Während sich die Kollegen in großer Zahl bei der WM befanden (Jürgen Klopp würde sagen: "noch"), ging es in Iquitos bei CNI und Coach Ole Gunnar Fidjestöl eher beschaulich zu. Ein abendliches Ceviche war schon eine feine Sache, und auch das lokale Bier schmeckte besser als so manches Gebräu in Europa. Sportlich ging es beim Amazonasclub zwar eher schleppend voran, angesichts der überschaubaren Medienlandschaft in Iquitos und der großen Zuneigung der lokalen
Fans für den bärtigen Norweger blieb es im Umfeld des Vereins aber exakt so ruhig wie in der restlichen Stadt. Der ehemalige Skispringer hatte für sich beschlossen, sich ein kleines Boot zu leihen, um dann ein langes Wochenende auf dem Wasser zu verbringen. Sollte sich der Rest der Liga doch stressen, in Iquitos stand man ohnehin über den Dingen. Wahrscheinlich gefiel diese Haltung dem auswärtigen Übungsleiter besonders gut, passte es doch bestens zum ruhigen Gemüt des Norwegers.
Der Fußballgott genießt die Tatsache das sein neues Engagement in einer Hafenstadt liegt. "Ich liebe das Wasser, erläutert er, ich könnte Stunden einfach nur dasitzen und die Zeit an mir vorbeiziehen lassen." So wie im Klassiker von Otis Redding. Der im Alter von gerade einmal 26 Jahren bei einem Flugzeugabsturz verstorbene King of Soul erlebte den Erfolg dieses Songs leider nicht mehr. Seinen einzigen Nr.-1 Hit in
den R&B Charts und Pop-Charts nahm er erst am 07. Dezember 1967 auf. Drei Tage später, am 10. Dezember 1967, stürzte sein zweimotoriges Flugzeug auf dem Weg von einem Fernsehauftritt in Cleveland zu einem Konzert nach Madison einige Meilen vor der Landung in den Monana-See. Fast sechzig Jahre später ist die Mischung aus Lebensfreude und Melancholie noch immer ein Hit, den auch der Fußballgott verträumt mitpfeift.
"Da kann der Zappelphillipp aus Dingens, hier, von den natursektfarbenen Pfeilen, nochj so oft sagen, dass er mich und mein Team gelesen hat. Die Wahrheit ist völlig anders. Alles Fake News. Das war ein gestohlenes Spiel. Wir haben wirklich gekämpft, vermutlich hat es auf der ganzen Welt noch nie eine Mannschaft gegeben, die so gekämpft hat. Wir haben gut Fußball gespielt, den besten Fußball, den es je gab. Das Spiel wurde uns
geklaut."
Bevor der kugelbauchige Trainer von Santos weiter schwallern konnte, stellte die junge, hübsche, nicht auf ihr aussehen reduzierte, intelligente Studentin der vergleichenden Kunsthistorik, die in ihrer Freizeit im Spotz arbeitet und ihre armen, kranken Eltern zu unterstützen, einen neuen Pitcher IPA auf den Tisch und fubinio war instantan von seiner steilen These abgelenkt und widmete sich dem zweitschönsten Getränk der Welt. Gut gemacht, kleine Blumenfee.
Dieser Tage lebt man gefährlich, als Trainer in Tunesien, insbesondere wenn man die Nationalmannschaft betreut. Eine Niederlage - zack - entlassen! So erging es zumindest Sabri Lamouchi nach einer - zugegeben - herben Klatsche gegen Schweden (1:5) bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada. Was für die reale Welt gilt, muss nicht unbedingt in der Copa-Welt gelten. So scheinen die Vertreter
Tunesiens bei der aktuellen Copa-WM fest im Sattel zu sitzen. Cube hatte, trotz langer Trainerkarriere im nordafrikanischen Land, seinen Hut nicht in den Ring geworfen. "Ich wünsche den Kollegen nur das Beste, so der Übungsleiter der AS Marsa, aber ich möchte mich erst wieder in die Nationale A reinfuchsen. Die nächste Copa-WM kommt bestimmt. Noch machen die Jungs die Aufstellung. Noch!"
Am Ende fehlt die Unterstützung der Schweden für die eigene Nationalmannschaft und dann können auch die besten Trainer des Lander nichts mehr machen. So lautet wohl das Fazit nach der Gruppenphase der WM und die lächerlichen Verweise auf familiäre Bindungen in andere Länder hören sich auch eher nach Entschuldigungen an, wenn man zwölf Kilo Schwedensnus unter der Haube hat.
Machen wir also an die WM einen kleinen Kuller oder Haken und kümmern uns wieder um die beste aller Ligen in Schweden, der AllSvenskan. Hier kann man nur bemerken, dass selbst Rentnerinnen am Existenzminimum, wie zum Beispiel die früh ergraute, leicht
übergewichtige aber trotz ihres hohen Alters immer noch sportliche Ingeborg für ihren Lieblingsverein vom Vätternsee kleine Motivationsartikel im wöchentlichen Gratisanzeigenblatt, dem Jonsköpping Shopper, veröffentlicht, gelegentlich verziert mit einem kleinen Gedicht um die Stimmung der Mannschaft hochzuhalten.
Der erfolgloseste Erfolgstrainer der Welt, der poesiefreie fubinini kann mit Limericks allerdings nichts anfangen und denkt weiter über die Aufstellung nach.
Der kleine Verein vom See
tut wirklich niemandem weh.
Ein kleiner Pass hier,
noch ein paar Bier,
und noch eine Niederlageeeh.
Im tiefen Dschungel der mexikanischen Liga ist die nächste Niederlage, ebenso wie das nächste Tigerbaby, immer nur einen Wimp entfernt. Dabei ist es egal, mit welcher Tier man sich heute identifiziert, es kommt immer einer, der sich mit deinem Fressfeind identifiziert oder zumindest verbrüdert.
So ergeht es zumindest dem erfolglosesten Erfolgstrainer der mexikanischen Liga, dem schlangenartigen
fubini, der sich trotz erbärmlicher Tierlaute immer noch nicht auf dem Platz der Tabelle wohlfühlt, auf dem die trüben Kicker von Santos aktuell stehen. Da hilft auch ein beschimpfen mit Tiernamen nichts.
Und so ist es aktuell ein trauriges Ritual, dass der kleine dicke Mann am Rand steht und sich immer neue Tiernamen ausdenkt und damit sämtliche Spielelr bewirft. Die denken sich allerdings: Besser als mit Flaschen.
Von langweiligen Spielen, langweiligen Artikeln, langweiligen Frauen (die immer nur am Herd stehen) und langweiligen Modemarkennamen abgesehen, scheint die Liga aktuell langweilig zu sein.
Dabei stehen die letzten Spieltage kurz bevor und jeder, der ein wenig Ahnung vom Fußball hat und sich nicht von liederlichen WM-Teilnahmen oder vom Mob und der Finanzelite, vom internationalen Finanzzirkel und den japanischen Kommunistennazis ablenken lässt, wird feststellen: das letzte Tor ist noch nicht gefallen.
Was am Ende dabei rauskommt ist eine langweilige Tabelle und die Jets im Niemandsland. Wer hätte das gedacht.
Das war ein kleiner Erfolg. Der SV Grödig klettert zurück auf Rang vier. Immerhin. Da man zudem auch noch im Europapokal sehr erfolgreich unterwegs war, kann man schon von einem gelungenen Wochenende sprechen. Beim trainerlosen Wolfsberger AC kam man zwar mit 0:5 unter die Räder. Aber dafür gab es einen 6:0-Kantersieg gegen RB Salzburg - mit Trainer. Da bekommt es als Coach schon mit der Angst zu tun, die Präsidenten könnten auf die Idee kommen, die Trainer ganz einzusparen. Zwei von zehn Clubs in Österreich halten es bereits so.
Diego stand am Mittwochmorgen auf dem Trainingsplatz und betrachtete stolz seine "Zoo-Mannschaft". Pelé das Katzenbaby war mittlerweile zum Assistenztrainer befördert worden und trug eine winzige Trillerpfeife um den Hals.
"Jungs!" rief Diego, während er seine neue Trainingsjacke mit dem Aufdruck "Tier-Trainer des Jahres" zurechtzupfte. "Zwei Heimspiele! Acht Punkte möglich! Zeit für Phase 2!"
Für das Spiel gegen Monarcas hatte Diego eine neue Idee: "Chamäleons passen sich an! Wir werden wie Chamäleons!"
Er verteilte bunte Trikots, die alle 15 Minuten gewechselt werden sollten. "Verwirrung beim Gegner! Sie wissen nie, wer wer ist!"
Das Testtraining:
• Torwart Carlos wechselte von Grün zu Pink zu Gelb
• Die Verteidiger liefen im Kreis und fragten sich, wen sie decken sollten
• Ein Verteidiger von Monarcas, der heimlich zuschaute, bekam Kopfschmerzen und ging nach Hause
Für Puebla FC hatte Diego seine "Meisterwerk-Idee":
"Pinguine! Sie stehen zusammen, rutschen elegant und sind in der Gruppe unschlagbar!"
Die Spieler sollten in Dreiergruppen über den Platz "watscheln" und nur auf dem Bauch rutschend Pässe spielen.
Das Ergebnis:
• Der Rasenplatz sah aus wie nach einem Schlamm-Festival
• 5 Spieler mit grünen Flecken am ganzen Körper
• Der Platzwart drohte mit Kündigung
• Pelé das Katzenbaby schaute von der Seitenlinie aus sehr verwirrt zu
Der Reporter von ESPN Mexico: "Diego, was ist Ihr Geheimnis?"
Diego, mit Pelé auf der Schulter und Grasflecken am Knie: "Ganz einfach! Wenn alle denken, du bist verrückt, erwarten sie nichts. Und wenn sie nichts erwarten... ÜBERRASCHUNG!"
Die Schlagzeilen:
• "Pumas-Trainer entdeckt Tierkommunikation"
• "Netflix plant bereits Dokumentation: 'Der Katzenflüsterer von Mexico City'"
• "Tierschutzverein bietet Diego Ehrenmitgliedschaft an"
sich über sein neues KI-generiertes Logo zu freuen. Lobet den Herrn und singt Hosea hosea. Die rechte Hand massiert sich gedankenverloren das Kinn. Doch denke immer daran, Rosen, Tulpen, Nelken auch Limetten können welken. Noch ist es schön grün und ziert Briefköpfe, Autogrammkarten und Zeitungsartikel. Doch in nicht allzu langer Zeit wird Dein Wappen wieder gelb sein und im Winter wird es braun und schrumpelig.
Doch zurück zur Copa-WM Gruppe H. Jetzt hat man endlich 3 Punkte und darf doch schon wieder die Koffer packen Richtung Heimat. Ja ja, Nationaltrainer kann eben nicht jeder, oder wie der alte Röhrich schon sagte, da kann nich jeder mit üm. Tomaten und faule Eier stehen bereit...
Nur gut das man nicht Absteigen kann aus der 2. Liga. Für Mainz 05 läuft es alles andere als gut in dieser Saison. 2 Niederlagen musst man mit ansehen. Zuerst kam der Tabellenletzte Vfl Wolfsburg nach Mainz und konnt mit 2:1 gewinnen. Langezeit stand es 1:1 doch kurz vor Ende der Partie nutzte der Vfl einen Konter und schoß das Siegtor. Danach musste der FSV zum Südwestduell nach Kaiserslautern. Dort bekam man ebenfalls auf die Mütze und verlor mit 0:3. 2 Tore vor der Halbzeit und ein kurz danach brachten die Lauterer auf die Siegstraße. Nächste Woche geht es gegen Unterhaching und Braunschweig.
Gustav sitzt stolz auf seiner neuen Hühnerstange und klappert wichtigtuerisch mit dem Schnabel auf die Taktiktafel. Seine drei Assistenz-Hühner - Clementine, Brunhilde und Siegfried - gackern zustimmend.
"Okay Gustav", seufzt Kunta, "was ist dein Plan für die beiden Auswärtsspiele?"
Das Huhn springt aufgeregt auf die Tafel und beginnt mit den Krallen zu kratzen:
„Wir brauchen defensive Hühner-Formation!“
"Gustav", unterbricht Mwamba, "das sind Menschen, keine Hühner."
Gustav gackert entrüstet und pickt nach Mwamba.
Während der Fahrt zu den beiden Auswärtsspielen
entdeckt Gustav einen fatalen Fehler: Der Busfahrer hat das falsche Premium-Körnerfutter mitgenommen!
"GACK GACK GACK!" Gustav läuft hysterisch durch den Bus.
"Was ist denn los?" fragt Kunta nervös.
Clementine übersetzt (durch interpretiertes Gackern): Gustav weigert sich zu arbeiten ohne sein Spezialfutter der Marke "Taktik-Korn Gold"!
Der Bus hält an einer Tankstelle. Kunta kauft verzweifelt fünf verschiedene Körnersorten, bis Gustav gnädig nickt.
Aber bringt das richtige Körnerfutter auch den nötigen Erfolg, oder wird Gustav nach den beiden Spielen als knuspriges Brathähnchen enden?
Anders Quälixon saß in seinem Garten an der Zwolse Gracht, die Füße in einem Paar goldener Holzschuhe, und nippte nachdenklich an seinem dritten Pornstar Martini. Das Passionsfrucht-Püree klebte an seinem Schnurrbart, während er die vorbeifahrenden Hausboote beobachtete.
"Bert!" brüllte er plötzlich seinem Co-Trainer zu, der gerade versuchte, ein Fahrrad aus dem Grachtwasser zu fischen. "Ich hab's!"
Anders sprang auf, dabei fiel sein Drink ins Wasser - ein kleiner Fisch wurde sofort betrunken und schwamm Pirouetten.
"Wir denken zu klein, Bert! Fahrräder, Windmühlen, Holzschuhe - das ist alles Kindergarten!"
"Was meinst du denn jetzt schon wieder?" seufzte
Bert, während er tropfnass aus der Gracht kletterte.
Anders' Augen funkelten gefährlich: "Hausboote, mein Freund! Wir chartern zwei Hausboote für die Mannschaft. Eins für die Heimfahrt nach dem Sparta-Spiel, eins für die Anreise nach Groningen!"
"Aber Coach, das dauert doch Stunden..."
"GENAU!" Anders klatschte so enthusiastisch in die Hände, dass drei Fahrräder umfielen. "Während andere Teams im stressigen Bus sitzen, gleiten wir entspannt über die Kanäle! Team-Bonding auf dem Wasser!"
"Bert", verkündete Anders stolz, während er sein viertes Glas hob, "wenn wir schon im Niemandsland der Tabelle stehen, dann wenigstens stilvoll!"
Vielleicht geht noch was nach oben für Perth Glory. Zunächst spielte man gegen Brisbane Roar FC auswärts. Dort verlor man ganz knapp mit 0:1. Das Tor fiel schon in der 1. minute des Spiels. Man fand aber keinen Weg der durch die Abwehr von Brisbane. Zum nächsten Match empfing man Sydney Olympic Fc im heimischen Stadion. Diese Spiel gewann man mit 3:2. Nach dem man schon mit 0:2 hintenlag, besann man sich auf das was man ganz gut kann, Tore schießen. Somit konnte man das Spiel noch drehen und gewann. Nächste Woche geht es gegen Bankstown City Lions und Preston Lions.
Hat Trainer Schimi im Vollrausch schon wieder irgendwas Wichtiges verpasst? Scheinbar spricht halb Serbien (und ganz Montenegro) von irgendeiner Weltmeisterschaft und irgendwelche unbekannten, zweitklassigen Trainern, die dort hinfahren oder nicht hinfahren durften. Und die ganze Aufregung ist irgendwie ohnehin umsonst, weil dort offenbar ohnehin alles wie erwartet verbockt wurde. Ist nicht die ganze serbische Liga voll von den miesesten Trainer weltweit? Wen wundert es also? Und vor allem: wen kann sowas noch wirklich aufregen? Who cares? Lieber mal schön gelassen bleiben, und noch einen Schluck nehmen.
Trainer Qbat schiebt die Kassette der Jackson 5 in den Sony-Sport-Walkman, schließt das gelbe Kassettenfach und drückt – während er vergeblich versucht, seine Ohren unter der Hipster-Haarpracht zu finden, um die mit abbröselndem Schaumstoff überzogenen Original-Kopfhörer zu platzieren – auf PLAY. Er schaut sinnierend durch die Hornbrille, fast verloren, in das sich langsam füllende, einzige Bobo-Cafe Belgrads, nickt freundlich dem ein oder anderen Haubenträger zu, man kennt sich und nippt an seinem laktose- und gewaltfrei entkoffeinierten Moccachino mit Bambusmilch. Und er entwirft ein bahnbrechendes Taktikkonzept für das Match gegen Borac Cacak. Es wird ein Offensivspektakel sondergleichen, Expected Goals: 5.