"Völlig klar, wer Meister wird", so der Coach des Titelverteidigers Ruud Gullit zur Presse. "Das kann eigentlich nur an die Tampa Bay Rowdies gehen. Wer etwas anderes sagt, hat keine Ahnung von unserem Sport. Die sind zwar noch nicht vorne. Aber die haben genug Reserven, um Chicago Fire noch locker abzufangen. Dem wird niemand etwas entgegenstellen können. Dazu sind die Rowdies viel zu stark in der Offensive. Wenn die wollen, überrennen die dich! Komplett! Die werden das ganz locker nach Hause schaukeln!"
Die Rochester Raging Rhinos haben wieder ein paar Plätze verloren, von denen, die sie in der letzten Woche gut gemacht hatten. Aber das ist kein Beinbruch. Alles war in dieser Woche in der Reihe. Ein Heimsieg, eine Auswärtsniederlage. Alles in der normalen Reihe. Ob der Meister auch in der kommenden Saison wieder international angreifen kann, wird sowieso erst in den nächsten Wochen entschieden. Ein, zwei Ausrutscher, ob positiv oder negativ, werden am Ende darüber entscheiden, ob was geht oder nicht.
Letzte Woche meinte Ruud Gullit in der Zeitung, dass die Tampa Bay Rowdies der kommende Meister seien. Im Laufe der Woche hat er seine Einschätzung noch einmal überdacht. Und das nicht wegen des Ausswärtsspiels seiner Mannschaft in der Bay Area: "Da waren wir ja nun wirklich komplett ohne Chance." Die spielerische Klasse dieser Mannschaft ist unumstritten. Aber wenn man sich die Tabellen genauer anguckt, dann sieht man, dass die Rowdies bereits 12 Heimspiele absoliviert hat. Chicaco Fire, punktgleich mit den Rowdies, haben noch zwei Heimspiele mehr zu absolvieren. Ruud Gullit: "Die, die sind Favorit. Ganz klar!"
Das war mal eine Aktion, die man von Ruud Gullit so noch nicht oft gesehen hat. Sieben Punkte wurden in der Vorwoche eingefahren. Nicht schlecht! Sogar richtig gut, wenn man bedenkt, dass die Rhinos dabei nur ein Heimspiel hatten. Vier "Bonuspunkte" also, auch wenn die Kondition nach dem Hammerprogramm sicher darunter gelitten haben dürfte. "Na ja, für Punkte beim kommenden Meister Tampa Bay Rowdies sollte es trotzdem noch reichen", so Ruud Gullit in der Vorspieltagspressekonferenz. Die Rhinos verbesserten sich in der letzten Woche übrigens vom 14. auf den 7. Platz.
Die Reise endete dieses Mal deutlich früher als in der letzten Saison. Nicht einmal die KO-Runde konnte Copa-Sieger Rochester Raging Rhinos dieses mal erreichen. Die Analyse ergab, dass man am letzten ZAT keine Chance mehr gehabt hätte, egal wie man gesetzt hätte. Somit hat man mit dem 1:0-Heimsieg und den CONMEBOL-Punkten für die USA das Optimum der letzten beide Spiele mitgenommen. Um das Viertelfinale zu erreichen, hätte man bereits am zweiten ZAT anders setzen müssen. Das ist nun Schnee von gestern. Der Copa Libertadores steht trotzdem noch bis Saisonende am Lake Ontario.
Nur ein Sieg aus drei Spielen und der Meister rutscht auf den elften Platz ab. Das hatte man sich bei den Rochester Ragging Rhinos anders vorgestellt. Mit zwei Heimsiegen hätte man sich auf den internationalen Plätzen eingefunden. So ist es tristes Mittelfeld. Es ist nicht der erste Meister, dem das passiert. Manchmal ist einfach die Luft raus nach großen Erfolgen. Zumal auch noch die Copa gewonnen wurde. Aber es muss jetzt weiter gehen. Die Saison läuft unerbittlich weiter. So hart ist das Profidasein.
Bei den Rochester Raging Rhinos bleibt in dieser Saison einiges in Bewegung. Nach dem überzeugenden 4:0 gegen Inter Miami CF am fünften Spieltag mussten die Rhinos beim 0:1 gegen Philadelphia Union einen Rückschlag hinnehmen. Die Antwort folgte jedoch prompt: Gegen Nashville SC zeigte der Titelverteidiger wieder seine Klasse und fertigte den Gegner mit 5:0 ab.
Nach sieben Spieltagen stehen damit vier Siege und drei Niederlagen zu Buche. Mit 12 Punkten und 17:7 Toren belegen die Raging
Rhinos derzeit Platz vier. Vor allem die Defensive präsentiert sich bislang äußerst stabil und hat erst sieben Gegentreffer zugelassen. Der Kantersieg gegen Nashville dürfte zudem für neues Selbstvertrauen sorgen. Rochester hat damit nach dem kleinen Durchhänger in Philadelphia eindrucksvoll gezeigt, dass der Titelverteidiger weiterhin mit Nachdruck im oberen Tabellendrittel mitmischt. Ruud Gullit ist bisher sehr zufrieden mit der Saison. Die Effizienz soll aber noch gesteigert werden.
Die Rochester Raging Rhinos stehen nach zehn Spieltagen auf Rang sieben der Major League Soccer. 15 Punkte und ein beeindruckendes Torverhältnis von 21:9 zeigen, dass der amtierende Meister weiterhin zu den stärksten Teams der Liga gehört. Doch zuletzt geriet der Motor ins Stottern: Neben dem überzeugenden 4:0 gegen Columbus Crew gab es auch zwei Niederlagen gegen Impact de Montréal und Houston Dynamo – jeweils ohne eigenen Treffer. Rochester ist aktuell solide unterwegs, aber noch nicht wieder meisterlich.
Der Meister spielt bisher eine solide Saison. Zwei Heimsiege, zwei Auswärtsniederlagen. Das war immerhin ein besserer Start als in der letzten Saison. Und da war man am Ende trotzdem Erster. Das muss sich nicht zwingend wiederholen. Das Saisonziel ist das Erreichen des internationalen Wettbewerbs. Alles andere wäre Bonus. Und dann ist da auch noch die Teilnahme an der Copa Libertadores. Aber dort geht es erst nächste Woche los. Alle Augen also auf die MLS, die ab dieser Woche nun bis auf weiteres drei Spiele pro Woche anbietet.
Die Rochester Raging Rhinos haben unter Trainer Ruud Gullit einen durchwachsenen Saisonstart hingelegt. Nach der deutlichen 0:3-Niederlage beim FC Dallas zeigte das Team im zweiten Spieltag eine starke Reaktion: Gegen die Tampa Bay Rowdies gelang ein überzeugender 3:0-Heimsieg. Mit drei Punkten und 3:3 Toren steht Rochester aktuell auf Rang neun. Damit büßte der Meister zwar acht Plätze gegenüber der Vorwoche ein, bleibt aber in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Gullit kann vor allem auf die defensive Stabilität des zweiten Spiels aufbauen. Nun gilt es für den Meister, die Leistung zu bestätigen und den Anschluss nach oben herzustellen.