...ist dem Don die Meisterschale weggeglitten. Interessant, dass sich nun doch noch das Miezekätzchen obenaus schwingen könnte, nachdem die Revanche von Herrn Falkland nicht eingetroffen ist. Somit verpufft auch die Energie vom Don gänzlich im Nichts. Nun ja, was soll man sagen. Die Meisterschaft wäre ohne den direkten Angriff an den amtierenden Meister wahrscheinlich sowieso nicht dringelegen, nun hat man wenigstens die Gewissheit, dass man wirklich erst
auf den letzten Metern abgefangen wurde. Das ist ärgerlich, aber für den Don gehts natürlich nächste Saison wieder freudig im Stadtstaat weiter.
Ob man am Schluss zweiter oder dritter wird spielt eh keinen Terz, schliesslich kann man noch froh sein, dass nicht ein Gegner unter ferner Liefen noch ins Meisterrennen eingriff. Die Heimweste wird aber durch fragwürdige Paten am letzten ZAT trotz allem zur Makulatur. Einen schönen Saisonabschluss..
Erstmals in der noch kurzen Historie des auf nationaler Ebene ausgefochtenen Cupbewerbes, konnten die Athleten den fünften Durchgang für sich entscheiden. Man gewann das Finale gegen einen erstmaligen Gastteilnehmer aus der Neuen Welt. Bei diesem Triumph handelt es sich um die zweite errungene Trophäe unter Trainer qbats Ägide, in der vorerst noch überschaubaren Sammlung des Traditionsvereins. Immerhin konnte die trophäenlose Zeit beendet werden, denn der erste und sogleich letzte errungene Titel wurde mit dem Wiederaufstieg vor knapp zehn Saisonen gefeiert. Eindeutig zu wenig für unsere Ansprüche!
Leider
könnte sich aber gerade dieser Pokaltriumph als Pyrrhussieg herausstellen, steckt man in der Meisterschaft im tiefsten Abstiegskampf. Obwohl letzte Woche, selbst für die kühnsten Optimisten, ein überraschender Auswärtserfolg beim Totengräber eingefahren werden konnte, bleibt die Situation vor dem Saisonfinale alles andere als aussichtsreich. So ziemlich alles deutet auf einen erneuten Gang in die Bedeutungslosigkeit der Athleten hin. In Anbetracht dessen, dass die zweite Liga aufgrund des vorherrschenden Mangels an Konkurrenz bzw. Medieninteresse vielleicht gar geschlossen werden könnte, wäre dies der ballesterische Super-GAU.
Ja, auch in Tunesien ging es für den Don in der Nachspielzeit nochmals rund. Diesmals jedoch mit anderen Vorzeichen, nähmlich dass er einen Auswärtspunkt bei Zarzis einheimsen konnte. Aber eben, die Verve scheint ihm doch abhanden gekommen zu sein. 4 Unentschieden in einer Saison sind einfach zu viel des Guten - das muss sich der Don langsam aber sicher entscheiden, was er denn eigentlich will. Aber zuerst wird diese Saison mit Würde zu Ende gespielt, bevor man sich dann Gedanken macht, wie es in Zukunft weitergehen soll mit dem Don Hernan.
Bleiben tut er auf alle Fälle, doch wohin es ihn verschlagen mag, wissen nichteinmal die Berber, welche ihre Tage nach den Sternen richten.
Was ist denn in der SM los? Zurück in die Zukunft, oder was? Während sich Jugopetrol, Roter Stern und Partinase an die neue Weltordnung halten und als Zeichen vergangener Zeiten am Tabellenende oder knapp darüber aufhalten, spült es Sternschnuppe Tschaschak an die Spitze der Liga. So einen Dino ganz oben hat es lange nicht mehr gegeben. Unbestätigten Berichten zu Folge soll dies direkt mit einer auf einem serbischen Ritual beruhenden Verjüngungskur des Trainers zusammen hängen: Das berühmt berüchtigte Nabelschnur Mutterkuchenomlette. Da könnte doch etwas dran sein. Österreich bleibt dran und berichtet exklusiv.
So ähnlich lautet die Vorgabe für die letzten beiden noch verbleibenden Runden in der südafrikanischen Premier Soccer League. Die Seefahrer blieben bislang über weite Strecken auf ihrem Kurs. Dies ist sicherlich mitunter der Rolle als große Unbekannte bzw. Liganeuling zu verdanken, schließlich verbrachte man die meisten Saisonen in den Niederungen der Zweitklassigkeit. Und selbst
Trainer qbatsa wollte der Aufstieg in höhere ballesterische Sphären erst in seiner fünften Saison in Südafrika gelingen. Dass man so kurz vor dem Ende der Saison tatsächlich bei der Titelvergabe mitmischen kann, ist schlichtweg als Sensation zu bezeichnen. Wie auch immer die Saison tatsächlich enden mag, es wird voraussichtlich die erfolgreichste in der erst kurzen Vereinshistorie der Seefahrer.
Hans-Hubert Beckenbauer war beim Blick auf die aktuelle Tabelle konsterniert: "Sagen wirs ehrlich, wir sind nix Besonderes! Man kann die Tabelle drehen und wenden wie man will, oben bekommt man uns einfach nicht mehr zu Gesicht. Wir setzen einfach keine Akzente mehr. Wir stehen immer in der Mitte, stehen da wie einer der keine eigene Meinung hat. Nicht mal im Rotlichtmilieu der Tabelle können wir glänzen. Kurzum: wir sind die graue Maus Ägyptens!"
Dann kam dem Trainer von Al-Masry die rettende
Idee, er druckte sich die Tabelle zweimal aus und faltete sie jeweils in der Mitte: "Bei der ersten Tabelle waren wir nach dem Falten und darauffolgendem Drehen Erster. Die zweite Tabelle drehte ich direkt und faltete sie und wer war da wohl auf der zweiten Hälfte Erster? Na? Richtig! Wir standen dabei zwar jeweils auf dem Kopf, aber das wird die Stadt auch, wenn ich die doppelte Tabellenführung in der Presse bekanntgebe. Und es wird bis in die Morgenstunden gefeiert."
Wohl eher nicht. Denn obwohl der Wellington Phoenix im Moment fast dort steht, wo er nach Ansicht der Experten hingehört, hat es das Restprogramm in sich, so daß man bei den Phöniziern nicht mehr mit vielen Punkten rechnet. Trainer van Kruyden: "Schade, denn wer kurz vor Schluß so weit oben steht, der will natürlich auch den Titel. Aber der Spielplan meint es nicht unbedingt gut mit uns, wir haben jetzt zuhause einige heftige Brocken vor der Brust, wo wir wohl mit Unentschieden zufrieden sein müssen. Mal schauen, wofür das dann am Ende reicht." Nicht kommentieren mochte der Coach hingegen die um sich greifende Unsitte, Zeitungsartikel durch stumpfes Kopieren einer mäßig originellen Bandwurmgeschichte zu füllen.
Fragt man auf dem europäischem Kontinent nach dem jeher erfolgreichsten Copa-Land, so ist die Anwtort kinderleicht: Kein anderes land als das der greichischen Fußballgötter hat ansatzweise so oft die Champions-League gewinnen können, oder soviele Enspielteilnehmer vorweisen können. Und nun scheint das Ende greifbar nah, die Liga wird zum Saisonende für immer geschlossen werden. Nadch 42 Saisons somit das Aus für eine der traditionellsten Ligen bei Copa... Was danach kommt weiss noch niemand, wie und ob beispielsweise die internationalen Startplätze verteilt werden oder verfallen und was mit den noch aktiven Trainern geschehen wird...
Aus und vorbei, so scheint es für die Liga des Senegal zu heissen zum Ende der Saison - nach dann genau 30 Saisons. Übrigens lieber Herr Lott, es hatet nicht nur Multis "neu" in den Senegal verschlagen ;-) Was danach kommt weiss noch niemand, wie die internationalen Startplätze verteilt werden oder wie die noch aktiven Trainer abgehandelt werden... So gilt es die Saison noch anständig zuende zu bekommen, zumindest den zweiten Platz möchte man beim Traditionsclub DUC Dakar doch noch halten, für die Meisterschaft scheint die Ausgangslage dagegen leider dann doch etwas ungünstig, hier wird wohl Foyer Richard Toll das Rennen machen...
Ein versöhnlicher Saisonausklang bahnt sich in Porto an. Nach dem überraschenden Auswärtssieg gegen CD das Aves steht Boavista auf einem der ersehnten europäischen Plätze. "Das internationale Geschäft ist & bleibt unser Ziel, und mit drei Heimsiegen sollte das auch drin sein", analysiert Led Zeppelin die Lage. Vom Meistertitel mag er hingegen nicht sprechen: "Das wäre dann doch zu vermessen, das Restprogramm ist hart, der Abstand groß und andere Teams haben deutlich mehr Reserven. Wenn man ihn uns aber natürlich schenken möchte, wir nehmen ihn gerne. Ansonsten eben im nächsten Jahr."
Gold am abendlichen Himmel über den Anden, eine leicht Jazzmelodie aus dem Radio ("Birds flying high, you know how I feel..."), ein Glas passender Rotwein aus dem Valle de Colchagua, den Kicker aus Deutschland importiert auf dem Tisch: Das Leben eines ergfolglosen Erfolgstrainers zahlt sich manchmal doch aus. Wenn da nicht diese Mannschaft wäre...
("Dragonfly out in the sun, you know what I mean, don't you know?") Der Lieblingsklub aller Fußballliebhaber, die auch Ahnung von Fußball haben, der CDOH, ist auf dem besten Wege die Meisterschaft so kurz vor dem letzten Spieltag zu verlieren und man kann die Spannung n den Straßen von Rancagua spüren, die Spannung,
wann denn der entscheidende Fehler passiert, diesen Spieltag oder den nächsten?
("Sleep in peace when day is done, that's what I mean") Aber das macht die Liga ja so spannend, man kann nicht genau sagen, wann welche Mannschaft einen Fehler macht und wer am Ende davon profitiert. Nur eines ist gewiss. Alle, die in der Oddset-Wette auf den CDOH gesetzt haben, werden gerade ziemlich an der Nase herumgeführt von eben diesem erfolglosesten Erfolgstrainer der Weltgeschichte in Chile. Da kann man den Tag besser mit leichtem Jazz und viel Wein runterstürzen.
It's a new dawn,
It's a new day,
It's a new life
For me
And I'm feeling good,
und hau euch alle weg!
Der Teufel steckt im Detail. Nicht nur im echten Leben, sondern auch beim Fußball. Vielleicht gerade beim Fußball, der insofern auch als Bühne einer Abstraktion des menschlichen Lebens, der menschlichen Gesellschaft der Neuzeit gelten kann. Ein Mikrokosmos aus Beziehungen, die der Mannschaft - der Gesellschaft - dienen oder ungeahnte Probleme in Bereichen schafft, denen man die Integrität blanko zugeschrieben hätte.
Kurz vor dem Saisonfinale geht es allerdings nicht um das beseitigen von Imponderabilien. Es geht vielmehr darum, das über die letzten Spieltage gewachsene Kollektiv über den Zenit
hinaus bis zum letzten Spieltag am Limit zu belassen. Leider, und dieses leider ist eines aus der Tiefe der Seele des Fußballgottes, leider scheint am Vätternsee die Hybris das entscheidende Momentum gewonnen zu haben und so kommt es zu der Erkenntnis, dass am Ende ist, was zählt. Oder anders: Ist der Zug weg, kann man den Nagel noch so oft treffen.
Was bleibt ist ein vorauseilender Nachruf auf die Mannschaft, die diese Saison ein wenig Spannung in den Alltag der Nudelliga Skandinaviens gebracht hat und der zu Recht der Titel "Da wo Scheiße lebt" gehört. Zu guter Letzt ein fast finales: Ich hau euch alle weg.
Jetzt ist es passiert, ganz plötzlich sind die Power Dynamos fünf Spiele vor Saisonende Tabellenführer. Meisterschaftschancen hat das Team von Trainerlegende Florian Markert zwar nicht, doch ein Platz unter den Top drei ist nicht völlig unmöglich. Dafür ist allerdings ein perfekter Endspurt Voraussetzung, und die Hürden sind diesmal noch höher als sonst. Schließlich spielen die Dynamos nur noch gegen absolute Spitzenteams.
Markert sieht sich daher auch in der Pflicht, die Erwartungen ertwas zu dämpfen: "Wenn es gut läuft, spielen wir um Platz vier und fünf mit, bei dieser engen Konstellation kann es aber auch noch weiter runter gehen." Nur gut, dass bei 18 Punkten Vorsprung auf Platz 14 zumindest der Klassenerhalt gesichert ist. Schießlich wird die Division One nächste Saison nicht mehr weitergeführt, und da wäre ein Abstieg ganz schön ungünstig.
Trotz einer erfolgreichen Woche ist die Titelverteidigung in Göteborg engültig zu den Akten gelegt worden, es geht nun nur noch darum, einen Startplatz für einen internationalen Wettbewerb zu sichern. Meister könnte erstmals der hündische Mathematiker aus Jonköping werden - es sei ihm gegönnt, er hat lange genug warten müssen. Aber auch da sind noch längst nicht alle Messen gelegen, auch Kalmar und die Mannschaft von Dr. Doppel-P haben noch intakte Chancen. Der Schlossherr kann sich also, mangels echter Ziele, ganz entspannt zurücklehnen und auf Platz fünf hoffen - auch ein netter Platz, um im baldigen Winter das Polarlicht zu bewundern. Auch wenn man dazu höchstwahrscheinlich ein paar Stunden gen Norden fahren muss.
Und weil es so schön ist, dass es schon fast (?) weh tut, kommt nach der Nazi-Keule nun die Feminismus-Keule. Glücklicherweise ein weibliches Wort. Aber wenn es "die" Keule ist, sollte es doch richtig die Keulin lauten, oder? Tja, wirklich erfolgreiche Frauen können auf solche Sprachmissbildungen milde lächelnd verzichten. Gerüchten zufolge soll sogar mal ein weiblicher Trainer Meister der Serie A geworden sein. Und wie schade ist es doch, dass die Politik nicht mal vom Sport ihre Finger lassen kann.
Der Meisterschaftsendspurt ist eröffnet, es geht in die letzte Kurve. In dieser Situation braucht es jedes nur mögliche Körnchen, und auch die Mannschaft des Tabellenzweiten Alianza Lima muss noch mal richtig Gas geben, um vielleicht doch noch am Tabellenführer und Topfavoriten Estudiantes de Medicina vorbeizuziehen. Es wäre die erste erfolgreiche Titelverteidigung in der langen und ruhmreichen Vereinsgeschichte, doch
der Weg dahin ist noch weit. Trainer Markert ist zumindest erfahren genug, um alle Fallstricke zu wittern, so warnte er bereits: „Es reicht nicht, die Medizinstudenten zu überholen, wir müssen auch nach hinten schauen. Da sind noch mindestens zwei Teams dabei, die uns noch brandgefährlich werden können. Jetzt ist 100%ige Feinabstimmung gefragt, sonst jubeln am Ende die anderen und wir gucken dumm aus der Wäsche!“