In der Meisterschaft lief es für CA Peñarol eher durchwachsen. Neben einem klaren 3:0 Heimsieg gab es eine knappe 0:1 Niederlage. Dafür konnte man im internationalen Wettbewerb einen Erfolg verbuchen. Gegen José Gálvez FBC holte man im fünften Spiel den dritten Sieg und damit den Aufstieg in die nächste Runde vom Copa Libertadores. Dort steht nun die Gruppenphase an, wo man sich unter vier Teilnehmern unter die besten zwei platzieren muss, um dann wiederum die nächste Runde zu erreichen. Das ist das Ziel von CA Peñarol.
Tacuarembo - Nichts los im Puff, behauptet Piotr van Hausen. Ein wenig Recht hat er leider. Vier trainerlose Vereine schwirren gerade in dem Puff, der sich Primera Division nennt. Die Liga der Geistertrainer, titelte Diego A. Villareal. Davon sind drei Geistertrainer sogar in der Tabelle über uns. Aktuell steht der Meister auf einem traurigen 12. Platz. Blamabel. Passend dazu, wurden die Gruppen der Copa Libertadores ausgelost. USA, Mexiko und Peru stehen als Reise an. Noch mehr Möglichkeiten, sich als Meister zu blamieren. Nächste Woche tritt man beim aktuellen Spitzenreiter an und empfängt zu Hause John Taylor. Der stand mit seinem Klub CA Peñarol letzte Saison im Halbfinale. Vielleicht können wir uns da noch den einen oder anderen Tipp abholen.
Es ist an der Zeit sich zu freuen. Drei Punkte - drei Promille und eine positive Reaktion auf den letzten Zeitungsartikel. Piotr van Hausen ist aktuell sehr zu frieden. Auch das er in dieser Woche ein Kolumne in Händen halten konnte, erfreut ihn sehr.
Was er aktuell jedoch noch vermisst, die eine gewisse Würze in der Zeitungslandschaft. Er würde gerne etwas dazu beitragen, doch noch traut sich wohl so recht noch keiner aus der Deckung. Aber für Skandale ist natürlich auch noch später Zeit.
"Wir konzentrieren uns erstmal voll auf unsere Spiele. Das haben wir nach der letzten Saison auch mehr als nötig." sagte er dieser Tage beim Bettpfannenwechsel.
Zum Auftakt der 44. Saison konnte der Danubio FC in Uruguay gleich den erster, der hierzulande so seltenen Auswärtserfolge feiern: Der Club Atlético Atenas hatte die Spielansetzung versehentlich eine Woche später in den Vereinskalender eingetragen und war am Freitag Abend einfach nicht angetreten. Die Gastmannschaft, Schiedsrichter und Verbandsoffizielle standen vor einem verschlossenen, unbeleuchteten Stadion. In der unbesetzten Geschäftsstelle der Gastgeber war nur die Bandansage erreichbar. Kurzerhand wertete der Ligaverband die Partie mit 2:0 für den Danubio FC, der dauerhaft auf mehr Spielglück hofft, als in der letzten Saison. Und sei es, durch gegnerisches Unvermögen.
Die Sonne brannte über Montevideo, als Diego A. Villareal – frisch aus Mexiko eingeflogen, den Duft von Tacos noch in der Trainingsjacke – zum ersten Mal die Umkleidekabine der Montevideo Wanderers betrat.
“Uruguay”, hatte ihm sein Agent versprochen, “das ist die Wiege des Weltfußballs, Diego. Hier wirst du gegen die Besten der Besten antreten!”
Spieltag 1: Das Geister-Unentschieden
Das erste Auswärtsspiel. Diego tigerte an der Seitenlinie auf und ab, die Taktiktafel unter dem Arm, die Haare perfekt gestylt für den großen Moment.
Auf der gegnerischen Bank? Niemand.
Ein leerer Stuhl. Eine halbvolle Wasserflasche. Und irgendwo in der Ferne ein Assistent, der aussah, als hätte er die Aufstellung per Würfel bestimmt.
2-2. Schlusspfiff.
Diego starrte auf den leeren Stuhl gegenüber. “Ich habe gerade gegen einen Stuhl nicht gewonnen”, murmelte er. Er rief seinen alten Kollegen in Mexiko an.
“Wie war dein erstes Spiel in Uruguay?”
“2-2.
Gegen niemanden.”
Kurze Pause. Dann Gelächter. Diego legte auf.
Spieltag 2: Deportivo Colonia kommt zu Besuch
Heimspiel! Endlich! Die Wanderers-Fans füllten die Tribünen, Fahnen wurden geschwenkt, Diego hatte drei neue taktische Varianten vorbereitet, Videoanalysen bis 2 Uhr nachts studiert, seinen Kaffeekonsum auf fünf Tassen täglich erhöht.
Gegnerische Bank: Wieder leer.
Diego drehte sich zu seinem Co-Trainer Ramón um.
“Ramón… sag mir, dass da jemand sitzt.”
Ramón schwieg diplomatisch.
“Ich habe für dieses Spiel eine Pressing-Raute entwickelt, Ramón. Eine Raute. Mit Diagrammen. Und Pfeilen. Bunten Pfeilen.”
Ramón nickte mitfühlend.
“Vielleicht”, sagte Diego nach langem Schweigen, “war die Ligaaufstockung doch ein Fehler.”
Er faltete seine Taktiktafel zusammen und seufzte den Seufzer eines Mannes, der gegen Windmühlen kämpft – nur dass die Windmühlen nicht mal auftauchen.
Der Blick auf die Tabelle tut im Moment weh, zumindest für Anhänger von Club Deportivo Maldonado. Obwohl die Liga aufgestockt wurde, muss man aktuell mit dem 13. Platz Vorlieb nehmen. Der Start in die neue Spielzeit ist missglückt.
Doch glücklicherweise ist die Saison noch jung und so hofft man, bald schon Boden gutmachen zu können. Auch in dieser Saison möchte man wieder die internationalen Ränge anvisieren, obgleich es in den letzten zwei Spielzeiten nicht gelang, diese begehrte Zone zu erreichen.
Die Zeit wird zeigen, ob es diese Saison endlich wieder reichen wird.
Tor-Fan ist im Urlaub und hat den 4:3-Auswärtserfolg nur im Ticker wahrgenommen. Und auch die Redaktion ist auf ein Minimum heruntergefahren. So beschränken wir uns auf die allgemeinen Plattitüden: Paysandu startet sehr erfolgreich in die neue Saison. Daß der Trainer beim Sieg in Tacuarembo erneut nicht an der Seitenlinie stand, nährt natürlich Gerüchte und den Glauben an seine negative Aura. Tatsache, siehe oben: Urlaubszeit! „Nächste Woche werde ich wieder persönlich vor Ort sein und allen Unkenrufen zum Trotz hoffentlich auch den ein oder anderen Sieg einfahren!“
Man hatte sich so viel vorgenommen bei CA Peñarol. Um seine Ambitionen zu unterstreichen wollte man zum Auftakt gleich ein Zeichen setzen. Dieses Vorhaben misslang aber leider. Eine Unaufmerksamkeit zu Beginn der Partie nutzte der Gastgeber Defensor Sporting konsequent aus und ging mit 1:0 in Führung. Diesem Rückstand hechelte man in der Folge hinterher. Im Abschluss sündigte die Mannschaft von John Taylor aber eins ums andere mal. So konnte Defensor den Vorsprung über die Zeit retten und die Auftaktpleite war somit Tatsache..
Vierzehn statt zwölf Vereine. Die neue Zeitrechnung ist also offiziell angebrochen. Nicht restlos begeistert ist man allerdings von einem Detail: Drei Klubs stehen bislang ohne Trainer da. Zombie-Vereine, gesteuert von wem auch immer.
Zum Auftakt selbst: Ein 2:2 auswärts bei Huracán Buceo, solide, aber ohne Glanz. Rampla findet sich vorerst im gesicherten Mittelfeld wieder, Rang sechs. Für einen ersten Spieltag: kein Grund zur Sorge, aber auch keiner zum Jubeln. Immerhin: Bei vierzehn Vereinen gibt es jetzt auch mehr Platz zum Verstecken.
Trainer qbatur musste die Testsaison erst gedanklich verdauen. Der Abstand in Form der Ligapause war hierbei hilfreich. Die montevideischen Athletiker landeten in der vergangen Saison leider zum wiederholten Male im tabellarischen Niemandsland. Immerhin konnte man den amtierende Meister und sportlichen (Nicht)Absteiger Defensor Sporting sowie den großspurig tönenden, jedoch
ballesterisch notorisch erfolglosen Kolumnisten Harry Haller deutlich hinter sich lassen.
Die Zielsetzung für diese Saison muss jedenfalls eine andere sein: Zurück ins Rampenlicht.
An dieser Stelle sei Trainer Totengräber Chrille zur Meisterschaft und Gaylord Ramirez zum sensationellen Gewinn der Copa Americana herzlich gratuliert und die Neuen gebührend willkommen geheißen.
Tacuarembo - Zahlreiche Glückwunsche zur Meisterschaft erreichten den Totengräber und man ging verheißungsvoll in die erste Heimspielpartie der Saison. Und dann? Der Vizemeister, den man am letzten Spieltag noch bezwang und gegen den man den Titel holte, fertig einen mit 3:4 zu Hause ab. Platz 10, negatives Torverhältnis, trotz Meister nicht mehr das höchste TK und ein blaues Auge. Das alles nach dem ersten Spieltag. Uruguay ist kein Kinderparadies. Dennoch freuen wir uns, dass Harry Haller weiterhin die Kolumne schreibt und veröffentlicht. Ich bin definitiv ein Fan!
Die Sommerpause ist vorbei, das Trainingslager abgehakt. Zeit für einen kurzen Rückblick.
Glückwunsch an Tacuarembó und Paysandu, die sich Platz eins und zwei der Vorsaison knapp ausgemacht haben. Rampla blieb auf Platz drei. Was fast Nebensache angesichts dessen ist, was daneben geschah: ein Finale in der Copa Americana, das niemand auf dem Zettel hatte, und am Ende der Titel. Los Picapiedras haben sich selbst überrascht.
Nun beginnt Neues: vierzehn statt zwölf Vereine. Der Anspruch bleibt derselbe.
Am Ende der Premierensaison nach dem viel umjubelten Copa-Neustart lief der Danubio FC auf Rang 5 der Primera Division Uruguays ein. Wieviel dieser Platz wert war, wurde den Beteiligten erst nach der vergangene Woche erfolgten Saisonumstellung klar: La Franja nimmt mit der Copa Americana wieder am internationalen Wettbewerb teil. Ein 6:6-Unentschieden bei Nacional verschaffte der Mannschaft von Trainer Rainis Roesamäe den notwendigen Punktevorsprung vor Deportivo Maldonado, das sich bereits voll auf das Ligageschehen konzentrieren kann. Warum Roesamäe für das Erreichen eines internationalen Startplatzes keine Hall of Fame-Punkte gutgeschrieben bekommt, bleibt ihm aber ein Rätsel.
Mit der Rückkehr auf seinen Trainerposten von CA Peñarol konnte sich John Taylor einen lange gehegten Traum verwirklichen. Mit der ersten Saison nach dem Neustart ist man denn auch sehr zufrieden, hat doch mit dem vierten Platz auch der Einzug in einen internationalen Wettbewerb erfreulicherweise geklappt.
Zum Start in die neue Saison muss man erst einmal reisen. Defensor Sporting heisst der erste Gegner. Da würde man gerne schon einmal ein erstes Ausrufezeichen setzen. Doch beim zweiten in der ewigen Tabelle hängen die Trauben bekanntlich hoch.
Eine große Schleimspur ziert den Schlabberlatz von Piotr van Hausen. Die Freude ist unbändig groß das Diego Villareal den Weg zurück nach Uruguay gefunden hat. "Eine solche Größe mit dieser Erfahrung sowohl national als auch international. Da kann man sich in Uruguay nur glücklich schätzen, solch einen dicken Fisch an Land gezogen zu haben" lässt Piotr van Hausen von seiner Pflegekraft mitteilen.
Schon am 5. Spieltag wird man bei Defensor Sporting den roten Teppich ausrollen um den Großmeister begrüßen zu können. Die Vorfreude ist schon jetzt riesig.
Am Ende war es dann doch nur der 2. Platz für den Paysandu FC und Tor-Fan. Ob das Ganze jetzt trotz oder wegen seiner Rückkehr endete wie es endete, lässt sich wohl nicht mehr ganz aufklären. Auf jeden Fall haben Tor-Fan und seine ehemaligen Entführer, die Ultras vom FC Frieden geschlossen und werden in Zukunft versuchen, gemeinsam erfolgreich zu sein. Die erste Aktion von beiden Seiten, unabhängig voneinander, war, Glückwünsche an Chrille nach Tacuarembo zu senden. "Da hat er wohl alles richtig gemacht, wenn er am Ende ganz oben steht!"
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
Für jede Liga ist ein Kolumnist möglich, der regelmäßig Berichte zur Lage der Liga verfasst. Wenn Du Interesse daran hast, schicke eine kurze Mail ans CopaTeam.
Achtung:
Bitte beachte, dass nur ein Bericht pro Spielrunde vergütet wird.
Kopierte oder unsinnige Artikel werden kommentarlos von der Redaktion zensiert.
Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
Gleiches gilt für das Veröffentlichen von selben Berichten für mehrere Accounts oder in der Liga und dem Pokal.