Wieder eine Woche vorbei. Und unsere Mannschaft steht erstmals auf einem internationalen Startplatz. Das ist auch das erklärte Saisonziel. Aber den Platz auch am Ende inne zu haben, dafür müssen noch einige Spiele gewonnen werden. Das wird nicht ganz leicht, denn die Konkurrenz schläft nicht. Legt teilweise doch noch einmal auf dem Trainermarkt nach wie z.B. AS Marsa. Noch sind längst nicht alle Trainerposten vergeben, doch die Liga füllt sich nach der Aufstockung und der Abwanderung in andere Ligen so langsam wieder.
Das war das absolute Megaspiel beim Tabellenführer Club Sportif Sfaxien. Es ging 6:6 aus. "Leider gelang uns nicht der angestrebte Auswärtssieg und somit die Verkürzung des Abstandes nach ganz vorn. Andererseits konnten wir damit verhindern, dass Sfaxien uns endgültig davon zieht. Und sie haben für ihre vier Punkte mehr TK einsetzen müssen als wir. Das ist ein kleiner taktischer Sieg. Mal sehen, ob wir daraus in den letzten Wochen der Saison noch Kapital schlagen können. Wir kämpfen um einen internationalen Platz, schauen aber auch so lange noch auf die Meisterschaft, solange sie rechnerisch offen ist" , so Wiel Coerver nach dem Spiel.
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Wiel Coerver liest aufmerksam die tunesische Sportpresse und fragt sich nun, was die Tabelle bedeutet. Eigentlich bedeutet sie erst nach dem 14. ZAT etwas, oder? Wer Erster ist, ist Meister. Wer zu den besten Vier gehört, der darf Tunesien in der Folgesaison vertreten. Wer auf den letzten beiden Plätzen steht, muss absteigen. Im Moment eher theoretisch, denn Tunesien hat gar keine zweite Liga. Tunesien ist ein lupenreines Profiland ohne jegliche Amteur-Copatadoren. Es wäre ja auch gelacht. Copa ist etwas für Profis. Das ist doch wohl klar. Also, was bedeutet die Tabelle nun? Sie ist eine Zusammenfassung aller Spiele. Und davon warten noch eine ganze Menge auf uns. Die Tabelle bedeutet also noch nicht viel.
Ja, vier von sechs tunesischen Teams sind international bereits ausgeschieden. Aber solange die Groot Worldwide Football Ltd. und die Magica-Gruppe (in der letzten Saison immerhin die Finalpaarung in der Copa Libertadores) noch mit ihren Teams vertreten sind, kann immer noch etwas gehen. Das Viertelfinale wird am morgigen Freitag ausgelost. Dann werden wir mal sehen, ob noch etwas geht. Ein rein tunesisches Viertelfinale wird es auf keinen Fall geben, da Meister Stade Tuniesien und unsere Wenigkeit lediglich den zweiten Gruppenplatz belegten und somit beide auf einen Gruppensieger treffen.
Das ist die große Frage. Sagt die letzte Woche möglicherweise noch lügende Tabelle in dieser Woche die Wahrheit. Was Etoile Beni Khalled angeht, sagt sie in dieser Woche das gleiche wie in der letzten Woche: Rang zehn! Das kann entweder immer noch gelogen sein oder war schon letzte Woche die Wahrheit. Aber einmal wahr und einmal gelogen geht nicht, oder? Dieser Wahrheit muss sich Wiel Coerver stellen. Vielleicht sagt die Tabelle aber erst nach dem letzten Spieltag die Wahrheit? Dann muss jetzt hart daran gearbeitet werden, am Ende deutlich weiter vorne zu stehen als jetzt.
Was? Die Tabelle lügt? Was bildet die sich ein? Na erlauben sie mal! Das kann doch wohl nicht war sein. Ich glaub, es geht schon wieder los.
Dann muss man die Tabelle mal ins Direktorenzimmer holen und das Ding gerade stellen. Oder wir regeln das selbst mit Siegen. Das ist das einfachste, oder? Dann steht die Tabelle bald wieder richtig und sagt allen die Wahrheit. Noch lügt sie uns Etoile Beni Khalled auf Rang 10 daher. Das kann so nicht stimmen. Das muss verbessert werden. Die Null muss weg. Dann sind wir bei der Wahrheit.
Das sieht nicht gut aus. Der Vizemeister steht auf dem vorletzten Platz. Doch das wirkt alles schlechter als es real ist. Der Rückstand nach Punkten ist gering und das Form-TK noch reichlich gefüllt. Irgendwann wird Etoile noch marschieren und die Sterne vom Himmel spielen. Wortwitz verstanden? Dazu müsste man natürlich Französisch können. Der neue Trainer steht dagegen erst einmal ganz vorn. Das ist eine Herausforderung für Wiel Coerver, die der erfahrene Mann allerdings mit dem größten Vergnügen annimmt.
Figaro kommt - Tunesien jubelt. Nach Wochen des Aderlasses gibt es einen Silberstreif am Horizont. Endlich wandert mal nicht wieder ein weiterer Trainer ab, sondern es kommt einer in unsere schöne Liga. Mit Figaro handelt es sich um einen Neuling. Man wird sehen, was er drauf hat. Aber wir geben ihm gerne ein paar Vorschusslorbeeren.
Dieses Thema soll als Headliner wohl davon ablenken, dass Etoile Beni Khalled auf den letzten Platz abgerutscht ist. Aber es ist ein wichtiges Thema. Denn unsere Liga lebt von den Trainern.
Erstes Heimspiel und auch erster Saisonsieg für den Vizemeister Etoile Beni Khalled. Nach dem schweren Start auswärts beim Meister stand man nach der ersten Woche ohne Punkte da. Das hat sich nun zum Glück geändert. Im eigenen Stadion gab es den ersten Dreier für die Mannschaft von Wiel Coerver. Der kann damit etwas entspannter in die weiteren Spiele gehen. Noch eine Nullrunde und der Coach wäre schon etwas unter Druck gewesen. So ist erst einmal business as usual angesagt, bis dann in der nächsten Woche die Doppelbelastung mit der CAF Champions League beginnt.