Ittihad Tanger bleibt eine Mannschaft der Gegensätze. Auf eine deutliche 0:6-Auswärtsniederlage folgte ein souveränes 3:0 vor heimischem Publikum. Wer darin nur eine Achterbahnfahrt der Form sieht, übersieht allerdings eine entscheidende Kleinigkeit: In Tanger ist das Pulver längst nicht verschossen.
Denn während andernorts bereits über die letzten Reserven geklagt wird, verfügt Sir Bacalar noch über ein beachtliches Torkontingent. Und das kommt ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Aufgaben kaum unangenehmer sein könnten. Am nächsten ZAT warten der
Tabellenführer und der Tabellenzweite.
Zwei Spitzenteams, zwei Gelegenheiten – und ein Ittihad, das sich nicht erst mühsam neue Munition beschaffen muss. Ob das nun ein ausgeklügelter Plan oder einfach eine Laune des Spielplans ist, bleibt offen. In Tanger jedenfalls dürfte man sich die Hände reiben.
Die Konkurrenz darf sich gerne an der Tabelle orientieren. Sir Bacalar schaut lieber auf das, was noch im Tank ist. Und wer glaubt, nach dem 0:6 sei Tanger bereits erledigt, könnte beim nächsten Wiedersehen eine unangenehme Überraschung erleben.
Der Hafen ist offen. Die Kanonen sind geladen. Und das Pulver ist noch trocken.
Schluss mit komplizierten 6:6-Rechnungen und wilden Taktikexperimenten – die ehrwürdige 3:0-Lehre ist zurück. Im Espenmoos gibt’s ein trockenes 3:0 gegen den FC Zürich, anschließend wird in Bern mit einem ebenso eleganten 0:3 nachgelegt. bora nennt das „symmetrische Fußballkunst“, der Rest der Welt nennt es schlicht Kopfschmerzen.
Die Sonne zeigt sich endlich wieder – also heißt es für bora: „Ab ins Freibad!“ Während die Flamingos bereits die besten Liegen reservieren und der Bademeister großzügig Sonnencreme verteilt, wird auf der Liegewiese ausschließlich die 3:0-Taktik trainiert. Alles andere gilt als unnötige Hektik.
Beim FC Zürich sucht man derweil weiterhin verzweifelt einen Trainer. Angeblich wurden bereits ein Flamingo, ein Bademeister und eine
Sonnencremeflasche zum Vorstellungsgespräch eingeladen – bislang jedoch ohne Einigung.
Und bei YB Bern sucht man schon seit Wochen nach den passenden Worten. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn Castano Deus hat schon ewig keinen Artikel mehr geschrieben. Ohne seine gewohnt schrägen Erklärungen weiß dort niemand so recht, wie man ein 0:3 überhaupt sprachlich einordnet. Man schwankt derzeit zwischen „strategische Niederlage“, „gelungene Rückwärtsentwicklung“ und „ein Missverständnis mit sportlichem Charakter“.
bora stört das alles herzlich wenig. Er zieht sich die Sonnenbrille auf, lehnt sich auf seiner Luftmatratze zurück und verkündet grinsend: „Wenn die Sonne scheint, die Flamingos tanzen und am Ende ein 3:0 auf der Anzeigetafel steht, ist die Welt wieder in Ordnung.“
"Nach dem Aufstieg Deutscher Meister - das ist nur der FCK", so schallt es nach Spielende noch lange im Stadion. Der FCK ist nach zwei Siegen Spitzenreiter und überzeugt.mittlerweile.durch eine stabile Mannschaftsleistung. Vom Titel träumen die Verantwortlichen aber noch lange nicht. "Das ist eine schöne Momentaufnahme und zum jetzigen Zeitpunkt auch kein Zufall.mehr. Aber unser Ziel bleibt der Klassenerhalt. Und wenn es so weitergeht brauchen wir hoffentlich nicht bis zum Ende zittern.", gibt sich der Coach bescheiden
In den heiligen Hallen des Copa-Forums tauschen sich die Trainer aus allen Ligen regelmäßig über die aktuellen Ereignisse im Profifußball aus. Daher wollte auch der Trainer-Novize Toro an dieser illustren Runde teilnehmen. Doch an der Eingangspforte wurde er abgewiesen. Ein strenger Torwächter sagte ihm, dass er sich erst registrieren müssen. Toro tat, wie ihm geheißen. Aber auch das überzeugte den Türsteher. nicht. Die Registrierung müsse noch bestätigt werden. Seitdem wartet Toro vergeblich auf die Bestätigung seiner Registrierung und so langsam wird es ganz schön kalt vor den Eingangstoren. Toro würde sich also sehr freuen, wenn sich einer der Herrscher über das Forum seiner Sache annehmen würde.
Ein 1:6 zu Hause gegen Grödig tut weh, brennt im Auge und schmeckt ein bisschen wie kalter Kaffee am Morgen. Dafür lief es auswärts beim alten Bekannten Wiener Neustadt wie am Schnürchen: Ein wildes, spektakuläres 3:6 riss die Fans komplett von den Sitzen. Klar, in der Champions League haben wir derwahreroi und seinen Neustädtern kürzlich noch galant den Vortritt gelassen – aber hier im Liga-Alltag ist Schluss mit der Gastfreundschaft! Da wird nicht geschenkt, da wird im Großpack zurückgeschlagen.
Um diese schizophrene Bilanz (ein halbes Dutzend Gegentore im eigenen Wohnzimmer, gefolgt von einem Auswärts-Torfeuerwerk) wissenschaftlich einzuordnen, hat
der Verein intern nun die Abteilung für Quanten-Fußball-Metaphysik gegründet.
Das erste offizielle Statement des neuen Instituts: Ein Fußballspiel folgt längst keinen logischen Gesetzen mehr, sondern rein chaotischen Quantenzuständen. Wer braucht schon dröge 0:0-Langweiler, wenn man die Anzeigetafel zum Glühen bringen kann? Während die Defensive zeitweise im Paralleluniversum weilte, lief die offensive Maschinerie auf Touren, die jeden Buchhalter in den sofortigen Frühruhestand treiben.
Kurzum: Sturm Graz bleibt unberechenbar, unterhaltsam und garantiert nichts für schwache Nerven. Wer das versteht, braucht keine Taktiktafeln mehr – sondern Popcorn.
5:2 gegen IFK Mariehamn – doch die Krise bei Turun Palloseura ist längst nicht überwunden.
Manchmal fühlt sich selbst ein Sieg wie eine Niederlage an. Turun Palloseura durfte nach dem überzeugenden 5:2-Erfolg gegen IFK Mariehamn endlich jubeln. Fünf Tore, strahlende Gesichter und ein kurzer Moment der Hoffnung – doch am Ende bleibt die bittere Realität bestehen: TPS ist weiterhin Letzter der ersten finnischen Liga.
Während die Offensive endlich ihre Durchschlagskraft bewies, offenbart die Defensive weiterhin erschreckende Schwächen. Mit
inzwischen 36 Gegentoren ist Turun Palloseura die Schießbude der Liga. Zu viele Fehler, zu viele zugelassene Chancen und zu wenig defensive Stabilität haben den Traditionsklub tief in den Tabellenkeller geführt.
Der deutliche Sieg hätte ein Wendepunkt sein können. Doch ein einzelner Erfolg kann die Probleme einer ganzen Saison nicht vergessen machen. Die Fans dürfen für einen Abend träumen, doch die Abstiegsangst bleibt.
Fünf Tore geben Hoffnung – 36 Gegentore erzählen die traurige Wahrheit. Für TPS beginnt der Kampf ums Überleben gerade erst.
In Hatta schaut man derzeit nicht nur auf die Tabelle, sondern vermutlich auch regelmäßig auf den Namen, der ganz oben steht: Al Dhafra. Der Hatta Club bleibt Zweiter und damit in Schlagdistanz zur Spitze. Eine ausgezeichnete Ausgangslage – solange man sich nicht daran gewöhnt, dass ein anderer den besten Platz beansprucht.
Mr. Reethi hat seine Mannschaft in eine Position gebracht, in der man nicht mehr bloß auf Überraschungen hoffen muss. Hatta ist mittendrin, statt nur dabei. Doch Rang zwei hat eine kleine Tücke: Man bekommt Anerkennung, aber
den ganz großen Glückwunsch holt sich weiterhin jemand anderer ab.
Und genau darin liegt der Reiz der kommenden Wochen. Hatta muss nicht nervös werden und auch keine großen Parolen ausrufen. Es genügt, den Druck aufrechtzuerhalten und darauf zu warten, dass sich vorne eine Tür öffnet. Im Fußball gehen solche Türen selten von allein auf – manchmal muss man kräftig dagegenhalten.
In den Emiraten bleibt es also spannend. Al Dhafra darf sich an der Aussicht von ganz oben erfreuen. Mr. Reethi hingegen hat den Vorteil, dass er genau weiß, wohin er noch möchte.
Bei Deportes Tolima versteht derzeit niemand mehr Trainer jean baratte. Wochenlang war die Tabellenführung da, Once Caldas zog vorbei – und während die Fans hektisch Punkte zählten, wirkte jean plötzlich… zufrieden.
“Jetzt fühlt sich Fußball endlich wieder richtig an”, erklärte er grinsend. “Tabellenführer sein ist doch nur dann schön, wenn man dabei ständig glaubt, gleich auf Platz 10 abzurutschen.”
jean verfolgt deshalb ein revolutionäres Konzept: Er möchte Tabellenführer sein – aber nur, wenn es sich wie ein erbitterter Abstiegskampf anfühlt.
Zur Sicherheit hängt in der Kabine die Tabelle kopfüber. Vor jedem Training wird ausschließlich der Tabellenkeller analysiert. “Oben kennt sich doch jeder aus. Unten lernst du Demut… und das richtige Zittern.”
Besonders freut jean allerdings ein anderer Umstand: Italicus rückt in der Tabelle immer näher.
Andere Trainer würden nervös werden. jean dagegen bekommt glänzende Augen.
“Ach, Italicus…”, seufzt er. “Das waren Zeiten.”
Denn die
beiden verbindet eine legendäre Vergangenheit: ein Abstiegskampf, der so eng war, dass selbst der Tabellenrechner irgendwann aufgab. Am Ende rettete sich Jean hauchdünn vor Italicus – mit gefühlt einem halben Grashalm Vorsprung.
“Das war die schönste Saison meines Lebens”, schwärmt jean. “Jeder Punkt war wie ein Lottogewinn, jede Niederlage ein philosophisches Erlebnis.”
Seitdem hofft er heimlich auf eine Fortsetzung.
Als ihm ein Reporter erklärt, dass Tolima eigentlich um die Tabellenspitze kämpft, winkt jean nur ab.
“Die Spitze interessiert mich nicht. Ich möchte das Gefühl von damals zurück. Dieses Zittern. Dieses Rechnen. Dieses ‘Wenn Envigado heute gewinnt und irgendwo ein Flamingo links abbiegt, sind wir wieder mittendrin.’”
Die Spieler sind inzwischen völlig verwirrt.
“Chef… kämpfen wir jetzt um Platz 1 oder gegen den Abstieg?”
jean lächelt verträumt.
“Um Platz 1 natürlich. Aber bitte so, dass sich Italicus jederzeit eingeladen fühlt, mit mir noch einmal den schönsten Abstiegskampf aller Zeiten auszutragen.”
Meersdonk: Meine Herren, 22 Spieltage. Sturm Erster mit 40 Punkten. Rapid Zweiter mit 38. Grödig Dritter mit 37. Ried Vierter, ebenfalls 37.
Tatar: Na servas. Vier Mannschaften, drei Punkte Unterschied. Des is ka Meisterschaft mehr, des is a Warteschlange vor der letzten Tankstelle.
Falco: Und jeder glaubt, er sei der Erste.
Meersdonk: Grödig hat Sturm sechs eins geschlagen. Dann fünf vier gegen Wacker gewonnen.
Tatar: Henk Groot hat offenbar die Abwehr abgeschafft. Dafür gibt's vorne Freibier.
Falco: Fünf Tore schießen, vier kassieren – das ist kein Spielsystem. Das ist ein Versicherungsfall.
Falco: Und Sturm? Zu Hause eins sechs gegen Grödig, auswärts sechs drei gegen Wiener Neustadt.
Meersdonk: Sturm verliert daheim und gewinnt auswärts.
Tatar: Vielleicht ham's in Graz das Stadion falsch herum aufgestellt.
Falco: Oder Froggelmeister hat Heimweh. Sobald er auswärts ist, blüht er auf.
Meersdonk: Trotzdem bleibt Sturm Erster.
Tatar: Ja, aber nur mit drei Punkten Vorsprung auf Ried. Und die sind im Kommen.
Falco: Die Tabelle schaut aus wie ein Fahrstuhl, bei dem sämtliche Knöpfe gleichzeitig gedrückt wurden.
Meersdonk: Und Wiener Neustadt?
Tatar: Bitte
nicht.
Falco: Wir haben sie doch wieder erwähnt.
Meersdonk: Platz sechs. Vier Niederlagen in Folge, jetzt noch ein drei sechs gegen Sturm.
Tatar: Kaum redet man über die, geht's bergab. Die Kolumnisten san gefährlicher als der Gegner.
Falco: Ich fordere eine Presse-Sperrzone rund um Wiener Neustadt.
Meersdonk: Vielleicht sollten wir stattdessen über Wacker sprechen.
Tatar: Wacker? Die kommen auch nicht recht weiter. Platz neun, 26 Punkte.
Falco: Sechs null gegen Ried, vier fünf gegen Grödig verloren. Da braucht man keinen Mobbingbeauftragten mehr. Da braucht man einen Statiker.
Meersdonk: Und trotzdem: Noch 14 Spieltage. Alles offen.
Tatar: Vier Mannschaften kämpfen um den Titel, Wiener Neustadt kämpft gegen die Berichterstattung und Wacker gegen die Schwerkraft.
Falco: Und wir drei?
Meersdonk: Wir analysieren.
Tatar: Na hoffentlich red ma dabei ned den Falschen zum Meister.
Falco: Zu spät. Ich hab vorhin schon „Grödig“ gesagt.
Meersdonk: Dann ist Sturm nächste Woche weiter Tabellenführer.
Tatar: Oder Ried.
Falco: Oder Wiener Neustadt.
Meersdonk: Die sind Sechster.
Falco: Eben. Niemand redet über sie. Das ist ihre stärkste Phase.
Was war das nicht für eine Woche... immer weiter wurde der schräge Bogen aufgespannt. Für sie, für uns, für den Plot.
Und nicht nur das: blicke ich in die Zeitung der Primera División und entdecke, wie meine eigene Projektion zur direkten Wahrnehmung wird: „Roquo, der Starpsychologe von den Pumas, zückt interessiert sein Notizbuch…“
Und was passiert nicht noch alles. Da presst Don Limón seine sauren Pachuca-Limonen in klebrige Limonade für die Massen, während die Fehde zwischen Herbster und Pepeke endgültig in den Bereich der Wahnpathologie abdriftet.
Genauer: Nach dem leicht unterkühlten 5:6 des Hinspiels fliegen hinterher erst einmal gar keine Bälle mehr. Stattdessen bewerfen sich zwei erwachsene Trainer lieber mit parfümierten Briefkuverts, fingierten Liebesbeweisen und verletztem Stolz.
Dazu: Monterrey schickt geruchsintensive Botschaften mit Jasminnote, die Tigres wetzen die Krallen im Tequila-Dunst, und zwischen Chivas-Hörnern und Atlas-Schultern trägt jemand schwer an seinen eigenen Neurosen.
Ein fantastisches Schauspiel.
„Doch was bringt uns dies, wenn doch das alles nur eine fantastische Scheinwelt in der Zeitung ist?“
Ich wende den Blick auf den Bildschirm, um das
vermeintlich objektive Urteil der Realität einzuholen: Ein 6:6. Beide versenken sich im kollektiven Rausch, und am Ende stehen sie punktgleich im grauen Mittelfeld, vereint im selben Wahnsinn.
Scheinbar geht es hier in Mexiko wirklich nicht um Ergebnisse, sondern nur um die Show. Loco. Lucha Libre Mexicana.
Also schnell zurück zum eigentlichen Tagewerk: der gar nicht mal so unwichtigen Psychologie. Denn was, wenn am Ende nur herauskommt: „Starpsychologe Roquo vernichtet die Akten und starrt ungläubig auf das Tableau.“
Und während ich so in mich gehe, dämmert es mir: Am Ende sind die Tabellenpunkte womöglich gar nicht die nackten Ergebnisse, sondern das dahinter.
Deshalb, und hier spricht der Psychologe: El nueve de octubre ist kein profanes Datum, sondern ein Bewusstseinszustand. Der nächste Termin wird im Kalender vielleicht anders beziffert sein, doch in Wahrheit wird er wieder und wieder el nueve de octubre sein. Ende der Diagnose: Wir sind alle gleich.
„Ein 6:6 nach einem 5:6? Völlig unauffällig. Natürlich brauchte es erst meine analytische Brillanz, um zu erkennen, dass die Herren hier dezent übertreiben“, murmelte Roquo, klappte mit einem trockenen Schnappen seine Notizen zu und goss sich langsam ein Glas Tequila ein.
Nora van Winkle, das Ralph Lauren Kostüm über und über mit Schlamm und Staub verunstaltet - was nicht weiter tragisch ist, das Ding ist für die Local Action News eh zu ambitioniert, Banana Republic hätte es hier sowohl semantisch als auch ganz irdisch ebenso getan - bahnt sich fluchend ihren Weg aus dem elend langen Tunnelsystem der Las Vegas Lights. Der bedauernswerte Kameramann Roy folgt resigniert und gottergeben auf dem Fuße.
Nora van Winkle: Was für eine verfickte Scheiße! Hätte ich nach dem College Todd Beau Boregard den Dritten geheiratet, säße ich jetzt irgendwo in nem schicken Country Club in Tuscaloosa und würde nach 5 Bloody Marys laut “Roll Tide” schreien!
Aber nein, ich musste ja Reporterin werden und stattdessen an einem gottverdammten Samstag Abend durch einen scheiß Tunnel stapfen! Von dem annoncierten Trainingszentrum habe ich da drin auch nichts gesehen, nur Erde, Schlamm und Staub und das bis direkt zum Strip!
Keine Ahnung, was der Scheiß soll!
Bob Hoskins: *tritt schräg hinter dem Eingang hervor: Bob Hoskins, Las Vegas Review! Wenn sie erlauben, werte Kollegin, werde ich ihnen im Zuge einer gedeihlichen Zusammenarbeit meine eigenen Recherchen vor ihnen ausbreiten.
Nora van Winkle *zusammenzuckend: WTF!? Hör zu, du kleiner Creep, es gibt Autogrammkarten und du kannst mir auf Insta folgen, das wars! Kein Only fans und nein, ich verkaufe meine getragene Unterwäsche nicht, du Perversling!
Bob Hoskins *indigniert : Ich muss doch sehr bitten! Wie gesagt, ich bin ein Kollege!
Nora vann Winkle: *seufzend und Angesichts der mickrigen Gestalt vor ihr sehnsuchtsvoll an Todd lBeau Boregard denkend: Ok, “Kollege,” dann schieß mal los!
Trevor Phillips * aus dem Schatten heraustretend, eine schwere Pump action Gun in den Händen, vorfreudig grinsend: Ja, Bro, dann schieß mal los, sonst mache ich das für dich….
*für einen kurzen Moment legt sich die beginnende Dämmerung wie ein gnädiger Schleier über das bevorstehende Unheil…
In Japan kommt man nie zu spät. Der Shinkansen rollt auf die Millisekunde. Der Schaffner verbeugt sich tief, sollte der Zug auch nur zwanzig Sekunden verpassen. Hier in Sapporo gilt heute: Kante genäht. Vollgas. Aber Punktlandung. Wir schaffen das Ding bzw. den Artikel. Rechtzeitig. Ehrensache.
Auf dem Rasen ohnehin: 5:0 gegen Bellmare weggeatmet, Platz 5 gesichert, oben dranbleiben. Sollen die anderen doch diskutieren. Urawa fängt sich die Tore am Fließband. Tokushima hadert mit vergebenen Zählern. Und kees van edam prüft weiter mit der Wasserwaage die Neigung des Platzes.
Nicht unser Theater. Sapporo bleibt stoisch. Voller Fokus. Text steht, Taktik sitzt, ZAT im Kasten. Verbeugung.
Können sich 60% der Trainer Afrikas täuschen? Vermutlich ja. Denn was der fremdernannte Topfavorit aus der Hafenstadt am Wochenende abgeliefert hat, war alles andere als meisterhaft. Wie gut, dass im Fußball stets kurze Zeit später die Chance zur Wiedergutmachung besteht. Doch da jetzt die Champions League in ihre heiße Phase geht und international der Fokus gesetzt wird, bleibt fraglich, ob genügend Energie für die Liga bleibt. Sollen sie doch ruhig am Ende alle wütend ihre Tippscheine in den Müll werfen müssen.
Die aktuelle Saison ist eine Hochschaubahn der Gefühle. Fast alle liegen eng beisammen. Naja, Ausnahmen bestätigen die Regel, m.fenris. Eigentlich wollte der Artikel ohne Erwähnung von irrelevantem auskommen. Aber man muss zugeben: Die wahre Spannung liegt heuer daran, Tschack-Gack noch den steuerungslosen Klub vor sich einholen kann oder tatsächlich Letzter wird. Angesichts der Dramatik und dem sich abzeichnenden Fiasko startet JanAge die Petition, die zweite Liga zu eröffnen, damit es einen Absteiger geben kann. Noch ein Jahr mit so viel Schande sei uns alle zu eesparen.
AS Marsa hat einen neuen Trainer. Für den ist nicht nur Afrika bzw Tunesien Neuland, er war noch nie Trainer einer Erstligamannschaft. Lange Jahre bei Asiatischen Teams in der Jugendarbeit, dann drei Jahre in Costa Rica Co-Trainer der Nationalmannschaft, aber allein am Spielfeldrand eines Erstligateams, das steht erst ab jetzt im Lebenslauf. Mal schauen, was Michifrant an Ideen in das Spiel einbringt. Marsas Präsident ist überzeugt, dass er die Mannschaft auf einen Tabellenplatz im oberen Drittel bringen wird.
Das war schon ein Statement, was das Team von Trainer Faras abgeliefert hat mit zweimal fünf Treffern, ABER leider hat die gesamte Liga nicht für Atlético gespielt, sondern eher dagegen… Zwar steht das Team auf einem Nichtabstiegsplatz, ABER auch nur mit einem hauchdünnen Vorsprung. Vier Teams werden nach unten durchgereicht und Atlético kämpft mit allen Mitteln gegen den unvorstellbaren Abstieg an. Der Trainer wirkte nicht sicherer bei der PK nach diesen epischen Siegen, sondern sprach von der härtesten Liga der Welt… Nun drücken wir die Daumen, dass Trainer Faras zu den besten Trainern der Welt gehört…