Trotz Platz 11 freut man sich bei Wanka nicht nur über das Ende der katastrophalen Hinrunde, sondern auch über die beste Platzierung der laufenden Saison. Also zumindest der grüne Tendenzpfeil gibt den Andenkickern Hoffnung auf eine bessere zweite Saisonhälfte. Zum Start geht es dafür gleich mal gegen den amtierenden Meister und Tabellenführer. Da kann direkt gezeigt und geprüft werden, ob es wirklich ernst gemeint ist, mit der Hoffnung auf eine bessere Rückrunde. Andererseits kann das kleine Pflänzchen Hoffnung auch wieder direkt platt getrampelt werden. In Kürze wissen wir mehr.
Vom Höhenflug der vergangenen Saison sind die Andenkicker weiterhin meilenweit entfernt. Aber zumindest die Basics scheinen wieder zu funktionieren und das Team gewinnt seine Heimspiele. Bleibt zu hoffen, dass sich spätestens in der Rückrunde auch wieder das Fahren zu Auswärtsspielen rentiert. Immerhin stehen zum Abschluss der Hinrunde noch zwei Heimpartien in der Höhenluft des höchsten Stadions von Peru an. Vielleicht lässt sich dabei ja der wichtige Auftrieb für die zweite Hälfte der Saison gewinnen.
Am vergangenen Wochenende gab es in der peruanischen Liga nur wenig Bewegung. Auch die Andenkicker verharrten auf ihrer Position. Leider weit hinter der Musik und der angepeilten Ausgangssituation nach dem ersten Drittel der Saison. Stabil ist also auch nicht immer positiv konnotiert. In diesem Fall ist stabil eher stabil schlecht. Der einzige Lichtblick - mit viel Wohlwollen - ist, dass sich die Lage nicht noch weiter verschlechtert hat. Der Abstand nach vorne ist nämlich gleich geblieben und die Abstiegsränge sind nun schon seit zwei Wochen verlassen.
Weit, weit ist der Abstand der Andenkicker nach acht Spieltagen bereits nach oben. Auch in den Bergen gibt es diese Weite. Manchmal wunderschön, aktuell aber eher betrübend. Bereits elf Punkte beträgt der Abstand. Einzige Positivmeldung: Die Abstiegsplätze konnten verlassen werden. Und zum erst zweiten Mal in dieser Saison konnten in einem Spiel mehrere Tore geschossen werden. Trotzdem fehlt da einfach momentan die Konstanz, um sich wieder in den oberen Tabellenregionen etablieren zu können. Weiter geht's.
Sowohl Sankt Martin als auch die Medizinstudenten zeigten in der vergangenen Woche wenig Mitgefühl und langten ordentlich zu. Für Wanka geht es also weiter darum zunächst einmal wieder auf die eigenen Füße zu kommen, die gewünschte Mithilfe dabei gab es von den Halbgöttern in Weiß nicht. Auch der Blick in den Kalender gibt nur wenig unmittelbaren Anlass zur Hoffnung: Nächste Woche stehen Duelle mit Alianza Lima und danach mit dem jungfräulichen Hundefutter an. Vielleicht dann nächste Woche also bereits liegend K.O.
Noch gab es für die Andenkicker in dieser Saison wenig zu feiern, aber immerhin reichte der erste (und bislang einzige) Treffer in der Liga zum ersten Heimsieg. Andererseits gab es aber bereits drei Niederlagen in der Fremde. Inklusive der Klatsche beim Meister. Das kommende Wochenende steht dann aber im Fokus der akademischen Weiterbildung. Zunächst reisen die Studenten vom Heiligen Martin ins peruanische Hochland, im Anschluss geht es für Wanka dann noch gegen die Mediziner. Mal sehen, ob dann (wieder) auf die Erste-Hilfe-Fähigkeiten der Gegner zurückgegriffen werden muss...
Von (fast) ganz oben nach (wirklich) ganz unten in nur zwei Spielen. Immerhin war die Fallhöhe bei den Andenkickern beträchtlich. Und lobte man in der Vorwoche in der Zeitung noch die nahezu optimale Vorsaison, hat sich das Blatt schnell gewendet und man kann nun über mangelnde Verteidigung und ineffiziente Sturmreihen diskutieren. Weh tat dabei nicht nur das 0:5 beim amtierenden Meister, sondern vor allem auch die 0:1-Niederlage beim trainerlosen Aufsteiger, dessen Namen eher an einen Supermarkt als an einen Sportverein erinnert. Was man in den Anden allerdings auch weiß: Wo es schnell runter geht, kann es auch schnell wieder hoch gehen.
Die Sommerpause ist vorbei und es geht weiter für die Andenkicker von Wanka. Auch wenn immer noch nicht genau klar ist, wo wir uns eigentlich befinden, so ist doch zumindest sicher, dass die Mannschaft in der letzten Saison kaum Steigerungspotenzial übrig gelassen hat. Am Ende hieß es zwei Mal Zweiter. Sowohl in der nationalen Meisterschaft als auch in der Copa Americana. Wobei international die Finalniederlage ein wenig schmerzte, da sich bei der Taktik ein bisschen verzockt wurde. National dagegen war die Platzierung eine große Überraschung.
Der Saisonverlauf von Wanka zeichnet besonders schön die Gipfellandschaft der heimischen Anden nach. Die einzige offene Frage zum Saisonabschluss lautet nun, ob das Finale in einem Anstieg oder einem Abstieg endet oder eventuell sogar ein Plateau in die Berge gehauen wird. Dennoch lässt sich bereits jetzt konstatieren, dass die Spielrunde für Wanka erfolgreich war (zumindest im Vergleich zur Amtszeit von Wanka). Darauf zahlt insbesondere auch die Performance in der Copa Americana ein, geht es hier schließlich weiterhin noch um einen Titel.
Auch wenn Wanka am Wochenende in der Tabelle wieder vom Spitzenplatz abgerutscht ist, überwiegt bei Trainer noelle die Zufriedenheit. Schließlich war die Ausgangssituation mit zwei Auswärtsspielen alles andere als einfach für die Andenkicker. Erfolgreich konnte aber zumindest das Spiel bei Cienciano in Cusco gezogen werden. Auch wenn da die gegnerische Mannschaft mitgespielt bzw. besser gesagt nicht mitgespielt hat. Danach gab es noch die obligatorische 0:5-Klatsche im zweiten Spiel. Parallel und wichtiger konnte aber der Einzug ins Finale der Copa Americana klar gemacht werden - auch wenn die rechnerisch bereits am Wochenende zuvor feststand. Jetzt also das ewige Duell Peru gegen Uruguay.