In der Superliga sind nicht nur die lokalen Gegner mit Argusaugen zu beachten. Immer mehr nötigt der Spielplan dazu, sich auch explizit mit der niederländischen Eredivisie zu beschäftigen. Statt SC Beira Mar oder Estoril Praia trifft man stattdessen auf NEC Nijmegen oder PEC Zwolle. Zwar keine Lotterie analog anderer vergleichbarer Spiele, aber natürlich ebensowenig das Gelbe vom Ei. Denn schließlich belegen die häufigen
Patenzüge eindrucksvoll, dass die Superliga noch weit entfernt ist von der einstigen Qualität. Bei Benfica Lissabon, dem SC Farense, Académica Coimbra und Marítimo Funchal kann man da allerdings nur wenig für. Die vier Mannschaften halten dagegen und bemühen sich, einen spannenden Meisterschaftskampf zu kreieren. Und obwohl die Favoritenrolle klar verteilt scheint, darf man dem letzten Drittel der Saison durchaus entgegenfiebern.
Seit einiger Zeit lässt sich feststellen, dass die portugiesische Zeitungslandschaft in punkto Quantität deutlichen Nachholbedarf aufzeigt. Nur selten blitzt auf der Startseite die Landesfahne auf der Startseite von Copa Mundial auf, was dann auch immer das Signal für einen neuen Artikel aus Faro oder aus Funchal bildet. Das war in der Zeit vor der großen Pause deutlich anders, zu nahezu jedem Zeitpunkt der Woche leuchtete der Leserschaft die schöne
grün-rote Flagge entgegen. Früher war zwar definitiv nicht alles besser, der Fundus der regelmäßigen Schreiberlinge in der Superliga aber doch um einiges größer. Doch Copa wäre nicht Copa, wenn sich diese Dynamik nicht unterbrechen ließen. Und wer weiß, vielleicht finden in den kommenden Spielzeiten ja einige kreative Köpfe den Weg nach Lusitanien. Das wäre dann auch für die Startseite von Copa Mundial ein echter Gewinn.
Ein Freitag zum Vergessen. International auf ganzer Linie versagt, national Pech gehabt und ausgeguckt worden. Mit den Patenzügen hat man wie schon im Endspurt der Vorsaison einfach kein Glück. Zweimal drei Tore auswärts gesetzt und zweimal unglücklich mit 3:3 vom Platz gegangen. Da wären dem Trainer aus Faro zwei 3:0-Niederlagen lieber gewesen.
Und gegen CD das Aves? Da wurde man klassisch ausgeguckt, der erfahrene cafu hat die Heim-1 gerochen, der alte Fuchs. In Faro hätte man sich
natürlich gewünscht, dass der Kollege cafu solchen Mut auch mal gegen den amtierenden Meister und Topfavoriten Maritimo Funchal gezeigt hätte. Doch wie in der Vorsaison knallt cafu dem SC Farense lieber die Auswärtstore rein. Nun ja...so ist das Spiel...ist es eigentlich noch zu früh, um Funchal zur Titelverteidigung zu gratulieren? Oder haben die Oddset-Spieler am Ende recht und Benfica nutzt das TK-Polster, um Funchal überraschend vom Thron zu stoßen? 50% haben dort auf Benfica gesetzt.
Copa Mundial wäre nicht Copa Mundial, wenn man nicht permanent mit gänzlich unerwarteten Ereignissen konfrontiert würde. Gänzlich umambitioniert ging man bei Marítimo Funchal in den letzten Hinrunden-ZAT, wo man auch nur das eigene Heimspiel glanzlos mit 3:1 gewinnen konnte. Dazu setzte es zwei Auswärtspleiten, so dass sich Coach Horst Manson seelisch und moralisch auf ein moderates Abrutschen in der Tabelle vorbereiten konnte. Doch die Superliga hat ihre eigenen Gesetze,
und durch glückliche Umstände und mehrere ziemlich unerwartete Ergebnisse rückten die Insulaner zur Herbstmeisterschaft vor. Das war beim besten Willen nicht einkalkuliert. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht in Wirklichkeit ein Menetekel für sein weiteren Verlauf der Spielzeit sein wird. In Portugal scheinen bei Copa Mundial die Gesetze der Schwerkraft zuweilen deaktiviert zu sein. Vielleicht sollte sich eine Person mit profunden Kenntnissen der Physik einmal der Angelegenheit annehmen.
Und wieder treffen die Jungs aus Faro auf fremdem Platz mehrfach und müssen sich dennoch mit einem Unentschieden begnügen. Nachdem man zuvor Pech mit Patenzügen hatte, war es diesmal kein trainerloses Team, das den Südportugiesen einen Strich durch die Rechnung machte.
Die Saison läuft wahrlich nicht berauschend und dennoch steht man noch relativ gut da. Zumindest das internationale Geschäft sollte möglich sein, auch wenn es noch ein langer, harter Weg ist. Es schmerzt aber natürlich, dass der amtierende Meister auswärts ein 0:0 geschenkt bekommen hat. So etwas würden die Farenser auch gerne mal wieder erleben.
Auf einmal ist der SC Farense wieder dort, wo man letzte Saison fast die ganze Spielzeit über stand: Auf Rang 1. Doch die letzte Saison endete schmerzhaft und traurig für das Team aus Faro, das seither traumatisiert ist.
Der Trainer, der weiterhin nicht nametlich genannt werden möchte, meidet weiterhin Pressekonferenzen, die zuletzt ohnehin dubios verliefen. Man munkelt, dass er so bald auch nicht wieder auftauchen wird - gerade jetzt, wo Funchal den tapferen Mannen aus Faro wieder im Nacken sitzt und nur auf ein Ausrutschen wartet.
Wie erwartet endete vergangene Woche das Europaabenteuer von Marítimo Funchal in der UEFA Champions League. Über die Ursachen wurde bereits öffentlich lamentiert, aber nun heißt es den Wettbewerb ad acta zu lagen und die Daumen für den Kollegen vom SC Farense zu drücken. Zumindest dieser hält im Achtelfinale weiter munter die portugiesische Fahne in den Wind. In der Liga sieht es für die Insulaner auf den ersten Blick noch immer sehr
ordentlich aus, allerdings weist man von allen Top-Mannschaften das mit Abstand schwächste Rest-TK auf. Speziell Benfica Lissabon kann hier noch deutlich höhere Reserven mit in die Rückrunde nehmen. Aber Copa Mundial wäre nicht Copa Mundial, wenn nicht noch die seltsamsten Dinge passieren könnten. Kurz vor der Halbzeit der Superliga kann man konstatieren, dass die Favoriten identifiziert sind, die Reihenfolge ihrer Endplatzierungen aber noch völlig offen ist.
Dank tatkräftiger Mithilfe des finnischen Meisters kann man bei Marítimo Funchal bald die UEFA Champions League ad acta legen und sich vollständig auf die portugiesische Superliga konzentrieren. Dennoch zeigt sich Coach Horst Manson noch immer fassungslos über das Setzverhalten der Suomi, die mit einer seltsamen Heim-0 gegen den schwedischen Gruppengegner den Inselclub sämtlicher Chancen für ein
Weiterkommen beraubt haben. Aber gut, Portugal ist schließlich auch schön und die heimische Liga durchaus fordernd. Es bahnt sich nämlich ein spannendes Rennen um die Tabellenspitze an, bei dem einige Teams in echter Schlagdistanz zum aktuellen Spitzenreiter aus Porto liegen. Doch auch die Nordportugiesen werden es ihren Verfolgern ausreichend schwer machen, so dass man sich auf eine formidable zweite Saisonhälfte freuen darf.
Die Presselandschaft in Portugal gibt aktuell nicht viel her. Im aktuellen Monat kamen alle Artikel aus Faro oder von der wunderschönen Insel, auf der der aktuelle Meister beheimatet ist.
Um die Zeitungslandschaft ist das Land am südwestlichen Zipfel Europas nun wirklich nicht zu beneiden. Blicken wir dennoch auf das Land und die Liga: Aktuell tummeln sich oben wieder die üblichen Verdächtigen - auch hier gibt es also wenig Spektakuläres zu verkünden. Das Favoritenduell zwischen Faro und Funchal wurde vom Vizemeister gewonnen, was aber sicherlich auch dem Heimrecht geschuldet war.
Der Saisonstart ist geglückt und nun steht ein echtes Spitzenspiel an: Der Vizemeister empfängt den Meister. Knapper hätte es letzte Saison nicht zugehen können. Vermutlich hat es einen so knappen Vorsprung wie in der vergangenen Saison noch nie bei Copa gegeben - zumindest in Portugal noch nicht.
Spannend dürfte es daher sein, wie die beiden Trainer heute vorgehen und welche Taktik sie wählen werden. Nicht wenige munkeln, dass es am Ende 6:6 ausgehen könnte, da die beiden Coaches einander womöglich nichts gönnen werden.
Während in Europa das Abenteuer in der UEFA Champions League ein frühes Ende zu nehmen scheint, sieht es für Marítimo Funchal in der einzig wahren Superliga deutlich freundlicher aus. Nach einem gelungenen ZAT steht man vor einem möglicherweise wegweisenden Wochenende, an dem das Team von Coach Horst Manson auf die Verfolger vom FC Porto und dem SC Farense trifft. Eine echte Standortbestimmung also, zumal mit
Académica Coimbra ein dritter starker Rivale auf die Insulaner wartet. Dennoch darf niemand mit Vorentscheidungen in die eine oder andere Richtung rechnen, denn das Feld ist an der Spitze der Tabelle zu diesem Zeitpunkt der Saison noch eng beisammen. Erfahrungsgemäß kann es bekanntlich auch durchaus kontraproduktiv sein, wenn man nach dem ersten Drittel der Spielzeit vom Platz an der Sonne aus in die Menge grüßt.
Ganz allmählich befreit sich der SC Farense nach dem sehr schwachen Saisonauftakt. Doch man blickt voller Verwunderung auf den Tabellenführer. SC Beira Mar thront nach wie vor ganz oben mit mittlerweile 12 Punkten bei gerade einmal 9 erzielten Toren - beeindruckend, ohne Frage!
Umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass (oder weil?) das Team aktuell ohne Trainer auskommen muss. Und man wundert
sich doch, dass da noch niemand aus der Copa-Welt zugeschlagen hat, um den Tabellenführer in dieser aussichtsreichen Tabellenkonstellation zu übernehmen.
Auf die Frage, ob der Trainer des SC Farense den Klub vielleicht übernehmen werde, entgegnete dieser nur: "Tick, Tack, Tick, Tack..." Wieder nur ein Zitat aus der Serie Dark von ihm. Langsam sind seine Pressekonferenzen nur noch albern.
So könnte man zumindest bis jetzt die Saison von Marítimo Funchal zusammenfassen. Drei unangefochtene Siege für das Team von Coach Horst Manson daheim, drei torlose Pleiten auswärts, da grüßt entsprechend der Mittelfeldplatz. Noch alles drin also für die Insulaner, während der SC Beira Mar weiterhin trainerlos den Platz an der Sonne genießen darf. Auf Madeira widmet man sich dagegen weiterhin dem
Degenfisch und dem Inselwein, bevor am Freitag die Schlagzahl mit dem Beginn der Gruppenphase der UEFA Champions League gehörig erhöht wird. Hier gilt es für Marítimo, an die guten Leistungen aus der Vorsaison anzuschließen und wieder möglichst viele Punkte für Portugal in der Fünfjahreswertung zu erringen. Schließlich soll die Superliga wieder zu einem geachteten Aushängeschild von Copa Mundial werden.
Obgleich der Trainer, der namentlich nicht mehr genannt werden darf, zuletzt keine sinnvollen Pressekonferenzen gab, probierten es die Journalisten weiter fleißig - immer emsig bemüht, dem Coach des SC Farense zumindest einen sinnvollen Satz zu entlocken.
Doch auch diesmal das gewohnte Bild: Auf keine Frage gab es eine sinnvolle Antwort. Auf jede Frage entgegnete der Trainer dieses Mal lediglich: "Alles
ist miteinander verbunden!" Was er denn zum Sensations-Spitzenreiter SC Beira Mar zu sagen habe? "Alles ist miteinander verbunden!" Was er zu den zwei Siegen seines Klubs zu sagen habe? "Alles ist miteinander verbunden!"
Entweder macht sich der Trainer seit Wochen einen Spaß daraus, die Journalisten zur Verzweiflung zu bringen oder da hat jemand zu viele Folgen von "Dark" geschaut.
Ein bisschen überraschend ist es schon, wenn ein trainerloser Club an der Spitze einer Liga thront. Doch aktuell dominiert in Portugal sensationell der SC Beira Mar die Tabelle. Erstaunt blickt die Konkurrenz auf den Coup aus dem Nichts, während sich die (vermeintlich) arrivierten Kräfte im Mittelfeld der Superliga tummeln. Der geneigte Chronist kennt aber natürlich die Gravitationskräfte bei
Copa Mundial, wo ein früher Spitzenplatz noch gar nichts bedeuten muss und manchmal sogar kontraproduktiv sein kann. In Porto, Lissabon, Faro, Coimbra oder Funchal wartet man nur darauf, dass sich der gegenwärtige Ikarus seine Flügel an der Sonne verbrennt. Denn wenn es ein abgedroschenes Sprichwort gibt, welches bei Copa uneingeschränkt gilt, dann ist es das Folgende: Abgerechnet wird zum Schluss.
Keinen richtigen Schwung will die Presselandschaft in Portugal aufnehmen. Viel belangloser Kram ergießt sich hier. Cafu will in dem nichts nachstehen und wird auch in dieser Woche einen weiteren sinnlosen Artikel in die Tasten hauen.
Schmerzen dürfte den selbsternannten Start-Trainer ein 4:4 im Heimspiel am vergangenen Spieltag. Da hat er sich sicher deutlich mehr ausgerechnet und hofft, dass die kommenden Spiele deutlich besser laufen. Noch eine Saison weit unten in der Tabelle wäre wohl zu viel des Guten. Dann würde vielleicht auch ein Wechsel denkbar sein...
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