Die vergangene Woche hat Xerez bekanntlich geschlaucht. Beflissene Zeitungsleser wissen über die Hektik des Weltklassetrainers ja Bescheid. Wenigstens gelang auf internationaler Ebene das Weiterkommen mit minimalem Effort, auch dank des Keksbarons.
"Bueno ja, ich habe echt gezittert. Nachdem unsere Defensive ja bekanntlich die grosse Achillesferse unserer Brasilianer Ägyptens ist, musste ich international mit allem Möglichen rechnen. Der Keksbaron kennt mich mittlerweile
schliesslich in- und auswendig.", so Weltklassetrainer Xerez. Leider blieben dann die Kicker vom Roten Meer auf der Strecke, Goldene Pfeile aus Südafrika machten das Rennen. "Bueno, da muss ich mich an der Nase nehmen, taktisch hätten wir auch beide Ägypter ins Ziel retten können. Die TK-Mitnahme aus der Gruppenphase gehört abgeschafft für einen fairen Wettbewerb!", so Weltklassetrainer Xerez.
Montagmorgen und schon eine heftige Ansage an den Spielleiter - braut sich da was zusammen?
Beim Coach des Ismaily SC herrschte in dieser Woche Ausnahmezustand. Anstatt sich in Ruhe mit Taktik, Spielzügen und der Vorbereitung auf den nächsten Gegner zu beschäftigen, wurde der ohnehin enge Zeitplan durch einen gestörten Büroalltag komplett durcheinandergebracht. Xerez am Anschlag!
Termine verschoben sich, Abläufe gerieten ins Stocken und selbst die kleinsten organisatorischen Aufgaben entwickelten sich
plötzlich zu Zeitfressern. Für taktische Feinheiten blieb kaum noch eine Minute. Xerez musste improvisieren, Prioritäten setzen und versuchen, trotz des Chaos den Überblick zu behalten. Selbst ein Weltklassetrainer hätte unter diesen Bedingungen wohl Mühe, eine perfekte Trainingswoche auf die Beine zu stellen. So wurde aus der geplanten Taktikwoche vor allem eines: pure Hektik. Doppelbelastung lässt grüssen….
Tristesse pur. Während sich die Brasilianer Ägyptens unter der Ägide von Startrainer Xerez kaum zu entwickeln vermögen, herrscht im Kopf desselben purer Verdruss. Zwar konnte man am vergangenen Spieltag "vorwärts" machen, doch die internationale Doppelbelastung ist nicht ohne. Xerez am Scheideweg?
"Eigentlich liegt es mir ja nicht, belanglose Wortmeldungen aus den Zeitungsspalten zu reiterieren, doch
es hat schon was. Die mutlosen Gästeauftritte Ägyptens sind in der Copa-Welt berüchtigt. Das enge Feld legendär.", so Xerez.
Statt sich wieder einmal als Alternative anzupreisen, wäre es eventuell sinnvoll, man würde im Nil mit, statt gegenden Strom schwimmen. Der Aufwand hielte sich in Grenzen und mehr als 3 Punkte an einem Spieltag einzuplanen gleicht in Ägypten sowieso eher Harakiri...
Na ja, was soll man schreiben, wenn man nichts mehr zu sagen hat. Genau: Man schwelgt in Nostalgie und sinniert über die guten alten Zeiten.
Und hier passiert, was auch im Leben oft passiert. Man trauert der guten alten Zeit nach und verpasst die Vitalität und die Lebensfreude. So ach bei den Brasilianern Ägyptens, dem Ismaily SC. Die Glanzzeiten sind längst vorbei, man
schwelgt in Nostalgie und hoffte, mit dem Startrainer Xerez auf den grossem Umschwung. Was jedoch bloss ein laues Lütlein, bzw. eine letztjährige Zufallssaison war.
Und so ergeht es Xerez derzeit ähnlich wie dem Klappspaten. Nostalgie, eine Verachtung für die Überkommerzialisierung des Fussballs und zugleich notorische Erfolgslosigkeit in der aktuellen Meisterschaft. Ein wahres Pulverfass!
Grosskotz Xerez flog mal wieder - er kannte das Gefühl kaum mehr - voll auf die Fresse. Spielt er eigentlich seine erste Saison bei COPA-Mundial, oder ist er bloss zu eitel, dass er sich gleich an König der Welt sieht? Eine Spurensuche.
Potent, gutaussehend, klug, taktisch versiert - was nach einem idealen Schwiegersohn tönt, der sowohl Frau als auch die Schwiegermutter allseits zu beglücken weiss - trifft eigentlich auf Startrainer Xerez zu. Bzw. traf auf Startrainer Xerez zu.
Es gibt zwar eine Rubrik, die sich Copa 1x1 nennt, doch die wichtigste Regel ist dort nicht erwähnt: Wenn es gegen einen
Paten auswärts geht - und sei die Situation noch so offensichtlich - setzte immer die A0. Eigentlich logisch. Eigentlich klar. Eigentlich...
Frage nun an den selbsternannten Weltklassetrainer Xerez. Warum? Warum jagst du am 2. ZAT 8 Buden raus?
Lapidare Antwort: "Ich hatte die Hosen voll! Eigentlich wollte ich ruhig fliessen lassen. Doch dummerweise habe ich den Spielplan konsultiert. ZAT 3 mit dem Keksbaron um dem Indonesischen Magier. Nein, da hol ich mir die 6 Punkte lieber vorher ab.", so Xerez, immer noch mit sich selbst hadernd.
Resultat; Hosen voll, TK tief, ZAT 3 immer noch vor der Nase. "F***"...
Autsch. So ein Saisonstart braucht kein Mensch. Lust-, sang- und klanglos; geradezu peinlich stolperte der amtierende Vize-meister (bekanntlich der erste Verlierer) vor sich hin und grüsst nun von ganz weit unten in der Tabelle. Um weitere Trainerkollgen vor dieser Schmach zu bewahren, lese man bitte weiter.
"Natürlich mag es auf den ersten Blick reizvoll erscheinen, sich weitere 70 Punkte in der HoF zu sichern. Dennoch lohnt sich dieser
nutzlose Aufwand nicht. Man holt besser 25 Punkte (oder natürlich 100; Copatadores wissen Bescheid), damit man nicht solch einen beknackten Saisonstart hat.", so Xerez.
Wer bis hierhin nicht folgen konnte, oder schlichtweg nicht mitgelesen hat, dem genügt eigentllich das finale Statement voll und ganz. Werdet bloss nicht Vize-Meister. Zum neuen Saisonauftakt jeweils beim amtierenden Meister auswärts antreten zu müssen, macht echt kein Spass.
Mit demselben Eifer wie in den Anfangszeiten ist Xerez auch nach 12 Jahren Unterbruch noch bei Copamundial dabei. In den 12 Jahren hat sich auch am Irrsinn des letzten Saison-ZAT nichts verändert.
"Bueno, ganz klar, wer in der Fux- und zugleich auch in der Schafwertung einsam seine Kreise zieht, und trotzdem nichts mit dem Ausgang der Meisterschaft zu tun hat, ist ohne jeglichen Zweifel Opfer des Spielplans.", so der unangefochtene
Weltklassetrainer Xerez.
Nüchtern betrachtet hatte Xerez während der Saison wohl einfach zu wenig Eier, sich im vorderen Mittelfeld zu positionieren, so dass nun seine Kräfte zum Ende der Saison einfach nichts mehr nützen. "Unsinn; die Schwachstelle meiner Taktik war vielmehr die vogelwilde Taktik einiger TrainerlegendenHudler!", so Xerez, der selbstbewusst wie immer auch in der nächsten Saison in Ägypten mit dabei sein will.
Rückschlag für Startrainer Xerez. Nachdem er sich in den letzten Wochen vornehmlich der Arschkriecherei und dem Kaffeeklatsch, statt der taktischen Vorbereitung auf ein Fusssballspiel gewidmet hat, erntet er nun die Quittung. Statt den Anschluss an die Spitze herzustellen, säuft er im ligainternen Niemandsland ab.
"Puh, was für eine langweilige Scheisseunterhaltsame Auswärtsfahrt nach Gouna. Endlich weiss ich, weshalb der Sawirih so erfolgreich ist und sogar die Ur-Schweizer in Andermatt wie ein Schlingelum den Finger wickeln konnte.", so Xerez, den Zeigefinger mahnend erhoben.
Bei Speis und Trank vergass der Lebemann und Weltklassetrainer in Personalunion schlichtweg die Zeit. Als er die
Kabine aufsuchen wollte und die Mannschaft auf das bevorstehende, saisonwegweisende Spiel gegen den Keksbaron, einpeitschen wollte, waren die Spieler bereits am Duschen.
Zum Glück läuft es für die ägyptischen Mannschaften derweil international formidabel, so dass ein zusätzlicher internationaler Startplatz für die kommende Saison gesichert sein dürfte. "So habe ich für die paar Spiele bis zum Ende der Saison wenigstens noch ein Ziiel, statt dem süssen Leben zu frönen.", so Xerez. Der mit seiner gewohneten Arschkriecherei freundlich nachschob, dass er "allen ägyptischen Trainern, die für diesen historischen Erfolg auf internationaler Ebene verantwortlich zeichnen, alles gute wünscht".
Nach einer durchaus erfolgreichen Saison, juckt es Xerez zum Beginn der neuen Saison bereits wieder in den Fingern. Ob das Jucken von Seitenhieben gegenüber der Gegnerschaft oder ob dem Interesse am Fussball herrührt, bleibt an dieser Stelle offen.
Ein Hinweis sei dennoch gegeben: Xerez freut sich, dass zwei mittelmässig begabte Übungsleiter während der Transferphase das Land verlassen haben, und zugleich zahlreiche Hochkaräter ins Land gefunden haben. Wie sich das sportlich auswirkt, bleibt hingegen ungewisse. Schade hingegen, dass sich nun eine Ligaerweiterung in Ägpyten durchgesetzt hat. Man muss sich nun noch mehr den Kopf zerbrechen. Cui bono?
...belebt Körper und Geist. Samih Sawiri himself bittet also zum Tanz und lädt Weltenbummler Xerez zu einem Affogato vor dem Spiel ein, da die Einladung an den Keksbaron aus unbekannten Gründen ins Leere gelaufen ist.
So ist es für den absoluten Weltklassetrainer Xerez nun einerlei, ob sich Hr. Leibnits aufgrund seines blamablen Auftritts an der COPA-WM rar macht, oder ob er schlichtweg nicht wusste, worum es sich bei einem affogato handelt. Für Connoissur Xerez kein Problem. "Ich freue mich, dass ich den Espresso mit Vanilleeis nun mit Samih geniessen kann und mich nicht vor dem Spiel mit Leibnits langweilen muss. Crunch Time einmal anders, und damit Affaire à suivre...