… rasen die Herren vom Aufsteiger Mladost Apatin zu ihrer nächsten Herausforderung. Die Stimmung in der Mannschaft ist nach vor hervorragend und von bemerkenswerter Solidarität und großartigem Teamgeist geprägt. Besonderes Augenmerk legen Spieler wie Trainer und Fangemeinde auf das Auswärtsmatch gegen die Gesinnungsgenossen aus Cacak. Der Stürmerstar aus Spanien, Alejandro Javier de Castro da Silva, zum bevorstehenden Spiel gegen den Gewerkschaftsklub: „Solidarität Genossen! Gewinnen müssen wir trotzdem!“ Wir freuen uns natürlich auch OFK Belgrad bei uns begrüßen zu dürfen! Let’s Rock ´n´ Roll!
Oder almost. Dachten wir bis vor kurzem noch, dass wir Belgrader die dicksten Eier haben, müssen wir schmerzhaft feststellen, nur Schulmädchen zu sein. Belgrad ist in wirklichkeit ein Ponyhof. Wer wirklich tough ist, sitzt in Wien. Wo war mei Leistung, sonstige Beratungsverträge, gräfliche Verflechtungen, Sonderbudget Werner und Euroberatungsverträge für rote Banker durch den Altbundeskanzler, Gewerkschaftsbankpleite. Da kann Belgrad nicht mit. JanAge submittiert und stellt in Belgrad einen Asylantrag und hofft hier ein friedliches Gnadenbrot fernab der Balkanmentalität im fernen Wien geniessen zu können...
Also das war so: Da kommt der Herr mit dem für Ich-will-meinen-Artikel-länger-machen praktischen NAmen Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah angekrochen und fleht den Meister der SM an ihm doch gnädigenhalber ein klitzekleines Interview zu geben. Großzügig wie Trainer Schimi nunmal ist gewährt er es ihm, nur um dann festzustellen, dass es sich scheinbar um eine Finte gehandelt hat! Denn das Interview
ist nie erschienen, und der besagte dafür zuständige Herr hat wohl nur die Anwesenheit des gutgläubigen Herrn Schimi austesten wollen. Nun gut, mit allen Mitteln also!
Gratulation von dieser Stelle hingegen an Roter Stern für die beiden letzten Artikel: Der Zug-Witz war wohl das Geistreichste was Herr W. jemals von sich gegeben hat, und die Kitzler-Provokation war ein netter Versuch den Zombie heraus zu locken, wenn auch vermutlich vergeblich...
Das stets gut informierte Pressebüro des Herrn W. kommt diese Woche ja mit einer tatsächlich nicht ganz uninteressanten Meldung heraus - der Rückkehr des f. (er sieht halt jetzt ein wenig anders aus, man könnte sagen, er sei nicht ganz er selbst) - und siehe da, kaum geht man kurz das Training seiner Mannschaft überwachen und läßt zu diesem Behufe die vertraglich zugesicherte Kurtisane kurz allein, schon sieht man aus weiter
Ferne den ehemaligen Starasstrainer der Herzen, wie er einem armen Soldaten mit Blasen an den Füßen Beine macht. So ist er eben, unser aller Götterwolf: Hart, aber ungerecht!
Abseits solcher Trivialitäten geht es heute gegen eine Mannschaft, deren Kampfgeist unglaublich zu sein scheint, deren Zähigkeit sprichwörtlich ist, hat sie sich doch nach einem schwedischen Langläufer benannt. Wir werden sehen, was die drauf haben.
Obilic Trainer Barisic zeigt sich nach einer Spielerbeobachtungsreise ins Ausland erstaunt über manch Korruptionsdiskussion in anderen Ländern. „Dort sind nur Dilettanten am Werk, die keine Ahnung von Korruption haben. Unglaublich, wie leicht sich die erwischen lassen. Vielleicht sollten wir als SM-Trainer einmal Nachhilfe anbieten und unseren Erfahrungsschatz weitergeben.“ Barisic plant eine Zusammenkunft der SM-Trainer beim Wirt des Vertrauens, um diese heikle Angelegenheit in Ruhe besprechen zu können. Ein schlechtes Gewissen (Moral – was ist das schon? Hat Barisic nicht. Denn: „Es ist kein Beschiss – solange man sich nicht erwischen lässt!“
Am heutigen Zat geht es für die Mannen von Krusevac zum regierenden Meister Novi Sad. Pellegrini freut sich schon auf die Begegnung, immerhin ist es diesen beiden (Schimi + Pellegrini) zu verdanken, dass die Belgrader Dominanz in der Prva Savezna der Vergangenheit angehört.
Apropos Vergangenheit, das zweite Spiel findet zu Hause gegen die Europapokalhelden von Hajduk Belgrad und ihren Jan Age statt. Wie zu erwarten hat er es geschafft souverän in der ersten Gruppenphase der Europa League auszuscheiden. Bleibt zu hoffen, dass die anderen Europacupfighter ein besseres Geschick beweisen und ihre Vereine im Rennen halten, die Punkte für das Uefa-Ranking kann man in Serbien gut gebrauchen.
Klarer Blick saß im Schatten des riesigen Marakana-Tipi von Belgrad und trank seinen Friedens-Spritzwein, al ser plötzlich einiger Rauchzeichen gewahr wurde, die über ihn hinwegzogen. Zuerst mochte er es nicht glauben, aber dann war es eindeutig zu lesen: “der Götterwolf hat aufgehört Holz zu sammeln… er will aus dem Land der Untoten in die Prärie der SM zurückkehren…wirklich!” Klarer Blick entkam ein
Lächeln, denn er weiss: endlich schmerzt es ihn wieder, wenn er ihn verprügelt…
Und dann erinnerte er sich an die alte Gechichte, als qbat und fenris als Leichenwäscher am Belgrader Friedhof arbeiteten. Da kam fenris einmal zu qbat und meinte: “Du, des host versäumt: gestern, da is a Leich einekumman: Mit an Kitzler wie a Essiggurkerl !”
Darauf qbat: “Wos – so gross?”
Fenris: “Na, so sauer !”
Der Zug fährt in den Hauptbahnhof Smederevo ein. MiKu und der Österreicher sitzen noch immer darin.
M: Warum eigentlich Hauptbahnhof?
Ö: Wussten sie das nicht? Smederevo verfügt über 217 Bahnstationen und ein U-Bahnnetz mit 38 U-Bahnlinien.
M: Stimmt, die fahren aber alle nur zwischen 2 Stationen, oder nicht?
Ö: Meistens, und die Linien ändern
sich ständig. Manchmal sogar während man darin sitzt, das ist dann ärgerlich.
M: Hoffentlich ändert sich bei uns jetzt nichts.
Ö: Glaub ich nicht, wir sind nur am Hauptbahnhof, da hält sonst nichts. Er heißt Hauptbahnhof, weil er der unwichtigste Bahnhof ist.
M: Komische Logik.
R: Warum macht ein Schaffner das Fenster zu? Damit er keinen Zug abkriegt!
TC hat nun endgueltig die Fussballstiefel und den guten Adidastrainingsanzug (zumindest zeitweise) an den Nagel gehaengt und sich stattdessen in einen schwarzen Gummianzug geschmiessen. Doch anstatt der Peitsche hat er lieber zur Leine gegriffen, die er sich ans Fussgelenk geschnallt hat. Die Leine wiederum ist an einem grossen Brett befestigt. Natuerlich handelt es sich nicht um eine neue SM-Variante sondern ganz einfach die Wellenreitausruestung, mit der sich TC wagemutig in die 3-Meterbrecher hineinwirft. Die Sucht der Welle schon im Kopf, bleibt es abzuwarten wie lange es wohl dauern wird bis der Copavirus wieder greift. Jetzt aber ist TC ersteinmal vom Wellenvirus befallen und hat schon Plaene die Donau in Belgrad zu stauen um eine grosse Welle zu schaffen.
Da steht was an demnächst, wenn aus der Vojvodina das Team des amtierenden Meisters kommt. Hier noch die Frage dazwischen...War eigentlich jermand beim Exit-Fest in Novi Sad dieses Jahr?... zu feiern gab es jedenfalls genug...nicht nur die Studenten sondern auch die Fußballfreunde hatten viel zu lachen...Jetzt steht aber erste inmal das Heimspiel an und man erhofft sich auch hier zählbares in der Hauptstadt zu behalten.
Auswärts geht es zur euphorisch gestarteten Mannschaft von Apatin die ihrem Namen "Jugend" alle Ehre macht. Ob diese jugendliche Unbekpmmertheit in jugendlcihen Leichtsinn umschlägt bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall werden sie langsam aber sicgher dem hohen Tempo Tribut zahlen müssen.
Von geradezu überbordender Brisanz wird das schöne Duell der Industrievereine am heutigen Spätsommerabend, stoppt der Mannschaftsbus des FK Sartid Smederevo, der ehemaligen Haupstadt des Landes (mit wunderbarer Burg!) doch ausgerechnet beim Häuptling der QP, dem Tankwart, dem Ölverschmierten, dem Lubrikanten. Der Busfahrer hat vor der Abreise in Aufbietung seiner sämtlichen Kräfte die Gastgeschenke
im Bauch des Gefährtes verstaut, es bleibt abzuwarten, ob sie alle auch zeitlich und räumlich den Adressaten zugedacht werden können - schließlich ist der Hörr Trainer der Dortigen auch ein Rekordmeister und wird sich nicht lumpen lassen.
Darüber hinaus sei abner hell zu einem Einstand gratuliert, der Fragen nach dem Aufenthaltsort seiner Eier müßig macht. Leeres Konto, fetter Respekt!
Einen Auftakt nach Maß legten Mladost Apatins Kicker bei den ersten zwei Spieltagen in ihrer neuen Liga, der Prva Savezna, hin. Abner Hell’s Angels zeigen sich mit Selbstvertrauen gestärkt, wissen sie mit Hell doch einen Fels in der Brandung in den Ozeanen strategischen Planens an ihrer Seite. Seine Ziele sind klar definiert, die Mannschaft ist topmotiviert und geeint wie nie zuvor. Dementsprechend euphorisch auch die internationalen Reaktionen: Jose M. „Prva Savezna: god gave Mladost Apatin to you!“
Lamngsam kommt die Erinnerung zurück. Ja, da war was mit der sechs. Der erste ZAT ließ es JanAge wie Augen von den Schuppen fallen, als Partizan, der heutige Auswärtsgegner der knorrigen Kämpfer von Belgrad, Bekanntschaft mit der ungestühmen Art des Auf- und Einsteigers machte. Die Auswärtssechs. Die letzten Duelle zwischen Roter Stern und Belgrad (lassen wir Hajduk doch einfach weg; spricht man im Fußball von Belgrad ist jedem bekannt, dass es um die noblen Vorstädter gehen muss) waren doch von ambitionierten Auswärtshöchstleistungen geprägt. Die Belgrader sind gewarnt und sind zugleich auch Warnung.
Ein bildhübsches Mädchen, eine Nonne, ein Deutscher und ein Österreicher sitzen im Zug in einem Abteil zusammen. Plötzlich fährt der Zug in einen langen Tunnel, die Lampe ist kaputt, es wird stockdunkel. Dann gibt es einen Schlag - und als der Zug aus dem Tunnel herauskommt, reibt sich der Deutsche die rote Wange mit schmerzverzerrtem Gesicht.
Die Nonne denkt: "Der Deutsche hat sich an das Mädchen herangemacht und sie hat ihm eine
geknallt. Recht so!"
Das Mädchen denkt: "Der Deutsche wollte sich an mich heranmachen, geriet aus Versehen an die Nonne und hat eine geknallt bekommen. Recht so!"
Der Deutsche denkt: "Der Österreicher wollte sich an das Mädchen heranmachen, ist an die Nonne geraten, die hat zugeschlagen, der Österreicher hat sich schnell geduckt und ich habe es abbekommen."
Der Österreicher denkt:" Im nächsten Tunnel haue ich dem Deutschen wieder in die Fresse."
Der Zug fährt in den Bahnhof ein, MiKu und der Österreicher erwachen.
M: Ist die Schlafkrankheit aus Apatin ansteckend?
Ö: Sie meinen weil wir geschlafen haben? Wohl kaum, aber größere Sorgen macht mir, dass wir immernoch in dem beschissenen Zug sind!
M: Und schon wieder in Belgrad.
Ö: Ein besonderer Teil der Stadt, man sagt hier sei "Hodensackland"!
M: Nur Männer hier?
Ö: Keineswegs, aber der Hodensack gilt hier als
besonderes Schmuckstück, man trägt in am Arm, am Ohr, auch als Mütze.
M: Und zwischen den Beinen!
Ö: Eher nein!
M: Häh?
Ö: Naja, Schmuck soll ja kleiden und unter dem Penis sieht den Sack nunmal keiner.
M: Da bekommt das Wort "Sackgesicht" ja eine viel gewichtigere Rolle.
Ö: Wohl war, hier gilt es auch als Kompliment. Wie den Anzugträger des Jahres gibt es hier auch den Sackträger des Jahres - im vergangenen Jahr war es eine Frau.
R: Was ist Beruf von Hodensack? Eiermann!
Krusevacs Trainer Pellegrini kann einmal einem Kollegen beipflichten und zwar Schimi, der mit seinen Mannen die Nachfolge in Sachen Meistertitel angetreten hat. Unverständlich, dass nach wie vor die Belgrader Klubs in den Gazetten des Landes die erste Geige spielen, sportlich ist das wie man weiß nicht mehr so.
Saison 29 war die letzte, in der ein Belgrader Club sich die Meisterehren sichern konnte, ganze drei Spielzeiten
liegen dazwischen und das obwohl die Belgrader Klubs im der Prva Savezna überproportional vertreten sind. Ganze sechs Mannschaften kommen aus der Hauptstadt von insgesamt 16 Vereinen.
Aber egal, früher oder später wird sich das ändern, wenn die Hauptstädter einer nach dem anderen den Gang in die Druga antreten müssen. Heuer scheint nach dem ersten Spieltag Partizan schon etwas Drugaluft schnuppern zu wollen.
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