieben Siege und sieben Niederlagen auf dem Konto – Unentschieden scheinen für Ginobilis Team momentan offenbar keine Option zu sein. Auch das Torverhältnis von 25:23 zeigt, dass zwischen guten Auftritten und kompletten Aussetzern derzeit nur ein schmaler Grat liegt.
Währenddessen bleibt Ginobili bemerkenswert gelassen. Ob die beiden 0:5 und 0:4-Niederlagen Anlass zur Sorge seien? Angeblich nicht. Schließlich habe man damit
immerhin „sehr konsequent auf Gegentore gesetzt“. Ob diese Interpretation auch die Fans überzeugt, darf allerdings bezweifelt werden.
Ein Blick auf die Liga zeigt zudem eine gewisse Besonderheit: Gleich vier Mannschaften – Ghazl Al-Mehalla, ENPPI Kairo, Baladiyyat Al-Mehalla und Mokawloon al-Arab – kommen derzeit ohne Trainer aus. Für Al Ahly dürfte das allerdings kaum ein Trost sein. Trainerlos zu sein ist schließlich etwas anderes, als einen Trainer zu haben, der nach zwei solchen Ergebnissen weiterhin erstaunlich entspannt wirkt.
Viel Zeit zum Grübeln bleibt ohnehin nicht. Am nächsten Spieltag empfängt Al Ahly Olympic Alexandria, anschließend wartet auswärts Baladiyyat Al-Mehalla. Ginobili dürfte also bald die Gelegenheit bekommen, zu zeigen, ob auf die beiden deutlichen Niederlagen tatsächlich eine Reaktion folgt – oder ob seine Mannschaft weiterhin zwischen Himmel und Hölle pendelt.
Während die selbsternannten Oddest-Experten bereits ihre Wettscheine eingereicht haben, lacht Weltklassetrainer Xerez über deren Sachverstand. Über 60% Banausen! Und das in einer Woche eines traurigen Skandals. Xerez steht derzeit neben den Schuhen.
"Bueno, mich trifft der Schlag das tumetot eine derartige Vita hatte. Ich habe seine genialen Züge oftmals bewundert, nun liegt ein bleierner Schleier über der Sache. Ich bin enttäuscht!", so Xerez, der eigentlich andere Sorgen haben dürfte.
Nachdem sich die Brasilianer Ägyptens
im Spitzenspiel unnötig völlig verausgabt haben, dürfte nun wieder Schonkost auf dem Programm stehen. Dürftig für die weitere Planung der Saison. Zumal nun auch international wieder die Puppen tanzen. Leider war Xerez das Losglück nicht hold und er trifft im Viertelfinale bereits auf einen wohlgeschätzten Kollegen und den aktuellen Titelverteidiger der CAF Champions Leauge. Es darf davon ausgegangen werden, dass dieses Duell sehr eng wird, wobei die Favoritenrolle klar bei Herrn Pott liegt. Das Double liegt für ihn durchaus im Bereich des Möglichen!
Aswan und Olympic Alexandria heißen die Gegner des kommenden Spieltags von Kunta Kinte. Nach der glanzlosen Niederlage gegen den Olympic Lokalrivalen Ittihad, also die nächste Reise in die Stadt am Mittelmeer. Und wieder einmal Klappspaten auf der Trainerbank. Das Hinspiel konnte grandios mit 5 -2 gewonnen werden. „Das Team liegt uns einfach und wir wollen auch in Alexandria auf jeden Fall punkten.“ So Kunta vor der Abfahrt. Gegen Aswan gibt es nach der 4-0 Schlappe aus dem Hinspiel noch deutlich Nachholbedarf.
Der Keksbaron blickt auf eine mittelmäßige Hinrunde zurück, die vor allem vom Ausscheiden in der ägyptisch dominierten CAF Champions Leagu überschattet wurde. International, aber auch in der heimischen Premier League sorgten andere Pharaonen für Gesprächsstoff. Doch auch ohne die Doppelbelastung durch den Pokal fehlt dem Ligaredakteur seit Monaten die Zeit, eine erste Gizeh Gazette nach dem Copa-Restart auf den Weg zu bringen. Dafür bittet man an dieser Stelle höflichst um Entschuldigung.
...dabei immerhin Kräfte gespart. Zu Hause kam man mit einem Tor zum Ziel und heimste drei wichtige Punkte ein. Auswärts gab es dagegen eine ordentliche Klatsche: 5:0 ging das Spiel auf fremdem Platz verloren. Der Platz war Schuld...na klar.
Wie geht es nun weiter? El Mansoura hat das Saisonziel früh definiert und bestätigte es zum Ende der Hinrunde nochmals: Man möchte auch in der nächsten Saison sehr gerne wieder Ägypten international vertreten. Und in dieser Saison tut man das auch noch, man hat die Gruppenphase überstanden.
Zamalek SC, bereits 1911 gegründet und in der Realität einer der erfolgreichsten afrikanischen Vereine. 15 Meisterschaften, 29 Pokalsiege, 5 Gewinne der Championsleague. Das sind stolze Zahlen. Bei Copa 0 Meisterschaften und 0 internationale Pokale. Den Spitznamen El Fares El Abyed – die weißen Ritter, scheint man bei Copa wohl auf eine weiße titellose Weste zurückzuführen.
Ist Kunta Kinte der Mann, der die titellose Zeit beenden soll? Vielleicht in der Zukunft. Die Ausgangslage war für den alten Kameruner mäßig, aber vielleicht haben die Club Verantwortlichen ja die nötige Geduld, damit hier ein schlagkräftiges Team aufgebaut werden kann. Ab der nächsten Saison.
Gegenwind für Respekt? Kritik für Anerkennung?
Irritiert wurden die jüngsten Presseerzeugnisse zur Kenntnis genommen. Hatte Trainer TSGler doch lediglich festgestellt, dass Konkurrenten aus der Liga in Vergangenheit und Gegenwart gute Leistungen erbringen. Auch werden nirgendwo Titel aufgeteilt, vielmehr ist eine vage Hoffnung vorsichtig zum Ausdruck gebracht worden.
Liegt es daran, dass auch Ismaily mit der Vizemeisterschaft durchaus erfolgreich war? Und jetzt als drittes ägyptisches Rad am Wagen neben den „befreundeten Partnerclubs“ ebenso das
Viertelfinale der Champions League erreicht hat, aber vom Trainer des Jahres Afrikas bislang nicht mit auch nur einer Silbe des Lobes bedacht wurde?
Das lässt sich ändern:
Am kommenden Wochenende geht es für den Hafenclub zu dem vermutlich stärksten Team aus Ägypten, das insbesondere zuhause dank eines taktisch hervorragend variablen Trainers praktisch unbesiegbar ist und dem der Titel in der Liga wirklich mal zu gönnen wäre.
An Auswärtstoren wird trotzdem oder gerade deswegen nicht gespart werden. Und wer profitiert davon? Genau!
Xerez, Weltklassetainer, Tunichtgut und Minzteetrinker in Personalunion staunte nicht schlecht, als er nach dem Spieltag den Blätterwald Ägyptens durchforstete. Auf den ersten Blick unscheinbar, kommt es zu weltbewegenden Offenbarungen. Nicht nur die Brasilianer Ägyptens stehen abseits, auch die Gizeh Gazette scheint vergessen.
"Bueno, eine Headline jagt die nächste. Vor lauter Taktikgebrüte kam ich in den letzten Wochen kaum zum lesen. Der hektische Büroalltag gab mir dazu noch fast den Rest." resümiert ein nun sichtlich entspannterer Weltklassetrainer. Neben dem grossen Staunen über den lebenslangen Vertrag einer Basketballlegende als Fussballtrainer (WTF; A.d.R.), gibt vor allem die Bromance zwischen dem Tabellenführer und dem mittlerweile auf Indonesien gestrandeten ewigen Radlers zu Reden.
"Bueno, ich bleibe locker. Aber dieses Eingeseife auf höchster Stufe ist doch ein wenig merkwürdig. Kaum wird die Qualität der Liga gelobt, wird eine Woche später fabuliert, dass die Gurkentruppe vom Hafen der Konkurrenz bereits enteilt sei. Noch besser die Replik darauf, dass sich El Mansoura und Port Said nun mittels Titeltausch die Lorbeeren der Saison brüderlich teilen wollen.", redet sich Weltklassetrainer Xerez in Rage.
"Vaya locura. So nicht! Ich werde alles dafür tun, mit maximalem Einsatz den Hafenkickern von Port Said Ihre Grenzen aufzuzeigen. Ehrlich gesagt, können die sich die Reise nächste Woche sparen. Wenn Sie dennoch auftauchen, ballern wir sie einfach aus dem Stadion. Ganz einfach!" Das ist mal eine Ansage von Xerez! Hoffen wir, dass auch die Gegner aufmerksam die Zeitung mitverfolgen...
Kairo – Bei Al Ahly Kairo liegen die Gefühle derzeit so dicht beieinander wie die Stühle in einem ägyptischen Teeladen. Erst feierte Trainer Emanuel Ginobili einen beeindruckenden 5:0-Sieg gegen El Mansoura SC, dann folgte auswärts bei Ittihad Alexandria ein unerwartetes 0:5-Debakel. Zwei Spiele, zehn Tore – und eine Mannschaft, die offenbar beschlossen hat, Gegentore entweder vollständig zu vermeiden oder gleich im Großhandel zu bestellen.
Nach dem Kantersieg gegen Mansoura wirkte Ginobili beinahe zufrieden. „Fünf Tore sind eine gute Zahl“, erklärte er. „Sie ist größer als null. Das ist im Fußball grundsätzlich hilfreich.“ Die Fans jubelten, die Presse schrieb von einer möglichen Rückkehr zur alten Stärke – und Ginobili soll sich anschließend für mehrere Stunden in sein Büro zurückgezogen haben. Ob zum Feiern oder zum Schweigen, ist bis heute nicht geklärt.
Dann kam Ittihad Alexandria. 0:5. Die Mannschaft, die wenige Tage zuvor noch fünf Treffer erzielt hatte, fand plötzlich keinen Weg mehr zum gegnerischen Tor. Ginobili stand nach Abpfiff regungslos an der Seitenlinie. Ein Reporter fragte, ob er enttäuscht sei. „Enttäuschung ist ein Gefühl“, antwortete der
Trainer. „Ich bin eher eine Beobachtung.“
In der Tabelle steht Al Ahly nach 13 Spielen mit 21 Punkten auf Rang 5 – einen Platz schlechter als in der Vorwoche. Die Bilanz: sieben Siege, sechs Niederlagen, keine Unentschieden und ein Torverhältnis von 25:19. Die Spitze ist weiterhin in Reichweite, doch die Konkurrenz wartet nicht. Tabellenführer Al-Masry hat bereits 27 Punkte gesammelt.
Auf die Frage, ob der Druck der Fans wachse, soll Ginobili nur kurz auf seinen lebenslangen Vertrag gezeigt haben. „Der Vertrag ist lang. Die Geduld der Fans offenbar nicht.“ Anschließend fügte er hinzu: „Ich verstehe sie. Ich verstehe nur nicht, warum sie immer so laut verstehen.“
Nun wartet mit Aswan FC die nächste Aufgabe – auswärts und damit eine Gelegenheit, die jüngste Niederlage vergessen zu machen. Ginobili soll bereits einen taktischen Plan entwickelt haben. Der Inhalt ist geheim, doch aus Mannschaftskreisen heißt es, er bestehe aus drei Punkten: weniger Gegentore, mehr Tore und nach dem Spiel keine Fragen.
In Kairo hofft man jedenfalls, dass Al Ahly diesmal nicht wieder zwischen Fußballkunst und Fußball-Katastrophe pendelt. Ginobili selbst bleibt gelassen: „Eine Niederlage ist nur ein Sieg, der sich verspätet hat.“
…macht man hoffentlich keine allzu großen Fehler. Das jedenfalls ist das Bestreben des Hafenclubs aus Port Said. Nach vier perfekten Spielen ohne jede Chance zur Optimierung wäre der eine oder andere vielleicht etwas leichtsinnig geworden. Nicht so Trainer TSGler: „Die Liga ist die stärkste Afrikas und hier gilt es, sich jeden Spieltag neu zu beweisen.“ wird sich in Zurückhaltung geübt.
Zumal der Fokus in diesem Jahr
eigentlich auf der Champions League liegt. Dort konnte zwar das Viertelfinale erreicht werden, doch in eben dieses ist auch wieder sehr souverän der ebenfalls aus Ägypten stammende Titelverteidiger El Mansoura eingezogen, der auch national einer der größten Konkurrenten ist.
Wenn die beiden Titel wieder zwischen den gleichen zwei ägyptischen Teams verteilt werden, nur eben andersherum, hätte zumindest im Stadion am Hafen niemand ein Problem damit.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
Für jede Liga ist ein Kolumnist möglich, der regelmäßig Berichte zur Lage der Liga verfasst. Wenn Du Interesse daran hast, schicke eine kurze Mail ans CopaTeam.
Achtung:
Bitte beachte, dass nur ein Bericht pro Spielrunde vergütet wird.
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Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
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