So ließe sich das von Hadschi vermißte Saisonziel des FK Sartid vielleicht beschreiben, momentan allerdings trifft es eher auf den Zustand der eigenen Physis angesichts der saharigen Temperaturen in den Nordausläufern des Balkans zu. Hoffentlich hat derlei Laune der Natur keinen Einfluß auf die Konstanz und die Berechenbarkeit, die Kontinuität also, des Spielverhaltens der Ligatrainer und -asse. Schließlich soll ja das Aggressionspotenzial nahezu linear mit dem Anstieg der Temperaturen korrelieren, ab 35 Grad wird es dann exponentiell. Der Wert ist erreicht, es darf also in vielerlei Hinsicht geschwitzt werden.
Der Eisenbahner mit den strammen Waden wird heute abends zu Gast sein beim Meister der Stahlwannen. Der Hitze entsprechend wird wohl mit einem in Ostösterreich sogenannten Badkick zu rechnen sein, dämmrig bis schon eingeschlafen. Sei's drum, Schönheit gewinnt keinen Blumentopf, also soll es des Trainers wegen ein Hundsspiel werden, aber Punkte müssen her - und die gibt's vermutlich günstig zur Fahrkarte, schließlich zahlt der Sparefroh aus der Hauptstadt seiner Mannschaft kein Fahrtgeld, da die Kasse momentan aufgrund außertourlicher Ausgaben für dunkle Anzüge allerorts relativ leer ist.
Trainerstar Hadschi Halef Omar ist zurück. Und auch der Reporter hat es geschafft, die Kamelherde wieder zurückzubringen. Doch wo war Hadschi? Dazu schweigt er eisern. Er will keine Details preisgeben. Und auf die Frage nach Körperöffnungssonden reagiert er ziemlich gereizt. Doch nun wieder zum sportlichen. Der verhaltenskreative Trainer von Rad Beograd hat leider viel zu früh gelernt, dass man zu Hause keine 4
Tore setzt. Ärgerlich, aber wenigstens steigt der eh wieder ab. Und auch den anderen Trainern scheint die Sonne nicht allzu gut zu bekommen. Olschara beschwert sich doch tatsächlich überhaupt nicht, über sein neues Pferd, Bernd, der Barfußindianer vergnügt sich mit Seesternen am Strand und Fenris zählt die braunen Striche in der Unterhose, um seine Tore vorherzusehen – also einen ganzen Haufen voll.
Es ist sozusagen en vogue. Jeder befragt irgendwas. Der eine einen Seestern und wundert sich über den Fischgeruch am Strand, der andere Kraken, der nächste den Buchmacher bei Brankos Grill. Da kann man als Fastnochmeisterschaftsaspirant nicht hintanstehen und will dies auch nicht. Daher besinnt man sich in Cacak einer schon fast vergessenen Orakelkunst und schurzt was das Zeug hällt. Aber nicht einfach so wie nach einer zu fettigen Pizza, sondern mit
Mass und Ziel. Vorher müssen allerdings Orakelpants beschafft und präpariert werden: Model Schiesser, Feinripp mit Eingriff. Dann werden 6 Kreise mit einem wasserfesten! Stift ungefähr auf höhe der Orakelausgabestelle gemalt. Und dan heisst es Augen zu und Pressen. Und Schwups: je nachdem wie gross der durch vollen Körpereinsatz erzeugte Spruch ist - also wieviele Kreise er in Zartbraun taucht - so viele Tore müssen zum Sieg geschossen werden.
Für Krusevac ist wie für Deutschland der internationale Auftritt vorbei, man ist zwar nicht bis ins Halbfinale vorgedrungen, aber für den Neuling ist es doch ein beachtliches Ergebnis geworden. In Krusevac wurde auf alle Fälle trotzdem gefeiert, alleine das deutsche Scheitern hinterließ Genugtuung, da Trainer Pellegrini seinen deutschen Freunden endlich die Meinung geigen konnte. Zu sehr
musste der arme Trainer leiden, nach dem seine Italiener so schmählich untergegangen waren.
Nun den Krusevac ist nun endgültig in der Saison angekommen, die Doppelbelastung ist vorbei, die wild west Spinnerei der übrigen Trainer uninteressant, jetzt gehts ans eingemachte, immerhin soll auch heuer ein internationaler Startplatz her, nächstes Jahr will man es nämlich noch besser machen!
Kennen Sie Slobodan, den Roten Seestern? Er lebt an der serbischen Adria und hat – untypisch für einen Seestern - 6 Arme!
Jeden Donnerstag abend, wenn die Rote Sonne im Wasser versinkt und der grosse runde Mond am Himmel aufgeht, setzt sich Ruhiger Wolf an den serbischen Strand. Er zeichnet dann mit einem Pfeil Wappen in den Sand, die aussehen wie ein Löwe oder wie eine Lokomotive oder wie eine Zapfsäule. Und immer zeichnet Ruhiger Wolf auch einen Roten Stern. Dann wartet Ruhiger Wolf, bis Slobodan von den Wellen angeschwemmt wird und der Seestern seine Arme auf die Zeichen legt. Er legt einen oder zwei oder auch mehr Arme auf die Zeichen – oder auch gar keinen. Und Ruhiger Wolf weiss die Botschaften seines
Freundes, des Seesterns, zu lesen. Slobodan ist noch niemals falsch gelegen - nur einmal ist er im angeschwemmten Adriaschlamm stecken geblieben und Ruhiger Wolf konnte seine Arme nicht mehr richtig sehen.
Heute hat Ruhiger Wolf neben dem Roten Stern einen Tschetnik-Kämpfer und einen Cuckaricki in den Sand gezeichnet. Die ersten Wellen, die Slobodan anschwemmen werden, kann Ruhiger Wolf schon an seinen Mokassins spüren. Der Wind schmeckt salzig heute abend, die Sonne senkt sich langsamer als sonst, und irgendetwas macht den Ruhigen Wolf unruhiger als sonst. Es ist dies ein eigenartiger Geruch, der heute abend von den Wellen hergetragen wird, fast nicht vernehmbar - doch seine Indianernase trügt ihn nicht: Es riecht nach faulem Fisch…
Lustlos blättert TC durch den serbischen Zeitungswald und sieht nicht viel, ausser viel Orakeleien, manche mehr, die anderen weniger appetitlich. Doch so richtig Lust sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen hat TC jedoch auch nicht und haut sich lieber noch ein Bier hinter die Binden. Naja und die Weltmeisterschaft, die sowieso auf keinem hohen Niveau geführt wurde, interessiert eigentlich auch nicht mehr so richtig, nun da Nordkorea ausgeschieden ist und die Deutschland den Herrn der Ringe spielen muss, um Urukais wieder in die Tiefen der Unterwelt zu schicken. Vielleicht liegt es an der Sommerzeit, den hohen Temperaturen oder einfach einer gewissen Copamüdigkeit, aber so richtig Stimmung will einfach nicht aufkommen an der Tankstelle in der Belgrader Neustadt.
Nicht nur die Temperaturen in Europa sind stetig am steigen, auch die Underdogs aus Subotica klettern langsam aber sicher in der Tabelle nach oben. Sie haben in den letzten Jahren viel Häme einstecken müssen, aber Trainer Schnicks hat aus diesen Verbalattacken gelernt und auch bewiesen, dass er ein gutes Näschen für gelungene Racheakte ist. Die Spartiaken haben den Kampf in der SM angenommen und wie soll es auch anders sein gelernt alle Mittel auf dem Feld neben dem Feld, in der Bar, neben der Bar, unter der Bar oder halt auch noch woanders ...
Der nächste Spieltag wird zeigen ob die Spartiaken sich unter den Altvorderen behaupten kann, wir glauben fest daran und das Team auch.
Die Presseabteilung hatte es in den letzen Wochen ziemlich schwer. Auf Grund des ausdrücklichen Wunsch des Trainers wurde die tagesaktuelle Redaktion brach gelegt. Alles arbeitet zur Zeit an der Biographie des Erfolgsgaranten Mitsch Bjukenon. Zahlreiche Seminare bei den Star Trainern dieser Wellt, wobei sich keiner davon - ja ja richtig gelesen KEINER davon - in der SM tätig ist. In Podgorica
wird deshalb auch Fußball ein seiner schönsten Weise zelebriert und als Kulturgut in die ganze Welt vermarktet. Bert van Marwiik und Vicente Del Bosque sind nur 2 der Vergötterer des so genannten Swimming Hit one on the break - in welchem durch Positionswechsel in nie dagewesener Präzision eine Überzahl und Spielkontrolle erzeugt wird. Ja ja bei Mitsch kann man noch einiges lernen!
In Europa gibt es ein kleines widerspenstiges Land, dass sich gegen jedwede Besetzung- (ehemalige Balkanliga), Einmischungsversuche (Abspaltung des Ms) und permanente Erniedrigungsversuche (besonders durch Allsvenska) durch teilweise geniale Ideen (Hauptsponsor der Allsvenska) abzuwehren weiss. Doch nicht nur das. Auch als grosse Entdecker taten sich Serben hervor (Suche nach der Schnapsinsel) und natürlich auch in dem sie Entwicklungshilfe in Sachen Fussball leisten (Uruguay, Mexico, Argentinien, Japan, Südafrika etc.) und
dabei sowohl in Europa, als auch auf anderen Kontinenten herausragende Leistungen hervorbringen.
Um dies zu untermauern hat Bernd a.k.a Ruhiger Wolf nun die serbische Fussballakademie ins Leben gerufen, um dem Rest der Welt ganz klar die entsprechenden Qualifikationen zeigen zu können. Zur Eröffnung der Fusballakademie diese Woche waren alle Größen und auch die Kleinen der SM vertreten, um ihre Urkunden in Empfang zu nehmen, aber vor allem um bei dem in der SM obligatorischen Abschlussorgie teilzunehmen.
Obilic Trainer Barisic hat sich für die nächsten Spiele etwas Besonderes einfallen lassen. Auf Wunsch des Trainers wurde Paul die Krake, die bei der WM aufgrund ihrer wahrsagerischen Fähigkeiten berühmt wurde, extra nach Belgrad eingeflogen. Das heißt, Barisic weiß nicht nur ob seine Mannschaft beim nächsten ZAT verlieren oder gewinnen wird, sondern auch die Ergebnisse aller anderen Mannschaften der SM. „Die Trainerkollegen können sich Anfragen an mich gleich sparen. Es gibt nichts zu verraten“, stellt Barisic klipp und klar fest.
Nach den dramatischen Partien der letzten Runden ist Obilic Trainer Barisic mit den Nerven völlig fertig. Nach einer farblosen 1:2 Heimniederlage gelang ein 1:6 Auswärtssieg gegen Abstiegskonkurrenten Qbat und seine Zeleznik Belgrad. Man hört, dass sich auch andere Liga Trainer ob der Watschen für Qbat ins Fäustchen lachen. War es doch Qbat selbst, der in der vergangenen Saison diese Auswärtspower sehr gerne eingesetzt hat. Damit hat sich Obilic vorerst von den Anstiegslängen befreit und kann den Blick nach oben richten. „Schön wärs ja doch wieder international mitzuspielen, allein schon wegen dem Ärger der anderen Trainer“, träumt Barisic vor sich hin…
Slobodan S., ein intimer Kenner der SM, und beliebtester Quotensteller im Restaurant Vettovic, saß wie immer in der hintersten Ecke der Spelunke, eine Zigarette im Mund, eine in der Hand und eine langsam verglühend in der Auskerbung des übervollen Aschenbechers. Leise lachte er vor sich hin, strich sich zufrieden das schmalzige Haar nach hinten und kratzte sich mit der anderen Hand zärtlich im Schritt. Es war ein guter Tag. Denn gerade kam so ein Ahnungsloser Ausländer zu ihm, um bei einer Quote von 3,5 10.000€ auf Roter Stern Belgrad zu setzen. Und das nicht im Heimspiel gegen Borac Cacak, sondern in
der Auswärtspartie gegen Radnicki Jugopetrol. Anfänger. Weiss doch jedes Kind, dass Roter Stern Belgrad keine Eier hat und die Drecksarbeit auf dem Weg zur Meisterschaft am liebsten von anderen erledigt sieht. Wenig Mumm, keine Eleganz. Allgemein ein sich in der SM immer weiter ausbreitender Stil. Einzig Borac Cacak scheint noch zu wissen, wie man ohne totale Selbstaufgabe zu einem 3-Punkter kommt. Aber das Trainer Fenris ein einzigartiges Phänomen ist, ist ja weit über die Grenzen der härtesten Liga bekannt. Slobodan tippt auf 6:0 für Roter Stern daheim und und 0:6 auswärts. Meister wird Radnicki.
Der Serienmeistertrainer hält sich derzeit im skandinavischen Raum auf. Eigentlich sind es mehr Räume, vor allem Hotelzimmer in den verschiedensten Groß- und KLeinstädten des hohen Nordens, wo zu dieser Jahreszeit immer die Sonne scheint. Das ist nciht uninteressant für den Schlafhaushalt, der mithin Auswirkungen auf den Bewußtseinszustand haben kann. So führt der
Konsum von Bier in Kombination mit erstgenanntem Phänomen zu Wachträumen, die vor allem mit dem Holz, das von den eingeborenen Frauen vor deren Hütte vor sich hergetragen wird, zu tun hat. Daher ist dieser Artikel eindeutig dem weiblichen Teil der Bevölkerung Skandinaviens und einem kleinen Teil der Nordischen Union gewidmet: Fahrt Rad! Bleibt fit! Tragt weiterhin keine BHs! Hurra!
In den kommenden Tagen steigt die Temperatur in Südafrika, aber auch in Europa. Die einen spielen gegen die Gauchos, die anderen müssen sich mit Indianern in Serbien rumschlagen. Schnicks hofft, dass sowohl die Gauchos als auch die Rothäute (wegen des Sonnenbrands ANm. d. Red.) den kürzeren ziehen und wieder in die Walachei entschwinden.
Die Mannschaft aus Subotica ist auf jeden Fall auch heiß auf den nächsten Spieltag und will die beste Platzierung seit Eintritt in die SM bestätigen. Doch wird es wohl im wahrsten Sinne des Wortes eine Hitzeschlacht, denn Schnicks, der alte Stratege glaubt nicht, dass es so einfach wird wie am letzten Spieltag einen Heimsieg einzufahren.
So müssen wir die Daumen drücken und auf die Spartiaken hoffen...
Leider gibt es immer noch keine genaueren erkenntnisse, wo sich
Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah
derzeit befindet. Den Reporter hat es jedenfalls nicht mehr interessiert, am Flughafen zu warten. Deswegen hat er Hadschis Kamele vor einen 57er Chevi gespannt und sie quer durch das Land getrieben. Derzeit lässt er sie gerade an irgendwelchen Wasserfällen grasen. Niagara nennt sich das ganze. Dabei würde es ein Gartenschlauch doch auch tun. Er wird die Kamele dann aber wieder satteln und Richtung Süden treiben. Mal schauen, was sich dort so tut.
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