Eine bittere Niederlage musste jüngst der Hammarby IF unter Trainer Sir Ray of McBaconshire hinnehmen. Nein, nicht in der Liga, dort lief alles wie gewohnt - Zuhause beherrscht man den Gegner fast nach Belieben, zuletzt wurde der IFK Norrköping mit 6:0 nach Hause geschickt; Auswärts setzte es eine klare 0:4 Schlappe beim engen Konkurrenten IF Elfsborg Boras. Nein, gemeint ist der Skandinavien-Pokal, bei dem Hammarby überraschend bis ins Halbfinale vorgestoßen war. Dort gingen dem Club jedoch offensichtlich die Kräfte aus, und man verlor
peinlicherweise gegen einen finnischen Vertreter. Nun ist es am "noch" amtierenden Meister aus dem hohen Norden, die Ehre Schwedens im Zweiländerpokal zu bewahren.
Indes dreht sich die Diskussion um die zweite Liga Schwedens im Kreis. Eine Reprofessionalisierung, vehement von den Herren Markert und Pacult gefordert, gilt als Unwahrscheinlich und wird weithin ignoriert. Gleichzeitig liegt auch die Diskussion um längerfristige Lösungen frustrierend still - ein jüngster Vermittlungsvorschlag aus der Hauptstadt wurde gar vollends ignoriert.
Die Zukunft ist abgehakt, widmen wir uns der Gegenwart. Als letzter verbliebener Ritter der schwedischen Tafelrunde versuchte sich Florian Markert diese Woche an der Rettung der Superettan. Durch gleich 4 Zeitungsbeiträge in einer Woche, versuchte er den großen Copagott, Andre R …, gnädig zu stimmen, um die Abstimmungsfarce der letzten Sommerpause rückgängig zu machen. Vergeblich, der große Andre R… ist auf beiden Ohren blind und ignoriert den selbsternannten größten Trainer aller Zeiten. Einen Grund hierfür nennt er freilich nicht, aber die Spatzen pfeifen es von den
Dächern. Der Göteborger AIS und mit ihm sein Trainer Florian Markert scheitern an der 4,8 TK-Hürde und wird deshalb nie wieder in die Superettan einziehen können. Besser wäre es gewesen den Abstieg Markerts abzuwarten und dann erst die Superettan zu schließen, so wäre er für immer gefangen gewesen in einer Geisterliga und mit ihm all seine jugendlichen Gespielinnen, die er im Laufe der Jahre gehortet hat, auf seinem goldenen Schloss. Aber ich will hier nicht so schlecht gegen ihn reden, denn ich bin ja schließlich auch gegen die Schließung der Superettan. Wie konnte ich das nur vergessen?
Sieglos blieb der Gefle IF am vergangenen ZAT und brachte sich damit praktisch um die letzte Chance in der kommenden Saison vielleicht noch einen internationalen Wettbewerb zu erreichen. Chancenlos war Claudinos Mannschaft beim 0:3 in Kalmar, und zuhause gegen Schlusslicht AIK Solna gab man mit dem 4:4 bereits zum zweiten Mal in der Rückrunde zwei Punkte ab, nachdem man ja in der Hinrunde zuhause eine makellose Bilanz hingelegt hatte. Die Luft wird also dünner für den Aufsteiger, doch in ernsthafter Abstiegsgefahr ist man (zumindest vorläufig) auch nicht. Noch trennen Claudinos Mannschaft 6 Punkte von der – nicht mehr vorhandenen - Superettan.
Schweden vermisst seine zweitliebste Liga. Da kann man schon mal die schönen Künste zitieren, auch wenn Stratford-upon-Avon nicht mehr ganz innerhalb der schwedischen Grenzen liegt. Und vielleicht wird das Sehnen einer ganzen Nation ja irgendwann erhöht - die Hoffnung stirbt jedenfalls zuletzt.
Die Bayernpartei ist wohl das politische Äquivalent zu M.S. aus Zons samt seiner (zum großen Teil finnischen) Konsorten, die Bundeswahlkommission das Pendant zu A.R. aus Berlin. Ohne diese Spielfiguren auf dem Spielfeld der Macht wäre Schweden um eine zweite Liga reicher, Copa um etliche zufriedene Trainer und Zons um eine befreundete Nation im Norden Europas. Copa Mundial ohne die Superettan, das ist wie Deutschland ohne den Freistaat Bayern – es fehlt ein ganz wesentlicher Baustein, der das Kartenhaus fest zusammenschweißt, um den Herausforderungen der Zukunft guten Gewissens entgegentreten zu können. Doch während die Bayernpartei immerhin noch das eigene Wohl im Sinn hat, können das die „Kriegstreiber“ gegen die Superettan wohl kaum von sich behaupten – hier wurde schlichtweg destruktiv
gehandelt. Die Stimmen der Schweden wurden allenfalls äußerst unzureichend berücksichtigt – der Wahltermin wahr äußerst „geschickt“ gewählt. In einer Demokratie wäre solch ein Handeln nicht nur unschicklich, sondern geradezu skandalös, und so würde auch die Bayernpartie niemals einen Wahltag so legen wollen, dass nur die eigenen Stammwähler die Möglichkeit zur Abstimmung hätten – auf diese Weise wollen anständige Menschen einfach nicht gewinnen. Das dies bei Copa anders gelaufen ist, spricht nicht für die beteiligten Personen, im Gegenteil. Und die vorgebrachten Lösungsvorschläge von seiten unseres britischen Lords in Ehren, aber ein erster Schritt sollte doch wohl die Wiederherstellung des Status quo ante sein – danach kann man gerne über alles reden.
Es wirkt wie ein Déjà-vu – die Saison steht in voller Blüte, und Göteborgs AIS zittert an der Tabellenspitze um seine wie Schnee in der Sommersonne dahinschmelzenden Reserven. Dabei hat man in Göteborg eigentlich ganz andere Sorgen als den Verlust der Tabellenspitze – es sind nur noch fünf Wochen bis zum Saisonende, und eine Wiedereröffnung der Superettan ist noch nicht einmal angekündigt,
geschweige denn vollzogen worden. Die Laune in der Stadt und auf Markert Manor ist daher spürbar schlecht. Und über den Weltverband, der die Schließung im Verbund mit dunklen Zonser Mächten einst angeordnet hatte, will man sich – auch aus Selbstschutz – nicht mehr äußern. Zu tief sitzt offenbar der Groll gegenüber einem despotischen Regime finsterer Herren, dass den Kontakt zur Basis längst verloren hat.
Framtida heißt Zukunft, Föreningen heißt Verein, Södertälje heißt Södertälje. Was soll uns das sagen?
Eine aktuelle Quizfrage lautet: Welcher europäische Fußballverein trägt die Zukunft im Vereinsnamen?
Ganz leicht, wir nutzen einfach unseren Wikipedia-account und ändern den Namen des beliebtesten schwedischen Fußballclubs Assyriska Föreningen in AF Framtida Södertälje 2013. Danach schließen wir den Acc wieder und senden die Antwort nebst Quellenangabe an Paolo Maldini Wald- und
Wiesenweg 3 in 60560 Frankfurt a. M. Und schon ist man im Lostopf mit den anderen 25 richtigen Einsendungen drin. Jetzt noch ein bissel Glück bei der Auslosung, habe meine E-Mail extra mit der Zackelschere gezackelt und die Zackeln mit grünem Neonstift angemalt, und schon hebt der Flieger mit Peter P. an Bord ab. Ziel der Reise ist hoffentlich die schwedische Meisterschaft. Auch wenn der Fubini ganz ganz böse war. Aber Wendy kann ja auch ein Lied singen von bösen Leuten, sorry deswegen nochmals. Aber jetzt mit dem neuen Namen wird alles ganz anders, vor allem viel besser.
"Ah, welch schöner Zwischenstand!"
So äußerte sich Sir Ray of McBaconshire auf unsere Nachfrage zum aktuellen Tabellenstand in der schwedischen Allsvenskan. Zu weiteren Kommentaren war der Trainer jedoch nicht bereit, und so bleibt die Aufgabe der eingehenderen Analyse uns überlassen.
Platz 2 am 19. Spieltag ist zunächst einmal ein Riesenerfolg für den Hauptstadtclub. Hammarby befindet sich zumindest im Kampf um einen internationalen Platz, und das hätte zu Saisonbeginn sicher niemand von einem Team erwartet, dass keineswegs durch eigene sportliche Leistung sondern
lediglich durch sportpolitische Entscheidungen überhaupt erst in der ersten Liga landete. Ob es auch zum Kampf um die Meisterschaft reicht, ist hingegen fraglich. Hier soll nicht der übliche Trend zur eigenen Kleinmacherei weiter befeuert werden, vielmehr muss realistisch gesehen werden, dass die Konkurrenten um die Meisterschaft entweder mehr Punkte, gleich viele Punkte und mehr Reserven, oder deutlich mehr Reserven haben. Die Momentaufnahme ist für die Fans sicherlich sehr befriedigend, aber auch sie wissen, dass dem eigenen Team am Ende die Erfahrung und Routine fehlen könnte, um ganz oben zu stehen.
War man am Anfang der Saison noch ein großer Anhänger der Ligenreform in Atvidabergs hat sich das Blatt inzwischen geändert. Man wünscht sich nichts sehnlicher als die Rückkehr des alten 14-Formats. Der Hintergrund des Stimmungsschwungs ist banal und doch vollkommen schlüssig: so schlecht lief eine Saison selten für das von Roquinho trainierte Team. Bereits die zweite Heimniederlage der laufenden Saison wurde am
vergangen Wochenende in den Statistikbücher der mehr und mehr zum Traditionsverein verkommenden Mannschaft aus Mittelschweden verbucht. Da hilft nur der Sprung ins kühle Nass des lokalen Sees (eine Schifffahrt auf dem eigentlich nicht mehr als ein Baggersee darstellenden Gewässer zum Wachturm der Stadt ist übrigen sehr zu empfehlen… so als kleiner Reise-Tipp am Rande). Oder die sportliche Frustbewältigung am kommenden Spieltag.
Über die genauen Prozentzahlen mag man sich uneins sein, doch die Zielsetzung ist klar - an dieser Stelle ist die Überschrift schlicht und einfach Programm: Wir wollen die Superettan zurück - und wenn sie leer bleiben sollte, dann ist es auch ok so, Hauptsache der Auf- und Abstieg ist wieder möglich. Ohne Superettan ist die Tätigkeit in Schweden nur noch ein müder Abklatsch der guten alten Zeit!
Mit einem 1:0 gegen den IFK Norrköping hat der Gefle IF seine Talfahrt nach zuvor vier sieglosen Spielen stoppen können. Zuvor gab es eine unglückliche 3:4-Niederlage bei Elfsborg Boras. Bei Trainer Claudino überwog dennoch die Erleichterung, dass seine Mannschaft endlich mal wieder ein Spiel ohne Gegentore beendete, über den Ärger wegen der erneut vielen Gegentore, die einen wichtigen Erfolg in Elfsborg verhinderten. Dennoch äußerte der Trainer Sorgen über den weiteren Saisonverlauf nach dem unerwartet guten Start über weite Strecken in der Hinrunde. Nach zwei Dritteln der Saison werden langsam die Reserven knapp, und so wird man wohl doch noch in den Kampf gegen den Abstieg geraten.
Die „Unkenrufe“ des Trainers sind leider wahr geworden: Der Gefle IF verliert immer mehr an Boden und ist ins Mittelfeld abgerutscht. Mit 20 Gegentoren in den letzten 5 Spielen verspielte Claudinos Mannschaft ihre gute Platzierung und konnte nur ein einziges Spiel gewinnen, in dem man ohne Gegentreffer blieb. In Falkenberg, Atvidaberg und Vaxjö setzte es jeweils 5 Gegentore, und sogar im letzten Heimspiel gegen den Tabellenführer GAIS
mußte Torwart-Urgestein Mattias Hugosson fünf Mal den Ball aus dem Netz fischen. Das 5:5 bedeutete zudem den ersten Punktverlust auf heimischen Rasen in der laufenden Saison. So findet sich Claudinos Mannschaft zum ersten Mal nicht auf einem einstelligen Tabellenplatz und kommt in Tuchfühlung mit der Abstiegszone. In den kommenden Spielen muss also die Abwehr stabilisiert werden, um wieder Punkte einzufahren – für den Klassenerhalt.
„Keine Angst, liebe Schweden, ich lebe noch. Und entlassen wurde ich auch nicht. Aber wenn ich so zurück nach Schweden komme, bin ich alles andere als glücklich, wieder daheim zu sein. Es ist wahrhaftig ein Riesenskandal, aber leider wahr: Die Superettan ist immer noch nicht zurück, noch nicht einmal als Ankündigung zur neuen Saison auf der Copa-Startseite. Unter diesen Umständen kann ich nicht vernünftig
arbeiten…“ Zwischenruf des Reporters: „Ist also das Superettan-Aus Schutz an Ihrer TK-Verschwendung?“ Markert: „Na klar, das kann man so sehen, da ist so ein Auswärts-5:5 einfach die logische Folge!“ Die Zonser sind Schuld, daran bestehen in Schweden immer weniger Zweifel. Und die Rückkehr des Schlossherrn von Göteborg bietet diesem Thema nun endlich die heiß ersehnte neue Bühne.
… es ist wieder mal soweit. Die japanischen Touristen pfeifen es bereits von den Dächern. Eigentlich ist es ja Top Secret und würde den Datenschutz verletzen, wenn ich es hier veröffentliche bzw. breit trete. Aber ich tue es trotzdem, denn alle Leser in Schweden und in der restlichen Copa-Welt haben ein Recht auf uneingeschränkte Information. Hinter vorgehaltener Hand haben es Insider schon lange geflüstert. Nun liegt uns die Krankenakte des wohl erfolglosesten Trainers der jüngeren und älteren schwedischen Fußballgeschichte vor. Java Jim, einst selbsternannter schärfster Wiedersacher des selbsternannten größten Trainers aller Zeiten hat Burn out. Er kann nicht
mehr und will nicht mehr, Er hört auf. Die Arbeit ist zu schwer für Ihn. Die Anforderungen des harten Traineralltages zu hoch, das Gehalt zu niedrig, die Motivation am Boden. Und, so denkt er sich, ehe er vom Dach springt, da hört er lieber auf. Okay ich gebe zu, obwohl es ein *piep* ist, werde ich ihn ein bissel vermissen. Aber es ist seine Entscheidung und wir müssen sie akzeptieren. Obwohl, vielleicht ist es gar nicht seine Entscheidung. Vielleicht wurde Java Jim entführt, und wir sollen jetzt alle denken, er möchte aufhören, nur um ihn nicht zu suchen. Vielleicht wurde er im goldenen Schloss von Göteborg eingemauert? Auch ein Grund warum sich dieser Markert so lange nicht meldet.
Das Hinrundenende - ein klassischer Zeitpunkt für ein kleines Zwischenfazit. Und das fällt aus Perspektive des schwedischen Traditionsvereins Atvidabergs FF alles andere als erfreulich aus. Zu Beginn der Saison war man ja noch einer der Verfechter der Erweiterung der schwedischen Eliteklasse, versprach man sich doch dadurch neues Leben in der über die Jahre sich mehr und mehr in den Winterschlaf begebenden Allsvenskan. Doch was man dabei nicht beachtete, die
Anzahl der internationalen Plätze wurde gemäß der allgemein gültigen Copa-Regeln nicht erhöht. Und so stellt sich die Situation für den Dauerteilnehmer auf internationaler Ebene mehr als vertrackt dar. Soll wie in den Vorsaisons so lange wie möglich auf Risiko oder doch schon frühzeitig auf Sicherheit gegangen werden, um die Chance in der nächsten Saison – der 40. Saison! – im internationalen Wettbewerb teilzunehmen?!
Wäre da nicht die Europa League, die laufende Saison wäre wahrlich eine triste für Roquinho. Ein Willkommensgruß für den Liganeuling Sir Ray of McBaconshire sollte es am vergangenen Wochenende werden, doch dieser schickt einen mit dem ausgepackten Geschenk zurück nach Hause. Ein 4:5 das scheußlichste aller Ergebnisse auf dem fremden Platz.
Bestanden zu Beginn der Saison noch Hoffnungen auf eine erneute Meisterschaft, kann man nun in Atvidabergs nur hoffen irgendwie noch in den internationalen Wettbewerb reinzurutschen. Der Druck von hinten ist jedoch groß und vorne haben sich zwei Mannschaften abgeseilt. Beim Spiel 3 aus 8 war es rückblickend wohl nicht gerade vernünftig als erster die Karten auf den Tisch zu legen.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
Für jede Liga ist ein Kolumnist möglich, der regelmäßig Berichte zur Lage der Liga verfasst. Wenn Du Interesse daran hast, schicke eine kurze Mail ans CopaTeam.
Achtung:
Bitte beachte, dass nur ein Bericht pro Spielrunde vergütet wird.
Kopierte oder unsinnige Artikel werden kommentarlos von der Redaktion zensiert.
Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
Gleiches gilt für das Veröffentlichen von selben Berichten für mehrere Accounts oder in der Liga und dem Pokal.