Bei Vegalta Sendai läuft es derzeit ausgesprochen torarm. Die letzten Spiele gingen allesamt verloren – und trotzdem ist kees van edam mit sich und der Mannschaft erstaunlich zufrieden.
„Wir haben konsequent keine Tore geschossen“, erklärte der Trainer. „Das war eine bewusste Entscheidung.“
Der Grund ist nämlich Tore Bulwa, seines Zeichens Coach von Cerezo Osaka.
„Warum sollten wir Tore schießen und damit Tore Bulwa unterstützen?“, fragte kees völlig ernst. „Der Mann heißt schließlich Tore. Das kann doch kein Zufall sein!“
Seitdem
gilt bei Vegalta eine neue interne Anweisung: Ballbesitz ja, Torchancen vielleicht, Tore auf keinen Fall.
Die Stürmer wurden angewiesen, spätestens 20 Meter vor dem gegnerischen Tor abzudrehen. Einer soll sogar bereits beim Anblick des Strafraums nervös geworden sein und den Ball ins Seitenaus gespielt haben.
„Wir müssen Tore Bulwa trockenlegen“, erklärte kees. „Wenn wir Tore schießen, bekommt Tore Tore. Das ist mathematisch eindeutig.“
Besonders pikant: Während Vegalta aus Solidarität mit dem japanischen Fußball auf Tore verzichtet, schießt Cerezo Osaka munter weiter.
Ursprünglich war eine reine Männerrunde mit Pepeke Guevara in Roquo's Praxis geplant, doch der Psychologe lud beide zunächst zu einem virtuellen Meeting ein, um die Spannungen vorab zu reduzieren.
"Herr Herbster, wie geht es Ihnen? Was macht Ihr Hund?"
"Unverändert, Herr Doktor. Die Schuldgefühle halten an. Mein fubini dümpelt wie immer im Untergeschoss herum. Sein Bauch zieht ihn runter, nur sein Pate ist noch schwerer als er."
"Wer ist sein Pate?"
"Ich weiß nicht, wer es ist. Nur, dass es aus Atlante kommt. Damals habe ich für einen guten Preis eine Patenschaft im Netz angeboten. Ich war jung und brauchte das Geld."
"Nun gut", fuhr Dr. Roquo fort "Herr Guevara, wie geht es Ihnen heute?"
Pepeke hatte seine Webcam aus und als er sein Mikrofon auf unmute stellte, war nur Schluchzen zu vernehmen. Keine Reaktion, kein Satz, kein Ton. Nur ein schwarzes Bild.
"OK, lassen wir das. Herr Herbster, ich habe mir überlegt, dass ich Herrn Guevara und Sie aktuell nicht gemeinsam in einem Raum therapieren kann. Er ist psychisch zu instabil. Sie wissen ja, dass ich am Freitag in Monterrey bin. Ich würde Ihnen gerne einen Hausbesuch abstatten."
Herbster beginnt sichtlich überrascht zu zittern. Ein Hausbesuch?!
"Ähm, wenn ich ehrlich bin: Ich habe Angst, dass Sie mir ein Ei ins Nest... ähm ich meine, dass Sie mich auseinandernehmen."
"Aber Herr Herbster, ich bitte Sie! Ich will doch nur Ihr Bestes!"
"Wirklich?"
"Aber natürlich! Ich komme doch nicht zu Ihnen, um bei Ihnen etwas zu
holen!"
"Sondern um mir etwas zu geben?" fragte Herbster.
"Selbstverständlich!" entgegnete Roquo.
Herbster sprach zu sich selbst: "Er will mir doch wohl nicht 3 Punkte schenken? Das kann ich nicht glauben. Warum sollte er das nach all' den Vorlesungen und der Kritik über mich tun?"
"Also gut, ich vertraue ihnen, Herr Doktor" entgegnete Herbster, wohl wissend, dass er innerlich komplett anders fühlte.
"Schön, dann also bis Freitag! Möchten Sie noch etwas sagen, bevor wir uns verabschieden, Herr Guevara?"
Zunächst wieder Stille, doch dann platze es aus Pepeke heraus: "DIESE MUTA PADRE HATTE ZERSTÖRT MEINE LEBE! TITEL WEG, FRAU WEG, ALLESE KAPUTT. NUR MEINE TEQUILA ISSE NOCH DA! ISSE WILL, DASSE SIE IHM AM FREITAG DIE OHRE LANG ZIEHE, HERR DOKTOR!"
Herbster war komplett versteinert und wurde kreidebleich im Gesicht, seine Angst vor Roquo wuchs.
"Beruhigen Sie sich, Herr Guevera. Wir alle haben unsere Päckchen zu tragen und ich werde auch Herrn Herbster seine Grenzen aufzeigen, die er bei Ihnen überschritten hat."
Diese Sätze trugen nicht im Geringsten dazu bei, dass sich Herbster besser fühlte. Im Gegenteil: Seine Schuldgefühle wurden dadurch nur mehr getriggert.
"Also die Herren, wir sehen uns. Bis Freitag, Herr Herbster!"
Ohne ein Wort des Abschieds und völlig paralysiert drückte Herbster auf den roten Knopf, verließ das virtuelle Meeting und sprach erneut mit sich selbst:
"Ich weiß noch nicht mal, ob ich ihn überhaupt reinlassen soll. Ich muss mich irgendwie vor diesem Freak schützen. Der macht mir meine komplette Saison kaputt..."
Weder Fisch noch Fleisch heißt es aktuell beim Tabellenzweiten Motherwell. Aber wie lange ist er es noch? Der Verein tritt spielerisch einfach auf der Stelle.
Auswärts gegen die Rangers und Edinburgh gab es genau 0 Punkte und damit bleibt Motherweill auswärts einfach ein Punktelieferant. "Wir sind schon enttäuscht das auswärts so rein gar nichts zusammen passt. Da hilft es auch nicht das wir daheim gegen den Tabellenführer recht hoch gewonnen haben. Mit der Punkteausbeute werden wird demnächst sicher durchgereicht.", so ein sichtlich enttäuschter Trainer Butcher.
Zuhause trifft es sich am Schönsten. Wie passend, dass am kommenden Freitag gleich zwei Heimspiele anstehen. Zwei Spiele voller Chancen. Zwei Siege bedeuteten zweimal Punkte. Vielleicht Platz zwei am Ende der zwei Spiele. Womöglich mit einem Einsatz von nicht einmal zwei TK.
Die zwei ist eine schöne Zahl. Doch in der Primera A muss größer gedacht werden, um am Ende ganz oben zu stehen. Denn insgesamt bietet auch der kommende Spieltag nicht nur zwei, sondern drei Spiele und Punkte werden sogar neun vergeben.
Kénitra – Der Kénitra AC kommt einfach nicht aus dem Knick. Die Truppe von Trainer Nqila klebt stur auf Rang 8 fest – als Drittletzter trennen die Gharbaouis mickrige zwei Zähler vom Schlusslicht Hassania Agadir.
Schuld daran ist die offene Scheunentor-Taktik: Satte 20 Gegentore hat sich der KAC bereits eingefangen. Die Hälfte davon – exakt zehn Stück – kassierte man ausgerechnet in den zwei Duellen gegen Wydad Casablanca, wovon der WAC allein im jüngsten Wiedersehen fünf Dinger einschenkte.
Coach Nqila schäumte
nach der erneuten Abreibung: „Das waren keine Masern mehr, das ist die reine Pest!“
Der WAC-Coach hingegen trällerte nach dem Fünfer-Pack genüsslich den alten Franz-Beckenbauer-Klassiker aus der Tütensuppen-Werbung vor sich hin: „Gute Freunde kann niemand trennen…“ Ein köstlicher Seitenhieb auf Nqilas alte Freundschafts-Ankündigung, garniert mit reichlich Schärfe.
In Kénitra fordert man nun dringend Quarantäne für die Abwehr – sonst gibt es statt Punkten bald die nächste Packung Tütensuppe!
Trotz oder gerade wegen der Beschwerden im Seniorenheim Allsvenskan fühlt sich Trainer Flemmencio absolut wohl. Wenn jetzt noch der Fussball der eigenen Mannschaft besser und die nächste Rentenerhöhung nicht verschoben wird, steht einem gelungenen letzten Lebensabschnitt nichts mehr im Wege.
Als größte Hürde erweisen sich derweil - und da scheinen sogar Berufswidersprecher von Tabellenplatz 1 zuzustimmen - die trainerlosen Teams, die eine ernsthafte Gefahr für die redlich rechnenden Rentner darstellen.
Am Hafen von Port Said kam am vergangenen Freitagnachmittag eine Flasche angetrieben. Trainer TSGler fischte sie aus dem Wasser, öffnete sie und vermutete zunächst eine spektakuläre Nachricht aus einem fernen Land. So sensationell war es dann zunächst doch nicht, handelte es sich doch nur um wirres Gekritzel. Doch bei genauerem Hingucken glaubte der Coach die Taktik des kommenden Gegners aus Kairo erkannt zu haben. Schnell die eigene Taktik umgeworfen, alles auf Offensive gestellt und das Ergebnis war dann wieder wie eine Flasche, aus der nach lange gar nichts auf einmal alle Tore auf einmal herauskamen.
Da lief das vorvergangene Wochenende derart gut, dass sich Trainer Felixus schon auf dem Weg zur Meisterschaft sah und der Konkurrenz großspurig einen vorrechnete und dann das: Zwei Heimspiele, beste Voraussetzungen für einen weiteren Sprung in der Tabelle, doch statt der nächsten beiden Siege hagelte es Gegentore und musste eine Niederlage gegen den führungslosen Tabellenführer hingenommen werden.
Die Brötchen werden wieder kleiner, die Ankündigungen weniger und das Training härter. Wenns hilft!?
Nach den tatsächlich erreichten neun Punkten war Tor-Sten tatsächlich nicht nur kurz im Golden Beach Club, sondern hat sich dort die komplette Woche weggeschossen. Schlechte Voraussetzungen für den Start in die neue Woche als Tabellenführer. So hat er beim Training schon mal anklingen lassen, daß 44 Spieler deutlich zu viel für ein Trainingsspielchen sind. Und die gegnerischen Fans sollen auch schon mit Plakaten gesichtet worden sein, auf denen ‚Olympic Saufi‘ zu lesen war. „Nochmal neun Punkte und wir sind durch“ sagte er, aber auch diese Aussage ist wohl dem zu hohen Alkoholkonsum zu verdanken gewesen.
Nach 12 Spieltagen steht der FC Barcelona mit 10 Punkten auf dem 9. Tabellenplatz. Mit einer Bilanz von 3 Siegen, einem Unentschieden und einer Tordifferenz von 17:38 wissen wir, dass die aktuelle Platzierung noch nicht unseren Ansprüchen entspricht. Doch in Katalonien bewahrt man traditionell die Ruhe. „Seny“ – unser sprichwörtlicher gesunder Menschenverstand – sagt uns, dass die Saison noch lang ist. „Qui dia passa, any empeny“ (Tag für Tag kommen wir voran), und die wichtigste Phase liegt noch vor uns. Schon am nächsten Spieltag im katalanischen Derby gegen Terrassa CF haben wir die Chance, auf dem Platz die richtige Antwort zu zeigen.
Den emotionalen Bericht aus Madrid über die dortige „Seuchenwoche“ und den
Frust von Trainer Don Crespo nehmen wir in Barcelona gelassen zur Kenntnis. Es ist verständlich, dass der Druck im Profifußball nach internationalen Niederlagen groß ist. Wenn dort von einem „Abnutzungskampf“ gesprochen wird, bleiben wir lieber bei unserer eigenen Philosophie. Statt uns von der Hektik oder harten Worten anstecken zu lassen, konzentrieren wir uns ganz auf uns.Wir begegnen den sportlichen Rivalen mit Respekt, lassen uns aber nicht beunruhigen. Für die kommenden Aufgaben gilt für Mannschaft und Fans gleichermaßen: „Tots units fem força“ – gemeinsam sind wir stark. Der Weg nach oben im Tableau erfordert Geduld, aber die Qualität und der Wille im Team sind da.
Visca el Barça i visca Catalunya ll*ll
Der Saisonstart des FC Aarau lief sehr sehr gut, besser als erwartet und dies obwohl es ein Zwischentief gab. Platz 4 steht aktuell zu buche und die Adlerträger sind mehr als zufrieden mit diesem Umstand. Dabei fällt auf, dass der FCA die beste Defensive der Liga stellt und somit ein Fundament für den derzeitigen Erfolg gelegt hat. Doch Schuster bleib bei deinen Leisten, denn das Ziel bleibt der Klassenverbleib, auch wenn die Spitze näher ist als der Abgrund. Schlusslicht ist aktuell der FC Luzern.
Da hatte sich Pellegrini einen tollen Schlachtplan überlegt, um mit sechs Punkten mehr aus der letzten Runde zu gehen, dabei hat man aber offenbar übersehen, dass es nicht gegen Fenris geht, der sich gleich zweimal zu Hause Abwesenheit gegönnt hat, sondern gegen den Kameltreiber. Da wurde man klassisch getäuscht, schien es doch so, als wenn Hadschi seinen Mannen nicht nach Krusevac schickt, dabei waren sie schon längst da und hatten sich im Stall bei den Kamelen versteckt oder in den Kamelen, wir wollen da jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen.
Jetzt blickt ma aber gespannt nach Cacak, muss man sich Sorgen machen?
Der kleine Käfer kommt vollkommen dehydriert nach seinem Einlauf ins Zelt zurück. Dort empfangen ihn mit Oksana und Elvijra die beiden Haus-Melkerinnen, die er gerade erst von ihrer Fortbildung im Wüstenkräuter-Sammeln abgeholt hat.
Sie sollen mit dem Herbie den zweiten Teil durchführen, denn in der Broschüre steht so schön
Regeneration (Paschatkarma): Nach der Reinigung wird der Körper gestärkt. Sie erhalten leicht verdauliche, auf Ihr Dosha abgestimmte Speisen, Aufbaupräparate und Kräuter.
Herbie versteht nur Kamelhaarmantel, lässt sich aber darauf ein. Für den Erfolg am nächsten ZAT ist er bereit, alles über sich ergehen zu lassen. Als ging es geriebene Äpfel vom
Dromedar, per Kamel importierten Kefir (war vielleicht etwas lange unterwegs und die Gärung ist schon sehr weit fortgeschritten) zum Aufbau einer neuen Darmflora und zum Schluss einen Smoothie aus regionalen Kräutern und handgebogenen Bananen.
Was wie eine Dschungelprüfung aussieht, hat bei Herbie erneut durchschlagenden Erfolg. Durch den obergärigen Kefir kann nun der Alkohol noch schneller in seine Blutbahn gelangen und er freut sich über einen Vollrausch, der es in sich hat. Als Fata Morgana sieht er sein Heimstadion in der Ferne und taumelt, TK-Setzungen lallend darauf zu.
Mit einem Lächeln sammeln die beiden Helferinnen ihn wieder ein, notieren seine Züge, soweit sie diese verstehen und gehen zum Melken über…
Jetzt, wo die Kuh vom Eis ist, können wir uns wieder auf den Sport konzentrieren. Dass wir keine ertragreiche und sachdienliche Debatte darüber führen konnten, was den Fußball auf lange Sicht zerstören wird, lag nicht an uns. Man kann sich eben nur mit Menschen im Diskurs austauschen, wenn diese das auch möchten, Argumente haben und nicht aufgrund des Fehlens eben dieser, das ganze
als „müßig“ abtun. Da wurde eine Chance vertan.
Wer nicht will, der hat schon. Wir drängen uns nicht auf. Und deshalb haben wir konsequent das entsprechende Spiel geghostet. Das wird kein Modell für die Zukunft, so viel sei der Liga versichert. Aber wir wollten einfach mal ein Zeichen setzen und werden uns jetzt wieder mit dem Sport beschäftigen, solange wir ihn noch haben.
Rosario – Der zweite Tabellenplatz ist Geschichte. Nach 13 Spieltagen steht Newell’s Old Boys auf Rang fünf und hat damit innerhalb weniger Spieltage drei Plätze eingebüßt. 23 Punkte stehen auf dem Konto, der Abstand zur Spitze beträgt inzwischen vier Zähler. Noch ist in Rosario deshalb längst keine Krise ausgerufen – doch die Geduld der Anhänger ist bekanntlich begrenzt.
Die vergangenen Wochen waren ein Wechselbad der Gefühle. Dem spektakulären 4:4 bei Chacarita Juniors folgte eine bittere 1:2-Heimniederlage gegen Quilmes. Immerhin gelang zuletzt gegen Huracán Buenos Aires ein wichtiger 1:0-Erfolg. Stabilität sieht allerdings anders aus.
Während die örtliche Presse nun über fehlende Konstanz und die verpasste Chance auf die Tabellenführung diskutiert, bleibt
Kevin Phillips seiner Linie treu. Der Engländer soll die jüngsten Ergebnisse gewohnt sachlich analysiert haben. Große Schuldzuweisungen oder dramatische Ankündigungen waren jedenfalls nicht zu hören. Angeblich war sein wichtigster Begleiter dabei wieder einmal eine Tasse Kaffee.
Viel Zeit zum Grübeln bleibt ohnehin nicht. Mit Instituto de Córdoba, Gimnasia de Jujuy und Racing Club warten drei Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Neun Punkte wären für Newell’s ein gewaltiger Schritt zurück in Richtung Spitzengruppe.
Phillips weiß vermutlich: In Rosario wird aus einem guten Lauf schnell eine Krise – und aus einer Krise ebenso schnell wieder ein Angriff auf die Spitze. Vielleicht ist genau deshalb die Kaffeemaschine im Trainerbüro derzeit das ruhigste Objekt im ganzen Verein.
Das war ein bitteres Wochenende für die Western Knights. In einem wahren Offensiv-Spektakel vor heimischem Publikum verlor das Team unglücklich mit 3:4 daheim, nachdem man sich defensiv zu anfällig zeigte. Auch im darauffolgenden Auswärtsspiel gab es trotz starkem Einsatz beim 0:1 in der Fremde keine Punkte zu bejubeln. Durch diese Nullnummer am Spieltag rutschen die Ritter in der Tabelle auf Platz 12 ab. Coach Dinci fordert nun eiserne Disziplin: „Wir schenken die Spiele im Moment zu leicht her. Wir müssen hinten kompakter stehen und vorne wieder zupacken.“ Die Knights müssen sich schnell schütteln!