An der Börse würde man vermutlich formulieren, dass die Marítimo-Aktie unter CEO Horst Manson derzeit haussiert. Nach zwei Geschäftsjahren Siechtum haben sich die Insulaner endlich mal wieder bei den „Blue Chips“ der Liga einsortiert und sind in den Leitindex zurückgekehrt. Dabei hat es sich insbesondere im Match gegen Boavista Porto gelohnt, eine Long-Position zu fahren, während sich für die Partie gegen Leiria die Short-Position als absolut ausreichend erwies. Ob die
Kursentwicklung von Marítimo Funchal aber auch noch in den kommenden Wochen den Aktionären Freude bereiten wird, bleibt letztlich abzuwarten. Schließlich ist der Absturz der Porto AG nach einer Revision der Geschäftszahlen und der folgenden Pressemitteilung ein warnendes Beispiel. Konservative Investoren sollen daher auch zukünftig auf Sachwerte setzen. Hier seien in erster Linie der Medizintechnik- und Blutkonservenspezialist Farense AG, der Landmaschinenhandel Campomaiorense und die Caixa Portimonense empfohlen.
Nach einem weiteren vermasselten ZAT bei Boavista, laesst die froehliche Limone - Experten nennen ihn den Wuerfler - weiterhin die Resultate regungslos an sich vorbeiziehen und kommt zur Einsicht, dass man am besten gegen die Intuition setzen sollte.
Ein weiterer, erfolgloser, Auswaertsauftritt kann in den Buechern von Boavista abgebucht werden. Doch stellt sich die grosse Gretchenfrage: Woran lags? An der
waessrigen Pilzsause, welche man vor dem Spiel auf der Blumeninsel serviert bekam? An uebermaessigem Superbock-Konsum waehrend des Pausentees? An der Ignoranz der froehlichen Limone?
Die Einsicht kam beim Sinnieren em casa, in Porto: Die Spieler haben sich vermutlich noch immer nicht an das von Don Limon aufoktroierte Erfrischungsgetraenk gewoehnt. Vielleicht gibts ja dann naechste Woche Suco de Melancia...
Das Interview mit Lance Armstrong dürfte sich auch in der Copa-Welt bereits rumgesprochen haben und dennoch gibt es in Portugal noch keinen leicht gehässigen Zeitungsartikel, der dem Trainer des SC Farense wieder einen leichten Dopingschimmer verleihen soll? Nun gut, dann muss man dafür eben selbst sorgen.
Nach dem doch sehr enttäuschenden Interview mit Lance Armstrong, in dem wider Erwarten eben keine großen Neuigkeiten zum Vorschein kamen und das eher einer weiteren großen Selbstdarstellung des ehemaligen Helden glich, beschleicht nun auch viele Portugiesen das dumpfe Gefühl, dass ihr Erstligatrainer Denker, der aktuell im internationalen Wettbewerb noch unterwegs ist, bei seinen Touren nicht ganz sauber war.
Dieser sieht die Zweifel jedoch
gelassen: "Sicher war ich an einigen Tagen nicht ganz sauber, das gebe ich gerne zu. Das lag aber nicht an irgendwelchen Medikamenten, sondern vielmehr daran, dass ich nach dem Wildcampen nicht immer eine Dusche oder Badestelle parat hatte!"
Ein Anruf von Oprah würde ihn auch nicht umhauen: "Wer das Interview mit Lance gesehen hat, sieht ja, dass knallharte, kritische Fragen wirklich anders aussehen. Da wurde ja nie großartig nachgebohrt, wenn es interessant wurde. Über einen Anruf würde ich mich freuen, da ein Auftritt dort meine Popularität steigern würde und eine Gage könnte man sicher auch noch aushandeln. Finanziell müssen wir in Faro ob er Neugründung des Vereins vor einigen Saisons sowieso noch sehen, dass wir jeden Cent kriegen!"
Durch dicke Patzer vom FC Porto kann sich der SC Campomaiorense nun sogar Herbstmeister nennen. Gegen Ex-Meister Sporting Lissabon gelang ein knapper 3:2-Heimsieg, auch gegen den bisherigen Spitzenreiter FC Porto konnte man mit 3:0 den Platz siegreich verlassen. Nur bei Estrela Amadora setzte es mit 4:0 eine Niederlage, womit die Spiele gegen Spitzenmannschaften relativ gut absolviert werden konnten. Zu den Machenschaften zwischen Armstark und den Denker möchte man an dieser Stelle allerdings nichts sagen. Was wohl eher der Zeit zuzuschieben ist.
Letzte Saison konnte Uniao Leiria noch gerade den Abstieg in die zweite Liga abwenden. Und diese Saison ist man mit ihrem alten und neuen Trainer Capo auf dem besten Wege, den Klassenerhalt vorzeitg zu sichern. Jedenfalls belegt die junge Mannschaft nach Hälfte der Saison einen fantastischen 7. Platz.
"Das ist eine tolle Momentaufnahme, trotzdem werden wir weiter in jedem Spiel und jedem Training hart arbeiten müssen. Wir sind nur zwei Punkte von Europa weg, auch wenn das nicht unser erklärtes Ziel ist.", gab Capo zu Protokoll. Denn die nächsten Aufgaben haben es in sich. Erst spielt Uniao Leiria auswärts beim aktuellen Tabellenfünften CD des Aves, ehe der Meister SC Farense nach Leiria kommt.
Kaum zu glauben, aber wahr. Der FC Porto hat es tatsächlich gebacken gekriegt, die drei Spiele kurz vor der Hinrunde nicht anzutreten. matador wollte sich gar nicht äußern. Das Präsidium ließ sich auch nicht blicken. Das einzige was sich angeblich hinter verschlossenen Türen getan hat, war die Entlassung des Kapitäns des Mannschaftsbusses. Auch er wollte nicht viel sagen. Gerade mal vier
Worte fielen aus seinem Mund:"Das Navigationssystem hat versagt". Sollte man das wirklich glauben? Wie dem auch sei. Fakt ist, der FC Porto hat die bravoröse Hinrunde mit einem gewaltigen Rückschlag beendet. Von Platz eins, auf Platz neun.
Ein Tipp von der Redaktion an Herrn matador:"Stellen Sie sich bitte für den nächsten Freitag einen Wecker, der auch spätestens 18.50 Uhr klingelt"
Manu Lito ist schon wieder unterwegs, und lässt sein Team alleine zu Hause die Arbeit verrichten. Vor 2 Wochen als er in Irland war, hat das ja schon geklappt.
Nun befindet sich der Coach in Edinbourgh, und der CD des Aves muss den Spieltag erfolreich absolvieren um weiterhin in der Spitzengruppe der Superliga zu bleiben. Der FC Porto ist weiterhin punktgleich Tabellenführer und ingesamt scheint es eine sehr knappe Saison zu werden.
Für Spannung ist also gesorgt, für Alkohol in Schottland ist obv auch gesorgt, nun müssen nur noch die Punkte her, und es könnte ein feucht fröhliches Wochenende werden.
Wo man auch hinschaut, überall schreiben die Presseabteilungen Portugals von einer Euphorie, die sich breitmache. Hiervon ausgenommen sind natürlich die trainerlosen Teams von Covilha und Guimaraes.
Doch auch beim SC Farense ist derzeit von Euphorie keine Spur, denn man weiß noch nicht genau, wo es in dieser Saison hingehen wird. Aktuell rangiert man auf dem 5. Tabellenplatz und auch international hatte man die 1. Gruppenphase überstanden. In der 2. Gruppenphase hat man aktuell wie alle anderen Teams der Gruppe 3 Punkte.
Sowohl national als auch international sind also diverse Szenarien noch möglich. Daher herrscht in Faro weder Optimismus noch Pessimismus.
Da das Liga-Geschehen derzeit noch extrem unübersichtlich erscheint und Prognosen über den weiteren Verlauf der Saison sich als schwierig gestalten, greift Marítimo-Coach Horst Manson in dieser Woche ein Spezialthema auf, dass ihn schon oft beschäftigt hat: „Ich muss einmal etwas grundsätzliches über Pilzsoßen loswerden: Nichts auf dieser Welt bewegt sich auf derartig schmalem Grat zwischen Himmel und Hölle wie die gemeine Pilzsoße.
Deswegen mein Appell an alle Imbissbuden-Köche auf dieser Welt: Bitte niemals die Pilze in ein Soße werfen und dann aufkochen! Man erhält dann allenfalls Wasser mit Pilzgeschmack. Das ist ekelhaft und vermasselt jedes Fleischgericht! Immer schön die Pilze vorher anbraten, damit das Wasser verdampft oder die getrocknete Variante von Edelpilzen für Soßen verwenden. Das musste mal gesagt werden! Und das kann doch nicht so schwer sein, verdammt noch mal!“
Amadora - Nicht nur in Leiria und Campo Maior herrscht Euphorie. Nein, was dort herrscht, dürfte maximal ein laues Fürzchen sein im Vergleich zu der Welle an Frohsinn und Zuversicht, die durch Lissabons beschauliche Vorstadt Amadora rollt.
Ist doch erstmals in 20 Jahren Copaazugehörigkeit ein ZAT des Estrela-Amadora- Trainertaktikfuchses Paulo genauso gelaufen wie geplant: "Erst nichts bei Leiria riskieren und eine Klatsche abholen, dann trotzdem gegen Setubal nur eine H3 setzen und verlieren, weil Lutscher darauf spekuliert hat, dass wir auswärts was riskieren
und dafür zuhause ungeschützt sind. Und als Krönung des Ganzen Academica noch seinen 23. 1:0-Heimsieg in Folge einfahren lassen. Chapeau! Wenn das kein Grund ist, froh in die Zukunft zu blicken, weiß ichs auch nicht!"
In Amadora musste man allerdings keine C-Promi-Sängerin verpflichten, um seiner Freude Ausdruck zu verleihen. Hier tun es auch die Elektroschocks, mit denen der "freiwillig" immer noch in der Stadt verweilende Gasttrainer Lutscher behandelt wird. Da sie stündlich angewandt werden, konnte sogar auch auf die Hähne verzichtet werden.
Campo Maior ist zur Weltstadt geworden. Mit der boomenden Einwohnerzahl und Industrie sowie den ganzen schönen Sehenswürdigkeiten konnte sogar der absolute Star und Gewinner des letzten Grand Prix de champs oder so, Loreen, in die Stadt geholt werden, um den Siegersong Euphoria zu singen. Und da es ja Portugal und den Städten derzeit finanziell wunderbar geht, konnte sie sogar als feste Angestellte der Stadt eingestellt werden. Jeden Morgen ertönt nun das Gekreische zum Wachwerden, und die
Millionen Einwohner springen gut gelaunt aus dem Bett. Hähne werden also nicht mehr benötigt und wurden bereits verspeist. Allerdings vielleicht zu früh. Soll Doreen Loreen doch nur solange verweilen, wie es dem SC Campomaiorense gut geht. Bei Misserfolgen soll sie als ersten den Kopf hinhalten. Die ganze Metropole ist jedenfalls aus dem Häusschen, so einen Star in der Stadt zu haben, die überall kostenfrei mit Wein versorgt wird. Nur die Vorräte sind seitdem irgendwie halbiert worden...
Nach einer weiteren dilettantischen Heimniederlage, gepaart mit eklatanter Auswaertsschwaeche, wuerde ein neutraler Beobachter annehmen, Don Limons Zeit beim Wohlfuehlklub Boavista wuerde sich sicherlich bald dem Ende zuneigen. Doch bekanntlich, laeuft es im Umfeld der heiteren Limone ja immer etwas anders. Das Verlassen der Abstiegsraenge ist bestes Beispiel hierfuer...
So nimmt man die
letzten Spiele der Hinrunde mit selbigem Desinteresse hin, wie auch schon die bis anhin gespielten Partien. Ob man sich nochmal ein paar Raenge verbessern kann, ist angesichts der starken Konkurrenz fraglich. Schliesslich gilt es ja auch noch, die Rueckrunde mit gewisser Verve bestreiten zu koennen. Deshalb wird man sich in der kommenden Woche vermutlich noch intensiver dem Forró widmen. Wohl bekomms!
Nach 14 Spieltagen belegt Uniao Leiria einen starken 4. Platz und die Fans träumen wieder vom internationalen Geschäft. Besonders wurde am 12. Spieltag frenetisch im Estádio Municipal da Marinha Grande frenetisch gefeiert, als Estrela Amadora mit 5:0 vernichtend geschlagen wurde.
Doch Capo tritt auf die Euphoriebremse und betonte, dass der jungen Mannschaft noch die Erfahrung fehlen würde und man wohl kaum
erreichen wird, die momentane starke Form über die ganze Saison zu konservieren. Außerdem beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzwölften Estrela Amadora auch gerade nur 3 Punkte. "Trotzdem genießen wir die Momentaufnahme und es ist auch ein gutes Polster nach 14 Spielen. Aber wir müssen weiter hart arbeiten und die Vorbereitung auf das nächste Spiel beginnt mit dem morgigen Training.", so Capo.
Die Hinrunde neigt sich bereits dem Ende. Der FC Porto hat bis dato erfolgreich die Tabellenspitze verteidigt. Wir befragen den Trainer matador an diesem Spieltag:“Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Verteidigung des ersten Platzes. Sie betonen bereits seit Wochen, dass es Ihnen nicht besonders viel Wert ist, jetzt an der Spitze zu stehen. Denken Sie über die Herbstmeisterschaft
genauso?“ m:“Danke sehr. Die Herbstmeisterschaft ist sicherlich etwas Schönes. Man setzt ein Zeichen, keine Frage. Aber in dieser Woche stehen 2 Auswärtsspiele an. Es ist nicht einfach, an solch einem Spieltag viele Punkte einzufahren. Daher rechne ich in dieser Woche mit einem Negativtrend.“ R:“Der bis zum Saisonende anhält?“ m(lächelt):“Ich hoffe nicht, nein.“
Amadora - "Auf eigenartige Weise" ist Estrela Amadora nach Ansicht des bekannten TV-Kritikers Horst M. aus der Champions League ausgeschieden. Kann man so unterschreiben.
Man könnte, wäre man der Meinung, sich irgendwie dafür rechtfertigen zu müssen, aber auch noch weitergehen und sagen "gegen eigenartige Gegner! ausgeschieden zu sein. Wie gegen einen Finnen zum Beispiel, der als Meister seines Landes halt am letzten ZAT das Setzen vergisst. Kann schonmal passieren in der Winterzeit, da ist
schließlich die ganze Woche dunkel, woher soll man da wissen wann Freitag ist, und warum sollte man setzen, wenn man stattdessen selbstgebrannten Wodka inhalieren kann. Ein Meister mit NMR, das wirft trotz halbjähriger Dunkelheit ein sehr passendes Licht auf die Stärke dieser seltsamen Liga am Rande der Welt. Ein passenderes Licht als die UEFA-Rangliste auf Portugal, jedenfalls. Darauf einen Dujardin Finlandia auf Ex.
Könnte man also allles machen, wenn man sich rechtfertigen müsste. Aber darüber schreibt ja mal wieder keiner
CD des Aves konnte unter Trainer Manu Lito trotz 2 Auswärtsspielen letztes ZAT in der Spitzengruppe der Superliga bleiben.
Gegen Naval konnte man in der Ferne ein knappes 2:1 holen, und setz sich mit 21 Punkte oben in der Tabelle fest. Nun kommt ein ZAT mit zwei Heimspielen.
Aber freuen darf sich noch niemand. "Ich denke so weit ist alles gut, aber wir dürfen jetzt keineswegs nachlassen. Wir haben eine Chance uns jetzt dort oben zu festigen. Die müssen wir besonders in den Heimspielen nutzen.", so Trainer Lito
Gleich 4 Teams haben schon 21 Punkte gesammelt. Für Spannung ist also in der Liga gesorgt.
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